Gartenvogel: der Zaunkönig
Klein, aber oho!
Inhaltsverzeichnis
Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes), der manchmal mit dem Wintergoldhähnchen verwechselt wird, ist in der Natur und in unseren Gärten sehr häufig, aber mitunter schwer zu beobachten. Er gehört zu den kleinsten Vögeln unserer Tierwelt, trägt ein braunes Gefieder und ist damit im Geäst perfekt getarnt. Seine Nahrung sucht er gern am Fuß von Sträuchern, gut verborgen im Laub. Zum Glück ist er sehr aktiv und singt laut und weithin sichtbar auf einem Pfosten, einer Mauer oder einem Wurzelstock. Dann lässt sich dieses kleine Federbällchen mit dem senkrecht aufgestellten Schwanz bewundern.
Der Zaunkönig liebt Gärten, in denen er reichlich Insekten und Nistplätze findet, etwa Spalten in einer alten Mauer, dicht wachsenden Efeu oder einfach einen Haufen Zweige. Lernen Sie diesen sympathischen kleinen Vogel in unserem Ratgeber kennen.

Zaunkönig
Zaunkönig erkennen?
Der Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) ist die einzige Zaunkönig-Art aus der Familie der Zaunkönige, die in Europa vorkommt. Die anderen Arten leben auf dem amerikanischen Kontinent. Diese Art ist auch in Nordafrika und Asien verbreitet.
Er ist ein sehr kleiner, lebhafter Singvogel: Von Kopf bis Schwanz misst er 9 bis 10,5 cm, seine Flügelspannweite beträgt kaum 15 cm. Sein Gewicht liegt zwischen 8 und 13 g. Nach den Goldhähnchen gehört er zu den kleinsten Vögeln unserer heimischen Vogelwelt.
Er ähnelt einer kleinen Kugel mit aufgesetzter Antenne: Das Gefieder ist braun, leicht dunkelbraun gestreift, und der Schwanz wird meist senkrecht aufgestellt. Der Schnabel ist schmal und sehr spitz – ein Schnabel für insektenfressende Vögel. Die Flügel sind kurz und rund und schlagen sehr schnell. Dadurch entsteht der charakteristische, niedrige und schnelle Rüttelflug.
Es gibt keinen erkennbaren Geschlechtsdimorphismus. Auch Jungvögel ähneln den erwachsenen Vögeln.
Trotz seiner geringen Größe bleibt der Zaunkönig kaum unbemerkt, wenn er ins Freie tritt: Sein Verhalten ist hektisch und sein Gesang erstaunlich kräftig. Oft stellt er sich gut sichtbar auf, um seinen sehr kräftigen Gesang anzustimmen. Mitunter singt er sogar im Winter.

Der Zaunkönig ist ein sehr kleiner Vogel in unseren Gärten
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Lebensraum
Der Zaunkönig lebt vor allem in Laubwäldern, wo er die unteren Schichten bewohnt. Man findet ihn auch in Heckenlandschaften, in Wassernähe und natürlich in Gärten, auf dem Land ebenso wie in der Stadt. Er bevorzugt kleine, etwas dornige und dicht wachsende Sträucher und schätzt es, sich gefahrlos am Boden auf Nahrungssuche bewegen zu können. Der Zaunkönig gilt bei uns als Standvogel. Deshalb ist er auch im Winter in unseren Gärten anzutreffen.
Nahrung
Der Zaunkönig ist ein insektenfressender Vogel. Er ernährt sich daher von Insekten (vor allem Blattläusen), Larven, Raupen, Spinnen und anderen kleinen wirbellosen Bodentieren. Damit ist der Zaunkönig ein Verbündeter des Gärtners. Bei Nahrungsknappheit im Winter weicht er gelegentlich auf einige Beeren oder kleine Samen aus, doch das bleibt die Ausnahme. Zaunkönige in Wassernähe können sich auch von kleinen Amphibien und Fischlarven ernähren.

Fortpflanzung und Nestbau
Im Frühjahr baut das Männchen mehrere Nester (zwischen 6 und 12!). Das Nest des Zaunkönigs ist charakteristisch: große, kugelförmige Nester aus Moos und welken Blättern mit einem seitlichen Eingang. Das Nest befindet sich immer in geringer Höhe, in einer Baumhöhle, einem Mauerloch (daher sein Name!), in Efeu an einer Mauer… Im Garten kann jedoch auch ein Haufen aus Zweigen oder Holz ein Zaunkönigpaar erfreuen.

Das Nest kann verschiedene Formen haben, ist jedoch länglich. Links aus Moos (© Vianney Bajart), rechts aus Stroh unter einem Dach
Es ist das Weibchen, das sich für ein passendes Nest entscheidet. Es richtet es fertig ein und legt und bebrütet allein fünf bis sieben rot gesprenkelte, weiße Eier. Das Männchen lebt dann in einem anderen Nest in der Nähe. Die Brutzeit dauert vierzehn bis sechzehn Tage. Beide Eltern füttern ihre Jungen. Diese bleiben etwa fünfzehn Tage im Nest und verlassen es dann, werden aber noch fünfzehn Tage lang von ihren Eltern gefüttert. Wenn es die Umstände erlauben, zieht das Paar im selben Jahr eine zweite Brut auf.
Das Männchen des Zaunkönigs ist polygam und territorial. Es kümmert sich oft um mehrere Weibchen, wodurch für diesen kleinen Vogel ein großes Revier entsteht. Deshalb singt es so laut: Es muss deutlich verkünden: „Hier bin ich zu Hause!„.
Zaunkönig in den Garten locken?
Der Zaunkönig braucht nur zwei Dinge: Insekten als Nahrung für sich und seine Jungen sowie einen geeigneten Nistplatz.
Im Garten können Sie dicht wachsende Sträucher oder sogar eine dornige Hecke pflanzen, die ihm guten Schutz bietet, um ungestört am Boden nach Nahrung zu suchen.
→ Es gibt pflanzfertige Sets für Schutzhecken.

Troglodytes troglodytes
Damit der Zaunkönig Nahrung findet, können Sie im Garten einige „Maßnahmen“ umsetzen: dichte, blühende Beete anlegen, Laub liegen lassen, einen oder mehrere Komposthaufen anlegen, hier und da Totholz liegen lassen … Kurz gesagt: Schaffen Sie überall Verstecke für Insekten (besonders im Winter!). Natürlich sollten Sie dafür sorgen, dass insektenfressende Vögel im Garten genügend Nahrung finden: also keine Insektizide spritzen, der Natur an verschiedenen Stellen ihren Lauf lassen (im hinteren Gartenbereich, auf ungemähten Flächen …), Wildblumen pflanzen oder wachsen lassen.
Zum Nisten bevorzugt der Zaunkönig Löcher in alten Mauern, alten Bäumen oder Wurzelstöcken. Aber auch Efeu, ein Holzstapel oder einfach ein Haufen Zweige können ihm gefallen.
Im Winter und Sommer sind einige kleine Wasserstellen (zum Beispiel Schalen) willkommen: Wechseln Sie das Wasser täglich, um Krankheiten vorzubeugen.
Der Zaunkönig besucht im Winter nur sehr selten die Futterstelle. Er sucht lieber weiterhin nach Insekten.

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