Japangras: Ideen für Kombinationen
Japangras kombinieren: Pflanzen für jeden Stil?
Inhaltsverzeichnis
Hakonechloa (Japangras) ist pflegeleicht, schattenverträglich und vielseitig. Tipps für schöne Pflanzkombinationen im Beet, Topf und auf der Terrasse.
In einem japanisch inspirierten Garten
Die Anlage eines Japanischen Gartens folgt klaren Regeln, doch auch ein Teil des Gartens lässt sich ganz im Zen-Stil gestalten – mit der Auswahl typischer Pflanzen. Natürlich darf Hakonechloa nicht fehlen. Ihre weiche, polsterartige Wuchsform kommt am Fuß von Sträuchern aus dem Land der aufgehenden Sonne wunderbar zur Geltung. Das goldene Laub von Hakonechloa ‘All Gold’ bildet einen herrlichen Kontrast zu purpurfarbenem Laub, wie es Japanische Fächer-Ahorne etwa Acer ‘Garnet’, ‘Atropurpureum’ oder ‘Red Pygmy’ tragen. Als verbindendes Element eignet sich Pieris japonica ‘Sarabande’: Sein immergrünes, grünes Laub sorgt das ganze Jahr über für Struktur. Die purpurfarbenen jungen Blätter und die Frühjahrsblüte verändern das Bild im Lauf der Jahreszeiten. Greifen Sie die Goldtöne der Hakonechloa mit dem ebenfalls immergrünen Himmelsbambus ‘Lemon Lime’ wieder auf. Im Staudenbeet setzen Sie die genannten Pflanzen auf einen moosartigen Teppich aus Soleirolia. Dazwischen ragen Japan-Primeln hervor, die im Frühjahr mit zarten Blütenkronen Farbe ins Beet bringen. Dazu kommen Japan-Herbst-Anemonen, deren weiße, violette oder rosafarbene Blüten den Spätsommer beleben und den Farbwechsel von Ahorn und Hakonechloa begleiten.
Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, denken Sie auch an Kamelien, Azaleen und den wunderschönen Japanischen Schneeball (Viburnum plicatum), der im Frühjahr wie mit Schnee bedeckt wirkt und sich im Herbst prächtig färbt.

Hakonechloa macra ‚all Gold‘, Acer palmatum ‚Dissectum Garnet‘ (Foto wallygrom), Soleirolia soleirolii (Foto Wikipedia), Primula japonica ‚Miller’s Crimson‘ und Nandina domestica ‚Lemon Lime‘
Lesen Sie auch
Japangras: Pflanzen, Pflege & SchnittMit Unterholz-Flair
Schatten bedeutet im Garten nicht automatisch Tristesse, vor allem, wenn er nicht zu dicht ist. Hakonechloa macra ‘Aureloa’ bringt mit ihrem gelbgrün panaschierten Laub viel Licht in Unterholz- oder Waldrandbereiche. Kombinieren Sie sie beispielsweise mit Funkien, deren dickes, gewelltes Laub in verschiedenen Grün-, Blau- und Gelbtönen erscheint, teils mit sehr dekorativen Panaschierungen. Ihre zarte Blüte kündigt den Sommer an und verströmt bei manchen Sorten einen feinen Duft. Eine Waldstimmung ist ohne Farne kaum denkbar. Ihr gefiedertes Laub harmoniert gut mit den linearen Blättern der Hakonechloa und bildet einen schönen Kontrast zu denen der Funkien. Unter den Frauenfarnen besticht die Sorte ‘Pictum’ mit metallisch grauen, rötlich nuancierten Wedeln. Unter den immergrünen Farnen schmückt sich Dryopteris erythrosora im Frühjahr mit jungen, kupferorangefarbenen Wedeln, bevor sie für den Rest des Jahres wieder grün wird. Im Hintergrund setzen Sie Sträucher, die dieselben Bedingungen schätzen, etwa Hortensien mit üppigen Blütenständen, Sarcococca, immergrün und mit einer unscheinbaren, aber weithin duftenden Blüte am Ende des Winters, oder einen Daphne mit panaschiertem Laub, der ebenfalls zu einer Zeit herrlich duftet, in der viele Pflanzen noch ruhen. Weiße oder rosafarbene Blüten bringen zusätzliches Licht in weniger sonnige Gartenbereiche. Die Schaumblüte ‘Morning Star’ trägt im Frühjahr rosig weiße Ähren über attraktivem, grün-braunem, gefiedertem Laub. Danach folgt der große Auftritt der Sterndolde ‘Star of Billion’, die von Juni bis September fast vier Monate lang ihre grünlich weißen Dolden entfaltet. Im Herbst übernehmen Japan-Herbst-Anemonen wie die klassische ‘Honorine Jobert’. Zum Abschluss des Jahres pflanzen Sie einige Lenzrosen. Diese schönen Schattenstauden bieten eine große Vielfalt an Farben und blühen teilweise bereits zu Jahresbeginn.

Daphne odora ‚Marianni Rogbret‘ (Foto P_Van_Rijssen), Hakonechloa macra ‚Aureola‘, Athyrium niponicum ‚Pictum‘, Japan-Herbst-Anemone ‚Honorine Jobert‘ (Foto Wikipedia), Funkie und Schaumblüte ‚Morning Star‘
DéEntdecken Sie andere Hakonechloa - Japanberggras
Alles ansehen →Erhältlich in 1 Größen
Erhältlich in 0 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 2 Größen
Erhältlich in 2 Größen
In einem klaren, dekorativen Garten
Die klare Optik des Japangrases passt ideal zu modern gestalteten Gärten. Wählen Sie wenige verschiedene Pflanzen und setzen Sie sie wiederholt ein. Hakonechloa ‘Albostriata’ eignet sich mit ihrem grün-cremeweißen Laub besonders gut dafür. Pflanzen Sie sie flächig unter Bäume mit dekorativer Rinde, etwa Birken. Betula ‘Jacquemontii’ ist makellos weiß, während ‘Fascination’ ‘Fascination’ einen kupferfarbenen Stamm besitzt. Betula ‘Royal Frost’ bleibt kompakter. Sein schokoladenpurpurnes Laub bildet einen reizvollen Kontrast zur hellen Rinde und zum Laub des Japangrases. Einige Hartriegel, etwa Cornus ‘Golden Shadow’ oder Cornus alternifolia ‘Argentea’, eignen sich mit ihrer moderaten Größe (etwa 3 m) auch für kleine Gärten. Für große Flächen ist Cornus controversa ‘Variegata’ mit seinen horizontal etagenförmig angeordneten Zweigen eine architektonische Schönheit. Einen anderen Stil bringen Bambus und seine im unteren Drittel freigestellten Halme in den Garten: Sie verleihen jeder Gestaltung eine ausgesprochen moderne Wirkung. Einige Arten wie der Goldene Flachrohrbambus (goldene bis orangefarbene Halme) oder der Schwarze Bambus (schwarze Halme) müssen durch eine Wurzelsperre begrenzt werden. Es gibt jedoch horstbildende Arten wie Schirmbambus, die zudem meist kleiner bleiben. Unter den Stauden sorgen Silberkerzen (auch Actaea) für schöne vertikale Akzente, während Ophiopogon ‘Nigrescens’ dichte Teppiche aus grasartigen, tiefschwarzen Blättern bildet.

Cornus alternifolia ‚Golden Shadows‘, Phyllostachys aurea, Silberkerze, Hakonechloa macra ‚Albostriata‘ und Weißrindige Himalaya-Birke (Foto: w cutler)
Lesen Sie auch
Japangras: schönste SortenIn einer farbenfrohen Herbstbepflanzung
Im Herbst nehmen Hakonechloa warme Honig-, Gelb-, Orange- und Goldtöne an. Hakonechloa ‘Nicolas’ ist für ihre feine Kombination aus Gold, Bronze und Orange bekannt. Kombinieren Sie sie mit Sträuchern, deren Laub sich feurig verfärbt. Die Aronia arbutifolia ‘Brillant’ gehört dazu: Ihre Blätter färben sich zum Saisonende intensiv rot. Zuvor zeigt sie im Mai eine hübsche weiße Blüte und trägt anschließend essbare Früchte. Dazu passt Clethra alnifolia, der im Herbst eine goldgelbe Laubmasse bildet, oder ein Fothergilla, dessen an Haselnusslaub erinnernde Blätter sich goldgelb, orange und purpurrot färben. Natürlich gehören auch die Japanischen Ahorne zu den Königen der Herbstfärbung, ebenso wie Hamamelis, Felsenbirne und zahlreiche Schneeball-Arten. Ergänzen Sie diese warmen Farben mit kühleren Tönen, die der Pflanzung Würze verleihen. Aster bietet eine schöne Farbpalette von Blau, Mauve, Rosa, Weiß, Rot bis Gelb und ist in verschiedenen Größen erhältlich – von etwa 30 cm hohen Bodendeckern bis zu großen Sorten über 1,50 m. Ist der Standort für sie zu schattig, wählen Sie Lilientraube mit blauen oder weißen Ähren über linearem, immergrünem Laub oder Tricyrtis, deren Blüten an Orchideen erinnern. Ergänzen Sie die Pflanzung mit Japan-Herbst-Anemone, die sich im kühlen Unterholz besonders wohlfühlt, und setzen Sie Tuffs von Saxifrage ‘Rubifolia, einer der wenigen Arten ihrer Gattung, die im Herbst blühen. Ihre luftigen weißen Blütenstände erheben sich über dunkelgrünem, purpur geadertem Laub. Inkalilie bietet exotisch anmutende Blüten in intensiven, leuchtenden Farben; achten Sie jedoch darauf, die Farbtöne nicht zu stark zu mischen, damit das Auge nicht ermüdet.

Aster ageratoides ‚Ezo Murasaki‘, Hakonechloa macra ‚Nicolas‘, Hamamelis, Fothergilla major (Foto: leewrighton – Flickr) und Tricyrtis ‚Imperial Banner‘
Im Topf auf Balkon oder Terrasse
Alle Hakonechloa-Sorten gedeihen sehr gut im Topf. Vielleicht ist das die Gelegenheit, Sorten wie ‘Beni-Kaze’, ‘Sunflare’ oder ‘Naomi’ mit ihren ungewöhnlichen, wechselnden Farben auszuprobieren. Sie können sie in großen Gefäßen verwenden, um den Fuß von Sträuchern zu schmücken, die wie sie saure, frische Substrate und einen nicht zu heißen Standort bevorzugen. Eine weitere Möglichkeit ist, verschiedene Pflanzen in separaten Gefäßen zu kultivieren und so Ebenen und Arrangements zu schaffen, die sich je nach Lust und Laune verändern lassen. Bei den Sträuchern sind etwa Schattenglöckchen zu nennen. Ihr immergrünes, manchmal panaschiertes Laub treibt oft in sehr leuchtenden Farben aus und wird zusätzlich durch eine üppige Frühjahrsblüte aus duftenden Glöckchen bereichert. Auch Azaleen und Rhododendren eignen sich hervorragend. Ihr gröberes Laub wird durch die feinen Blätter des Grases aufgelockert. Mit seinem handförmigen, weiß gesprenkelten grünen Laub ist die Zimmeraralie ‘Spider’s Web’ ebenfalls eine ausgezeichnete Wahl, ebenso wie Fächer-Ahorn. Auch mit einjährigen Pflanzen lässt sich Farbe ins Spiel bringen, zum Beispiel mit dem purpurfarbenen Drehfrucht, dessen blaue Blüte monatelang anhält.

Zimmeraralie ‘Spider’s Web’, Schattenglöckchen ‘Flaming Silver’ (Foto Denolf), purpurfarbene Drehfrucht (Foto Rudy Raes) und Hakonechloa macra ‘Beni-Kaze’
Für eine lockere Beetgestaltung
Mit ihrer ausgebreiteten Wuchsform eignen sich Hakonechloa hervorragend als Beetpflanzen. Sie können sie durchgehend pflanzen, um ein Beet zu betonen oder einen schattigen Weg einzurahmen, oder in Gruppen und versetzt anordnen, im Wechsel mit anderen Bodendeckern wie Vergissmeinnicht mit zarter blauer Blüte. Brunnera ähneln ihnen optisch und besitzen ein sehr dekoratives, teils metallisch silbergraues Laub. Sie sind echte Stauden, die mit der Zeit üppiger werden. Probieren Sie auch Kriechenden Günsel, dessen immergrünes Laub grüne, bronzefarbene oder panaschierte Töne annimmt, oder Frauenmantel, dessen chartreusegrüne Blüte sich je nach Sorte von Mai bis Oktober erstreckt. Aster divaricatus, etwa die Sorte ‚Beth Chatto‘, beleben den Beetrand mit ihrer leuchtenden, sternförmigen Blüte und benötigen dabei wenig Pflege. Ebenfalls äußerst pflegeleicht, bilden Bergenien schöne, immergrüne Bestände, deren Laub sich im Winter oft purpurrot färbt und die bereits ab dem Spätwinter mit Blütenbüscheln in Weiß, Rosa oder Rot geschmückt sind. Auch andere Gräser können die Hakonechloa begleiten. Dazu gehören Seggen, die überwiegend immergrün sind und eine große Vielfalt an dekorativem Laub in unterschiedlichen Farbtönen bieten. Elfenblumen besitzen ein ganz anderes, aber ebenso dekoratives Laub, dessen Farben sich im Jahresverlauf verändern und das von einer zarten Frühlingsblüte geschmückt wird.

Ajuga reptans ‚Burgundy Glow‘, Hakonechloa macra, Vergissmeinnicht und Aster divaricatus ‚Beth Chatto‘ (Foto PBK)
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare