Gartenbereiche gestalten: Warum und wie?

Gartenbereiche gestalten: Warum und wie?

Garten in Zonen teilen: Tipps

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. Dezember 2025  durch Jean-Christophe 6 min.

Garten gliedern schafft Zonen, Atmosphäre und Überraschungen. Wege, Sichtschutz und Pflanzen strukturieren den Garten stilvoll und funktional.

Schwierigkeit

Warum einen Garten in mehrere Bereiche teilen?

Seit einigen Jahren (und die Pandemie hat diese Entwicklung verstärkt) ist der Garten zu einem bevorzugten Ort geworden, und immer mehr Menschen haben sich in dieses Abenteuer gestürzt.

  • Gärtnern bedeutet zwar, Pflanzen auf dem eigenen Grundstück zu setzen, doch ein Gartenprojekt beschränkt sich nicht darauf. Die Pflanzungen werden in Beeten und Rabatten angelegt, aber für einen gelungenen Garten sollte man seine Gestaltung ganzheitlich betrachten. Dazu gehört, über die verschiedenen Bereiche, ihre Anordnung und die unterschiedlichen Wege nachzudenken. So wird der Garten zu einer echten Erweiterung des Hauses. Wie dieses gliedert er sich in verschiedene „Räume“, die thematische grüne Zimmer sein können, etwa geprägt durch eine Suche nach einem Griffel oder bestimmten Farben, oder aus dem Wunsch entstehen, jedem Bereich eine bestimmte Funktion zu geben (Terrasse, Gemüsegarten, Blumenwiese, Kompostplatz, Parkplatz, Gartenhaus, Mülltonnenstellplatz …). Einige dieser Bereiche sind von Natur aus schön, andere sollten verborgen werden, damit sie die Gesamtästhetik des Gartens nicht beeinträchtigen.
  • Außerdem verhindert die Unterteilung eines Gartens, dass man alles auf einen Blick entdeckt. Der nächste Bereich wird von einer Hecke oder einem Gestaltungselement verborgen und lässt sich nur erahnen. Das weckt die Neugier der Besucher und lädt sie ein, weiterzugehen. Durch solche Überraschungseffekte kann der Garten verschiedene Atmosphären und Stimmungen bieten. Zudem wirkt er dadurch größer, als er tatsächlich ist. Das kann bei der Gestaltung kleiner Gärten oder bei einem langgestreckten Grundstück besonders hilfreich sein.
Verschiedene Gartenbereiche gestalten

Jeder Gartenbereich kann nicht nur schön anzusehen sein, sondern auch eine bestimmte Funktion erfüllen

Verschiedene Bereiche gestalten?

  • Nachdem Sie festgelegt haben, welche Bereiche Ihnen wichtig sind (ein Gemüsegarten für frisches Gemüse, eine Terrasse für gesellige Stunden im Freien, ein Hühnerstall, ein Pool …) und wissen, wie viel Platz jeder davon einnimmt, müssen Sie überlegen, wie Sie sie miteinander verbinden. Das geschieht durch Wege, also durch die Verbindungen zwischen den einzelnen Bereichen. Geradlinige Wege können schöne Blickachsen schaffen und den Blick auf einen Blickfang lenken (einen Baum, eine Statue, ein Gefäß, ein Panorama …). Geschwungene Wege wirken romantischer und können den Perspektiveneffekt brechen, indem sie den weiteren Verlauf des Weges verbergen. Achten Sie jedoch darauf, nicht zu enge und/oder zu viele Kurven anzulegen, die das Mähen zu einer regelrechten Gymkhana-Prüfung machen!
  • Bei der Gestaltung eines Hanggartens ist die Anlage von Terrassen (oder Trockenmauern) und Treppen manchmal unverzichtbar. Dies unterstützt die Idee, den Garten in verschiedene Bereiche zu gliedern.

verschiedene Gartenbereiche gestalten

  • Bei der Gestaltung eines ebenen Gartens bietet es sich dagegen an, künstliche Höhenunterschiede zu schaffen (Aufschütten von Erde, um Böschungen anzulegen, Absenken bestimmter Bereiche für einen geschützteren und intimeren Raum, Einfügen vertikaler Elemente …).
  • Schließlich ist es wichtig, besondere Sorgfalt darauf zu verwenden, diese Bereiche sichtbar abzugrenzen und ihren Eingang zu markieren. Die Abgrenzungen können aus Hecken aus Pflanzen bestehen: Manche versperren dauerhaft oder nur saisonal vollständig den Blick, andere lassen ihn dagegen schweifen, sodass Sie eine schöne Aussicht genießen und die umgebende Landschaft einbeziehen können, als wäre sie Teil Ihres Gartens, wodurch dieser optisch größer wirkt. Eine weitere Möglichkeit sind feste Strukturen und nicht pflanzliche Materialien, die sich dennoch mit Pflanzen kombinieren lassen.

Bereiche mit Strukturen trennen und verbinden

Konstruktionen können sich je nach verwendeten Materialien als äußerst langlebig erweisen. Sie lassen sich allein oder in Kombination mit Pflanzen einsetzen, die ihnen ein natürlicheres Aussehen und mehr Charme verleihen.

Mauern und Mäuerchen

Mauern können unter anderem unterschiedliche Bodenniveaus abfangen oder Bereiche abgrenzen (siehe auch den gesamten Garten).

Gemauert können sie recht hoch sein und den Garten wirksam einfrieden. Statt sie kahl zu lassen, können Sie sie nutzen, um sie mit Kletterpflanzen zu schmücken. Begrünt fallen sie weniger auf und die Gartengrenzen verschwimmen, wodurch der Garten größer wirkt. Einige Pflanzen wie Gewöhnlicher Efeu, die Amerikanische Klettertrompete, die Sternhortensie oder der Wilde Wein haften selbstständig an diesem Untergrund. Kletterrosen, Jasmin, Geißblatt und Blauregen benötigen dagegen eine Rankhilfe, wobei Sie manchmal nachhelfen müssen. Als geeignete Stütze eignen sich einfache Metalldrähte oder Holzspaliere. Gut ausgerichtete Mauern bieten außerdem ideale Bedingungen, um dort Obstbäume zu spalieren, ohne viel Bodenfläche zu beanspruchen.

Als Trockenmauern aus Natursteinen errichtet, haben Mauern einen unverwechselbaren Charme, der durch eine Begrünung noch verstärkt wird. Auf der Mauerkrone und in den Fugen finden zahlreiche Pflanzen Platz, die das Bauwerk mit ihren Blüten beleben.

Gabionen

Gabionen liegen derzeit voll im Trend. Die mit Steinen, Kieseln oder einem anderen Material Ihrer Wahl gefüllten Metallkörbe haben allerdings eine sehr moderne Optik, die nicht zu jedem Gartenstil passt. Sie lassen sich ähnlich wie manche Mauern einsetzen, sind jedoch leichter aufzustellen und können ebenfalls begrünt werden.

Verschiedene Gartenbereiche gestalten

Holz- oder Steinbalken

Um eine Terrasse oder einen Hang abzustützen, verleihen große, senkrecht oder waagerecht verlegte Holz- oder Steinbalken dem Garten eine warme Note. Um die Linien aufzulockern, können Sie den oberen Bereich der Böschung mit kriechenden und überhängenden Sträuchern bepflanzen, die sich mit Stauden abwechseln und die Linien weicher wirken lassen. Neben ihrer dekorativen Wirkung bilden die Pflanzen eine natürliche Barriere, die den Höhenunterschied absichert.

Diese Elemente können auch flach verlegt und bis auf Bodenniveau eingegraben werden, um einen Bereich, einen Durchgang oder einen Weg zu markieren.

Rankgitter, Bögen und Torbögen

Rankgitter, Torbögen, Pavillons und andere Bögen eignen sich hervorragend, um vertikale Strukturen zu schaffen. Sie können einen praktischen Zweck erfüllen, etwa wenn eine Pergola auf einer Terrasse oder an einem Ruheplatz Schatten spendet. Mit einem Sonnensegel oder einer Schilfmatte bedeckt, grenzen sie einen geschützten Bereich ab, in dem Sie vor der Sonne geschützt essen und entspannen können. Mit Kletterpflanzen profitieren Sie von schönen Blüten, dekorativem Laub und sogar Früchten (Kiwis, Weintrauben, Passionsfrüchten …). Bögen markieren besonders schön den Übergang von einem Bereich zum nächsten. Von Hecken eingefasst, laden sie zum Weitergehen ein und bilden eine Art mehr oder weniger geheimnisvolles Tor, besonders wenn Kletterpflanzen sie schmücken. So entstehen reizvolle Kombinationen, etwa aus einer Kletterrose und einer Waldrebe oder aus einer im Frühjahr blühenden Kletterpflanze und einer im Herbst attraktiven Kletterpflanze, um den Garten zu verschiedenen Jahreszeiten zu verschönern.

Verschiedene Gartenbereiche gestalten

Zäune und Spaliere

Ein einfacher Maschendrahtzaun oder ein kunstvoll gestaltetes Spalier kann genutzt werden, um zwei Gartenbereiche voneinander zu trennen. Ob zur Absicherung eines Pools, zur Abgrenzung von Gemüsebeet oder Hühnerstall gegen unerwünschte Eindringlinge oder zur Einfriedung des Gartens: Diese Elemente sind vielseitig und kostengünstig. Während manche auch optisch überzeugen, sollten andere besser verborgen werden, etwa durch Kletterpflanzen. Solche Konstruktionen eignen sich für viele Pflanzen, ob für selbsthaftende Arten oder solche, die sich daran emporwinden müssen. Achten Sie jedoch auf den Standort im Verhältnis zu den vorherrschenden Winden. Ihre Flächen bieten dem Wind eine große Angriffsfläche und können bei starken Böen innerhalb weniger Minuten zerstört werden.

Zäune aus Holz

Holzzäune verleihen Ihrem Garten eine ländliche, bukolische oder eher „ranchartige“ Note. Sie können sie leicht aus handelsüblichen Pfosten und Brettern bauen oder einfach Materialien aus dem Garten verwenden, etwa Stämme und Zweige vom Rückschnitt. Unbehandelt lassen Zäune den Blick hindurch und grenzen ab, ohne einzusperren. Mit Kletterpflanzen bepflanzt, wirken sie besonders romantisch. Natürlich gibt es auch langlebigere Varianten aus Beton – letztlich entscheiden Geschmack und Budget.

Verschiedene Gartenbereiche gestalten

Räume mit Pflanzen gliedern

Eine Hecke ist eine klassische und bekannte Möglichkeit, einen Bereich einzufassen. Je nach gewählten Pflanzen fällt die Wirkung jedoch ganz unterschiedlich aus.

  • Immergrüne, halbimmergrüne oder marzeszente Sträucher bieten mehrere Vorteile. Sie strukturieren den Garten, filtern den Wind wirksam und sorgen das ganze Jahr über für ein gewisses Maß an Privatsphäre. Rote Glanzmispel, Ölweide, Liguster, Hainbuche und zahlreiche Koniferen werden häufig dafür verwendet. Geradlinig geschnitten, vermitteln sie zudem eine gewisse Strenge.
  • Abwechslungsreicher sind blühende, duftende und heimische Hecken. Sie kommen am besten frei wachsend zur Geltung. So erfreuen Sie sich an ihrer Blüte, ihrem Fruchtschmuck und ihrem Laub, die den Jahreslauf prägen.
  • Um Bereiche zu trennen, ohne den Blick zu versperren, eignen sich kleinwüchsige Sträucher, von denen einige zudem sehr schnittverträglich sind: bestimmte Berberitzen, Pfaffenhütchen, Strauch-Geißblatt und Fingersträucher sind gute Kandidaten. Auch bestimmte Rosen kommen infrage, sind in der kalten Jahreszeit jedoch weniger attraktiv. All diese Pflanzen können außerdem einen Weg oder Pfad einfassen.
  • Im gleichen Sinne können bestimmte Stauden diese Funktion übernehmen und niedrige Hecken bilden. Immergrüne Stauden wie Silbriger Beifuß, Segge, Wolfsmilch, Purpurglöckchen, Lavendel, kleiner Neuseelandflachs und Englische Heide – sorgen auch im Winter für eine gewisse Struktur.
  • Der Stil Ihres Gartens sollte neben Boden, Klima und Standort ebenfalls die Wahl der Pflanzen bestimmen. In einem Zen- oder asiatisch inspirierten Garten sind Bambus beispielsweise passend, während er in einem naturnahen Garten eher überraschen könnte. Achten Sie daher auf eine gewisse Einheitlichkeit oder schaffen Sie bewusst klar getrennte Bereiche, die jeweils eine besondere Atmosphäre ausstrahlen und sich erst beim Betreten entdecken lassen.

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verschiedene Bereiche im Garten gestalten