5 Kaktus und Sukkulenten, winterhart und trockenheitsverträglich
Pflanzen, die Winterfrost und Trockenheit vertragen
Inhaltsverzeichnis
Kakteen und Sukkulenten trotzen Trockenheit und teils Frost bis -15 °C. Erfahren Sie, welche Arten auch in kühlen Regionen gedeihen.
Feigenkaktus Opuntia egelmannii
Sie gehören mit ihren flachen, stacheligen und fleischigen, paddelförmigen Trieben zu den bekanntesten Kakteen: die Opuntien! Zu ihnen zählt der berühmte Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica), der essbare Früchte hervorbringt.
Sie stammen aus den ariden Regionen Süd- und Nordamerikas und sind natürlich sehr trockenheitsverträgliche mehrjährige Pflanzen, die auch nährstoffarme, trockene Böden problemlos tolerieren. Einige Arten sind zudem ausgesprochen winterhart und vertragen Temperaturen von etwa -15 bis -20 °C. Dazu gehört Opuntia egelmannii, die sich als echter Outdoor-Kaktus für die meisten Regionen erweist. Die reine Art verträgt ohne Schutz Fröste von -15 bis -18 °C, sofern sie in einem perfekt drainierten Boden steht, der überschüssiges Wasser zuverlässig ableitet. Das Substrat sollte daher kiesig, steinig oder sandig sein. Andere Kultivare bieten eine nahezu vergleichbare Frosthärte:
- Opuntia engelmannii ‘Lindheimeri’ mit ihrer schönen, leuchtend orangefarbenen Blüte (winterhart bis -15 °C);
- ‘Rastrera’ mit gelben oder blassrosa Blüten, die beim Verblühen orange werden (winterhart bis -20 °C);
- ‘Linguiformis’, die gelb-orange blüht (winterhart bis -15 °C).
Auf die Frühjahrs- oder Sommerblüte folgen hübsche, farbenfrohe Früchte, die eher wegen ihres dekorativen Aussehens als wegen ihres Geschmacks geschätzt werden.
Die leicht zu kultivierenden und nahezu pflegefreien Feigenkakteen gedeihen an einem sonnigen Standort, im Süden Frankreichs auch im Halbschatten. Wählen Sie einen windgeschützten Platz, der zudem vor vorherrschendem Regen und Schnee geschützt ist, damit die Pflanzen problemlos überwintern.
Diese Opuntien fügen sich perfekt in Steingärten, trockene Böschungen oder Kiesbeete ein. Sie sind ideale Kandidaten für Trockengärten, exotisch gestaltete Gärten und moderne, dekorative Gärten. Dank ihrer Salzverträglichkeit eignen sie sich auch hervorragend für Gärten am Meer. Pflanzen Sie sie vorzugsweise ins Freiland statt in einen Topf, damit sie eine bessere natürliche Widerstandsfähigkeit gegen winterliche Kälte entwickeln.
Mehr erfahren: Opuntia, Feigenkaktus: Pflanzung, Kultivierung und Pflege

Im Uhrzeigersinn: Opuntia engelmannii var. linguiformis, Opuntia engelmannii var. rastrera, Opuntia engelmannii und die Blüte von var. rastrera
Lesen Sie auch
Kakteen und Sukkulenten draußen: Pflanzen & PflegeHauswurz oder Sempervivum
Die Hauswurz oder Sempervivum gehört zu den Pflanzen, die viele Vorzüge vereinen. Sie kann auch von Gartenanfängern kultiviert werden. Diese genügsamen Sukkulenten erweisen sich tatsächlich als pflegeleicht und tolerant gegenüber zahlreichen schwierigen Bedingungen: Wassermangel, Trockenheit, magerer und nährstoffarmer Boden, flaches Substrat und fehlende Pflege. Zudem sind sie frostharte Sukkulenten. Durch ihre montane Herkunft haben sie eine sehr gute Winterhärte entwickelt und vertragen Temperaturen zwischen -15 und -25 °C ohne Winterschutz.
Auch optisch wird die Hauswurz für ihr dekoratives Laub geschätzt, das aus hübschen, fleischigen, immergrünen Rosetten in wechselnden Farben besteht. Ebenso bezaubernd ist die sommerliche Blüte mit kleinen, sternförmigen, meist rosafarbenen, roten oder gelben Blüten.
Lassen Sie sich zum Beispiel verführen von:
- Sempervivum ‚Commander Hay‘ mit zweifarbigem, sich veränderndem Laub;
- ‚Chick Charms® Cotton Candy‘ mit überraschenden Rosetten und watteartigem Herzen;
- ‚Dark Beauty‘ mit so dunkel purpurfarbenem Laub, dass es fast schwarz wirkt;
- ‚Chick Charms® Gold Nugget‘ mit flammenden Rosetten in Gold, Orange und Rot;
- ‚Silberkarneol‘ mit rosaroten Blättern, die von feinen weißen Härchen bedeckt sind.
Sempervivum sind perfekte Pflanzen für draußen oder drinnen. Sie finden überall ihren Platz: in Pflanzgefäßen oder Schalen, als Beeteinfassung, im Steingarten, auf einer Mauer und vieles mehr. Pflanzen Sie sie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in gut durchlässigen Boden, in dem sich kein Wasser staut. Beim Gießen genügt ihnen natürliches Regenwasser, selbst wenn es nur wenig davon gibt.
Mehr erfahren: Sempervivum, Hauswurz: Pflanzen, Kultivieren und Pflegen

Sempervivum ‚Chick Charms Gold Nugget‘, Sempervivum ‚Silberkarneol‘, Sempervivum ‚Chick Charms Cotton Candy‘, Sempervivum ‚Commander Hay‘, Sempervivum ‚Dark Beauty’
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Agave havardiana und Agave montana
Agave havardiana und Agave montana stammen beide aus den Bergen Mexikos, was ihre natürliche Widerstandsfähigkeit gegen starken Frost erklärt. Als Verwandte der beliebten Agave americana sind sie deutlich winterhärter. Agave montana verträgt bis zu -20 °C, während Agave havardiana -17 °C und unter besonders günstigen Bedingungen kurzfristig sogar bis zu -23 °C aushält. Um diesen exotischen Pflanzen das Überwintern zu erleichtern, schützen Sie sie dennoch vor übermäßiger Feuchtigkeit (Winterregen oder schweren, wassergesättigten Böden).
Agaven werden für ihr schönes dekoratives Laub in Rosettenform geschätzt, das aus breiten, ledrigen Blättern besteht. Agave montana bildet frischgrüne Blätter, die zart mit einem weißen Reif überzogen sind. Sie tragen auffällige, kupferorange Dornen. Diese Pflanze wird 1 m hoch und 1,20 m breit. Agave havardiana hat dagegen gezähnte Blätter in graugrün-blauen Nuancen und bildet zahlreiche Wurzelschösslinge. Sie erreicht eine Höhe von 50 cm und eine Breite von 70 cm.
Ihr langsames Wachstum dauert mehrere Jahre, bevor es mit einer langen und beeindruckenden Blüte seinen Höhepunkt erreicht.
Diese Freilandpflanzen sind ebenso frost- wie sonnen- und trockenheitsverträglich und leicht zu kultivieren. Pflanzen Sie sie an einen vollsonnigen Standort in unbedingt durchlässigen, auch mageren Boden, damit Wasser gut abfließen kann. Sobald sie eingewachsen sind, kommen sie mehrere Wochen ohne Wasser aus und überstehen auch Hitzewellen und längere starke Trockenperioden. Agaven bringen einen exotischen Akzent in Steingärten, auf Böschungen oder in mineralische Beete.
Mehr erfahren: Agave: Pflanzen, kultivieren und pflegen

Agave havardiana links und Agave montana rechts
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10 winterharte Exoten für TrockengärtenHesperaloe parviflora
Die Hesperaloe parviflora gehört ebenfalls zur Familie der Agavengewächse. Sie ist auch unter dem Namen Rote Yucca bekannt – eine Anspielung auf ihre Verwandtschaft mit diesen Pflanzen mit schwertförmigem Laub.
Diese winterharte Staude stammt aus den texanischen Bergen, wo regelmäßig starker Frost und winterlicher Schneefall auftreten. Das erklärt, warum sie problemlos Temperaturen von -12 bis -15 °C verträgt, sofern sie vor starken Regenfällen geschützt und in perfekt durchlässigem Boden kultiviert wird.
Da die Hesperaloe parviflora in der Wüste heimisch ist, ist sie auch an extreme Hitze und trockene Bedingungen gewöhnt. Sie verträgt daher Wassermangel und selbst unsere heißesten Sommer.
Auch optisch hat sie einiges zu bieten: Ihr immergrünes Laub bildet eine Rosette aus schmalen, festen grünen Blättern mit auffälligen, gedrehten Fäden an den Rändern. Besonders sehenswert ist jedoch ihre Blüte: Im Sommer, selbst bei großer Hitze, erscheinen lange Blütenstände mit kleinen, intensiv korallenroten Blüten. Eine ebenso schöne wie bei bestäubenden Insekten beliebte Blüte!
Die Rote Yucca ist somit eine perfekte blühende Sukkulente für den Außenbereich. Ihre eher zierliche Silhouette wird 1,20 m hoch und 60 cm breit. Sie eignet sich ideal für trockene oder xerophile Gärten. Sie kann als dichter Bodendecker, zur Strukturierung einer Beetkante, in einem Kiesbeet oder im Steingarten eingesetzt werden. Wählen Sie für sie einen sonnigen Standort.

Hesperaloe parviflora
Aloe striatula
Aloe striatula ist die winterhärteste der strauchförmigen Aloe-Arten. Sie stammt aus den Bergen Südafrikas und wächst bis in Höhenlagen von 2.000 Metern, was ihre gute Frostverträglichkeit erklärt. Diese Sukkulente verträgt in trockenem, gut drainiertem Boden tatsächlich Fröste bis -10, ja sogar -12 °C. Die oberirdischen Pflanzenteile können durch Frost zerstört werden, doch unsere Aloe treibt bei milderem Wetter aus dem Wurzelstock wieder aus.
Diese Aloe bildet lange, schmale grüne Blätter, die das ganze Jahr über erhalten bleiben. Im späten Frühjahr erscheinen lange Blütenstiele mit üppigen Ähren zitronengelber Blüten. Mit der Zeit erreicht sie eine Höhe von 1,50 Metern und eine Breite von 2 Metern. Die etwas kompaktere Sorte ‘ArticJungle’ bildet einen hübschen, rundum 1,50 Meter großen Busch.
Für ihre Qualitäten wurde diese Aloe striatula übrigens mit dem „Award of Garden Merit“ der renommierten Royal Horticultural Society ausgezeichnet.
Geben Sie ihr einen warmen, sonnigen Standort in leichtem Boden, in dem Wasser ungehindert abfließen kann. Steinige, sandige, nährstoffarme, trockene und sogar kalkhaltige Substrate bereiten ihr keine Probleme. Natürlich ist sie eine sehr trockenheitsverträgliche Staude, die auch salzhaltige Gischt toleriert. Diese Eigenschaften machen sie ideal für mediterrane Gärten, aber nicht nur dafür. Ob in einem steinigen Beet oder isoliert, an einem Hang oder auf einer trockenen Böschung: Sie setzt überall einen exotischen Akzent.
Weitere Informationen: Aloe: pflanzen, kultivieren und pflegen

Oben links die Form ‚ArcticJungle‘. Aloe striatula im Topf und blühend im Freiland.
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