Gärtnern bei Hitze: 8 Tipps
Einfache Maßnahmen, damit Pflanzen Dürre, Hitzewelle oder extreme Hitze überstehen
Inhaltsverzeichnis
Gartenarbeit trotz Hitzewelle: Schützen Sie Boden und Pflanzen, vermeiden Sie Fehler und bleiben Sie selbst fit.
Boden vorbereiten
Sonne und Trockenheit verhärten den Boden. Hacken lockert die Kruste, sodass Wasser zu den Wurzeln gelangt. Hacken Sie vor dem Gießen.
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Wir weisen regelmäßig auf die Vorteile von Mulch für Pflanzen hin. Er begrenzt nicht nur das Wachstum von Unkräutern, die mit den Pflanzen konkurrieren, sondern ermöglicht außerdem:
- eine Überhitzung des Bodens zu verhindern, da die Sonnenstrahlen nicht mehr direkt auf die Oberfläche treffen;
- die natürliche Verdunstung zu reduzieren;
- die Feuchtigkeit länger im Substrat zu halten.
Damit Mulch bei Hitze oder einer Hitzewelle wirksam ist, sollte er mindestens 8 bis 10 cm dick aufgetragen werden. Bevorzugen Sie natürlichen Mulch: Flachs, Hanf, Echter Buchweizen, zerkleinerte Pflanzenreste oder zuvor getrockneter Rasenschnitt.
Bringen Sie den Mulch auf feuchtem Boden nach gründlichem Wässern aus, nicht auf trockenem Boden. Verwenden Sie ihn sowohl im Ziergarten als auch im Gemüsegarten und rund um Topfpflanzen.

Mulch schützt und reguliert die Wärme
Richtig gießen
Garten bei Hitze gießen: früh morgens vor Sonnenaufgang oder abends nach Sonnenuntergang. 10–20 Uhr meiden: weniger Verdunstung, bessere Wasseraufnahme.
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Bei großer Hitze sollten Sie den Garten besser seltener, dafür reichlicher gießen. Häufiges Gießen mit kleinen Mengen macht Pflanzen abhängiger und weniger widerstandsfähig gegen Wassermangel. Ihre Wurzeln bleiben oberflächlich, statt in die Tiefe zu wachsen und dort nach natürlicher Feuchtigkeit im Boden zu suchen. Gießen Sie daher lieber alle 2 bis 3 Tage gründlich, statt täglich nur wenig.
Gießen Sie außerdem am Fuß der Pflanzen und nicht über die Blätter, um Folgendes zu vermeiden:
- den „Lupeneffekt“, der Sonnenbrand verstärken kann;
- die Entwicklung von Pilzkrankheiten, die durch die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit begünstigt wird;
- einen Temperaturschock, der die Pflanzen zusätzlich schwächen würde.
Achten Sie auch auf die Temperatur des Gießwassers: Stammt es aus einem Schlauch, der in der Sonne lag, aus einem ungeschützten Wassertank oder einem Außenwasserhahn, kann es sich erhitzt haben und Verbrennungen oder Temperaturschocks verursachen.
Natürlich können Sie auch eine automatische Bewässerung wählen (decken Sie die Schläuche zusätzlich mit Mulch ab, damit sie sich tagsüber nicht erwärmen). Einige automatische Systeme lassen sich sogar abhängig von der Helligkeit einschalten – nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang.
Lesen Sie ergänzend unsere Beiträge:
- Garten bei einer Hitzewelle gießen
- Wasserbeschränkung und Gießen: So bewältigen Sie die Krise im Garten
- Automatische Bewässerung: Die verschiedenen Systeme – welches wählen?

Lassen Sie die Gartenschläuche bei großer Hitze nicht in der Sonne liegen …
Pflanzen entlasten
Ein paar kleine Rückschnitte helfen Pflanzen, bei Hitze weniger Energie zu verschwenden.
- Verblühte Blüten laufend entfernen, bevor sie Samen oder Früchte bilden und die Reserven der Pflanze zusätzlich erschöpfen.
- Bei Hitzewellen jede zweite Blüte abschneiden oder neue Knospen entfernen, um die Ressourcen der Pflanzen zu schonen.
- Zweige buschig wachsender Stauden zurückschneiden, die im Sommer blühen, um die Verdunstung zu begrenzen.

Einige Blüten zu entfernen, hilft Pflanzen, weniger unter der Hitze zu leiden
Schatten schaffen
Ob im Gemüsebeet, Gewächshaus oder Ziergarten: Schatten hilft, die Wasserverdunstung und das Austrocknen des Bodens zu begrenzen.
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Stellen Sie eine Kiste umgedreht über kleine Pflanzen oder niedrig wachsende Gewächse;
- spannen Sie ein Schattiernetz auf oder verwenden Sie ersatzweise Wintervlies, Tarnnetze oder Bettlaken, um eine große Fläche zu beschatten;
- schaffen Sie sich Schattiertunnel an;
- stellen Sie einen Paravent oder eine Schilfmatte auf, um Pflanzen vor der stärksten Mittagshitze aus Süden und Westen zu schützen;
- als Notlösung können Sie einen Sonnenschirm aufstellen, um einen besonders empfindlichen Strauch zu schützen.
Für die Zukunft sollten Sie auch Heckensträucher pflanzen, die natürlichen Schatten spenden. Bevorzugen Sie heimische und vielfältige Arten.

Im Notfall reicht oft ein Sonnenschirm, um eine einzelne Pflanze zu schützen
Topfpflanzen pflegen
Topfpflanzen leiden bei Trockenheit und Hitze stärker. Das begrenzte Substrat lässt Wasser schnell verdunsten, zudem heizen sich Töpfe rasch auf. Die Wurzeln können in der Tiefe des Bodens ebenfalls keine Feuchtigkeit suchen.
- Stellen Sie zunächst kleinere Töpfe in den Schatten von Bäumen oder umliegenden Bauten (Gartenhaus, Pergola usw.). Ist das nicht möglich, wählen Sie zumindest einen geschützteren Standort im Norden oder Osten, fern von austrocknenden Winden.
- Gruppieren Sie die Töpfe, damit jeder von der natürlichen Verdunstung und einem günstigen Mikroklima profitiert.
- Ist das Substrat besonders trocken, tauchen Sie die Pflanze statt sie normal zu gießen. Tauchen Sie Pflanze und Topf dazu 10 bis 15 Minuten in etwa 5 cm Wasser, bis das Substrat durch Kapillarwirkung vollständig durchfeuchtet ist.
- Stellen Sie die Töpfe auf Untersetzer, damit das Wasser nicht zu schnell abläuft und die Pflanze Zeit hat, sich in der Tiefe zu rehydrieren.
- Verwenden Sie Übertöpfe aus Naturmaterialien (Silber-Weide, Stroh usw.), um die Gefäße vor direkter Sonne zu schützen.
- Vermeiden Sie Metallgefäße (Zink, Aluminium, Eisen usw.) sowie dunkle Gefäße, da sie mehr Wärme aufnehmen.
- Mischen Sie Tongranulat oder Wasserspeicher ins Substrat: Sie nehmen Wasser auf und geben es über längere Zeit nach und nach an die Pflanzen ab.
- Setzen Sie Ollas ein – Bewässerungssysteme, die Wasser sparen und die natürliche Verdunstung begrenzen. Weitere Informationen: Ollas oder Oyas: effiziente und sparsame Bewässerung.

Gruppieren Sie Topfpflanzen möglichst dicht
Pflanzungen und Düngung einstellen
Auch genügsame und extrem widerstandsfähige Pflanzen brauchen Zeit und Wasser, um sich einzugewöhnen. Die ideale Pflanzzeit liegt daher oft im Herbst: Die Temperaturen sind noch mild, und die Pflanzen haben mehrere Monate Zeit, ein gutes Wurzelsystem zu entwickeln, bevor sie möglicher Trockenheit und Hitze ausgesetzt sind.
Wenn Sie im Sommer Pflanzen gekauft haben, sollten Sie das Ende einer Hitzewelle abwarten, bevor Sie sie umsetzen oder umtopfen. Dasselbe gilt für Aussaaten, die pikiert werden müssen: Lassen Sie sie einige Tage an einem geschützten Standort stehen.
Ebenso sollte in Trockenperioden die Gabe von Dünger und Bodenverbesserern eingestellt werden, da sie nutzlos ist. Die Pflanzen können Nährstoffe dann nicht mehr richtig aufnehmen.
Grundsätzlich hilft ein hochwertiges, nährstoffreiches und auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Substrat den Pflanzen, widerstandsfähiger gegenüber extremen Temperaturen zu werden.
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