Beerentraube im Topf kultivieren
Schisandra im Topf: Tipps zu Pflanzung, Anbau und Pflege der Beerentraube mit fünf Geschmäckern
Inhaltsverzeichnis
Lust auf eine kräftige Pflanze zur Begrünung einer Mauer? Die Beerentraube könnte genau das Richtige für Sie sein. Sie kennen sie nicht? Das ist verständlich, denn diese Kletterpflanze aus Ostasien – von China über die Mongolei und Birma bis nach Indien – ist in unseren Breiten noch wenig bekannt. Dabei verdient die Beerentraube dank ihrer zahlreichen Vorzüge große Aufmerksamkeit. Die auch Kletter-Magnolie genannte, windende Liane bildet hübsche, duftende, weiße oder dunkelrote Blüten, aus denen im Herbst essbare Beeren hervorgehen. Diese sogenannten „Beeren der fünf Geschmacksrichtungen“ sind in der chinesischen Heilkunst für ihre medizinischen Eigenschaften bekannt. Die in Trauben angeordneten Beeren leuchten in einem attraktiven, sehr dekorativen Rot. Die kräftige, bis -20 °C winterharte Pflanze aus der Familie der Schisandragewächse trägt je nach Sorte sommergrünes oder immergrünes Laub und bevorzugt halbschattige Standorte. Da sie 9 bis 10 Meter hoch werden kann, eignet sie sich ideal zur Begrünung einer Mauer, einer Pergola oder eines Rankgitters. Sie bevorzugt zwar tiefgründige, nährstoffreiche und humusreiche Böden, gedeiht bei passenden Bedingungen aber auch sehr gut im Topf. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Beerentraube mit ihren Beeren der fünf Geschmacksrichtungen im Topf kultivieren.

Die Beerentraube bildet wunderschöne, dunkelrote oder weiße, duftende Blüten
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Welcher Topf, welches Substrat für Beerentraube?
Ursprünglich aus den nordöstlichen Regionen Asiens stammend, kann die Beerentraube in Höhenlagen von 200 bis 1700 Metern in nährstoffreichen, tiefgründigen, humusreichen, aber durchlässigen Böden wachsen. In freier Natur findet man sie daher an Bachufern, wo sie an Bäumen emporrankt. Sie wächst kräftig: Nicht selten windet sich diese baumartige Kletterpflanze 8 bis 10 Meter hoch. Damit sich Ihre Beerentraube im Topf gut entwickelt, müssen Sie ihre Ansprüche an Boden und Gefäß beachten.
Ein tiefer und breiter Topf
Das Gefäß sollte mindestens 30 cm tief und ausreichend breit sein, damit Platz für Rankhilfen bleibt, die die junge Pflanze zum Spalier, zur Laube oder zur Wand führen, an der sie emporranken soll.
Die Wahl des Topfes bleibt Ihnen überlassen, doch Terrakotta ist dank seiner Atmungsaktivität, wärmeregulierenden Eigenschaften und natürlichen Porosität das beste Material. Für eine gute Drainage muss der Topf selbstverständlich ein Abzugsloch haben.
Ein nährstoffreiches, humusreiches Substrat
Für ein üppiges Wachstum benötigt die Beerentraube einen nährstoffreichen, humusreichen, frischen und gut durchlässigen Boden. Schwere, verdichtete Böden, die zu viel Feuchtigkeit speichern, verträgt sie nicht. Verwenden Sie daher ein Substrat aus Gartenerde, Lauberde und Sand, das für eine gute Drainage sorgt.
Vergessen Sie die Schicht aus Blähton oder Kies am Topfboden nicht.
Beerentraube im Topf pflanzen
- Stellen Sie den Behälter mit der Beerentraube in einen Eimer Wasser, um den Wurzelballen zu befeuchten
- Geben Sie Blähton oder Kies auf den Boden des gewählten Gefäßes
- Füllen Sie einen Teil des Topfes mit dem zuvor gemischten Substrat
- Setzen Sie die Beerentraube in die Mitte des Topfes
- Füllen Sie mit dem restlichen Substrat auf, ohne es festzudrücken
- Gießen Sie reichlich
- Mulchen Sie die Oberfläche des Topfes.
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Beerentraube: Pflanzen, Beerenernte, PflegeWelcher Standort?
Die Beerentraube bevorzugt halbschattige bis sonnige, aber nicht zu heiße Standorte. Ein Standort im Norden, Osten oder Westen eignet sich gut. Ideal sind ein schattiger Fuß und sonniges Laub. Daher fühlt sich die Beerentraube auf Balkon oder Terrasse mit Morgensonne und leichtem Schatten während der heißesten Stunden besonders wohl.
Bis -20 °C winterhart, gedeiht die Beerentraube in allen Regionen. Sie sollte jedoch an einem vor kalten Winden und Zugluft geschützten, zugleich ausreichend hellen Standort gepflanzt werden.
Eine Pflanzung im Topf ist im Süden Frankreichs nicht empfehlenswert. Die Beerentraube verträgt keine Trockenheit. Möchten Sie sie dennoch im Mittelmeerraum kultivieren, wählen Sie einen Standort im Norden.
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Braucht die Beerentraube eine Rankhilfe
Schisandra ist eine Liane – und jede Liane braucht eine Kletterhilfe! Sie windet sich mit ihren oft purpur gefärbten Trieben um Drähte oder kräftige Rankhilfen und klettert in der Natur an Bäumen empor.
Idealerweise steht Ihr Topf daher an einer mit einem Spalier versehenen Wand oder am Pfeiler einer Laube, eines Bogens oder einer Pergola. So kann die Pflanze einen kleinen Bereich beschatten oder eine unansehnliche Wand verdecken. Auch ein hässlicher Geräteschuppen lässt sich mit waagerecht gespannten Drähten kaschieren.

Schisandra windet sich mit ihren purpur-braunen, windenden Trieben um eine Rankhilfe
Allerdings wächst Schisandra recht langsam und braucht daher Zeit, um die Rankhilfe zu bedecken. Anfangs benötigen die zarten grünen Triebe tief in das Substrat gesteckte Stäbe, an denen sie geführt werden. Später verholzen die Triebe, dennoch sind Anbindungen empfehlenswert. Sobald Schisandra gut eingewachsen ist, können Sie die Seitentriebe entfernen und einen Stamm formen.
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Nach dem Anwachsen benötigt die Beerentraube etwas Pflege, um sich gut zu entwickeln.
Gießen
Die Beerentraube verträgt Trockenheit überhaupt nicht. Gießen Sie daher regelmäßig, vor allem während der Vegetationsperiode von April bis Ende Oktober. Das Substrat sollte frisch bis feucht bleiben. Um diese Feuchtigkeit zu erhalten, ist eine Mulchschicht unerlässlich. Bevorzugen Sie organischen Mulch, der den Boden mit Nährstoffen versorgt.
Düngen
Die Beerentraube liebt nährstoffreiche, fruchtbare Böden. Regelmäßig ausgebrachter, gut verrotteter Kompost versorgt den Boden und verbessert zugleich die Struktur des Substrats, sodass Gießwasser besser eindringen kann. Auch der Fruchtansatz wird dadurch verbessert.

Für die Fruchtbildung braucht die Beerentraube einen nährstoffreichen, fruchtbaren Boden und viel Licht
Rückschnitt
Ein Rückschnitt ist bei der Beerentraube nicht nötig. Sie können lediglich einige Seitentriebe entfernen, um die Regeneration der Pflanze zu fördern.
Umtopfen
Topfen Sie die Pflanze um, sobald sie erschöpft wirkt, etwa alle drei Jahre. Am besten erledigen Sie dies im zeitigen Frühjahr und geben dabei reichhaltige Blumenerde hinzu.
Welche Sorten für den Anbau im Topf?
Bevor Sie die passende Schisandra-Sorte wählen: Diese Pflanze ist selbststeril und diözisch. Nur von männlichen Pflanzen bestäubte weibliche Pflanzen tragen Beeren. Für eine Ernte brauchen Sie je eine männliche und weibliche Pflanze – außer bei der selbstfruchtbaren Auswahl Schisandra chinensis Sadova N°1
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