Buschmalve wählen
Unsere Tipps für die richtige Wahl
Inhaltsverzeichnis
Auch Buschmalve oder Strauchmalve genannt, gehört die Buschmalve zur Familie der Malvengewächse. Zu dieser großen Familie zählen Gewöhnliche Stockrosen oder Alcea, die nicht mit Roseneibisch oder Garten-Hibiscus verwechselt werden dürfen – beide begeistern mit ihren farbenprächtigen Blüten an langen Blütenstielen, denen sie ähneln.
Als Star der Gärten vergangener Zeiten bildet die Buschmalve rasch hübsche, blühende Sträucher: ein Muss und ideal für Bauerngärten oder Cottage-Gärten. In allen Küstengärten finden Strauchmalven ihren Platz im Hintergrund von Beeten sowie in Mixed Borders und romantischen Beeten. Entdecken Sie unsere Tipps, um aus den verschiedenen Sorten der Buschmalve die passende Auswahl zu treffen – abhängig von Wuchsgröße, Blütenfarben, Bodenbeschaffenheit und Verwendung.

Mit ihrem natürlichen, zarten Erscheinungsbild bleibt die Buschmalve trotz ihrer Wuchskraft die Königin romantischer Gärten vergangener Zeiten
Nach Blütenfarbe
Buschmalven bieten uns prächtige Blüten in Weiß, Rosa, Purpur und sogar zweifarbigen Tönen. Elegant und von natürlicher Ausstrahlung, haben sie einfache Blüten mit kleinen Details im Inneren, die ihnen zusätzlichen Charme verleihen. Einige Sorten sind geädert, andere mit Punkten oder unregelmäßigen Flecken übersät. Bei den meisten Buschmalven verändert sich die Blütenfarbe im Laufe der Saison von Weiß über zartes Rosa bis zu Fuchsia, wie bei der hübschen Buschmalve ‚Barnsley baby‘.
Hier ein Überblick über die verschiedenen Blütenfarben.
Buschmalven mit weißen Blüten
- Lavatera ‚First light‘ ist mit hübschen weißen Blüten und blassrosa Blütenzentrum übersät. Die Pflanze erreicht schnell eine Höhe von etwa einem Meter. Ihre etwas wilde Ausstrahlung passt zu vielen Gartenstilen.
- Lavatera ‚White angel‘ bildet einen Meter hohe Blütenstiele mit großen, 5 cm breiten weißen Blüten, die den ganzen Sommer über erscheinen. Die stattliche, sehr leuchtende Pflanze eignet sich hervorragend als Hintergrund für ein Beet und kann auch einzeln gepflanzt werden.
- Lavatera ‚Frederique‘ wächst buschig, aufrecht und dicht. Sie wird 1,80 m hoch und 1,50 m breit. Von Juni bis September bildet sie zahlreiche bezaubernde weiße Blüten mit rosafarbenem Zentrum.
- Lavatera maritima bietet eine üppige und lang anhaltende Blüte mit für Malvengewächse typischen schalenförmigen Blüten. Diese sind weiß mit lilafarbenem Hauch und werden durch ein dunkelmagenta-farbenes Zentrum mit auffälligen, verwachsenen Staubblättern betont.

Links die makellos weißen Blüten der Buschmalve ‚Frederique‘, rechts Lavatera ‚White angel‘.
Buschmalven mit rosafarbenen Blüten
- Lavatera olbia rosea trägt von Frühling bis Herbst kleine, aber zahlreiche kräftig rosafarbene Blüten über salbeigrünem Laub.
- Die Blüten von Lavatera ‚Burgundy wine‘ sind ebenfalls kräftig rosa, gehen jedoch ins Weinrot über.
- Die Buschmalve ‚Bredon springs‘ blüht in rosafarbenen und kupferfarbenen Pfirsichtönen.
- Lavatera ‚Candy floss‘ in Bonbonrosa verdankt ihren englischen Namen der süßen Leckerei Echter Eibisch.
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Links das kräftige Rosa von Lavatera ‚Burgundy Wine‘, rechts das zartere Rosa von Lavatera ‚Candy floss‘.
Buschmalven mit blauen Blüten
Die Glöckchen von Lavatera ‚Blue bird‘ blühen in Ultramarinblau. Die sehr helle Unterlippe bildet einen Kontrast zum braun, fast purpurfarben marmorierten Schlund.
Buschmalven mit zweifarbigen Blüten
- Die Blüten von Lavatera maritima ‚Bicolor‘ blühen cremefarben. Die sehr helle Unterlippe bildet einen Kontrast zum braun, fast purpurfarben marmorierten Schlund.
- Die Buschmalve ‚Frederique‘ bildet Blüten mit weißer Blütenkrone und einem zartrosa gefleckten oder geäderten Schlund.

Links ein Detail von Lavatera maritima ‚bicolor‘, rechts Lavatera ‚Frederique‘
Je nach Maßen
Buschmalven sind schnell und kräftig wachsende Sträucher. Bereits im zweiten Jahr erreichen sie ihre maximale Höhe. Man kann sie in zwei Gruppen einteilen.
Mittelhohe Sorten – 1 bis 1,20 m hoch
Einige Sorten werden 1 bis 1,30 m hoch, sind jedoch seltener. Dank ihrer biegsamen, zierlichen Wuchsform, die sich unter der Blütenlast neigt, eignen sie sich ideal fürs Beet. Zum Beispiel wird die Lavatera maritima, ein kleiner Strauch mit weich behaarten, silbrig-grauen Blättern, kaum 1 m hoch. Die Thüringer Strauchpappel Lavatera thuringica ‚Barnsley baby‘ wird zwar etwa 1,50 m hoch, erreicht aber nur 1,20 m Breite.
Hohe Sorten – mindestens 1,40 m bis 2 m hoch
Die Strauchpappel von Hyères Lavatera olbia wird knapp 2 m hoch. In mediterranen Regionen kann sie an einem kleinen, verzweigten Stamm 3 bis 4 m erreichen. Lavatera thuringica ‚Frédérique‘ und ‚Bredon springs‘ sind mit 1,50 bis 2 m Höhe die größten Sorten.

Dank ihres schnellen Wachstums beleben Buschmalven Gartenbeete sehr schnell.
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Je nach Laub
Das Laub der Buschmalven ist sommergrün oder halbimmergrün. Es ist meist graugrün und filzig. Einige Sorten haben kräftig grünes Laub wie die Strauchpappel. Die Mittelmeer-Strauchmalve Lavatera maritima für die Küstennähe ist dank ihres grauweißen, filzigen Laubs trockenheitsverträglich. Es verliert bei starker Trockenheit weniger Wasser. Die Buschmalve hat eine recht kurze Lebensdauer von höchstens 5 bis 7 Jahren. Der Rückschnitt ist unerlässlich, sonst erschöpft sich die Pflanze beim Erhalt all ihrer Zweige und Blätter.
Lesen Sie auch
Buschmalven kombinierenJe nach pH-Wert und Bodenart
Buschmalven: durchlässiger Kalkboden, keine Staunässe. Maritime vertragen Salz.
⇒ Erics Tipp: Im Topf gießen und düngen; viel Dünger fördert Laub statt Blüte.
Je nach Winterhärte
Im Allgemeinen gelten Buschmalven nicht als besonders winterhart. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammend, sind sie jedoch gut gegen salzhaltige Gischt an der Küste geschützt. Um ihre geringe Winterhärte auszugleichen, wurden neue Sorten auf den Markt gebracht. Winterhärtere Sorten wie Lavatera ‚Blushing bride‘ oder Lavatera thuringiaca ‚Burgundy wine‘ vertragen Temperaturen bis -10/-12 °C. Buschmalven im Garten zu überwintern, gelingt mit einem starken Rückschnitt der Triebe und einer guten Mulchschicht aus Laub. Danach treiben sie in der folgenden Saison umso kräftiger aus und verzweigen sich, sodass sie noch mehr Blüten tragen.

Links: Buschmalve ‚Blushing bride‘, rechts: ‚Burgundy wine‘
Zu beachten ist, dass einige aus Lavatera trimestris hervorgegangene Sorten wenig winterhart sind und in unseren Breiten als einjährige Pflanzen kultiviert werden. Die sehr blühfreudigen Bechermalven werden im Frühjahr ausgesät und blühen den ganzen Sommer über reichlich nach.
Je nach Verwendung
Für eine bepflanzte Terrasse
Die Buschmalve lässt sich in einem großen Topf oder Kübel kultivieren. Lavatera thuringiaca ‚Burgundy Wine‘ wächst schnell, bleibt dabei aber kompakt und eignet sich ideal für Balkon und Terrasse, mit einer Höhe von 100 bis 150 cm und einer Breite von 120 cm. Denken Sie an eine gute Drainageschicht am Topfboden. In kalten oder feuchten Regionen braucht die Pflanze einen Winterschutz (Wintervlies) und eine Mulchschicht am Fuß. Bei anhaltendem Frost stellen Sie die Buschmalve in ein kaltes Gewächshaus oder einen ausreichend hellen Wintergarten.
Im Beet
Die größten Buschmalven kommen in den Hintergrund, etwa Lavatera olbia rosea. Kleinere Sorten mit etwa 80 bis 120 cm Höhe sind Lavatera thuringiaca ‚Barnsley baby‘, eine kräftige, sehr blühende Sorte für niedrige Beete oder blühende Wege. Lavatera thuringiaca ‚First light‘ mit dunkelgrünem Laub und strahlend weißen Blüten kann weiter vorne gepflanzt werden. Diese Buschmalven bilden in Kombination mit niedrigeren Pflanzen schöne, natürlich wirkende Mischbeete. Ihre lange Blüte lockt Schmetterlinge und Bienen an. Sie geben Beeten Volumen, ohne sie wuchtig wirken zu lassen. Zu Beginn des Austriebs, etwa im März, schneiden Sie alle Triebe Ihrer Buschmalve auf 10–15 cm über dem Boden zurück. So können sich die neuen Triebe leichter entwickeln und zahlreiche größere, farbintensivere Blüten tragen.

Die Buschmalve ‚Barnsley baby‘ ist ein kompakter, sehr blühender Strauch für kleine Gärten.
Für Böschung oder Steingarten am Meer
Buschmalven wachsen in jedem Boden, sofern er drainierend ist, und benötigen einen sonnigen Standort. Pflanzen Sie Lavatera maritima und die Hyères-Strauchpappel Lavatera olbia ‚Rosea‘, die salzhaltige Gischt vertragen. Oder wählen Sie eine kleinere, besonders kräftige und windfeste Buschmalve wie Lavatera thuringiaca ‚Bredon springs‘. Sie bildet einen dichten Busch, an dem sich von Juni bis September unzählige einfache Blüten in kräftigem Mauverosa öffnen. Das sommergrüne bis halbimmergrüne, recht dunkelgrüne Laub bleibt in mildem Klima auch im Winter erhalten. Geben Sie den Pflanzen ausreichend Platz (1,20 m in alle Richtungen), denn sie breiten sich ebenso stark seitlich wie in die Höhe aus.
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