Agapanthus winterfest machen?
Tipps zum Frostschutz
Inhaltsverzeichnis
Agapanthus (Schmucklilie): sternförmige Doldenblüten im Sommer, je nach Sorte winterhart bis -5 bis -15 °C. Kälteschutz für Topf und Beet.
Unterschiedliche Winterhärte
Schmucklilien sind rhizombildende Stauden aus Südafrika. In der Gattung Agapanthus unterscheidet man zwei Arten:
- immergrüne, wenig winterharte Sorten, die Temperaturen unter -5 °C nicht vertragen, wie Agapanthus ‚Peter Pan‘ oder Agapanthus x africanus ‚Pitchoune Blue‘. Im Freiland sollten sie nur in den sehr milden Küsten- oder Mittelmeerregionen kultiviert werden. Anderswo zieht man sie im Topf auf der sonnigen Terrasse und überwintert sie geschützt.
- sommergrüne Sorten, die Temperaturen bis -15 °C vertragen. Sie sind winterhärter und können in ganz Frankreich (außer in Bergregionen) bei gutem Winterschutz kultiviert werden. Neue Sorten wie Donau, Headbourne Blue oder Navy Blue zählen zu den frosthärtesten Schmucklilien. Sie gedeihen auch in den kühlen Regionen nördlich der Loire.
Ein geschützter Standort in voller Südsonne und ein sandiger, gut durchlässiger Boden verbessern die Winterhärte der Schmucklilien.

Schmucklilie unter Frosteinwirkung
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel: „Winterharte Schmucklilien für den Norden?“
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Im Winter ist ein Winterschutz für Ihre Schmucklilien in jeder Region unerlässlich. Er hängt von Klima und Sorte ab. Schmucklilien fürchten vor allem starken Frost in Verbindung mit Staunässe an den Wurzeln.
Schmucklilien im Topf
In rauen Regionen ermöglicht die Topfkultur, Ihre Schmucklilien frostfrei zu überwintern und nach den Frösten wieder ins Freie zu stellen.
Holen Sie die Töpfe beim ersten Frost herein. Stellen Sie sie frostfrei in einen Schuppen, eine Garage oder einen Wintergarten – in einen hellen, ungeheizten Raum mit stets über 0 °C. Gießen Sie weniger und entfernen Sie die Untersetzer, um Staunässe an den Wurzeln zu vermeiden.
Stellen Sie die Schmucklilien nach den letzten Frösten wieder hinaus. Warten Sie damit nicht zu lange, denn junge Triebe sind frostempfindlich. Beginnen Sie allmählich wieder mit dem Gießen: Leichter Wassermangel zwischen Februar und Mai fördert die Sommerblüte. Düngen Sie im Frühjahr einmal monatlich flüssig, um den Neuaustrieb zu fördern.
Wenn Sie die Töpfe im Winter nicht hereinholen können, wickeln Sie sie unbedingt in mehrere Lagen Karton oder Zeitungspapier ein.

In kalten Regionen werden Schmucklilien im Topf frostfrei überwintert!
Schmucklilien im Freiland
An der Küste und in Regionen mit milden Wintern können Schmucklilien im Boden bleiben.
Zwar gibt es recht winterharte Sorten, die in sehr durchlässigem Boden und geschützter Lage bis -10/-15 °C überstehen, doch im Garten gepflanzte Schmucklilien benötigen Winterschutz!
Schützen Sie den Wurzelstock vorsichtshalber mit einer 10 bis 25 cm dicken Mulchschicht aus Laub, Stroh oder Farnwedeln: Passen Sie die Stärke an Region und Frost an. Lassen Sie das welke Laub stehen und schneiden Sie es nicht zurück: Die trockenen Blätter schützen die Pflanze. Decken Sie die Mulchschicht mit einer Plane oder einem feinmaschigen Gitter ab, damit sie an Ort und Stelle bleibt.
Entfernen Sie im Frühjahr, sobald kein Frost mehr droht, den gesamten Winterschutz. Säubern Sie die Horste, indem Sie alle vertrockneten Blätter bodennah abschneiden. Arbeiten Sie etwas gut gereiften Kompost in den Boden ein.
Weitere Informationen und Tipps zur erfolgreichen Kultur finden Sie in unserem Ratgeber: „Schmucklilie: Pflanzen, Kultivieren und Pflegen“

Dicke Strohschicht auf dem Wurzelstock einer Schmucklilie als Frostschutz
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Meine Schmucklilie ist erfroren: Was tun?
Nach Frost welken Blätter der Schmucklilie schnell. Lassen Sie sie stehen, schneiden Sie nicht zurück! Mehr Laub schützt sie. Im Frühjahr treibt sie wieder aus!
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