Zitrusfrüchte schneiden: Wann und wie?
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Zitrusfrüchte: Rückschnitt schützt vor Krankheiten und fördert Blüte und Fruchtbildung. Erfahren Sie, wann und wie Sie Zitrusfrüchte schneiden
Warum Zitrusfrüchte schneiden?
Zitrusfrüchte schneiden: Rückschnitt formt den Strauch, fördert Verzweigung und Fruchtbildung, erleichtert die Ernte und verbessert Licht- und Luftzufuhr.
Wann Zitrusfrüchte schneiden?
Der Rückschnitt von Zitrusfrüchten erfolgt nach der Fruchtbildung, im Spätwinter oder frühen Frühjahr (zwischen Februar und April). So haben Zitronenbaum, Orangenbaum, Mittelmeer-Mandarine und andere Zitrusbäume Zeit, neue Zweige zu bilden, die die nächsten Früchte tragen. Vermeiden Sie vor allem, Zitrusfrüchte bei Frost zu schneiden.
Am besten beginnt man mit dem Rückschnitt von Zitrusfrüchten bereits im jungen Alter, nach der Pflanzung. Das hängt auch von der Zitrusart ab:
- Der Rückschnitt des Clementinenbaums erfolgt jedes Jahr, um die Verzweigung zu formen, die Höhe zu begrenzen und einen regelmäßigen Fruchtansatz zu fördern.
- Der Rückschnitt der Mittelmeer-Mandarine erfolgt je nach Wuchskraft alle ein bis zwei Jahre, um eine harmonische Wuchsform zu erhalten und die Früchte besser zu besonnen.
- Der Rückschnitt des Zitronenbaums kann ebenfalls alle ein bis zwei Jahre erfolgen. Ein leichter Schnitt regt die Blüte an, ohne den Baum zu schwächen.
- Der Rückschnitt des Orangenbaums folgt demselben Rhythmus (alle ein bis zwei Jahre). Der gezielte, sparsame Schnitt lichtet das Bauminnere und begrenzt das Wachstum.
- Der Rückschnitt von Zitrusfrüchten im Topf muss häufiger erfolgen als bei ausgepflanzten Exemplaren, um das Blattwachstum zu begrenzen und eine Erschöpfung der eingeengten Wurzeln zu vermeiden.

Der Rückschnitt von Zitrusfrüchten sorgt für eine ausgewogene, harmonische Wuchsform. Hier Zitronenbäume (Foto momentcaptured1)
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Zitrusfrüchte schneiden?
Einige wichtige Tipps
- Vor dem Rückschnitt einer Zitrusfrucht ist es wichtig, scharfes und desinfiziertes Werkzeug zu verwenden, damit keine Krankheiten von einer Pflanze auf die andere übertragen werden. Führen Sie saubere, glatte Schnitte aus.
- Schneiden Sie immer entweder direkt an der Basis der Zweige, ganz dicht am Ansatz, oder knapp oberhalb eines Knotens (der Ansatzstelle der Blätter an den Trieben), denn Zitrusfrüchte heilen in der Nähe der Knoten leichter und verzweigen sich dort besser. Wenn Sie einen Zweig in der Mitte abschneiden, kann ein „Hexenbesen“ entstehen, da sich unterhalb der Schnittstelle zahlreiche Triebe ungeordnet entwickeln.
- Nach dem Rückschnitt der Zitrusfrucht empfiehlt es sich, größere Wunden mit Wundverschlussmittel zu bestreichen. So lässt sich das Risiko von Krankheiten und Pilzbefall verringern.
Diese Vorsichtsmaßnahmen sind wichtig, da Zitrusfrüchte für viele Krankheiten anfällig sind. So bleiben Ihre Pflanzen leichter gesund!
Wenn Ihre Zitrusfrucht eine stark unausgewogene Wuchsform hat, ihre Blätter verloren hat oder es sich um einen alten Strauch handelt, können Sie sie durch einen sehr starken Rückschnitt im Frühjahr verjüngen. Schneiden Sie die Zweige ruhig weit unten ab. Die Pflanze bildet rasch neue, kräftigere Triebe. Hat Ihr Strauch unter Frost gelitten, warten Sie, bis die Temperaturen milder werden, und führen Sie dann einen starken Rückschnitt durch, bei dem Sie alle abgestorbenen und frostgeschädigten Pflanzenteile entfernen.
Erziehungsschnitt bei Zitrusfrüchten
In den ersten Jahren, solange die Zitrusfrucht noch jung ist, gibt man ihr durch Erziehungsschnitte ihre Grundform. Sie können eine Zitrusfrucht beispielsweise als Hochstamm erziehen, indem Sie die unteren Seitentriebe entfernen, um einen geraden, unverzweigten Stamm zu bilden. Im oberen Bereich bleiben einige Leitäste stehen, die sich verzweigen und für eine buschige Krone sorgen. Alternativ können Sie die Zitrusfrucht als niedrige Kugel erziehen, sodass sie bereits weiter unten verzweigt ist.
- Treten Sie zunächst etwas zurück, um die Gesamtform des Strauchs und die gewünschte Form zu betrachten.
- Entfernen Sie Wasserschosse (aufrechte, sehr kräftige Zweige), die unterhalb der Veredelungsstelle wachsen.
- Beginnen Sie mit dem Rückschnitt, indem Sie einige kräftige Zweige im Inneren entfernen. Arbeiten Sie sich dann allmählich zum äußeren Rand der Krone vor und schneiden Sie dabei immer kleinere Zweige. Entfernen Sie ungünstig stehende und sich kreuzende Zweige. Wählen und erhalten Sie einige Leitäste, die die Grundform des Strauchs bestimmen.
- Streben Sie eine möglichst runde, buschige Form an, indem Sie besonders lange und unverhältnismäßige Zweige entfernen. Sie können ein Viertel bis ein Fünftel der Krone entfernen. Idealerweise reduzieren Sie die Höhe etwas, behalten aber die gleiche Breite und das gleiche Volumen bei.
Erhaltungs- und Fruchtholzschnitt bei Zitrusfrüchten
Nachdem die gewünschte Form erreicht ist, genügen in den Folgejahren leichtere Rückschnitte, um eine harmonische Wuchsform zu erhalten und die Fruchtbildung zu fördern.
- Kontrollieren Sie, ob sich unterhalb der Veredelungsstelle Wasserschosse entwickeln. Falls ja, entfernen Sie sie (Wasserschosse sind kräftige Triebe, die schnell und aufrecht wachsen).
- Betrachten Sie die Pflanze anschließend als Ganzes. Achten Sie auf unausgewogen und unverhältnismäßig wachsende Zweige und entfernen Sie diese bei Bedarf.
- Entfernen Sie sich kreuzende sowie abgestorbene, beschädigte und ungünstig stehende Zweige.
- Sie können das Innere des Strauchs durch das Entfernen einiger Zweige aus der Verzweigung auslichten.
Schneiden Sie immer oberhalb eines Knotens oder direkt an der Basis eines Zweigs.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Ratgebern:
- Zitronenbaum schneiden: Wann und wie für eine reiche Zitronenernte? ; Wie schneidet man einen Pampelmusenbaum?

Je nach Anbau und Schnitt können Zitrusfrüchte sehr unterschiedliche Formen annehmen: eine ausladende, luftige und weit unten verzweigte Wuchsform oder eine deutlich dichtere und kompaktere Form mit geradem, wenig verzweigtem Stamm. Hier Orangenbäume (Fotos: Hans Braxmeier / Jeremy Keith)
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