Große Bäume und Sträucher pflanzen: Sofortwirkung
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Inhaltsverzeichnis
Große Bäume und Sträucher kaufen und pflanzen: Vorteile, Kosten und Tipps zu XXL-Gehölzen und ihrer Wurzelbildung.
Welche Verpackung für große Bäume und Sträucher?
Im Container:
Viele Bäume und Sträucher sind in 10- bis 50-Liter-Töpfen und größeren Containern erhältlich. Diese Aufzuchtform ist am verbreitetsten und ermöglicht das ganze Jahr über eine Pflanzung. Außerdem können Pflanzen im Container länger aufbewahrt werden als wurzelnackte Pflanzen oder Pflanzen mit Wurzelballen. Entwickelt sich eine Pflanze jedoch zu lange im Topf, reicht der Platz für die Wurzeln schließlich nicht mehr aus. Sie verflechten sich und bilden einen Wurzelfilz. Dadurch wird das Anwachsen der Pflanze im Freiland erschwert. Prüfen Sie beim Kauf den Zustand des Wurzelsystems.

Bäume im Topf
Wurzelnackt:
Da die Wurzeln nicht von Erde umgeben sind, ist diese Aufzuchtform leichter und einfacher zu transportieren. Ein weiterer großer Vorteil ist der besonders attraktive Preis dieser Pflanzen. Der Nachteil: Die Wurzeln sind empfindlich und dürfen weder Luft noch Sonne ausgesetzt werden, da sie sonst austrocknen. Der Baum oder Strauch muss daher (oder vorübergehend eingeschlagen) so schnell wie möglich gepflanzt werden. Außerdem sind für die Pflanzung einige besondere Techniken zu beachten.
Mit Wurzelballen:
Bäume und Sträucher mit Wurzelballen wachsen mehrere Jahre im Freiland einer Baumschule. In dieser Zeit werden sie mehrfach ausgegraben und wieder eingepflanzt (je nach gewünschter Größe 4- bis 10-mal). Das Ausgraben (oder Wurzelstechen) erfolgt mit einer Maschine, die einen großen Erdballen aussticht. Dabei werden die Wurzeln teilweise durchtrennt, wodurch sich neue Verzweigungen und ein dichteres Wurzelsystem bilden. Es dauert etwa 6 Jahre, bis sich ein gut ausgebildetes haariges Wurzelsystem entwickelt hat. Für den Verkauf wird der Baum mit seinem Erdballen ausgegraben. Die darin enthaltenen Wurzeln werden durch ein Tuch aus Jute oder Baumwolle beziehungsweise durch Stroh geschützt. Ein natürliches Netz sorgt für zusätzliche Stabilität. Dieses zersetzt sich innerhalb von 1,5 bis 2 Jahren. Auch wenn diese Aufzuchtform teurer und der Transport aufgrund des Gewichts des Ballens schwieriger ist, liefert sie hochwertige Pflanzen mit sehr guten Anwuchschancen.
Lesen Sie auch
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Die Pflanzzeit hängt von Lieferform und Pflanzenart ab.
- Sommergrüne Bäume und Sträucher werden oft wurzelnackt geliefert und in der Vegetationsruhe von Herbst bis Winterende, Oktober bis März, gepflanzt – bei frostfreiem, nicht zu nassem Boden.
- Immergrüne Bäume und Sträucher, Koniferen sowie sehr große Gehölze werden meist mit Wurzelballen geliefert. Sie können von September bis Anfang November oder von Ende März bis Ende April gepflanzt werden.
- Die meisten mittelgroßen Bäume und Sträucher sind im Container erhältlich. Die Pflanzung ist ganzjährig möglich, außer bei Frost und großer Hitze.
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Großen Baum oder Strauch pflanzen?
Das Pflanzen eines großen Baums oder Strauchs sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Es erfordert eine gute Vorbereitung und logistische Planung. Hier unsere Tipps:
Die Vorbereitung des Bodens
Bevor Sie Ihr Pflanzloch ausheben, informieren Sie sich über die einzuhaltenden Pflanzabstände, je nach Größe Ihres Baums oder Strauchs.
Heben Sie das Pflanzloch etwa einen Monat vor dem Pflanztag bei trockenem Wetter aus. So kann der Boden durchlüften, was die Drainage verbessert. Das Pflanzloch sollte breiter als tief sein: doppelt so breit und anderthalbmal so tief wie der Wurzelballen. Um die verschiedenen Bodenschichten zu erhalten, legen Sie für die ersten 25–30 cm einen Erdhaufen an. Dabei handelt es sich um den fruchtbaren Oberboden. Die Erde aus mehr als 30 cm Tiefe kommt auf einen zweiten Haufen. Sie ist weniger hochwertig. Damit Sie die Reihenfolge bis zum Pflanztag nicht vergessen, kennzeichnen Sie die Haufen, etwa mit einem großen Stein auf dem ersten und zwei großen Steinen auf dem zweiten Haufen. Lockern Sie den Boden am Grund des Pflanzlochs. Arbeiten Sie Kompost oder gut verrotteten Mist ein und vermischen Sie ihn mit der Erde. Vorsichtshalber können Sie eine 10 cm dicke Erdschicht darübergeben, um Wurzelschäden am neuen Baum oder Strauch zu vermeiden. Direkter Kontakt mit schlecht verrottetem Dünger kann die Wurzeln schädigen.
Die nötigen Hilfsmittel
Planen Sie beim Kauf Ihres Baums oder Strauchs ein geeignetes Transportmittel (Anhänger, Kleintransporter …) ein, um ein sehr großes Exemplar abzuholen, oder lassen Sie es liefern. Für ein besonders großes oder als Wurzelballen geliefertes Exemplar ist außerdem ein Hebegerät (zum Beispiel ein Minibagger) unverzichtbar, um den Baum oder Strauch zu bewegen. Denken Sie auch an Helfer. Bitten Sie Familie oder Freunde um Unterstützung. Je nach Größe Ihres Baums oder Strauchs sind eine oder mehrere Personen für die Pflanzarbeiten hilfreich, etwa zum Halten der Abspannung.

Sträucher mit Wurzelballen sind schwerer als wurzelnackte Sträucher
Die Vorbereitung der Pflanzen
Je nach Lieferform sind einige Besonderheiten zu beachten:
- Wurzelnackt: Führen Sie einen Wurzelschnitt und ein Pralinieren der Wurzeln durch.
- Im Container: Entwirren Sie die Wurzeln vorsichtig, um ein Verkahlen zu vermeiden, und wässern Sie den Wurzelballen, indem Sie ihn in einem großen, mit Wasser gefüllten Gefäß einweichen.
- Mit Wurzelballen: Wässern Sie den Wurzelballen gründlich.
- Auch ein Rückschnitt der Krone des Baums ist vor dem Pflanzen erforderlich. Dabei werden Zweige zurückgeschnitten, damit der Baum besser anwächst und seine spätere Wuchsform erhält.
Das Pflanzen
- Bringen Sie die Stütze oder Abspannung vor dem Pflanzen des Baums an. Der Pfahl soll ihn vor den vorherrschenden Winden schützen und bleibt zwei Jahre stehen.
- Setzen Sie den Baum oder Strauch so ein, dass der Hals leicht über dem Bodenniveau liegt. Bei Pflanzen mit Wurzelballen schneiden Sie das Drahtgeflecht rund um den Hals auf und ziehen es etwa 15 cm vom Hals weg. Achtung: Entfernen Sie das Drahtgeflecht nicht (außer bei Kunststoff), da es den Wurzelballen zusammenhält. Bei wurzelnackten Pflanzen breiten Sie die Wurzeln im Pflanzloch flach aus, ohne sie zu knicken oder zu beschädigen.
- Kontrollieren Sie, dass Baum oder Strauch gerade steht.
- Füllen Sie das Pflanzloch wieder auf: zuerst mit der Erde vom zweiten Haufen (mit den zwei großen Steinen), dann mit dem Oberboden (Haufen mit einem großen Stein).
- Binden Sie den Baum am Pfahl fest.
- Treten Sie die Erde gut fest.
- Formen Sie rund um den Baum eine Gießmulde aus der restlichen Erde. Gießen Sie reichlich.
- Bringen Sie abschließend eine etwa 10 cm dicke Mulchschicht rund um den Fuß des frisch gepflanzten Baums oder Strauchs aus.

Lesen Sie auch
Bäume & Sträucher: wurzelnackt, Ballen oder Topf?Pflege nach der Pflanzung
- Beachten Sie, dass es besser ist, einmal reichlich zu gießen, statt jeden Tag nur wenig. Gießen Sie Ihren Baum oder Strauch in den 2 Wochen nach der Pflanzung 3-mal pro Woche. Danach genügt einmal wöchentliches Gießen. Führen Sie die Bewässerung fort, solange kein Frost herrscht. Im Winter pausieren Sie damit. Ab dem Frühjahr nehmen Sie die Bewässerung wieder auf und erhöhen die Wassergaben bei Trockenheit. Prüfen Sie regelmäßig die Bodenfeuchte in 15 cm Tiefe. Für die benötigte Wassermenge gibt es keine feste Regel: Je nach Größe und Art der Pflanze sowie den Witterungsbedingungen sind 30 bis 300 Liter pro Bewässerung möglich. Vergrößern Sie in den ersten drei Jahren und mit dem Wachstum der Wurzeln die Bewässerungsfläche rund um den Baum.
- Formen Sie bei Bedarf die Gießmulde neu.
- Entfernen Sie Unkraut, das auf der Mulchschicht wächst, und füllen Sie Mulch nach.
- Kontrollieren Sie regelmäßig den Gesundheitszustand Ihrer Pflanze.
- Überprüfen Sie die Bindungen des gestützten Baums. Lockern Sie sie, wenn sie den Stamm einengen. Entfernen Sie die Baumstütze nach 2 Jahren.

Breite Gießmulde
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- Lesen Sie den Ratgeber zum richtigen Pflanzen von Bäumen und wurzelnackten Sträuchern
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