Idealen Topf zum Umtopfen wählen
Topfgröße, Material und den richtigen Zeitpunkt fürs Umtopfen wählen
Inhaltsverzeichnis
Für Anfänger ist es oft ein gefürchteter Schritt: das Umtopfen einer Pflanze! Auch wenn der Topf oft nach ästhetischen Kriterien ausgewählt wird, muss er den Bedürfnissen der Pflanzen entsprechen.
Das Umtopfen ist aus zwei Hauptgründen notwendig.
- Im Laufe der Zeit entwickelt die Pflanze nicht nur ihre oberirdischen Pflanzenteile, sondern auch ihre Wurzeln. Wenn diese nicht mehr genügend Platz haben, kommt das Wachstum zum Stillstand und die Pflanze kann schließlich eingehen.
- Bei der Kultur im Topf verliert das Substrat (die Mischung, in der die Pflanze wächst) schneller Nährstoffe als bei einer Kultur im Freiland. Es muss daher erneuert werden, damit die Pflanze wieder ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird.
Hier finden Sie unsere Tipps, um den passenden neuen Topf für Ihre Pflanze auszuwählen und das Umtopfen einfach und schnell zu machen.

Wie wählt man den richtigen Topf für Pflanzen?
Pflanze umtopfen: wichtige Anzeichen
- Wachstum gestoppt: keine neuen Blätter.
- Wurzeln aus dem Topf: oben oder unten.
Umtopfen!
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Pflanzen umtopfen: Wichtige Schritte für AnfängerWann sollte ich meine Pflanze umtopfen?
Das Umtopfen von Pflanzen erfolgt idealerweise während ihrer Dormanz. Nehmen Sie es daher im zeitigen Frühjahr oder im Herbst vor. Bei Freilandpflanzen muss das Umtopfen unbedingt außerhalb von Frost- und Trockenperioden erfolgen.
In der Regel werden Pflanzen alle zwei bis drei Jahre umgetopft. In einem Jahr ohne Umtopfen können Sie die obersten Zentimeter des Substrats durch frisches ersetzen. Diese Lösung bietet sich auch an, wenn die Pflanze zu schwer zum Bewegen ist, ein größerer Topf schwierig unterzubringen wäre (vor allem bei Zimmerpflanzen) oder die Pflanze ihre endgültige Größe erreicht hat.
Einige Ausnahmen können dazu führen, dass Sie zu anderen Zeitpunkten im Jahr umtopfen müssen.
- Wenn Sie eine neue Pflanze gekauft haben. Wir empfehlen, alle neu gekauften Pflanzen möglichst bald umzutopfen, da die Töpfe meist zu klein sind und das Substrat seine Nährstoffreserven aufgebraucht hat.
- Wenn Ihre Pflanze von einer Krankheit oder einem Schädlingsbefall betroffen war. Wechseln Sie in diesem Fall das gesamte Substrat aus und reinigen Sie den Topf sorgfältig. Ein größerer Topf ist hier jedoch nicht erforderlich.
- Wenn Ihre Pflanze nicht mehr sicher im Topf steht. Die oberirdischen Pflanzenteile bringen den Topf aus dem Gleichgewicht, sodass er umkippt.

Oft ist es sinnvoll, Pflanzen nach dem Kauf umzutopfen
Welche Topfgröße wählen?
Das richtige Maß: nicht zu groß, nicht zu klein
Der neue Topf für Ihre Pflanze sollte größer sein als der bisherige. Doch „größer“ kann vieles bedeuten, zumal Größen in Litern oder Zentimetern angegeben werden. Oft heißt es, man solle einfach die nächste Größe wählen: Steht Ihre Pflanze in einem Topf mit 30 cm Durchmesser, nehmen Sie einen mit 40 cm. Doch die Größe des neuen Topfes hängt tatsächlich von weiteren Kriterien ab.
- Die Gesamtmaße der Pflanze, einschließlich oberirdischer Teile und Wurzelballen (Wurzelsystem mit Substrat) Ein Topf, der in Höhe und Breite 2- bis 3-mal größer ist, eignet sich meist ideal.
- Das Wachstum der Pflanze. Bei langsamem Wachstum, etwa bei Kakteen und Sukkulenten, genügt ein Topf, der 1,5-mal größer ist. Bei schnell wachsenden Pflanzen wählen Sie besser einen Topf, der 3-mal größer ist.
Ein zu großer Topf ist nicht empfehlenswert, auch wenn Sie sich dadurch künftiges Umtopfen ersparen möchten. Abgesehen von der Ästhetik (die Pflanze wirkt im Topf verloren, das Gesamtbild ist also wenig harmonisch) wachsen oder blühen viele Topfpflanzen besser, wenn sie etwas beengt stehen.
Die passende Form wählen
Gefäße gibt es in allen Formen: rund, quadratisch, rechteckig … Die Form wird meist einfach nach ästhetischen Gesichtspunkten gewählt. Entscheidend ist jedoch die Tiefe des Gefäßes, die vom Wurzelwachstum der Pflanze abhängt. Im Durchschnitt beträgt sie 30 bis 40 cm.
Manche Pflanzen benötigen für ihre Entwicklung nur wenig Platz und Substrat, etwa Hauswurz und andere Steingartenstauden sowie manche einjährigen Blumen. Ihre flach verlaufenden Wurzelsysteme bleiben oberflächennah. Diese Pflanzen begnügen sich mit Gefäßen wie Schalen, Trögen, Pflanzbecken oder Balkonkästen von etwa 10 bis 20 cm Tiefe.
Andere Pflanzen bilden dagegen ein tiefes, umfangreiches Wurzelsystem. Dazu gehören Rhizompflanzen wie die Paradiesvogelblume, aber auch Obststräucher und Kletterpflanzen. Wählen Sie für sie Gefäße mit mindestens 50 bis 60 cm Tiefe.
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Zimmerpflanzen umtopfen?Welches Material wählen?
Es gibt verschiedene Materialien mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen. Die Wahl hängt von mehreren Kriterien ab:
- Ästhetik;
- Handhabung und Gewicht (wenn die Gefäße aufgehängt oder auf einer Terrasse bzw. einem Balkon aufgestellt werden sollen);
- Widerstandsfähigkeit;
- Isolierung;
- Preis.
Terrakotta
Terrakotta ist das bevorzugte Material, das wir am häufigsten empfehlen. Terrakotta oder Ton ist ein poröses Material natürlichen Ursprungs.
Die Vorteile:
- Das Substrat kann atmen, und Wasser verdunstet schnell;
- Die Gefäße sind relativ preiswert und leicht im Handel erhältlich;
- Sie bieten eine gute Standfestigkeit;
- Sie verfügen bereits über ein Abflussloch;
- Das natürliche Material in zurückhaltender Farbe passt zu jedem Einrichtungs- und Gartenstil.
Die Nachteile:
- Das Material ist empfindlich und nicht stoß-, sturz- oder stark frostfest;
- Die Gefäße sind schwerer und bei großen Formaten nicht immer leicht zu bewegen.
Terrakotta-Gefäße eignen sich beispielsweise für Pflanzen, die keine Feuchtigkeit mögen, etwa Sukkulenten und Kaktus, Bogenhanf, Drachenbaum usw. Auch wenn Sie Ihre Pflanzen häufig zu stark gießen, sind sie eine gute Wahl.
Kunststoff
Die Vorteile:
- Sie sind am günstigsten in der Anschaffung;
- Es gibt eine große Auswahl an Farben und Formen;
- Sie sind leicht, einfach zu handhaben und zu bewegen;
- Wasser verdunstet langsamer, da das Material wasserdicht ist;
- Sie sind relativ frostbeständig und stoßfest.
Die Nachteile:
- Sie sind weniger umweltfreundlich, auch wenn es immer mehr Gefäße aus recycelten, in Frankreich hergestellten Materialien gibt (geringerer CO₂-Fußabdruck durch kürzere Transportwege);
- Sie können instabil sein, wenn die oberirdischen Pflanzenteile sehr voluminös sind;
- Bei manchen Modellen müssen Sie die Abflusslöcher selbst bohren;
- Ihre Farbe kann sich durch UV-Strahlung verändern;
- Die Optik ist oft weniger ansprechend, doch Sie können sie in dekorative Übertöpfe stellen.
Kunststoffgefäße eignen sich eher für Pflanzen, die feuchte oder kühle Substrate mögen, etwa Pfeilblatt, Farne oder Hortensien.
Weitere Materialien
Auch Gefäße aus Keramik sind erhältlich. Anders als Terrakotta sind sie mit einer Schicht überzogen, die sie wasserdicht macht (sie sind also nicht porös). Sie sind sehr dekorativ, haben aber dieselben Nachteile wie Terrakotta: Sie sind empfindlich und schwer. Außerdem sind sie in der Anschaffung teuer.
Gefäße aus Kunstharz, Steinfasern oder Zement besitzen ähnliche Eigenschaften wie Kunststoff, wirken jedoch dekorativer und bieten einen modernen Stil.
Holzgefäße, etwa Palmenkübel oder Orangeriekübel, sind ebenfalls sehr beliebt. Sie isolieren gut gegen äußere Einflüsse wie Hitze, Kälte und Wind und sind widerstandsfähig. Ihre natürliche Optik fügt sich leicht in einen Garten oder Wohnraum ein. Nachteilig ist, dass sie regelmäßig behandelt werden müssen, schwerer zu bewegen sind und ihre Lebensdauer von der Holzqualität abhängt.
Schließlich gibt es Metallgefäße (Zink, Aluminium) in Form von Trögen oder Wannen. Sie verleihen dem Garten einen ländlichen Vintage-Touch. Allerdings verfügen nur wenige bereits über Abflusslöcher. Wenn Sie keine Löcher bohren möchten, empfehlen wir, sie eher als Übertopf zu verwenden. Beachten Sie außerdem, dass sie sich in voller Sonne schnell aufheizen können.
Hinweis: Es gibt Pflanzgefäße mit Wasserspeicher aus verschiedenen Materialien. Verwenden Sie sie für Pflanzen, die dauerhaft frische und feuchte Böden bevorzugen.
Die Farben
Dunkle Gefäße erwärmen sich in der Sonne schneller als helle. Dadurch entstehen schneller Temperaturschwankungen, auf die manche Pflanzen besonders empfindlich reagieren.

Es gibt Töpfe in vielen Formen und Farben sowie aus zahlreichen Materialien. Auch wenn die Wahl oft eine Frage der Ästhetik ist, spielen weitere Aspekte eine Rolle
Fehler beim Umtopfen vermeiden
Hygiene vernachlässigen
Es ist üblich, alte Gefäße zum Umtopfen von Pflanzen wiederzuverwenden. Um eine Übertragung von Krankheiten zu vermeiden, sollten Sie sie vorher immer reinigen. Lauwarmes Wasser und Schmierseife genügen, um den Topf schnell sauber zu bekommen.
Ungeeignetes Substrat wählen
Die Wahl des Pflanzsubstrats ist wichtig, da die Nährstoffversorgung im Topf begrenzt ist. Der Einfachheit halber können Sie auf Spezial-Blumenerde zurückgreifen, die bereits an die jeweiligen Pflanzen angepasst ist. Es gibt sie für Pflanzen in Töpfen oder Pflanzkästen, für Zimmerpflanzen, für Sukkulenten, für Orchideen, für säureliebende Pflanzen, für mediterrane Pflanzen usw.
Eine andere Lösung: Mischen Sie Ihr eigenes Substrat, passend zu den Bedürfnissen jeder Pflanze.
- Für Pflanzen, die leichte, drainierte Böden mögen, mischen Sie zur Hälfte klassische Blumenerde (oder Gartenerde) mit Sand oder drainierendem Material (Tonscherben, Tongranulat, Lava …).
- Für Pflanzen, die nährstoffreiche Böden mögen, geben Sie eine Handvoll gut verrotteten Kompost oder Spezialdünger (Hornspäne, Blutmehl …) hinzu.
- Für Pflanzen, die ein feuchtes Substrat benötigen, geben Sie Sphagnum hinzu. Es kann Wasser länger speichern.
- usw.
Drainage vergessen
Eine Drainage ist unverzichtbar, damit sich am Topfboden kein Wasser staut und die Wurzeln nicht faulen. Wählen Sie immer Gefäße mit Abzugslöchern. Bei den meisten Pflanzen empfiehlt es sich, am Topfboden eine zusätzliche Schicht aus Drainagematerial einzubringen (Scherben, Tongranulat …), damit das Wasser ablaufen kann und die Wurzeln nicht darin stehen.
Der Untersetzer
Manche finden ihn wenig ansprechend, doch ein Untersetzer erfüllt mehrere Funktionen, wenn kein Übertopf vorhanden ist: Er ermöglicht es dem Substrat, sich durch Kapillarwirkung mit Wasser vollzusaugen (vor allem bei sehr durchlässigem Substrat). Außerdem schützt er die Stellflächen, auf denen die Pflanze steht (Boden, Möbel usw.).
Leeren Sie ihn jedoch nach etwa 20 Minuten, falls noch Wasser darin steht, damit die Wurzeln nicht ersticken.

Der Untersetzer ist nützlich: Er zeigt auch, wie viel Wasser die Pflanze aufgenommen hat, und lässt sich bei Bedarf leeren
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