7 schnellwachsende Stauden für den Topf
Unsere Auswahl schnellwachsender Must-have-Pflanzen
Inhaltsverzeichnis
Leere Terrasse oder Ungeduld? Schnell wachsende Stauden im Topf begrünen Balkon und Terrasse schon nächste Saison. Die besten Arten im Überblick!
Purpurglöckchen
Purpurglöckchen, Heuchera, wie sie botanisch heißen, oder „Désespoir du peintre“, ihr bildhafter Spitzname wegen der punktartigen Blüte: Diese Stauden eignen sich perfekt für die Pflanzung im Topf auf der Terrasse und sind bereits im ersten Jahr attraktiv. Im Topf kommen sie besonders schön zur Geltung – an einem halbschattigen, schattigen oder sogar sonnigen Standort.
Die meisten sind immergrün und zeigen eine unendliche Farbenvielfalt: von leuchtendem Grün über Karamell bis Purpur und fast Schwarz. Dazu kommen silberfarbene Sorten sowie mehr oder weniger marmorierte und cremefarben geaderte Blätter. Unter den unzähligen erhältlichen Sorten findet sich garantiert das Purpurglöckchen Ihrer Träume.
In einem Topfgarten wirken sie wunderschön: Kombinieren Sie verschiedene Blattfarben oder setzen Sie jede Pflanze einzeln in einen Topf. Auch zusammen mit Stauden, die Schatten oder Halbschatten mögen, sind sie attraktiv – etwa Fuchsien, Funkien, Farnen sowie einigen Stiefmütterchen und Veilchen.
→ Lesen Sie auch: Purpurglöckchen im Topf kultivieren.

Links Purpurglöckchen ‚Glitter‘, rechts die zarte, anmutige Blüte einer rosafarbenen Sorte
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Stauden im Topf erfolgreich pflanzenDas Karwinskis Berufkraut
Wir lieben den Erigeron mit seinem unaussprechlichen Namen und ländlichen Charme. Oft wächst er am Haus nahe wärmender Mauern, doch auch in schönen Steintrögen macht er sich gut – mitten im Garten, solange er genug Sonne bekommt.
Diese bezaubernde Staude erinnert an Gänseblümchen, deren Blütenblätter auf der Rückseite zartrosa bemalt scheinen. Sie blüht lange, manchmal bis in den Herbst.
Die Art bleibt mit etwa 25 cm niedrig und breitet sich nach Belieben aus – mit dem leicht ungezähmten Wuchs, den wir so an ihr lieben. Sie brachte mehrere weiße, rosa, lila und blaue Sorten hervor. Einige werden höher und eignen sich perfekt für klassische Pflanzgefäße.
→ Lesen Sie auch: Erigeron im Topf kultivieren.

Erigeron karvinskianus
Storchschnabel
Vielseitig im Garten einsetzbar, vom Bodendecker bis zur üppigen Beetstaude, kräftig, blühfreudig und winterhart, wie man sie liebt, lassen sich Storchschnabel-Stauden auch sehr einfach im Topf kultivieren. Je nach Sorte fallen sie entweder anmutig über den Topfrand oder bleiben kompakt und bilden farbenfrohe Polster.
Die Auswahl in der unerschöpflichen Vielfalt der Storchschnabel-Stauden ist groß. Entscheidend ist vor allem der Standort – von vollsonnig bis schattig. Für die Kultur im Topf sollte auch ihre unterschiedliche Trockenheitsverträglichkeit berücksichtigt werden, etwa bei Geranium cinereum, cantabrigiense, sanguineum oder macrorrhizum.
Hier stellen wir Ihnen drei schöne Sorten vor: ‚Rozanne‘, inzwischen wohl die bekannteste, ein Hybrid mit blauen Blüten, der unermüdlich bis zum Herbst blüht; Geranium x oxonianum ‚Orkney Cherry‘ mit bronzefarbenem Laub und rosa-weißen Blüten; sowie ‚Dreamland‘, ein weiterer Hybrid mit zart rosafarbenen Blüten.
→ Auch interessant: Storchschnabel im Topf kultivieren.

Storchschnabel ‚Rozanne‘, ‚Orkney Cherry‘ und ‚Dreamland‘
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Terrasse & Balkon: 7 Stauden für den TopfDie Springbrunnenpflanze Russelia equisetiformis
Als beliebte Staude für Gärten mit mildem Klima verträgt sie keine Temperaturen unter -3/-4 °C, da sie aus Mittelamerika stammt. Auch Russelia equisetiformis wächst im Topf schnell und kann so auch in klimatisch weniger begünstigten Gärten kultiviert werden. Diese schöne, auch Korallenstrauch oder Sommer-Teufelsauge genannte Pflanze besitzt eine charakteristische Wuchsform und Blüte: Nach und nach bildet sie eine prächtige, herabhängende Kaskade, wobei ihre biegsamen Triebe eine überhängende Silhouette schaffen. Die langen, röhrenförmigen Blüten leuchten korallenrot und locken Schmetterlinge sowie andere bestäubende Insekten an. Im Topf bleibt die Russelie kleiner als im Freiland. Wählen Sie dennoch ein großzügiges Gefäß, damit sie sich ausreichend ausbreiten kann.
Ein weiterer Pluspunkt dieser ungewöhnlichen Pflanze: Sie blüht monatelang, von Mai bis November! Holen Sie sie im Herbst bei sinkenden Temperaturen ins Haus, damit sie über mehrere Jahre erhalten bleibt, idealerweise ins Gewächshaus oder in den Wintergarten. Auf einer sehr sonnigen Terrasse wirkt sie allein im Topf ebenso schön wie zusammen mit anderen exotischen Pflanzen: Agapanthus ‚Black Jack‘, Kniphofia ‚Red Rocket‘, Banane oder Alpinia. Auch oben an einer Treppe kann sie gepflanzt werden, sodass ihre Triebe herabhängen.
→ Lesen Sie auch Christines Tipps in Russelie im Topf kultivieren.

Russelia equisetiformis
Astilbe
Kuschelpflanzen par excellence: Astilben bezaubern uns mit ihren herrlich flauschigen Blütenständen. Im Topf gepflanzt, ermöglichen sie auch bei zu trockenem Gartenboden die Kultur dieser prachtvollen Stauden in stets frischer Erde bei regelmäßigem Gießen. Stellen Sie den Topf an einen halbschattigen Standort ohne direkte Sonne. In den nördlichsten Regionen Deutschlands vertragen Astilben jedoch auch Sonne.
Sie sind in zarten Tönen von Weiß über Lachsrosa und zartes Mauve bis hin zu kräftigeren Farben wie Rosa, Karmesinrot und Violett erhältlich.
Auch wenn man diese Stauden vor allem wegen ihrer Blüten in den Garten holt, ist ihr Laub nicht weniger interessant: Es reicht von Gelbgrün oder Kaki bis Bronzegrün und Schokoladenbraun. Die gezähnten, fein zugespitzten Blätter erinnern an Farne und färben sich im Herbst manchmal reizvoll rot.
Die meisten Kultivare der häufigsten Art (Astilbe arendsii) bleiben im Topf eher kompakt und werden 40 bis 60 cm hoch. Auch bei A. chinensis und A. simplicifolia gibt es unter anderem Zwergastilben.
→ Lesen Sie auch: Astilbe: Pflanzung, Kultur und Pflege.

So erfrischend: Astilben!
Weiße Nachtkerze 'Siskiyou'
Nachtkerzen sind Sonnenanbeter und ideal für einen Südbalkon, einen Steingarten oder … einen Balkon! Die kleinen Pflanzen bringen mit ihren hübschen Farben Leben in Töpfe und Schalen. Dort bleiben sie zudem kompakter als im Freiland, wo sie sich ohne Kontrolle leicht ausbreiten. Auf einer sonnigen Terrasse oder einem Südbalkon fühlen sie sich besonders wohl und werden bis zu 40 cm hoch und deutlich breiter. Ihr immergrünes Laub färbt sich im Winter bei Kälte (oder in sehr heißen Sommern) rötlich – ein weiterer, nicht zu unterschätzender Reiz.
Die gelb blühenden Arten sind gut bekannt, doch Oenothera speciosa ‚Siskiyou‘ ist mit ihrer rosafarbenen Blüte ein kleines, den ganzen Sommer über besonders blühfreudiges Juwel. Sie harmoniert wunderbar mit ähnlichen Farbtönen zwischen Rosa, Blau, Mauve und Violett – etwa mit einem schönen Lavendel im Topf, Katzenminze, Blaurauten oder Kornblumenastern sowie den zarten Prachtkerzen, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen …
→ Lesen Sie auch: Einen Rosengarten gestalten.

Weiße Nachtkerze
Prachtkerzen (Gaura lindheimeri)
Hier ist endlich die Prachtkerze, seit einigen Jahren ein Star im Garten – dank ihrer unglaublich langen Blüte und ihrer Trockenheitsverträglichkeit. Im naturnahen Beet oder zusammen mit anderen ebenso luftigen Blühern macht sie eine prächtige Figur. Sie kann aber auch auf einem sonnigen Balkon oder einer gut besonnten Terrasse ihren großen Auftritt haben. Trotz ihres zarten Aussehens ist sie sehr winterhart. Nur die rosafarbenen Sorten reagieren etwas empfindlicher auf Kälte. Sie bleiben jedoch eine gute Wahl, solange der Standort nicht starkem, kaltem Wind ausgesetzt ist. In jedem Fall benötigt Prachtkerze im Topf dieselben Bedingungen wie im Freiland: ein sehr durchlässiges Pflanzsubstrat, nach dem Anwachsen wenig Wasser … und Sonne.
Pflanzen Sie sie einzeln in ein großes Gefäß, etwa eine hübsche Zinkwanne oder einen ausreichend tiefen glasierten Topf, denn sie bildet eine Pfahlwurzel. So kommt sie besonders gut zur Geltung – und füllt das Gefäß vor allem schnell aus!
Stellen Sie sie zu anderen großen Töpfen mit Gräsern, Bartfaden und Salbei, die ebenso lange blühen wie sie.
→ Auch lesenswert: Prachtkerze im Topf kultivieren.

Gaura lindheimeri (linkes Foto, ©Cultivar 413)
Aber auch...
Alokasie, Akanthus, Aralie, Funkie und Bodendecker: Michaël räumt mit Irrtümern auf. Stauden im Topf brauchen mehr Wasser als im Boden.
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