Bambus in saurem Boden pflanzen?
Alle Tipps mit passenden Sorten für diesen Boden
Inhaltsverzeichnis
Bambus begeistert mit dekorativen, aufrechten Stoppeln und immergrünem, dekorativem Laub, das im Wind raschelt. Er wächst schnell und bringt exotisches Flair in den Garten. Entdecken Sie Arten und Sorten für sauren Boden sowie Tipps zur Kombination!
Alles über Bambus und seine Pflege: „Bambus: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege“
Welcher Boden eignet sich für Bambus?
Bambus bevorzugt leicht sauren bis neutralen Boden (pH 6,5–7), reich, frisch und durchlässig. Stark saurer Boden? Besser im Topf pflanzen.
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Boden-pH-Wert: Was ist das?Welche Bambusarten eignen sich für sauren Boden?
Auch wenn die meisten Bambusarten sehr ähnliche Ansprüche an den pH-Wert haben, sind einige Arten besser an saure Böden angepasst als andere. Hier sind einige Sorten, die einen höheren Säuregehalt im Boden vertragen:
- Sasa veitchii: Dieser Zwergbambus hat panaschiertes Laub, ist wenig ausläuferbildend und sehr winterhart. Er wird nicht höher als 1,20 m und bildet dunkelgrüne Blätter, die sich im Winter unter dem Einfluss niedriger Temperaturen cremeweiß färben. Er bevorzugt frische bis feuchte Böden und eignet sich perfekt für die Bepflanzung am Teichrand.
- Phyllostachys edulis: Dieser auch Phyllostachys pubescens genannte Bambus ist ein Riese, dessen Halme 15 bis 20 m Höhe erreichen können. Er bildet große, blaugrüne Halme. Wie alle Phyllostachys ist er ausläuferbildend und muss daher mit einer Rhizomsperre begrenzt werden. Seine jungen Triebe sind essbar!
- Semiarundinaria fastuosa: Dieser Bambus hat eine kompakte, säulenförmige Wuchsform und bildet Halme, die bis zu 7 m hoch werden. Er ist wenig ausläuferbildend und sehr winterhart. Temperaturen um -20 °C verträgt er problemlos.
- Fargesia murielae: Er bildet dichte Horste mit feinen, grünen Halmen, die in jungen Jahren bereift sind. Mit der Zeit entwickelt er eine überhängende, schirmartige Wuchsform. Es gibt ihn in zahlreichen Sorten. Zudem ist er nicht ausläuferbildend. Je nach Sorte erreicht er bei Reife eine Höhe von 2 bis 4,50 m.
- Phyllostachys bissetii: Dieser mittelgroße Bambus erreicht bei Reife etwa 6 m Höhe. Er bildet große Halme mit einem Durchmesser von 2 bis 3 cm und dichtem Laub: auf der Oberseite frischgrün, auf der Unterseite blaugrün. Er kann im Topf kultiviert werden und eignet sich ideal für undurchdringliche Hecken. Er ist sehr winterhart und passt sich daher auch an raue Klimabedingungen an.
- Bambusa multiplex: Dieser eher selten kultivierte Bambus bildet dichte Horste mit schönem, gefiedertem, zartgrünem Laub. Er ist nicht ausläuferbildend, aber nur bedingt winterhart und verträgt Temperaturen bis -5 bis -7 °C. In kälteren Regionen sollte er daher im Topf kultiviert und im Winter frostfrei untergestellt werden.
Im Gegensatz dazu bevorzugen Phyllostachys flexuosa und Phyllostachys viridis kalkhaltige Böden.
Für optimales Wachstum unter sauren Bedingungen empfiehlt es sich, den Boden durch die Zugabe organischer Substanz wie Kompost vorzubereiten. Dies kann zur Stabilisierung des pH-Werts beitragen und die Bodenstruktur verbessern.

Sasa veitchii, Phyllostachys edulis und Fargesia murielae
Ideen für Pflanzkombinationen
In saurem Boden lassen sich Bambus und Moorbeetpflanzen wunderbar kombinieren. Dazu passen Azalee, Alpenrose, Kamelie, Pieris japonica, Leucothoe, Magnolie, Skimmie, Sarcococca, Berglorbeer, Heideröschen und Bauernhortensie. Auch die dekorative Wuchsform des Fächer-Ahorns harmoniert perfekt mit Bambus. Entdecken Sie auch Enkianthus campanulatus, auch Glockige Prachtglocke genannt: ein außergewöhnlicher Strauch mit zartrosa und weißen Glöckchenblüten.

Bambus lässt sich mit Moorbeetpflanzen kombinieren. Acer palmatum ‚Sangokaku‘, Phyllostachys edulis, Crinodendron hookerianum, Rhododendron ‚Nova Zembla‘, Camellia ‚Cinnamon Scentsation‘ und Kalmia latifolia ‚Peppermint‘
Auch ein japanischer oder Zen-Garten lässt sich mit Bambus gestalten. Schaffen Sie mit hohem Bambus eine Kulisse und kombinieren Sie ihn mit dekorativen, strukturgebenden Sträuchern wie Cornus controversa ‚Variegata‘ oder Cornus kousa, als Wolken geschnittenen Kiefern und Wacholdern (Niwaki), Viburnum plicatum ‚Mariesii‘ und Fächer-Ahorn. Denken Sie auch an Nandina domestica. Pflanzen Sie zu ihren Füßen Bodendecker wie Soleirolia oder Pfriemen-Mastkraut, die einen schönen grünen Teppich bilden und sich dem Bodenrelief anpassen. Auch Farne wie Coniogramme emeiensis oder Athyrium niponicum passen dazu.
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