Die besten Tipps für den Anbau von Basilikum
Alle Tipps zum Säen, Pflanzen und Pflegen von Basilikum im Garten oder Topf
Inhaltsverzeichnis
Basilikum ist unverzichtbar für Tomate-Mozzarella und Pesto. Tipps zum Säen, Pflanzen und Kultivieren für aromatische Blätter den ganzen Sommer.
Basilikum-Aussaat
Basilik-Samen sind schwarz und sehr klein. Daher sind sie relativ schwierig zu handhaben. Trotzdem ist die Aussaat für jeden zugänglich und einfach durchzuführen. Wichtig ist vor allem, dass die Samen ausreichend Wärme und Licht bekommen. Basilikum wird entweder zwischen Februar (in den wärmsten Regionen), März und April im Warmen ausgesät oder ab Mai direkt ins Freiland.
Aussaat im Warmen
Um Basilikum bereits ab Februar bis April auszusäen, braucht es mindestens eine konstante Temperatur von 15 bis 20 °C. Unterhalb dieser Temperaturen keimen die Samen nicht. Basilikum wird daher warm, aber nicht zu heiß, im Haus, in einem beheizten Schutzraum oder im Wintergarten ausgesät. Für eine gute Keimung muss ausreichend Licht vorhanden sein, doch die jungen Triebe vertragen keine direkte Sonne. Vorsicht also vor Sonne hinter Glasscheiben!
Die Samen werden in einzelne Anzuchttöpfe oder eine Saatschale gesät, die unbedingt gut durchlässig sein müssen. Deshalb werden Löcher in den Boden der Gefäße gebohrt. Die kleinen Töpfe und Schalen werden mit einer sehr leichten Aussaaterde gefüllt. Etwas Sand und Perlite können das Substrat zusätzlich auflockern.
So säen Sie die Samen aus:
- Anzuchttöpfe oder Schalen zu zwei Dritteln mit der mit etwas Sand vermischten Blumenerde füllen
- Oberfläche des Substrats leicht andrücken
- Die Samen mit mindestens 2 bis 3 cm Abstand in der Saatschale verteilen. In den Töpfen genügen drei Samen
- Die Samen nicht eingraben, sondern nur mit einer dünnen Schicht Blumenerde bedecken, gerade so, dass sie nicht mehr sichtbar sind
- Oberfläche des Substrats mit einem Brettchen andrücken
- Leicht mit Regenwasser besprühen
- Anzuchttöpfe oder Schalen mit einer Glasscheibe abdecken, damit sich Wärme und Licht sammeln. Dieses Minigewächshaus tagsüber öffnen, um Überhitzung zu vermeiden, besonders nach dem Erscheinen der ersten Blätter.
Die Samen keimen innerhalb von etwa zehn Tagen. Das Substrat muss ständig feucht, darf aber nicht nass sein, da die Samen sonst faulen können.

Basilikum-Aussaaten brauchen Wärme und Licht
Aussaat ins Freiland
Basilikum wird in den Garten gesät, sobald keine Frostgefahr mehr besteht. Der Boden muss ausreichend erwärmt sein. Deshalb sollte man bis Mitte Mai, insbesondere bis nach den Eisheiligen, warten, bevor Basilikum ins Freiland gesät wird. Die Aussaat kann bis Juli fortgesetzt werden. Im Freiland ist die Basilikum-Aussaat schwieriger als unter Schutz. Der Boden muss sehr locker sein und kann gegebenenfalls mit Sand verbessert werden. Sie können in Reihen säen.
Für eine erfolgreiche Aussaat muss das Thermometer konstant 15 bis 20 °C anzeigen. Deshalb wird die Aussaat unter Schutz bevorzugt.
Ob im Topf oder im Freiland gesät wird: Es empfiehlt sich, die Aussaaten monatlich zu staffeln und dabei verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Aromen und Farben zu wählen.
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Ab Ende April bis Ende Mai können Basilikum-Keimlinge ins Freiland gepflanzt werden. Sie sollten mindestens 3 bis 4 Blätter besitzen, Keimblätter nicht mitgerechnet. Vor dem Auspflanzen sollten Sie Ihre Anzuchttöpfe oder Anzuchtschalen an das Klima gewöhnen. Stellen Sie sie tagsüber einfach ins Freie, zunächst nur kurz und dann über gut eine Woche täglich etwas länger. Diese Empfehlungen hängen natürlich vom Wetter des jeweiligen Jahres ab. Bei Kälte oder sehr feuchter Witterung kann die Akklimatisierung warten.
Die Pflanzung ins Freiland
Basilikum braucht einen frischen, humusreichen und nährstoffreichen Boden mit viel organischer Substanz, der gut drainiert und sorgfältig von Unkraut befreit ist. Vor dem Pflanzen sollte der Boden tief gelockert werden. Sie können Stallmist oder Kompost einarbeiten. Zwischen den Pflanzen sollte ein Abstand von mindestens 30 cm eingehalten werden.
Als Standort wird volle Sonne empfohlen, außer in Regionen mit sehr heißen Sommern: Dort ist Halbschatten besser. Basilikum gedeiht aber auch im Halbschatten anderer Gemüse, etwa von Tomaten. Basilikum ist außerdem eine ausgezeichnete Begleitpflanze für Tomaten, da seine Wurzeln nematizid wirken. So werden Nematoden bekämpft, die das Wurzelsystem der Tomaten befallen. Basilikum soll außerdem Weiße Fliegen fernhalten und Tomaten vor Kraut- und Braunfäule schützen. Auch neben Kürbis, Kohl, Paprika, Aubergine und Bohne gedeiht Basilikum gut. Ebenso passt es zu Erdbeeren, mit denen es sich auch auf dem Teller gut kombinieren lässt.

Basilikum lässt sich sowohl ins Freiland als auch in einen Topf pflanzen
Die Pflanzung im Topf
Basilikum eignet sich sehr gut für die Topfkultur. Hier unsere Tipps zum Pflanzen von Basilikum im Topf:
- Eine Schicht Blähton auf den Topfboden geben
- Den Topf mit Blumenerde füllen, die mit Kompost vermischt ist
- Die Jungpflanzen vorsichtig umsetzen, ohne das empfindliche Wurzelsystem zu beschädigen. Zwischen den Keimlingen einen Abstand von 5 cm einhalten
- Mit Regenwasser besprühen
- Den Topf im Frühsommer in die Sonne stellen, bei großer Hitze jedoch in den Halbschatten. Er sollte mindestens 6 Stunden Sonne täglich erhalten
Das Substrat muss stets feucht, darf aber nicht durchnässt sein.
Basilikum pflegen
Die richtige Pflege ist entscheidend für eine erfolgreiche Basilikumkultur. Für eine gute Ernte sind vor allem zwei Maßnahmen wichtig: Gießen und Zurückschneiden.
Beginnen wir mit dem Gießen. Es sollte regelmäßig erfolgen, besonders bei Basilikum im Topf. Im Freiland braucht Basilikum einmal pro Woche reichlich Wasser. Bei großer Hitze oder einer Hitzewelle sollte zwei- bis dreimal täglich gegossen werden. Eine Mulchschicht aus trockenem Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit im Boden und düngt ihn zugleich. Basilikum im Topf muss regelmäßiger und reichlicher gegossen werden. Bei großer Hitze gießen Sie sogar einmal täglich, idealerweise mit Regenwasser. Prüfen Sie jedoch vor dem Gießen die Wettervorhersage, denn zu viel Wasser schadet dem Basilikum. Eine übergossene Basilikumpflanze kann Hals- oder Wurzelfäule entwickeln. Kurz gesagt: Das Substrat oder der Boden des Basilikums darf weder vernässt noch ausgetrocknet sein. Am besten gießen Sie mit Regenwasser bei Raumtemperatur.
Die zweite wichtige Maßnahme für eine erfolgreiche Basilikumkultur ist das Entfernen der Triebspitzen. Für dichtes, verzweigtes Laub kneifen Sie die Triebspitzen zwischen Daumen und Zeigefinger ab. Von der Verwendung einer Gartenschere wird abgeraten, da stets die Gefahr einer Oxidation besteht. Sobald die Pflanzen etwa 20 cm hoch sind, erfolgt dieser Schnitt daher von Hand. Entfernen Sie außerdem die Blütenknospen, sobald sie erscheinen. Die Bildung der Blütenstände geht zulasten des Laubs.

Durch das Entfernen der Triebspitzen verzweigt sich das Basilikum
Auch die Ernte der Blätter fördert die Verzweigung des Basilikums.
Schließlich muss Basilikum im Freiland sorgfältig von Unkraut befreit werden. Unkräuter konkurrieren mit dem Basilikum um Wasser und Nährstoffe. Lockern Sie den Boden dabei vorsichtig mit einer Hacke.
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