4 Pflanzen gegen Wühlmäuse

4 Pflanzen gegen Wühlmäuse

Pflanzen gegen Maulwürfe: Auswahl für den Garten

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 21. September 2025  durch Marion 5 min.

Erste Erdhügel verraten den Maulwurf. Entdecken Sie 4 duftende Pflanzen, die ihn natürlich fernhalten – ästhetisch und ohne Chemie.

Schwierigkeit

Kaiserkrone: giftige Zwiebel gegen Maulwürfe

Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) ist eine Zwiebelpflanze, die bei voller Reife 70 cm bis 1 m hoch wird und damit zu den größten frühjahrsblühenden Zwiebelpflanzen zählt.

Sie gilt als hervorragendes Mittel gegen Wühlmäuse und Maulwürfe. Ihre giftige Zwiebel verströmt einen starken, unangenehmen Moschusgeruch, der Nagetiere im Garten, etwa Maulwürfe, vertreiben soll.

Dieser besondere Duft breitet sich im Boden in einem Radius von etwa 1,50 m aus, ist jedoch nicht mehr wahrnehmbar, sobald die Zwiebel eingepflanzt ist.

Die großen, glockenförmigen Blüten der Kaiserkrone sind von aufrecht stehenden grünen Blättern umgeben und zeigen eine schöne Farbvielfalt in Gelb- und Orangetönen:

Für den Anbau der Kaiserkrone wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Die Pflanze bevorzugt besonders kontinentale Regionen mit trockenen Wintern und Sommern, aber feuchten Frühjahren.

Sie gedeiht in einem humusreichen, gut durchlässigen Boden.

Dank ihrer Winterhärte können die Zwiebeln viele Jahre im Boden bleiben, meist bis unter -15 °C.

Pflanzen Sie sie ins Beet, in den Steingarten oder direkt in den Rasen, um die beste Wirkung zu erzielen.

Sie schützt auch andere Frühjahrsblüher (Krokus, Tulpe, Hyazinthe, Narzisse …), die bei Nagetieren sehr beliebt sind.

Natürlicher Schutz gegen Maulwürfe durch Kaiserkrone

Links: Fritillaria imperialis ‚Lutea‘; rechts: Fritillaria imperialis ‚Rubra‘

Freilandgloxinie: Duft gegen Maulwürfe

Sommerzwiebeln: Freilandgloxinien (Incarvillea) sind Stauden aus China.

Ihre Rhizome verströmen wie die Kaiserkrone einen unangenehmen Geruch, der Maulwürfe und andere Nagetiere vertreiben soll. Diese Wirkung soll in einem großen Umkreis bis zu 7 Meter wirksam sein.

Im Juni und Juli schmückt sich die Pflanze mit hübschen Röhrenblüten und kontrastierenden gelben Blütenschlünden: Incarvillea ‘Snowtop’ setzt einen zarten weißen Akzent ins Beet, während Incarvillea ‘Delavayi’ den Garten mit kräftigem Rosa zum Leuchten bringt.

Zum Pflanzen von Freilandgloxinien wählen Sie einen sonnigen Standort, an dem sie viel Licht zum Blühen erhalten. Sie vertragen jedoch auch Halbschatten.

Diese Zwiebelpflanzen gedeihen einzeln in einem humusreichen, aber gut drainierten Boden.

Während der Sommerblüte sollte der Boden jedoch frisch bleiben: Mulchen Sie daher ruhig den Fuß der Pflanzen, um die Feuchtigkeit zu bewahren.

Freilandgloxinien als natürlicher Maulwurfschutz

Links: Incarvillea ‚Snowtop‘ (Foto Epibase); rechts: Incarvillea delavayi

Kreuzblättrige Wolfsmilch: eine ätzende Pflanze

Kreuzblättrige Wolfsmilch, Kreuzblättrige Wolfsmilch, Garten-Wolfsmilch, Euphorbia lathyris oder auch Kreuzblättrige Wolfsmilch: Diese Namen bezeichnen ein und dieselbe zweijährige krautige Pflanze, deren Lebenszyklus sich über zwei Jahre erstreckt.

Ihre aufrechten Stängel können bis zu 1,50 m hoch werden, durchschnittlich 90 cm.

Die Pflanze blüht im Sommer und schmückt sich mit gelbgrünen Dolden, die durch lange, dekorative Blätter betont werden, die kreuzförmig am Stängel angeordnet sind.

Die Stängel dieser Pflanze enthalten Latex, eine reizende Substanz. Maulwürfe nutzen vor allem ihren Geruchssinn zur Orientierung, und diese Wolfsmilch soll ihre empfindlichen Schnauzen schädigen.

Nicht die Pflanzung selbst vertreibt die Maulwürfe, sondern das Einbringen abgeschnittener Zweige direkt in die Gänge.

Beachten Sie, dass der klebrige Pflanzensaft auch für Menschen und Haustiere reizend ist; verwenden Sie diese Pflanze daher vorsichtig und sparsam.

Zum Anbau von Wolfsmilch wählen Sie einen armen, trockenen Boden an einem sonnigen Standort, damit sie möglichst viel Licht erhält.

Die Pflanze ist anspruchslos: Sie ist winterhart, trockenheitsverträglich, braucht keine Pflege und sät sich spontan aus, was ihr heute den Ruf eines „Unkrauts“ einbringt.

Garten-Wolfsmilch als natürliches Mittel gegen Maulwürfe

(Foto Guido)

Holunder: Blätter oder Jauche gegen Maulwürfe

Der Attich (Sambucus) ist ein äußerst dekorativer sommergrüner Strauch: purpurrotes oder grünes, mehr oder weniger stark eingeschnittenes Laub, eine duftende Sommerblüte in weißen oder rosafarbenen Dolden und anschließend dunkle Beeren, die bei Vögeln sehr beliebt sind.

Sprühanwendungen mit Attichjauche sollen Maulwürfe und andere Nagetiere durch einen unangenehm starken Geruch fernhalten.

Dazu:

  • 1 kg gehackte, frische Blätter mehrere Tage im Schatten in 10 l Regenwasser ziehen lassen;
  • täglich umrühren;
  • nach Abschluss der Gärung (wenn keine Blasen mehr aufsteigen) filtern und verdünnt als Spritzmittel verwenden: 10 % Jauche auf 90 % Wasser.

Die Jauche hält sich in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, dunklen Ort.

Auch das Auslegen von mit Blättern versehenen Attichzweigen in den Gängen soll Maulwürfe vertreiben.

Für die Kultur des Attichs sollten Sie einen ausreichend großen, sonnigen Standort wählen, der seinem schnellen Wachstum gerecht wird. Der Strauch gedeiht in jedem Boden, besonders gut jedoch in humusreicher, feuchter Erde.

Der pflegeleichte Strauch benötigt außer einem Ausgleichsschnitt im Spätsommer und Frühjahr nur wenig Pflege.

Er eignet sich für eine freiwachsende Hecke, den Hintergrund eines Beets oder als Solitär.

Attichjauche als natürliches Mittel gegen Maulwürfe

Blätter von Sambucus racemosa ‚Lemony Lace‘

Mit Maulwürfen leben: Frevel oder Symbiose?

Beim ersten Auftreten von Maulwurfshügeln freuen sich nur wenige Gärtner, und der erste Reflex ist meist, die Maulwürfe loswerden zu wollen.

Doch abgesehen vom ästhetischen Aspekt beruht der schlechte Ruf der Maulwürfe vor allem auf Schäden durch andere Nagetiere wie Mäuse, Wühlmäuse und Schermäuse.

Diese sind nämlich ganz versessen auf Gartenzwiebeln sowie Wurzeln von Gemüse und Bäumen, während unser kurzsichtiger Maulwurf insektenfressend ist.

Der Maulwurf leistet wertvolle Dienste und kann sogar als Helfer des Gärtners gelten:

  • Er belüftet und verbessert die Drainage verdichteter Böden, indem er Gänge gräbt;
  • Er frisst schädliche und unerwünschte Insekten wie Engerlinge, Drahtwürmer, Maulwurfsgrillen und Schnecken (auch wenn leider nützliche Regenwürmer auf seinem Speiseplan stehen);
  • Er liefert feine, lockere Erde, die sich hervorragend zum Umtopfen oder für die Aussaat eignet.

Warum also nicht versuchen, mit ihm zusammenzuleben, wenn eine Ausrottung ohnehin nicht möglich ist?

Mit Maulwürfen zusammenleben, Helfer im Garten

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