Anbau, Ernte und Lagerung von Kartoffeln
Alle unsere Tipps für eine erfolgreiche Kultivierung
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Die Kartoffel oder Solanum tuberosum ist ein unverzichtbares Gemüse im Gemüsegarten! Ihre essbaren Knollen eignen sich für zahlreiche Rezepte: als Pommes frites, Püree, Auflauf, aus der Pfanne oder gedämpft – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sie zu genießen! Kartoffeln sind relativ leicht zu kultivieren und bringen gute Erträge. Wenn Sie welche in Ihrem Garten anbauen möchten, entdecken Sie alle unsere Tipps zum Pflanzen, Pflegen und Ernten!
Wo Kartoffeln pflanzen?
Kartoffeln werden an einem sonnigen Standort in nährstoffreichem, tiefgründigem Boden angebaut. Bringen Sie im Herbst zuvor gut ausgereiften Kompost (mindestens 3 kg pro Quadratmeter) aus und arbeiten Sie ihn durch Harken 5 cm tief ein, nachdem Sie den Boden mit dem Spaten oder der Bodenbelüftungsgabel gut gelockert haben.
Im Gemüsegarten passt die Kartoffel gut zu Mais, Kohl und allgemein zu allen Hülsenfrüchten (Fabaceae): Erbse, Dicke Bohne, Bohne … Bauen Sie sie dagegen nicht zusammen mit Tomate, Paprika und Aubergine an.
→ Lesen Sie auch unsere Artikel: Alles über die Kartoffel und Wann und wie pflanzt man Kartoffeln?
Lesen Sie auch
Die Wahl Ihrer KartoffelnWann sollte man sie pflanzen?
Kartoffeln werden vorgekeimt gepflanzt, ab Februar unter Schutz (kaltes Gewächshaus, Folientunnel oder unter Vlies) für Frühkartoffeln und von Mitte März bis Mai für die anderen Sorten, sobald die Bodentemperatur 10 °C erreicht.

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Wie pflanzt man sie?
Es gibt verschiedene Methoden, Kartoffeln anzubauen: den traditionellen Anbau mit Anhäufeln während der Kultur, den Anbau unter Mulch und den Anbau im Kartoffelturm.
Traditioneller Anbau
- Im Herbst vor der Pflanzung lockern Sie den Boden und arbeiten Sie Kompost oder gut verrotteten Mist ein.
- Ab Januar können Sie beginnen, die Kartoffeln keimen zu lassen, indem Sie sie in Kisten in einem hellen, kühlen Raum aufstellen.
- Heben Sie im Frühjahr Furchen im Abstand von 50 bis 70 cm aus.
- Legen Sie die vorgekeimten Kartoffeln in 10 cm Tiefe hinein, mit einem Abstand von etwa 40 cm zueinander.
- Bedecken Sie sie mit Erde und gießen Sie reichlich.
- Nach zwei Wochen können Sie beginnen, die Stängel anzuhäufeln, indem Sie Erde an sie heranschieben und so einen Erdwall bilden.
- Während ihres Wachstums können Sie sie ein- oder zweimal erneut anhäufeln. Entdecken Sie unseren Ratgeber: Wann und wie häufelt man Kartoffeln an?
Anbau unter Mulch
Beim Pflanzen unter Mulch werden die Knollen auf den Boden gelegt und im Laufe ihres Wachstums mit einer dicken Mulchschicht bedeckt, um sie vor Licht zu schützen. Erfahren Sie auch, wie Sie Kartoffeln im Rasen anbauen, und sehen Sie sich unser Video Kartoffelanbau unter Mulch an.
- Beginnen Sie damit, die Kartoffeln keimen zu lassen.
- Mähen Sie im Frühjahr den Rasen an der Stelle, an der Sie die Kartoffeln anbauen möchten.
- Legen Sie sie anschließend einfach auf den Rasen, mit einem Abstand von etwa 40 cm.
- Bedecken Sie sie mit etwas Gartenerde, die mit Kompost vermischt ist.
- Bringen Sie darüber eine etwa 15 cm dicke Schicht aus trockenem Mulch aus (Stroh, trockenes Gras, Falllaub, Holzhäcksel …).
- Gießen Sie.
Anbau im Kartoffelturm
Mit dieser Methode können Kartoffeln in die Höhe wachsen und so auch auf kleinem Raum angebaut werden, etwa auf einer Terrasse, in einem Innenhof oder in einem kleinen Garten.
- Lassen Sie die Kartoffeln keimen.
- Nehmen Sie einen großen, ausreichend hohen Kunststoffsack und stechen Sie einige Löcher in den Boden. Diese Methode lässt sich auch in einem Holzkasten oder einem Zylinder aus feinmaschigem Drahtgitter umsetzen.
- Geben Sie 5 bis 10 cm gut verrotteten Kompost in den Sack.
- Legen Sie eine vorgekeimte Kartoffel hinein.
- Bedecken Sie sie mit Kompost und gießen Sie.
- Sobald die Pflanze etwa 10 cm hoch ist, geben Sie eine neue Kompostschicht darauf.
- Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals, indem Sie das Wachstum der Pflanze begleiten, ohne jedoch ihre zuletzt gebildeten Blätter zu bedecken.
- Denken Sie daran, regelmäßig zu gießen.

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Kartoffeln pflanzenWelche Krankheiten und Parasiten gibt es?
Der Kartoffelkäfer ist der Hauptschädling der Kartoffel. Bei einem Befall sammeln Sie die Käfer von Hand ab, vernichten Sie sie und sprühen Sie ein natürliches Insektizid auf Pyrethrumbasis. Auch eine Aussaat von Lein soll sie fernhalten.
Die häufigste Krankheit ist die Kraut- und Knollenfäule. Sie wird durch einen Pilz verursacht und kann vermieden werden, indem Sie:
- die Pflanzabstände genau einhalten,
- eine gute Fruchtfolge praktizieren: Kartoffeln dürfen frühestens nach 5 Jahren wieder auf derselben Fläche angebaut werden,
- als widerstandsfähig geltende Sorten wie ‘Bernadette’ verwenden.
Zur Vorbeugung und Behandlung sprühen Sie eine Lösung aus Bordeauxbrühe (2 Gramm pro Liter Wasser) und wiederholen Sie die Behandlung nach jedem Regen.
Wann Kartoffeln ernten?
Das Vergilben des Laubs ist das Zeichen dafür, dass die Kartoffeln erntereif sind, außer bei den „Frühkartoffeln“, die vor der vollständigen Reife geerntet werden, wenn die Blüten verblühen.
Die Ernte erfolgt bei trockenem Wetter und wenn in den nächsten Tagen kein Regen erwartet wird. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Heben Sie die Pflanzen vorsichtig mit einer Gartenkralle, einer speziellen Kartoffelernteschaufel oder einer Grabegabel mit stumpfen Zinken aus dem Boden, damit die Knollen nicht beschädigt werden.
- Lassen Sie sie ein bis zwei Tage in der Sonne trocknen, damit sie optimal gelagert werden können.

Wie lagert man sie?
Damit Kartoffeln mehrere Monate haltbar bleiben, sollten Sie:
- eine dafür geeignete Sorte wie ‚Désirée‘, ‚Manon‘, ‚Samba‘ oder auch ‚Nicola‘ wählen,
- sie in einem Jutesack oder einer großen Holzkiste in einem kühlen, trockenen, gut belüfteten und dunklen Raum lagern (Keller oder fensterlose Garage).
Um kein chemisches Keimhemmungsmittel zu verwenden, müssen die Keime während der Lagerung manchmal entfernt werden.

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