Rove-Käfer: ein Freund des Gärtners
Der Kurzflügler ist ein Nützling
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Stinkender Kurzflügler (Ocypus olens): nützlicher Nachtjäger im Gemüsegarten, der Schnecken, Würmer, Larven, Raupen und Insekteneier frisst.
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Welches Insekt ist das?
Kurzflügler sind Insekten aus der Ordnung der Käfer (wie Marienkäfer, Laufkäfer, Maikäfer …) und der Familie der Kurzflügler. Weltweit umfasst diese Familie 58.000 Arten.
Hier geht es um die in unseren Gärten in Frankreich und Belgien am häufigsten vorkommende Kurzflügler-Art: Ocypus olens, auch Schwarzer Moderkäfer oder Stinkender Kurzflügler genannt und von Gärtnern wegen seines Aussehens „Stängelloses Leimkraut“ genannt.
Der Schwarze Moderkäfer wird etwa 30 mm groß und ist vollständig glänzend schwarz gefärbt. Der Kopf ist fast so groß wie der Brustabschnitt.
Dieses Insekt kann fliegen. Der Hinterleib ist abgeflacht, länglich und sehr beweglich: Der Kurzflügler kann sein „Hinterteil“ ähnlich wie ein Skorpion nach oben richten. Am Ende des Hinterleibs befinden sich zwei hakenförmige Cerci.
Da der Kurzflügler zu den Käfern gehört, bedecken Deckflügel seine Flügel. Sie sind jedoch sehr kurz und lassen einen großen Teil des Hinterleibs frei. Diese kurzen Deckflügel sind ein charakteristisches Merkmal der Vertreter der Familie der Kurzflügler.

Kurzflügler
Wie lebt der Kurzflügler im Garten?
Von April bis Oktober aktiv, ist der Kurzflügler ein räuberisches Insekt: Nachts lauert er am Boden auf Beute. Zu seinen Beutetieren gehören Nacktschnecken und Schnecken, Raupen und Larven, Insekteneier, Würmer … Außerdem ist der Kurzflügler ein Aasfresser und trägt so zur „Reinigung“ des Gartens bei. Andere Kurzflügler-Arten ernähren sich von zerfallender organischer Substanz und Pilzen. Die Gattung Aleochara umfasst parasitoide Arten: Die Weibchen legen ihre Eier direkt in Larven von für Kulturen schädlichen Zweiflüglern, etwa der Kohlfliege, ab.
Tagsüber versteckt sich der Stinkende Kurzflügler unter Laub, in einem Holzstapel, in Spalten, unter Steinen oder Dachziegeln …
Der Kurzflügler pflanzt sich im Frühjahr fort. Das Weibchen legt seine Eier an einem dunklen, feuchten Ort ab, zum Beispiel direkt unter der Bodenoberfläche. Die Larven, die den erwachsenen Tieren stark ähneln, ernähren sich im Boden von winzigen Beutetieren. Nach 2 oder 3 Häutungen und einer einmonatigen Puppenruhe werden die Larven erwachsen und kommen aus dem Boden. Wenn der Winter kommt, verstecken sich die erwachsenen Kurzflügler im Kompost- oder Holzstapel, unter einer Schicht Laub … Im folgenden April erscheinen sie wieder, um sich fortzupflanzen und auf die Jagd zu gehen.
Hinweis: Fühlt sich der Schwarze Moderkäfer bedroht, richtet er seinen beweglichen Hinterleib auf, der aus mehreren gelenkig verbundenen Segmenten besteht, ähnlich wie bei einem Skorpion. Außerdem sperrt er seine Mandibeln weit auf und verströmt einen unangenehmen Geruch (daher auch der Name Stinkender Kurzflügler) über Duftdrüsen am Hinterleibsende.

Der aufgerichtete, sehr bewegliche Hinterleib ist typisch für den Kurzflügler
Warum ist dieses Insekt im Garten nützlich?
Kurzflügler, insbesondere der Schwarze Moderkäfer (Ocypus olens), sind wichtige Nützlinge. Der Schwarze Moderkäfer hilft, zahlreiche Pflanzenschädlinge zu regulieren, vor allem im Gemüsegarten. Er ernährt sich von Nacktschnecken und Schnecken, Würmern, Insektenlarven, Schmetterlingsraupen und Insekteneiern. Kurz gesagt: Der Moderkäfer ist ein echter Freund des Gärtners.

Nahrung aus Schnecken, Raupen und Larven
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Vor allem gilt: naturnah gärtnern – keine Biozide verwenden (auch keine vermeintlich biologischen), einige Ecken des Gartens wild belassen, einen Komposthaufen anlegen, im Herbst einige Laubhaufen liegen lassen, und einen kleinen Holzstapel aus Ästen und Rundhölzern anlegen … All das bietet Kurzflüglern Nahrung und einen Ort zur Vermehrung.

Lassen Sie eine Gartenecke wild wachsen, damit Kurzflügler einziehen können
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