Platanenblättrige Alangie, Alangie chinense: Pflanzung

Platanenblättrige Alangie, Alangie chinense: Pflanzung

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 16. Oktober 2025  durch Virginie T. 7 min.

Alangie kurz erklärt

  • Die Alangie ist ein kleiner sommergrüner Baum mit großem, exotischem, tief gelapptem Laub und einer weißen, duftenden Sommerblüte
  • Dank ihres sehr schnellen Wachstums kann sie hier bis zu 5 m hoch werden
  • Ihre Wuchsform ist breit und rundlich
  • Sie ist winterhart und lässt sich in Sonne oder Halbschatten in jedem guten, nicht zu trockenen Gartenboden leicht kultivieren
  • Als Solitär, in einer frei wachsenden Hecke oder im Hintergrund eines Beets bringt sie exotisches Flair in den Garten
Schwierigkeit

Wort unserer Expertin

Alangium platanifolium, A. chinense und A. macrophyllum: exotischer, winterharter Strauch, leicht zu kultivieren und noch selten in unseren Gärten.

Beschreibung und Botanisches

Steckbrief

Die Alangie ist ein sommergrüner Strauch aus der Familie der Alangiaceae (Hartriegelgewächse) und ist mit den Hartriegeln verwandt. Die Gattung Alangium umfasst 17 Arten, die aus Zentral- und Südafrika, Asien (Japan, Korea, Philippinen) sowie Ozeanien stammen. In freier Natur wächst sie in Afrika bis in Höhenlagen von 2.000 m und im Himalaya bis 3.000 m. Am besten an unser gemäßigtes Klima angepasst sind:

  1. ‚Alangium platanifolium, die Platanenblättrige Alangie
  2. Alangium chinense, die Chinesische Alangie

Während sie in ihrer natürlichen Heimat 18 m Höhe erreichen kann, wird sie unter unseren klimatischen Bedingungen in kaum 4 bis 5 Jahren nur 2 bis 5 m hoch und 2 bis 4 m breit. Ihre Wuchsform ist breit und rundlich. Alangium platanifolium bleibt etwas kleiner und wächst buschiger als Alangium chinense.

Der Großstrauch wächst sehr schnell und entwickelt eine üppige, unter unseren klimatischen Bedingungen sommergrüne Belaubung. Er bildet von Natur aus mehrere Stämme (eine Rebe). Die Verzweigung ist etagenförmig aufgebaut und besteht aus ausladenden Zweigen mit einer auffallend großen, sommergrünen Belaubung: Die Blätter der Alangie sind 3 bis 30 cm lang und breit.

Bei Alangium chinense sind sie wechselständig, lang gestielt, einfach, oval und von Blattadern durchzogen. Diese chinesische Art zeichnet sich durch ihre großen Blätter mit sehr exotischer Optik aus. Alangium platanifolium ist ebenso interessant wegen seines eleganteren Laubs, das an das der Platane erinnert. Die Blätter sind tief gelappt (2 bis 7 Lappen mit kurzen Spitzen). Alangium platanifolium var. macrophyllum ist ein Hybrid mit besonders großen Blättern.

Die jungen Zweige haben eine braune, weiß gesprenkelte Rinde. In der Jugend sind sie flaumig behaart und werden im Alter kahl. Die Blätter erscheinen auf der Oberseite in Farbtönen von frischem, leuchtendem Grün bis Dunkelgrün, die Unterseite ist heller. Mit den ersten kühlen Temperaturen färben sie sich im Herbst goldgelb, bevor sie abfallen.

Die Alangie blüht im Sommer unscheinbar, aber leicht duftend. Im Juli und August erscheinen an den Blattachseln kleine, hängende weiße Blüten in 6 bis 8 cm langen Trauben. Jede Traube trägt 12 bis 15 flaumige Blüten, die 2 bis 3,5 cm langen Miniaturlilien ähneln. Sie bestehen aus einem gezähnten, röhrenförmigen Kelch mit 6 bis 8 lanzettlichen Blütenblättern, die zum Blütenstielchen hin zurückgeschlagen sind. Die Staubblätter mit gelben Antheren liegen dicht am Griffel an.

Alangium platanifolium

Alangium platanifolium: Rinde, Laub, Blüten und Früchte

Im Herbst machen diese flaumigen Blüten kleinen gerippten, blauschwarzen, eiförmigen bis ellipsoiden Früchten Platz, die ungenießbar sind und höchstens 1,5 cm lang werden.

Der erstaunliche Strauch ist vollkommen winterhart und verträgt Temperaturen von etwa -18 bis -20 °C. Im folgenden Sommer blüht er dennoch. Daher kann er in vielen Regionen gepflanzt werden.

Die Wurzeln von Alangium chinense gehören zu den 50 grundlegenden Pflanzen der traditionellen chinesischen Heilkunst.

Wichtigste Arten

[produkt sku=“ 82662″ blog_description=“Dieser große Strauch mit sehr schnellem Wachstum besticht durch große, ungelappte Blätter mit exotischer Optik sowie weiße, duftende Sommerblüten.“ template=“listing1″ /]

[produkt sku=“82659″ blog_description=“Er unterscheidet sich von der Chinesischen Alanzie durch geringere Größe, buschigeren Wuchs und besonders elegantes, tief gelapptes Laub.“ template=“listing1″ /]

DéEntdecken Sie andere Alangium

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Alangien pflanzen

Wo pflanzen?

Die sehr winterharte Alangie verträgt Frost bis etwa -18 bis -20 °C und ist damit in vielen Regionen Deutschlands ausreichend winterhart. Im mediterranen Klima kann sie sich schwieriger eingewöhnen, da dieses Waldgehölz zu trockene Sommerböden nicht verträgt.

Pflanzen Sie sie an einen sonnigen, nicht zu heißen Standort oder in den Halbschatten. Wählen Sie einen vor starkem oder austrocknendem Wind geschützten Standort, der ihr Laub verbrennen und ihre Blüten schädigen kann.

Die anspruchslose Alangie bevorzugt jeden frischen, neutralen bis leicht sauren, auch kalkhaltigen, humusreichen und gut drainierten Gartenboden – ohne Staunässe im Wurzelbereich. Sie kommt auch mit normalem Boden zurecht. Der Boden darf leicht feucht sein, solange das Wasser nicht stehen bleibt.

Im Garten setzt dieser selten kultivierte Strauch einen originellen Blickfang. Er eignet sich sowohl als Solitär in einem großen Garten als auch im Hintergrund eines Beetes oder im Vordergrund einer immergrünen Hecke. Da dieser Strauch leicht saure Böden bevorzugt, lässt er sich im Hintergrund eines Beetes gut mit Moorbeetpflanzen kombinieren.

Wann pflanzen?

Die Alangie kann von Februar bis April im Frühjahr oder besser von September bis Oktober im Herbst gepflanzt werden, damit sie vor dem Winter gut einwurzelt.

Wie pflanzen?

  • In ein großes Pflanzloch von 80 × 60 cm setzen; dazu halb Gartenerde, Moorbeeterde und Kompost mischen
  • Auf Höhe des Halses pflanzen, den Wurzelballen nicht zu tief einsetzen
  • Den Strauch gerade halten und anbinden
  • Leicht andrücken
  • Den Fuß mulchen
  • Reichlich gießen
Chinesische Alanzie

Die Chinesische Alanzie fügt sich leicht in jeden Garten ein

Pflege und Rückschnitt

Die Alangie ist ein äußerst pflegeleichter Strauch. Sie kann leicht Wurzelschösslinge bilden: Entfernen Sie diese regelmäßig, wenn Sie eine schöne Wuchsform und einen einzigen Stamm erhalten möchten.

Kontrollieren Sie bei trockenem Wetter besonders in den ersten Jahren den Wasserbedarf Ihres Strauchs. Am besten mulchen Sie den Fuß jedes Frühjahr mit einer dicken Schicht Rindenmulch oder Kiefernnadeln, um die Verdunstung aus dem Boden zu verringern und eine ausreichende Bodenfeuchte zu bewahren.

Ein Rückschnitt ist nicht unbedingt nötig, außer um die Verzweigung auszugleichen oder eine schöne Wuchsform zu erhalten. Der Strauch lässt sich problemlos schneiden. Kürzen Sie im Herbst jedes Jahr die Triebe des Vorjahres um zwei Drittel bis drei Viertel ihrer Länge, damit die Strauchform kompakter bleibt. Entfernen Sie im Frühjahr, im März, abgestorbenes Holz und sich kreuzende Zweige, damit mehr Licht in die Mitte der Verzweigung gelangt. Führen Sie den Schnitt mit einer gut geschärften und mit Alkohol desinfizierten Gartenschere mit gebogenen Klingen oder gegebenenfalls mit einer Astschere aus.

In unseren Gärten ist er weder krankheits- noch schädlingsanfällig.

Vermehrung

Zur Vermehrung der Alangie eignet sich die Stecklingsvermehrung gut, außerdem können Wurzelschösslinge gewonnen werden.

Durch Stecklinge

Nehmen Sie im Frühjahr krautige oder im August und September halbverholzte Stecklinge.

  1. Schneiden Sie 10 bis 20 cm lange, blütenlose Stecklinge direkt unterhalb eines Auges von diesjährigen Trieben mit halbverholzter Basis
  2. Entfernen Sie die unteren Blätter vom Trieb
  3. Setzen Sie sie mit 10 cm Abstand in eine Aussaatschale oder einzeln in einen Anzuchttopf mit leichtem, drainierendem Substrat und halten Sie es feucht
  4. Stellen Sie sie unter gespannte Luft
  5. Setzen Sie sie in Anzuchttöpfe, sobald die Stecklinge Wurzeln gebildet haben
  6. Überwintern Sie sie frostfrei
  7. Pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr ins Freiland

Kombinieren

Die Alangie gehört zu den Bäumen, die dem Gärtner zwei Jahreszeiten lang Freude bereiten: im Sommer mit weißen Blüten und üppig grünem Laub, im Herbst mit leuchtend gelb gefärbten Blättern.

Sie fügt sich sowohl in kleine Gärten als auch in einen Park ein – als Blickfang mitten im Rasen, über einem niedrigeren Strauchbeet oder gemischt in einer Hecke. Auch in naturnahen Gärten oder exotisch inspirierten Pflanzungen findet sie ihren Platz.

Um ihre Schönheit voll zur Geltung zu bringen, pflanzen Sie sie vor einen dauerhaft grünen, zweckmäßigen Hintergrund aus Nadelgehölzen und immergrünen Sträuchern.

Japanischer Blumen-Hartriegel (Cornus alba, Cornus florida) und Immergrüne Magnolie sowie weiße Säckelblume sind gute Begleiter für ihre zarte Blüte. Zum Saisonende setzen ein Kuchenbaum oder ein Fächer-Ahorn ihr Herbstlaub in Szene.

Alangie kombinieren

Eine Pflanzidee: Lavendelheide und Bauernhortensie unter dem Blätterdach einer schönen Chinesischen Alanzie

Als Strauch, der saure Erde liebt, lässt er sich leicht im Hintergrund eines Beetes mit Moorbeetpflanzen wie Lavendelheide, Azalee, Bauernhortensie und Tellerhortensie sowie Heideröschen kombinieren.

Auch in einem Beet mit tropisch wirkenden, aber ausreichend winterharten Pflanzen lässt er sich einsetzen, zum Beispiel mit Bananen, einem Tetrapanax papyfera ‚Rex‘ oder einem Blumenrohr: üppige Wirkung garantiert!

Nützliche Ressourcen

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