Berberitzenhecke anlegen?
Pflanzen: unsere Tipps zu Zeitpunkt und Technik
Inhaltsverzeichnis
Die Berberitze eignet sich als dichter Strauch, Beet- und Heckenpflanze. Tipps für eine Berberitzenhecke.

Beispiel einer geschnittenen Hecke
Wann Berberitzenhecke pflanzen?
Berberitzenhecke: Herbst ideal. Sommergrüne Berberitzen wurzelnackt bis März vor Austrieb, Containerpflanzen ganzjährig außer Trockenheit, Starkregen und Frost.
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Obwohl die Berberitze leicht zu kultivieren ist, wählen Sie Sorten, die zu Ihrem Boden passen – ob kalkhaltig, nährstoffarm, steinig, trocken oder schwer, verdichtet und feucht.
Sommergrüne Berberitzen beeindrucken mit ihrer schönen purpurroten Blattfärbung, die Farbe in den Garten bringt. Immergrüne Berberitzen besitzen dagegen meist glänzend grünes Laub und bieten eine üppige Blüte. Sie werden besonders häufig für Sichtschutzhecken verwendet.
Für eine einfarbige Hecke können Sie Sträucher derselben Sorte pflanzen oder verschiedene Kultivare kombinieren und so eine vielfältige Farbpalette schaffen. Für eine gemischte Hecke pflanzen Sie 1/3 sommergrüne und 2/3 immergrüne Berberitzen. So bleibt Ihre Hecke auch im Winter immer teilweise belaubt.
Mit ihrer buschigen, dichten Wuchsform benötigen Berberitzen keine besondere Pflege und eignen sich ideal für eine freiwachsende Hecke. Außerdem vertragen sie einen Rückschnitt sehr gut und können 1- bis 2-mal jährlich in Form geschnitten werden. Der Pflegeaufwand lässt sich jedoch verringern, indem Sie je nach gewünschter Heckenhöhe unterschiedlich hohe Sorten pflanzen.
Für eine niedrige Hecke wählen Sie beispielsweise kleinwüchsige Sträucher wie Berberis thunbergii ‚Inspiration‘, die höchstens 50 cm hoch wird, oder Berberis darwinii ‚Nana‘ mit ihrem schönen, glänzend grünen, immergrünen Laub.
Für eine mittelhohe Hecke pflanzen Sie mittelgroße Sträucher wie Berberis thunbergii, die bei Reife 1,50 m hoch wird, oder Berberis linearifolia ‚Orange King‘ mit ihrem glänzend dunkelgrünen, immergrünen Laub und ihrer üppigen Blüte.
Für eine hohe Hecke eignen sich große Sorten wie Berberis julianae, die bis zu 3 m hoch wird, oder Berberis ottawensis ‚Superba‘ mit ihren schönen purpurroten, sommergrünen Blättern.
Für ein gutes Anwachsen wählen Sie junge, noch nicht zu stark entwickelte Sträucher mit einer Höhe von 30 bis 40 cm.
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Berberis ottawensis ‚Superba‘ und Berberis frikartii ‚Amstelveen‘
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Berberitzenhecke pflanzen?
Benötigtes Material:
- Dicke Handschuhe, eine Schutzbrille und lange Kleidung zum Schutz vor Dornen.
- Ein Spaten, eine Grabegabel, eine Hacke, eine Schaufel, eine Grabegabel oder ein anderes Werkzeug zum Auflockern, Bearbeiten und Graben im Boden
- Eine Gartenschere
- Berberitzen
- Ein großer Eimer
- Kompost oder gut verrotteter Mist
- Eine Gießkanne
- Bei wurzelnackten Sträuchern: Kuhmist, Mist oder gebrauchsfertige Pflanzsalbe
- Optional: eine Richtschnur für eine gerade Hecke
Pflanzabstand:
- Für eine Hecke unter 1 m Höhe : Berberitzen können in einem Abstand von 50 cm gepflanzt werden.
- Für eine mittelhohe Hecke: Pflanzen Sie die Sträucher im Abstand von 60 bis 80 cm.
- Für eine hohe Hecke: Der Pflanzabstand beträgt 1 m.
Achten Sie außerdem auf den gesetzlich vorgeschriebenen Abstand zwischen Ihrer Hecke und dem Nachbargrundstück. Bei einer Hecke unter 2 m Höhe muss der Abstand zur Grundstücksgrenze 50 cm betragen. Überschreitet die Hecke eine Höhe von 2 m, muss sie mehr als 2 m von der Grundstücksgrenze entfernt gepflanzt werden. Die Vorschriften können je nach Gemeinde abweichen. Informieren Sie sich gegebenenfalls bei Ihrer Gemeindeverwaltung.
Vor der Pflanzung: Fläche vorbereiten
- Markieren Sie den Standort Ihrer Hecke, wenn Sie einen geraden Verlauf wünschen. Verwenden Sie eine Richtschnur oder setzen Sie an beiden Enden der Hecke einen Pflock und spannen Sie dazwischen eine Schnur. Pflanzen Sie anschließend entlang der Schnur.
- Bereiten Sie den Boden vor: Ein gut gelockerter und unkrautfreier Boden erleichtert das Anwachsen der Sträucher. Bei schwerem Boden mischen Sie ihn mit Gartensand, um den Wasserabzug zu verbessern und Wurzelfäule zu vermeiden.
- Reichern Sie den Boden an: Kompost oder gut verrotteter Mist erleichtert das Anwachsen der Pflanzen.

Markieren Sie den Standort der Hecke mit einer Richtschnur und lockern Sie den Boden für eine erfolgreiche Pflanzung
Wurzelnackte Sträucher vorbereiten:
- Pflanzen oder Einschlagen sollte direkt nach Erhalt erfolgen.
- Entfernen Sie beschädigte Wurzeln mit einer Gartenschere.
- Bereiten Sie eine Pflanzschlämme vor: Mischen Sie in einem Eimer je ein Drittel Erde, Kompost oder gut verrotteten Mist und Wasser. Tauchen Sie die Wurzeln in die Mischung, bis sie vollständig bedeckt sind. Lassen Sie sie bis zum nächsten Tag darin einweichen.
Sträucher mit Wurzelballen vorbereiten:
- Wässern Sie den Wurzelballen der Berberitzen, indem Sie ihn 1 Stunde lang in einen Eimer Wasser tauchen.
- Lockern und entwirren Sie den Wurzelballen vorsichtig.
- Entfernen Sie beschädigte Wurzeln mit der Gartenschere.
Berberitzen pflanzen:
- Heben Sie einen Graben aus, der doppelt so breit wie der Wurzelballen ist.
- Bei schwerem, lehmigem Boden: Füllen Sie den Grabenboden 10 cm hoch mit Kies oder Sand.
- Setzen Sie die Berberitzen in den Graben und halten Sie die Abstände zwischen den Pflanzen ein.
- Füllen Sie den Boden um den Wurzelballen auf und drücken Sie ihn leicht an.
- Wenn Sie Ihre Berberitzen dichter wachsen lassen möchten, können Sie die Triebe um ein Viertel ihrer Länge einkürzen.
- Gießen Sie reichlich.
- Verteilen Sie eine Mulchschicht am Fuß der Pflanzen, um die Feuchtigkeit zu bewahren und die Wurzeln vor Kälte und Hitze zu schützen. So müssen Sie außerdem in diesem dornigen Bereich weniger jäten.
- Gießen Sie in den ersten beiden Jahren regelmäßig, besonders bei anhaltender Trockenheit und großer Hitze.

Beispiel für die Pflanzung einer Hecke im Zickzackverband
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