Goldmelisse anbauen
Bergamotte anbauen: alle Tipps
Inhaltsverzeichnis
Bergamotte kultivieren: Tipps zu Ernte, Lagerung und Verwendung der Goldmelisse mit duftender Blüte und Winterhärte bis -5 °C.
Bergamotte erfolgreich kultivieren?
Die Bergamotte ist ein kleiner Baum, der im Topf bis zu 3 m und im Freiland bis zu 4 m hoch wird und eine Breite von 2,50 m erreicht. Sie wächst relativ langsam. Daher vergehen oft mehrere Jahre, bevor sie Früchte trägt.
Wie die meisten Zitrusfrüchte wird die Bergamotte aufgrund ihrer Herkunft im Mittelmeerraum direkt in den Boden, andernorts in Frankreich im Kübel kultiviert. Obwohl sie Temperaturen bis -5 °C verträgt, leidet sie bereits unter den ersten leichten Frösten. Deshalb sollte sie auch im Mittelmeerraum mit Wintervlies und einer zusätzlichen Mulchschicht geschützt werden.
Bergamotte im Freiland kultivieren
Gepflanzt wird im Frühjahr.
Da die Bergamotte humusreichen Boden bevorzugt, sollte die Erde mit gut verrottetem Kompost verbessert werden.
Der Standort sollte sonnig, aber nicht zu heiß und vor allem windgeschützt sein. Auch salzhaltige Meeresluft verträgt die Bergamotte schlecht. Wählen Sie daher einen möglichst geschützten Platz abseits des Meeres.
Als eher nährstoffbedürftiger Strauch benötigt die Bergamotte Spezialdünger für Zitrusfrüchte und vor allem von April bis September regelmäßige Wassergaben mit Regenwasser. Im Winter weniger gießen.
Der Rückschnitt im Februar ist optional. Dabei werden abgestorbene Zweige entfernt, das Innere der Verzweigung ausgelichtet und eine schöne Baumform erhalten.
Bergamotte im Topf kultivieren
Wählen Sie für die Bergamotte einen Topf, der etwas größer als der Wurzelballen ist, vorzugsweise aus Terrakotta. Er muss ein Abzugsloch im Boden haben, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann.
- Geben Sie zur Drainage eine Schicht Blähton auf den Topfboden.
- Feuchten Sie den Wurzelballen an, indem Sie ihn 30 Minuten in einen Eimer mit Wasser tauchen.
- Bereiten Sie das Substrat aus 2/3 Gartenerde und 1/3 Spezial-Blumenerde für Zitrusfrüchte vor. Bei schwerem Gartenboden können Sie etwas Sand hinzufügen. Auch etwas gut verrotteter Kompost ist möglich.
- Lockern Sie den Wurzelballen.
- Setzen Sie ihn auf das Substrat und füllen Sie den Topf mit Erde auf.
- Gießen Sie reichlich.
Im Winter wird die Bergamotte in einem Gewächshaus oder einem unbeheizten Wintergarten untergestellt, in dem die Temperatur bei 10 °C liegt. Im Sommer kommt sie ins Freie und wird an einem windgeschützten Platz in die Sonne ohne starke Hitze oder in den Halbschatten gestellt.
Eine im Topf kultivierte Bergamotte sollte im Sommer fast täglich mit Regenwasser gegossen werden, damit der Wurzelballen feucht bleibt. Im Winter reicht etwa einmal pro Woche. Vermeiden Sie unbedingt stehendes Wasser im Untersetzer. Düngen Sie ebenso regelmäßig, alle drei Monate im März, Juni und September.
Die Bergamotte wird alle 4 Jahre umgetopft.
Ernte und Lagerung der Bergamotte?
Bergamotten: Ernte von November bis Februar. Reife Früchte sind gelborange, dick, glatt und glänzend. Kalt lagern; ihre Rinde liefert Aroma.
Bergamotten essen?
Wer keinen völlig unempfindlichen Gaumen hat, isst das Fruchtfleisch der Bergamotte kaum pur: Es ist sehr sauer und bitter. Bergamotten lassen sich jedoch kandieren und für Kuchen, Brioche oder herzhafte Gerichte wie Tajine verwenden. Hier das Rezept:
- Geschälte Bergamotten eine Stunde in Wasser kochen
- Abgießen und abkühlen lassen
- Aus 500 g Zucker und 1 l Wasser einen Sirup zubereiten und aufkochen
- Bergamotten in den Sirup geben und zugedeckt bei schwacher Hitze 30 Minuten köcheln lassen
- Bergamotten 12 Stunden im Sirup abkühlen lassen
- Früchte aus dem Sirup nehmen und diesen aufkochen
- Bergamotten wieder in den Sirup geben und erneut 30 Minuten kochen
Schalen und Rinde sind sehr aromatisch und können ebenfalls verwendet werden. Dafür trocknen und zu Pulver mahlen, um Desserts, Cremes, Kuchen oder Marmeladen zu verfeinern.

Earl-Grey-Tee mit Bergamotte
Bergamottensaft wird frisch getrunken oder für die Zubereitung von Krustentieren und Fisch verwendet. Auch ein köstlicher Bergamottensirup lässt sich aus 3 bis 4 Bergamotten, 25 cl Wasser und 500 g Zucker herstellen.
Auch eine köstliche Bergamottenmarmelade ist möglich, oft mit Zitrone oder Orange gemischt.
Die Blätter werden als Gewürz verwendet, unter anderem in der thailändischen und malaysischen Küche.
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Seit einigen Jahren liegt Goldmelisse voll im Trend. Sie wird von Spitzenköchen immer häufiger verwendet und in herzhaften oder süßen Gerichten, als Teeaufguss oder in Form ätherischen Öls konsumiert.
Die Frucht der Bergamotte enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe. Vielleicht liegt das daran, dass sie besonders reich an Vitamin C (zur Stärkung der Abwehrkräfte), Vitamin A und Flavonoiden, also antioxidativ wirkenden Molekülen, ist.
Goldmelisse soll daher hilfreich sein bei:
- Stressbewältigung sowie beim Einschlafen und für einen besseren Schlaf (als Teeaufguss oder ätherisches Öl)
- Verdauungsförderung und zur Unterstützung der Darmtätigkeit sowie zur Linderung von Magenkrämpfen, Blähungen, Durchfall und Darmspasmen. Goldmelisse soll zudem wurmtreibend wirken und gegen Darmparasiten helfen (als Teeaufguss)
- Ätherisches Goldmelissenöl lindert Hautreizungen wie Nesselsucht oder Schuppenflechte. Außerdem soll es fettige Haut klären
- Goldmelisse soll Müdigkeit lindern und bei depressiven Verstimmungen helfen
Dennoch enthält ätherisches Goldmelissenöl wie alle ätherischen Öle hochwirksame reaktive Stoffe, die allergische Reaktionen auslösen können. Schwangere und Kinder sollten es nicht anwenden. Außerdem wirkt es photosensibilisierend und kann bei Sonneneinstrahlung Hautreaktionen hervorrufen.
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