Mehrjährige Pflanzen: Auswahlhilfe
Eine Auswahl blühender, pflegeleichter Pflanzen für Ihren Garten
Inhaltsverzeichnis
Mehrjährige Pflanzen kehren jedes Jahr üppiger zurück. Entdecken Sie pflegeleichte Stauden, Dauerblüher und winterharte Arten für jeden Standort und Garten.
Stauden für Anfänger
Wer neu im Gärtnern ist oder seinen ersten Garten anlegt, ist mit pflegeleichten Stauden gut beraten, bei denen Enttäuschungen ausbleiben. Denn manche Stauden sind etwas anspruchsvoll und bieten nach einem Jahr nicht unbedingt ein überzeugendes Bild oder benötigen besondere Pflege, um sich gut zu entwickeln.
Diese unkomplizierten Gartenstauden wachsen schnell und sorgen bereits im ersten Jahr nach der Pflanzung für Blüten oder eine geschlossene Pflanzendecke. Sie sind winterhart und ziehen sich im Winter teilweise mit ihrem Laub in die Dormanz zurück, um im Frühjahr in einer Farbfülle neu zu erblühen!
- Die Purpurglöckchen: In Schattengärten immer häufiger anzutreffen, verbindet diese Staude ein prächtiges Laub in einer unglaublichen Farbpalette mit einer zarten Blüte aus winzigen Blütenwolken über dem Laub. Das macht ihren besonderen Charme aus. Das Purpurglöckchen fühlt sich im Halbschatten wohl. Es eignet sich hervorragend, um Beete zu füllen und seine Farbtöne mit den umgebenden Pflanzen abzustimmen. Nach dem Anwachsen ist es zudem gut trockenheitsverträglich.
- Die Duftnessel: Manchmal wird sie mit dem Salbei verwechselt, der ebenso pflegeleicht ist. Die Duftnessel ist eine sehr dekorative und einfach zu kultivierende Staude fürs Beet. Sie verträgt sowohl Trockenheit als auch Kälte und setzt mit ihren intensiven, meist violetten bis purpurfarbenen, aber auch korallenroten Farbtönen Akzente. Ihre Wuchsform ist interessant: Aufrechte Blütenähren, bienenfreundlich, aromatisches, üppiges Laub und ein stattlicher Horst machen sie zu einer prächtigen Pflanze. Ein echtes Muss für sonnige Gärten!
- Das Gipskraut: eine besonders anmutige, luftige Staude mit zarten weißen, bei manchen Sorten auch rosafarbenen Blütenbällchen. Das Gipskraut blüht im Sommer lange in der Sonne, sogar auf nährstoffarmem Boden, und gedeiht auch sehr gut im Topf. Sie können es für hübsche Blumensträuße verwenden. Für romantische Gärtner oder einen weißen Garten! Gypsophila ‘Bristol Fairy’ ist ein echter Klassiker.
- Der Knöterich: Diese trendigen Stauden bringen aus gutem Grund mindestens drei Monate lang viel Volumen und Farbe in den Garten. Zwischen niedrigem Knöterich, vor allem Persicaria affinis und bistorta, und den höheren Arten wie Persicaria amplexicaulis mit etwa 1 m Höhe findet sich für jede Beetvorderseite oder Beetmitte die passende Pflanze. Manche Sorten tragen zudem originelles, panaschiertes oder purpurfarbenes Laub. Die Blütenähren reichen von Hellrosa bis kräftigem Indischrosa.
- Lychnis coronaria: Die Kranz-Lichtnelke ist eine bekannte Pflanze traditioneller Bauerngärten, aber wirklich bezaubernd und ideal für Gartenanfänger. Sie wächst in jedem Boden, bevorzugt jedoch kalkhaltigen, vor allem gut durchlässigen Boden. Diese Staude ist in naturnahen, ländlichen oder englischen Gärten unverzichtbar und verleiht ihnen mit ihrem immergrünen, graugrünen, samtig behaarten Laub viel Charme und Leichtigkeit. Die Blüten sind weiß oder rosa und sitzen an festen Stängeln, die bis etwa 50 cm hoch werden. Zudem ist sie sehr trockenheitsverträglich. Sie sät sich von selbst aus, sodass Sie leicht neue Rosetten zum Umpflanzen gewinnen können.
⇒ Außerdem Segge, Katzenminze, Fetthenne, Elfenblume, Christrose, Kaplilie usw.

Gipskraut, weiße und rosafarbene Kranz-Lichtnelken, Salvia nemorosa ‚Caradonna‘, Persicaria ‚Firetail‘ und Heuchera ‚Marmelade‘
Entdecken Sie unser vollständiges Sortiment an pflegeleichten Stauden und Stauden mit schnellem Effekt
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10 typische Stauden für naturnahe GärtenStauden mit langer Blüte
Zu den wichtigsten Eigenschaften einer Blühpflanze gehört zweifellos eine lange Blütezeit – auch wenn die begehrten Blüten bekanntlich vergänglich sind. Doch manche Stauden sind wahre Meisterinnen auf diesem Gebiet. Sie blühen vom Frühjahr bis zum Frost und zählen zu den Stars im Garten. Hier sind einige unverzichtbare Stauden, die durch ihre florale Ausdauer überzeugen:
- Die Inkalilien: Inkalilien zählen zu den Blührekordlern. Diese Stauden mit exotischem Aussehen eignen sich perfekt, um sonnige oder halbschattige Beete zu verschönern. Ihre trompetenförmigen Blüten zeigen warme Farben, oft zweifarbige Töne mit hübschen purpurfarbenen Streifen. Sie blühen von Juni bis Oktober, je nach Sorte in zwergiger oder riesiger Form. Pflanzen Sie sie in frischen, vor allem aber gut durchlässigen Boden.
- Der Frauenmantel: Eine der beliebtesten Stauden vieler Gärtner! Kein Wunder, denn er besitzt unschlagbare Vorzüge: eine begehrte chartreusegrüne Farbe, die Gärten zum Leuchten bringt, und ein originelles Laub, das tief eingeschnitten und gefältelt ist und den Morgentau festhält. Dazu kommen eine gute Winterhärte und eine gelbliche, wolkenartige Blüte, die von Juni bis August anhält! Perfekt am Rand eines gemischten Beetes, als Bodendecker wirksam und bezaubernd im Blumenstrauß – pflanzen Sie ihn idealerweise im Halbschatten.
- Die Christrosen: Zu den Stauden mit langer Blütezeit gehören auch die Christrosen, die anmutigen Stars der Wintergärten. Während die berühmte Schwarze Nieswurz (Helleborus niger) bereits im Dezember zu blühen beginnt, setzen die Lenzrosen und beispielsweise argutifolius diese Blüte ab Januar bis April fort – mindestens 3, ja sogar 4 Monate ununterbrochene Blüten in einer Jahreszeit, die sie dringend nötig hat!
- Die Prachtkerzen: Wie könnte man Prachtkerzen übergehen, die von Juni bis Oktober blühen und eine wahre Bereicherung für naturnahe oder moderne Gärten sind? Sie bilden einen sehr luftigen, biegsamen und wunderschönen Busch! Je nach Kultivar blühen sie weiß (die winterhärteren Sorten) oder rosa. Diese Stauden lieben Sonne sowie trockenen, mageren und durchlässigen Boden.
- Das Argentinische Eisenkraut: Das in städtischen Anlagen und Gärten häufig zu sehende Verbena bonariensis ist eine weitere Staude, die viele Monate lang blüht, meist von Juni bis Oktober, in mildem Klima sogar länger. Diese prächtige Staude wird bis zu 1,50 m hoch und bleibt dank ihrer violetten Blüten dennoch äußerst luftig. Sie stehen in endständigen Rispen an graugrünen Stängeln. Auf diese Schönheit sollten Sie nicht verzichten, zumal sie sich wie Prachtkerzen selbst aussät und so für neue Jungpflanzen an anderen Stellen im Garten sorgt.
- Die Tulbagien schließlich sind ebenfalls Blühmeister und zudem sehr elegant. Diese aus Südafrika stammende Zwiebelstaude schenkt uns zwischen Mai und Oktober malvenfarbene Blüten, bei einigen Kultivaren auch weiße. Das lanzettliche Laub ist ebenfalls sehr dekorativ. In einem Topf auf einer sonnigen Terrasse oder in Küstengärten kommt sie hervorragend zur Geltung.

Prachtkerze, Weicher Frauenmantel, Fuchsie, Verbena bonariensis und Inkalilien
⇒ Außerdem mehrjährige Storchschnäbel, Convolvulus cneorum, Garbe, winterharte Fuchsien, Schönaster, Berufkraut (Erigeron) und Bartfaden …
Auch lesenswert: 7 Stauden, die den ganzen Sommer blühen und 7 sonnenliebende Stauden mit langer Blütezeit.
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Anspruchslose Stauden
Pflegeleichte Stauden sind bei allen beliebt. Zwar brauchen Stauden grundsätzlich wenig Pflege, doch einige kommen tatsächlich ganz ohne Aufwand aus, benötigen nach dem Anwachsen kaum Bewässerung und sind robust sowie zuverlässig:
- Glockenblumen: Diese bezaubernden Stauden mit blauen, glockenförmigen Blüten sind erstaunlich unkompliziert. Einmal gepflanzt, versorgen sie sich selbst – abgesehen vom ersten Jahr, in dem wie bei allen Stauden etwas Bewässerung nötig ist. Danach breiten sie sich selbstständig aus und bilden je nach Kultivar in fast jedem Standort und Boden hübsche Beeteinfassungen.
- Frühjahrsblüher mit Zwiebeln: Diese Stauden speichern in ihrem unterirdischen Organ die gesamte Energie, die dem noch etwas verschlafenen Garten wieder frische Blüten in Weiß, Rosa oder Blau schenkt. Einmal gepflanzt, können Sie ihnen beim Wachsen zusehen. Mehr brauchen sie nicht, außer dass Sie das Laub vergilben lassen, damit sich die Zwiebeln regenerieren.
- Fetthenne: Fetthennen müssen lediglich im Februar oder März, sobald die neuen Rosetten erscheinen, bis zum Boden zurückgeschnitten werden. Sonst? Nun, nichts weiter: Jedes Jahr treiben sie ebenso schön und kräftig wieder aus. Ihr fleischiges, blau- bis purpurfarbenes Laub und ihre rosafarbenen Schirmrispen erfreuen Schmetterlinge und Bienen.
- Lilientrauben: Für schattige Gärten sind Lilientrauben kinderleicht zu kultivieren. Sie wachsen zwar eher langsam, belohnen dafür umso mehr, denn bei einem frischen, durchlässigen Boden brauchen sie kaum Pflege. Trockenheit vertragen sie besonders gut.
- Funkien: Mit auffälligem Laub, Winterhärte und langer Lebensdauer sind sie beliebte Pflanzen für Anfänger. Auch in der Pflege erweisen sich Funkien als unkompliziert. Wenn Sie ihre Ansprüche beachten – unbedingt frischer Boden und ein halbschattiger bis schattiger Standort, niemals pralle Sonne, danken sie es Ihnen vielfach! Nach der Blüte können Sie lediglich die Blütenstiele abschneiden und mit unseren Tipps auf Schnecken achten!
⇒ Außerdem Christrosen, Kleinköpfiger Knöterich, Gedrängtblütiger Gilbweiderich und Gewöhnliche Stockrose …
⇒ Lesen Sie auch Alexandras Ratgeber über Stauden mit besonders langer Lebensdauer und die Pflege mehrjähriger Pflanzen

Fetthennen, Lilientrauben, Funkien, Träubel und Krokusse
Lesen Sie auch
10 Stauden für die Bepflanzung einer MauerWinterharte Stauden
Die Winterhärte einer Pflanze ist ein wichtiges Kriterium bei der Wahl einer bestimmten Art oder eines angebotenen Kultivars. Je nach Region können Sie mehr oder weniger frostempfindliche Pflanzen setzen. Viele Stauden benötigen keinen Winterschutz durch eine Mulchschicht, insbesondere Zwiebelpflanzen, die nach der Blüte in Dormanz gehen, sowie sommergrüne Stauden.
- Die Fetthennen: Diese auch als Sedum bezeichneten Stauden erfreuen den Garten im Spätsommer, wenn die Blütezeit vieler Pflanzen nachlässt. In gut durchlässigem Boden an einem sonnigen Standort gesetzt, sind Fetthennen unempfindlich gegen Kälte und treiben sogar mitten im Winter neu aus.
- Die Funkien: Ab November ziehen Funkien mit ihren großen, geäderten Blättern vollständig in den Boden ein. Ihr Laub reicht in vielen Grüntönen von Gelb bis leuchtendem Grün und Blau; auch panaschierte Kultivare sind erhältlich. Funkien sind sehr winterhart und unverzichtbar für schöne Horste im schattigen Beet. Bis zur vollen Größe benötigen sie 2 bis 3 Jahre.
- Die Pfingstrosen: Als krautige Stauden sind Edel-Pfingstrosen und Japanische Pfingstrosen dank ihrer asiatischen Herkunft vollkommen winterhart – Strauch-Pfingstrosen etwas weniger. Sie begeistern mit einer der schönsten Frühlingsblüten, eindrucksvollen Blüten mit unzähligen Blütenblättern sowie einer erstaunlichen Vielfalt an Sorten und Farben. Sie wachsen etwas langsam, sind aber so schön, dass man es ihnen verzeiht!
- Die Gräser: Es ist schwer, nur eines hervorzuheben. Gräser sind äußerst winterharte Stauden – abgesehen von Pennisetum ‚Rubrum‘. Im Spätsommer zeigen sie sich von ihrer schönsten Seite, nehmen im Herbst oft wechselnde Farbtöne an und behalten unter Raureif auch im Winter eine besondere Wirkung. Die meisten lieben Sonne. Setzen Sie auf Panicum virgatum, Miscanthus, Calamagrostis, Carex und andere Arten!
- Der Akanthus: Diese skulpturalen Stauden werden sowohl für ihr glänzendes, tief geschlitztes, großes Laub mit prächtigen Horsten als auch für ihre im Sommer erscheinenden, aufrechten Blütenähren in Weiß und Rosa geschätzt. Sie sind unempfindlich gegen Kälte, gehen viele Monate in Dormanz und treiben mitten im Winter erneut aus. Bis zum Frühjahr werden sie immer üppiger. Akanthus wächst an sonnigen bis schattigen Standorten, blüht im Schatten jedoch etwas weniger.
- Die Traubenhyazinthen: Wie alle Zwiebelstauden sind Traubenhyazinthen vollkommen winterhart und können überall gepflanzt werden. Ihre kleinen blauen Röhrenblüten stehen in dichten Trauben und zählen zu den reizvollsten Frühlingsblüten. Sie verwildern schnell und bilden in jedem Garten hübsche Einfassungen.
> Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber: 5 winterharte und frostfeste Stauden
⇒ Ebenfalls geeignet sind Anthemis, Akelei, Amsonia hubrichtii, Stockrosen, Großblütiges Schleierkraut, Mohn, Kleinköpfiger Knöterich, Astern, Japan-Herbst-Anemonen, Bergenien, Storchschnabel und Tricyrtis …

Päonie, Panicum virgatum, Acanthus mollis, Armenische Traubenhyazinthe und Tricyrtis
Immergrüne Stauden
Eine weitere interessante Eigenschaft bei der Auswahl einer Staude: Immergrünes Laub sorgt das ganze Jahr über für einen dekorativen Anblick. Diese kleine Auswahl ist sehr winterhart und überzeugt zudem mit attraktiven Blüten:
- Bergenien: Die „Plante des savetiers“ – ein ungewöhnlicher Name für eine Staude mit kurzen Rhizomen. Ihr großes, ovales, glänzendes Laub bleibt das ganze Jahr über grün und färbt sich je nach Kultivar im Winter oft rot oder bronzefarben. Die rosa bis purpurrote Blüte erscheint zwischen Dezember und April. Bergenien sind wunderschöne Bodendecker für halbschattige bis schattige Standorte. Mit früh und spät blühenden Sorten lässt sich viele Monate lang ein prächtiger Blütenteppich genießen.
- Wolfsmilch: Es gibt eine große Vielfalt an Wolfsmilch-Arten. Die Stauden werden sowohl wegen ihrer hübschen, säuerlich leuchtenden Blüten als auch wegen ihres dekorativen, meist bläulichen Laubs geschätzt, das aus Quirlen feiner Blätter entlang der Stängel besteht. Viele Arten lieben die Sonne, einige wie Euphorbia amygdaloides benötigen jedoch Schatten. Alle brauchen einen durchlässigen Boden. Sie bilden üppige, leicht ausladende Horste von bis zu 1 m Höhe.
- Elfenblumen: Die Elfenblume bezaubert im Frühjahr mit einer zarten, filigranen Blüte. Besonders geschätzt wird sie jedoch als Bodendecker, da viele Sorten immergrün sind. Die herzförmigen, länglich geformten Blätter zeigen je nach Kultivar wunderschöne Marmorierungen und Blattadern. Sie eignen sich ideal für trockene Böden unter Bäumen.
- Iberis sempervirens: Die häufig als Sündermanns Schaumkresse bezeichnete Pflanze besitzt ein immergrünes Laub aus kleinen, linearen, dunkelgrünen Blättern, die einen schönen, flach ausgebreiteten Horst bilden. Dieser wird etwa 30 cm hoch und eignet sich perfekt für Steingärten oder Trockengärten. Die Staude mit verholztem Wurzelstock gedeiht an einem sehr sonnigen Standort. Im Frühjahr erscheint eine reinweiße Blüte, die das Laub förmlich bedeckt.
- Christrosen: Christrosen könnten bei allen Kriterien dieses Ratgebers genannt werden. Nach ihrer Blüte begeistert vor allem ihr Laub: Besonders bei Helleborus argutifolius und Helleborus sternii findet man besonders derbe, oft hübsch gezähnte oder marmorierte Blätter.
⇒ Außerdem Storchschnabel, Englische Heide, Schwingel und Helictotrichon, Segge, die Gewöhnliche Schusterpalme, Nelke, Dornfarn …

Euphorbia characias ‚Silver Swan‘, Epimedium sulphureum ‚Cupreum‘, Iberis sempervirens, Helleborus sternii und Bergenien
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