Welcher Palmenbaum passt in meinen Garten?

Welcher Palmenbaum passt in meinen Garten?

Kaufratgeber

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Alexandra 7 min.

Unverzichtbar für exotisches Flair im Garten: Palmen. Entdecken Sie winterharte, kompakte oder monumentale Arten.

Schwierigkeit

Je nach Klima

Die winterhärtesten Palmen

Entgegen aller Erwartungen sind manche Palmen erstaunlich frosthart! In kälteren Regionen empfehle ich Ihnen daher dringend Trachycarpus fortunei, auch Hanfpalme genannt, die Temperaturen bis -18 °C verträgt. Sie zählt zu den pflegeleichtesten Palmen und kann in ganz Frankreich gepflanzt werden. Weniger bekannt ist Rhapidophyllum hystrix, der Winterhärtechampion: Er verträgt Temperaturen unter -20 °C! Er gedeiht in frischem Boden und im Schatten und ist ideal für kalte, feuchte Klimate. Die Palme trägt schöne Fächerblätter und einen mit langen Dornen besetzten Stamm, weshalb sie auch Nadelpalme genannt wird. Auch die Zwergpalme Sabal minor ist sehr widerstandsfähig und verträgt Temperaturen bis -18 °C. Ihr Stamm ist sehr kurz und teilweise unterirdisch; daraus wachsen handförmige Blätter hervor. Im Garten fühlt sie sich im Schatten oder Halbschatten wohl. Wenn Sie schließlich eine Palme mit gefiederten Blättern suchen, wählen Sie am besten Jubaea chilensis, die -15 °C verträgt. Diese sehr imposante Palme besitzt einen kräftigen Stamm und eine Krone aus langen Blättern.

Auch Chamaerops humilis, Brahea armata und Sabal palmetto sind relativ winterhart und vertragen Temperaturen von -10 bis -12 °C, sofern sie in durchlässiges Substrat gepflanzt werden. Staunässe im Winter vertragen sie nicht.

Winterharte Palmen

Drei frostharte Palmen: Trachycarpus fortunei, Rhapidophyllum hystrix (Foto Scott Zona) und Sabal minor (Foto weta2000nz)

Lesen Sie unseren Ratgeber: 7 winterharte Palmen für fast ganz Frankreich und Palmen nach Klima

Palmen für Mittelmeerregionen und geschützte Küstenlagen

In warmem, mediterranem Klima lassen sich deutlich mehr Palmenarten kultivieren. Besonders empfehle ich Ihnen Washingtonia filifera, auch Kalifornische Washingtonpalme genannt. Sie trägt schöne Fächerblätter, die nach dem Vertrocknen an der Palme hängen bleiben und eine Art Rock um den Stamm bilden. Auch die prächtige Phoenix canariensis können Sie kultivieren. Ihre majestätische, imposante Silhouette begeistert. Aus der Spitze ihres dicken Stammes entfalten sich lange, elegant gebogene Fiederblätter. Die Blaue Hesperidenpalme, Brahea armata, ist sehr trockenheitsverträglich. Sie trägt prächtige, silbrig-blaue Fächerblätter. Auch Butia capitata eignet sich hervorragend für Gärten im Mittelmeerraum. Die Palme ist anspruchslos und leicht zu kultivieren. Besonders gefallen mir ihre gebogenen Fiederblätter, die in sehr feine Segmente geteilt sind.

Palmen für mediterranes Klima

Washingtonia filifera und Phoenix canariensis sind perfekt für einen mediterranen Garten!

Eine empfindlichere Palme können Sie schützen. Befolgen Sie dazu unsere Tipps im Ratgeber: Wie schützt man sie im Winter? Wenn Ihr Klima den Anbau im Freien wirklich nicht erlaubt, entdecken Sie 7 bemerkenswerte Arten für die Zimmerkultur.

Je nach Standort

Palmen für den Schatten

Tatsächlich können einige Palmen auch im Schatten gepflanzt werden! Dies gilt für Rhapidophyllum hystrix, der nicht nur Kälte verträgt, sondern auch frische Böden und vor Sonne geschützte Standorte bevorzugt! Seine breite, buschige und recht niedrige Wuchsform ist ungewöhnlich. Der sehr kurze Stamm trägt gefiederte Blätter. Auch Sabal minor bevorzugt Schatten oder Halbschatten. Die kleine Palme trägt große, blaugrüne Fächerblätter. Beide Palmen sind zudem sehr winterhart! Dank ihrer kompakten Größe lassen sie sich wunderbar im Schatten größerer Palmen arrangieren. Auch Trachycarpus fortunei verträgt schattige Standorte recht gut.

Palmen für den Schatten

Drei Palmen für schattige Standorte: Rhapidophyllum hystrix (Foto Homer Edward Price), Sabal minor (Foto V. B. Williamson) und Trachycarpus fortunei (Foto Georges Seguin)

Palmen für die volle Sonne

Die meisten Palmen gedeihen in voller Sonne, da sie Wärme und sehr viel Licht benötigen. Dazu gehören beispielsweise Washingtonia, Butia capitata, Phoenix canariensis, Brahea armata, Chamaerops humilis … Vermeiden Sie jedoch möglichst Standorte mit praller Sonne.

Der Standort hängt auch von der geografischen Lage ab: Eine Palme, die Halbschatten bevorzugt, kann im Norden Frankreichs in der Sonne gepflanzt werden. Eine sonnenliebende Palme verträgt dagegen im Süden Frankreichs eher einen Platz im Schatten.

Palmen für die volle Sonne Washingtonia filifera (Foto Krzysztof Ziarnek) und Phoenix canariensis (Foto Michael Rivera) benötigen einen sehr sonnigen Standort![ /caption]

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Je nach Entwicklung und Größe

Große Palmen mit majestätischer Wuchsform

Die größten Palmen eignen sich perfekt als Solitärpflanzen, zum Beispiel inmitten eines Rasens, oder als Allee entlang eines Weges. Dazu zählt Phoenix canariensis, eine imposante Palme, die eine Höhe von 15 bis 20 Metern erreichen kann. Ihre langen, gefiederten und gebogenen Blätter verleihen ihr eine ausgesprochen elegante und majestätische Silhouette. Entdecken Sie auch Syagrus romanzoffiana, eine sehr schlanke und schnell wachsende Palme, die bis zu 12 Meter hoch wird. Sie eignet sich jedoch nur für Regionen mit mildem Klima. Ich mag ihr sehr leichtes, gefiedertes Laub besonders gern! Ebenfalls erwähnenswert ist die imposante Jubaea chilensis, die bis zu 20 m hoch werden kann. Sie besitzt einen dicken, grauen Stamm, der an ein Elefantenbein erinnert. Ihr Nachteil ist allerdings, dass sie langsam wächst! Auch Washingtonia filifera wird zu einer großen Palme. Sie bildet einen dicken, sehr hohen Stamm. Die vertrockneten Blätter, die am Stamm hängen bleiben, verleihen ihr eine ausgesprochen imposante Silhouette.

Entdecken Sie unsere Auswahl an großen Palmen!

Die größten Palmen

Einige Palmen werden besonders hoch und imposant! Hier: Phoenix canariensis (Foto Amanda Grobe), Syagrus romanzoffiana (Foto Forest & Kim Starr) und Jubaea chilensis (Foto Jorge Leon Cabello)

Zwergpalmen für kleine Gärten oder die Topfkultur!

Einige Palmen bleiben relativ kompakt und eignen sich dadurch für kleine Gärten oder gegebenenfalls für die Kultur im Topf. Entdecken Sie zum Beispiel Chamaerops humilis, eine buschige, kleinwüchsige Palme, die meist nicht höher als 3,5 Meter wird. Sie wird auch als „Zwergpalme“ bezeichnet. Es gibt sogar eine noch kleinere Sorte: Chamaerops humilis ‘Compacta’ (bis 2,5 m). Sie eignet sich recht gut für die Kultur in einem großen Topf oder Kübel! Auch Sabal minor ist eine kleine Palme, die nicht höher als 2 m wird und eine Breite von 1 m erreicht. Generell bleiben horstbildende Palmen, die aus mehreren Stämmen bestehende Horste bilden, relativ niedrig. Dazu zählen beispielsweise Nannhorrops ritchiana und Rhapidophyllum hystrix (bis zu 3 Meter hoch).

Entdecken Sie unsere Auswahl an Zwergpalmen und unsere Beratung zur Kultur von Palmen im Topf

Die Zwergpalme Chamaerops humilis

Chamaerops humilis ist eine kleine, buschige Palme (Foto Christophe Finot)

Je nach Stil und ästhetischer Wirkung

Palme mit mehreren Stämmen oder Einzelstamm?

Die meisten Palmen bilden einen einzigen, kerzengeraden Stamm, manche wachsen jedoch horstbildend mit mehreren Stämmen. Die Phoenix canariensis und die Washingtonia besitzen beispielsweise einen einzigen, imposanten und sehr geraden Stamm mit einer Krone aus Blättern. Ihre Silhouette ist makellos und majestätisch. Sie eignen sich perfekt als Solitär oder als Reihe zur Einfassung eines Weges! Die Chamaerops humilis wächst dagegen horstbildend mit mehreren Stämmen und erinnert dadurch an ein kleines Palmenwäldchen. Auch Nannorrhops ritchiana wächst so. Diese Palmen werden weniger hoch als die anderen, bilden aber deutlich breitere Horste.

Palmen können einen oder mehrere Stämme bilden

Chamaerops humilis wächst horstbildend, während Washingtonia filifera einen einzigen Stamm bildet (Foto Georges Jansoone)

Palme mit handförmigen oder gefiederten Blättern?

Palmen wirken je nach Blattform sehr unterschiedlich. Ihre Blätter können handförmig und fächerartig sein, was ihnen eine sehr exotische Wirkung verleiht. Dies ist bei Chamaerops, Trachycarpus und Washingtonia der Fall. Sie können aber auch gefiedert und einer Feder ähnlich sein, wodurch die Palme besonders majestätisch und elegant wirkt. Beispiele sind Butia, Phoenix canariensis und Jubaea chilensis. Palmen mit gefiederten Blättern sind etwas seltener als die anderen.

Die Blattform von Palmen

Die fächerförmigen Blätter von Washingtonia robusta und das gefiederte Laub von Phoenix.

Die besten Palmen mit blauen oder silbernen Blättern

Einige Palmen zeichnen sich durch blaue oder silberne Blätter aus. Dazu gehört die Brahea armata, die auch Blaue Hesperidenpalme genannt wird. Sie trägt schöne, sehr helle, metallisch schimmernde Fächerblätter. Auch die Blätter von Butia capitata zeigen eine schöne blaugrüne Färbung. Einige Sorten wurden gezielt wegen ihrer Blattfarbe ausgewählt: Dazu gehören insbesondere Nannorrhops ritchiana ‚Silver‘ mit silbernen Farbtönen und Chamaerops humilis ‚Cerifera‘ mit schönen blau-grauen Blättern. Im Garten empfehle ich, diese Palmen mit anderen Pflanzen mit blauen oder silbernen Blättern zu kombinieren: Euphorbia myrsinites, Schaf-Schwingel, Agave, Yucca rostrata

Palmen mit farbigem Laub

Das silbrig-blaue Laub von Brahea armata, Butia capitata (Foto cultivar413) und Chamaerops humilis ‚Cerifera‘

In unseren Pflanzenporträts erfahren Sie alles über die prachtvollen Chamaerops-Palmen und Washingtonia.

Übersichtstabelle

Art Winterhärte Höhe Standort Besonderer Zierwert
Brahea armata – 12 °C 15 m Sonne Palmblätter, graublau
Butia capitata – 10 °C 4–5 m Sonne Gefiederte Blätter, blaugrün
Chamaerops humilis – 12 °C bis – 15 °C 3,5 m Sonne Kleine, horstige Palme mit Palmblättern
Jubaea chilensis – 15 °C 20 m Sonne Lange Fiederblätter, imposanter Stamm
Nannhorrops ritchiana ‘Silver’ – 10 °C 2–3 m Sonne Horstige Palme mit silbrigen Blättern
Phoenix canariensis – 7 °C 20 m Sonne Große, anmutig gebogene Fiederblätter
Rhapidophyllum histrix – 20 bis – 25 °C 2,5–3 m Schatten Horstige Palme mit Palmblättern
Sabal minor – 18 °C 2 m Schatten oder Halbschatten Zwergpalme mit graugrünen Palmblättern
Syagrus romanzoffiana – 7 °C 12 m Sonne Sehr schlanke Palme mit feinen Fiederblättern
Trachycarpus fortunei – 18 °C 10 m Sonne oder Halbschatten Mit braunen Fasern bedeckter Stamm, Palmblätter
Trachycarpus wagnerianus – 17 °C 6–7 m Sonne oder Halbschatten Mit braunen Fasern bedeckter Stamm, Palmblätter
Washingtonia filifera – 10 °C 15–20 m Sonne Imposante Palme mit Palmblättern, alte Blätter bilden einen Schopf um den Stamm

Diese Werte dienen als Richtwerte. Winterhärte und Höhe der Pflanze hängen auch von den Kulturbedingungen ab und können von Exemplar zu Exemplar variieren.

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