Gartenhelfer: Tigerschnegel

Gartenhelfer: Tigerschnegel

Schneckenvertilger

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 4. Dezember 2025  durch Olivier 4 min.

Die Leopardenschnecke (Limax maximus) ist nützlich: Sie recycelt Pflanzenreste und jagt andere Schnecken. Mehr über diese Helferin und Schneckenbekämpfung.

Mehr über Methoden gegen Schnecken in unserem Podcast:

Schwierigkeit

Woran erkennt man diese Nacktschnecke?

Die Leopardenschnecke, die man manchmal auch unter dem Namen Tigerschnecke findet, ist eine Art aus der Familie der Schnegel. Sie ist eine große Schnecke, eher lang und schlank, deren Länge von 13 cm bis zu fast 20 cm reichen kann.

Die Gefleckte Schnecke ist grau oder hellbraun. Ihr Rücken (Schild) ist mit etwa 3 mm großen schwarzen Flecken übersät. Diese Flecken sind in Reihen angeordnet und können auf dem Schwanz wie Längsstreifen wirken. Der Rückenkiel (der Teil des Rückens nahe dem Kopf) ist relativ kurz. Der Schleim ist farblos und die Sohle beziehungsweise der „Fuß“ (der Muskel, mit dem sie sich fortbewegt) ist hellgrau. Unter ihrem Schild befindet sich ein Rest einer Kalkschale. Er erinnert daran, dass die Schnecke eine „Cousine“ der Weinbergschnecke ist.

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Limax maximus

Leopardenschnecken haben eine Lebenserwartung von zweieinhalb bis drei Jahren. Um drei Jahre zu überleben, muss dieses Landmollusk jedoch warm überwintern und darf nicht von einem seiner natürlichen Fressfeinde gefressen werden: Kröten, Blindschleichen, Drosseln, Igel, Maulwürfe, Laufkäfer …

Hinweis: Die volkstümlichen Namen von Limax maximus sind vielfältig. Diese Schnecke wird auch Gefleckte Schnecke, Große Graue Wegschnecke, Aschgraue Wegschnecke, Große Aschgraue Wegschnecke, Große Graue Schnecke und in Burgund sogar Guémace genannt.

Achtung! : Limax maximus kann zum Wirt der Larven des Wurms Metastrongylus werden. Diese parasitären Würmer verursachen bei Säugetieren (Wildschweinen, Katzen und Hunden) Husten, Bronchitis und Luftröhrenentzündung, die manchmal tödlich verlaufen. Haustiere wie Hunde und Katzen können sich durch das Fressen von mit dem Wurm befallenen Schnecken anstecken. Seien Sie daher vorsichtig!

Lebensraum der Tigerschnegel

Das Verbreitungsgebiet von Limax maximus erstreckt sich über ganz Mitteleuropa. Nach und nach findet man diese Nacktschnecke auch bei uns, aus dem Osten kommend (inzwischen auch in Australien und Nordamerika).

Die Tigerschnecke bevorzugt relativ feuchte Lebensräume. Diese Schnecke findet man im Wald, in bewaldeten Parks und in unseren Gärten. Wie alle Nacktschnecken ist die Tigerschnecke vor allem nachts aktiv, kann bei sehr feuchtem Wetter aber auch tagsüber unterwegs sein. Tagsüber versteckt sie sich unter Totholz, Steinen oder in Spalten …

Im Winter sucht die Tigerschnecke warme Orte zum Überwintern: den Komposthaufen, ein Gewächshaus, eine frostfreie Garage … Da sie größtenteils aus Wasser besteht, kann bereits eine einzige Frostnacht die Schnecke töten.

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Bei sehr feuchtem Wetter kann man die Tigerschnecke auch tagsüber beobachten

Ernährung des Tigerschnegels

Die Tigerschnegel ist relativ allesfressend. Wie die meisten Schnecken ernährt sie sich von abgestorbenem Material: Kranke, welke oder abgestorbene Pflanzen, aber auch Moos, Pilze und Totholz landen in ihrem Magen und helfen so, den Garten zu „reinigen“. Die Tigerschnegel kann daher auch bestimmte Ihrer Pflanzen anknabbern, insbesondere junge Aussaaten und Triebe. Ist dies der Fall, leiden Ihre Pflanzen jedoch bereits. Das gilt übrigens für alle Schnecken, die von Gärtnern oft als Schädlinge oder sogar als Plage angesehen werden.

Sie kann sich auch fleischfressend ernähren: Die Tigerschnegel frisst Aasreste sowie Hunde- und Katzenfutter. Doch diese Schnecke verspeist auch andere Schneckenarten und deren Eier und trägt so dazu bei, die Schneckenpopulation im Garten, insbesondere im Gemüsebeet, zu verringern. Die Tigerschnegel ist also selbst ein Schneckenbekämpfer. Sie kann ihre Beute mit der erstaunlichen Geschwindigkeit von … 15 cm/Minute verfolgen. Das klingt nach wenig, ist aber deutlich schneller als andere Schneckenarten, deren Durchschnittsgeschwindigkeit etwa 7 bis 8 cm/Minute beträgt.

Anmerkung der Redaktion: Ja, es gibt Menschen, die die Fortbewegungsgeschwindigkeit von Schnecken messen. Sie untersuchen aber auch viele andere Aspekte der Weichtiere. Man nennt sie Malakologen. Die Malakologie ist der Zweig der Zoologie, der sich mit dem Stamm der Weichtiere befasst, zu dem die Klasse der Schnecken gehört.

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Tigerschnegel (© Frank Vassen)

Fortpflanzung der Tigerschnegel

Nacktschnecken sind wie Schnecken Zwitter und besitzen männliche sowie weibliche Geschlechtsorgane. Die Paarung ist ungewöhnlich: Beide klettern auf einen Baum und hängen sich anschließend, nur von einem Schleimfaden gehalten, ins Leere. Jede streckt ihr bläuliches Geschlechtsorgan nach unten. Die beiden Schnecken umschlingen sich und befruchten einander. Nach der Paarung legen beide Eier.

Jedes 2 bis 3 Jahre alte Tier kann sich in seinem Leben zweimal fortpflanzen: Die erste Eiablage erfolgt im Juli und August des zweiten Lebensjahres, die zweite im Juni oder Juli des letzten Lebensjahres.

Die Leopardenschnecke legt 100 bis 300 Eier mit leicht länglicher Form und einem Durchmesser von 4 bis 5 mm. Je nach Wetter schlüpfen die Jungtiere nach 20 bis 45 Tagen. Nicht alle Eier schlüpfen, da sie für viele Fressfeinde, etwa den Duftenden Kurzflügler oder den Laufkäfer, ein Leckerbissen sind.

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Große Leoparden-Nacktschnecke