6 Sträucher mit Blüte im Spätwinter

6 Sträucher mit Blüte im Spätwinter

Blütenpracht für Garten, Terrasse und Balkon auch in der kalten Jahreszeit

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 9. Dezember 2025  durch Marion 6 min.

Winterblühende Sträucher bringen Farbe in den kahlen Garten und kündigen den Frühling an. 6 blühen von Mitte Februar bis Ende März.

Winter Schwierigkeit

Prunus nipponica 'Brillant': zarte Blüte

Zierkirschen oder Prunus gelten im Allgemeinen als frühjahrsblühende Sträucher, doch einige früh blühende Sorten zeigen bereits zwischen Februar und März, am Ende des Winters, ihre ersten Blütenblätter. Dazu gehört Prunus nipponica ‘Brillant’, eine der ersten blühenden Zierkirschen. Dann öffnet sie eine Fülle kleiner, einfacher Blüten mit 2 cm Durchmesser, die an noch kahlen Zweigen erscheinen. Ihre weißrosa Färbung wird durch eine dunkelrosa Mitte betont, in der feine Staubblätter sitzen. Die Blüten duften leicht und sind bienenfreundlich, weshalb sie bei bestäubenden Insekten sehr beliebt sind. Die üppige Blüte ist von großer Zartheit und verzaubert die kurzen Wintertage. Anschließend bilden sich kleine dekorative Beeren, die von Vögeln gefressen werden.

Auch das wechselnde Laub gehört zu den dekorativen Vorzügen dieses Strauchs: Beim Austrieb ist es kupferfarben, im Sommer grün und nimmt im Herbst leuchtende Orange- und Rottöne an, bevor es abfällt.

Die bescheidenen Maße dieser Prunus-Art (2,50 m Höhe und 1,50 m Breite im ausgewachsenen Zustand) sowie ihr langsames Wachstum und ihr aufrechter Wuchs ermöglichen eine vielseitige Verwendung. Sie können sie problemlos im Topf auf Terrasse oder Balkon kultivieren. Im Freiland lässt sie sich mit frühjahrs- und sommerblühenden Sträuchern in eine frei wachsende Hecke integrieren oder im Hintergrund eines Staudenbeets pflanzen.

‘Brillant’ bevorzugt einen sonnigen Standort und einen eher frischen Boden (feucht, aber nicht nass), der gut drainiert ist und Wasser nicht zu lange hält. Der pflegeleichte Strauch benötigt nur wenig Pflege und verträgt Fröste von etwa -20 °C bis -25 °C.

Weitere Informationen finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber « Zierkirschen: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege».

Zierkirsche

Prunus nipponica ‚Brillant‘

Schneeforsythie: edle Blüten im Winter

Forsythien zählen zu den ersten Sträuchern, die am Winterende ihre Blüten öffnen. Die Abeliophyllum distichum oder Schneeforsythie bildet hier keine Ausnahme, denn sie blüht zwischen Februar und März.

Während wir die gelb blühenden Forsythien gut kennen, besticht diese Sorte durch eine edle, weißrosa Blüte mit orangefarbener Mitte. Die kleinen Blüten bestehen aus vier Blütenblättern, stehen in Büscheln und erscheinen an den noch unbelaubten Zweigen. Zum Ende der Blütezeit nehmen sie hellbraune Farbtöne an. Die zart duftenden Blüten verströmen einen köstlichen Mandelduft.

Das Laub erscheint anschließend im Frühjahr. Es ist zunächst dunkelgrün und färbt sich im Herbst purpurrot, bevor es abfällt.

Dieser Strauch wächst buschig und erreicht nach mehreren Jahren Wachstum bei voller Reife nur 1,50 m in Höhe und Breite. Er bringt die letzten Wintertage sowohl im Topf als auch im Garten zum Leuchten.

Geben Sie ihm einen sonnigen bis halbschattigen, vor vorherrschenden Winden geschützten Standort. Der tolerante, winterharte Strauch gedeiht in allen gut drainierten Böden und übersteht Fröste unter -20 °C.

Weitere Tipps zur Kultivierung finden Sie in unserem Ratgeber „Forsythie: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege“.

Schneeforsythie

Abeliophyllum distichum

Edgeworthia chrysantha: unbekannter Strauch, Duftblüten

Edgeworthia chrysantha, auch „Papierbusch“ genannt, ist ein Strauch, der alle Blicke auf sich zieht. Ursprünglich aus China stammend, überrascht er mit einer exotisch anmutenden Blüte, die zwischen Februar und März am Ende des Winters erscheint. Die winzigen Blüten in Form kleiner Kegel sind zu bezaubernden, farbenfrohen Pompons versammelt, die auch ohne Laub für ein eindrucksvolles Schauspiel sorgen. Sie duften intensiv, würzig und blumig – nach Jasmin, Gewürznelke oder Geißblatt.

Die Wildart der Edgeworthia bietet eine gelb-weiße Blüte, doch es gibt auch andere Farben. Die Sorte ‘Red Dragon’ bringt beispielsweise prächtige orange-rote Blüten hervor, während ‘Nanjing Gold’ mit leuchtendem Goldgelb begeistert.

Das Laub erscheint nach der Blüte und bleibt bis zum Herbst erhalten.

Am besten kommt dieser winterblühende Strauch in der Nähe von Wegen und Durchgängen zur Geltung. Er lässt sich problemlos im Topf oder im Garten kultivieren. Seine buschige Wuchsform, sein langsames Wachstum und seine geringe Größe (rundum 1,50 m) ermöglichen es ihm, überall dort Platz zu finden, wo Sie der winterlichen Eintönigkeit ein Ende setzen möchten. Dieser noch wenig verbreitete Strauch verdient es, in mehr Gärten Einzug zu halten!

Sein einziger Nachteil? Eine begrenzte Winterhärte von höchstens -10 °C, weshalb er eher für Regionen südlich der Loire geeignet ist. In Gegenden mit strengen Wintern holen Sie Ihre Edgeworthia chrysantha an einen frostfreien Ort, den sie mit ihrem intensiven Duft erfüllt.

Geben Sie ihm einen sonnigen, vor kalten Winden geschützten Standort. Vermeiden Sie vor allem kalkhaltige und zu schwere, lehmige Böden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber „Edgeworthia chrysantha, Papierbusch: Pflanzen und Pflege“.

Edgeworthia, Papierbusch

Edgeworthia chrysantha: Wildart und Sorte ‚Red Dragon‘

Snowy-River-Akazie: sonnige Blütenbälle

Acacia boormanii, die Snowy-River-Mimose, blüht im Februar gelb, bleibt immergrün und wächst in milden Regionen oder im Kübel.

Sal-Weide: Süße silberne Kätzchen am Winterende

Sal-Weide (Salix caprea): samtige Kätzchen im Spätwinter. Winterhart, schnell wachsend und anspruchslos – für Sonne, Hecke oder Einzelstand

Duftender Seidelbast 'Marianni Rogbret': Duft ab Februar

Die Wahl zwischen den verschiedenen Seidelbast-Sorten fällt schwer! Wir haben hier ‚Marianni Rogbret‘ wegen seines außergewöhnlichen, hellgelb panaschierten Laubs ausgewählt, das die Blüte im Spätwinter wunderbar ergänzt. Zwischen Februar und März zeigt unser Strauch hellrosa, wachsartig wirkende Blüten, die in runden Büscheln zusammenstehen. Natürlich duften sie intensiv und verströmen ihren Blütenduft über mehrere Meter – mit Noten von Nelke, Jasmin und Hyazinthe sowie würzigen Nuancen.

Dieser Seidelbast bringt halbschattige bis schattige Bereiche unbestreitbar zum Leuchten. Dank seines geringen Wuchses (1,50 m in alle Richtungen) und seiner kompakten Silhouette kann er im Topf oder im Garten kultiviert werden. Der recht winterharte und tolerante Strauch gedeiht auch in ärmerem und im Sommer zeitweise trockenem Boden, dieser muss jedoch unbedingt kalkfrei sein.

Panaschierter Seidelbast

Daphne odora ‚Marianni Rogbret‘

Weitere Pflanztipps finden Sie im Ratgeber „Seidelbast: pflanzen, kultivieren und pflegen“.

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Frühblühende Sträucher