Kompostierung beschleunigen
Kompost schneller machen: Tipps & Tricks
Inhaltsverzeichnis
Kompostieren macht aus Garten- und Küchenabfällen wertvolle Blumenerde. Erfahren Sie, wie Sie die Zersetzung beschleunigen und schnell guten Dünger gewinnen.
Guter Kompost: Was macht ihn aus?
Guter Kompost ist ausgewogen: Braun- und Grünmaterial. Mikroorganismen, Pilze, Insekten und Würmer brauchen C, N, Luft und Wasser: So entsteht schnell Dünger.
Lesen Sie auch
Komposter verstecken?Grün- und Braunmaterial richtig mischen
Zunächst brauchen Sie ein gutes Verhältnis zwischen stickstoffreichen, „grünen“ und kohlenstoffreichen, „braunen“ Materialien.
Grüne Materialien wie Küchenabfälle, Rasenschnitt und grüne Blätter vom Strauchrückschnitt sind reich an Stickstoff und liefern den zersetzenden Mikroorganismen Energie.
Braune Materialien wie Laub, Zweige, trockenes Heu, Stroh und Holzspäne sind reich an Kohlenstoff und dienen den Mikroorganismen als Nahrung.
Ein gutes Verhältnis besteht aus etwa 1 Teil grünem Material und 3 Teilen braunem Material. Dieses Gleichgewicht fördert eine rege mikrobielle Aktivität und damit eine schnelle Zersetzung.
Am besten wechseln Sie grüne und braune Materialien in aufeinanderfolgenden Schichten ab – wie bei einer Lasagne.

Das richtige Verhältnis von grünen und braunen Abfällen sorgt für ausgewogenen Kompost
Nur kleine Stücke einarbeiten
Geben Sie nur kleine Stücke in den Komposter. So verrotten Abfälle schneller, weil Mikroorganismen mehr Angriffsfläche haben.
Lesen Sie auch
Zieht Kompost Ratten an?Für gute Belüftung sorgen
Sauerstoff ist für den Kompostierungsprozess unerlässlich. Wenden Sie den Kompost regelmäßig mit einer Grabegabel oder einem speziellen Werkzeug. So wird der Kompost belüftet und die Bildung anaerober Zonen verhindert, in denen sich der Zersetzungsprozess verlangsamen und unangenehme Gerüche entstehen können. Außerdem benötigen die zersetzenden Mikroorganismen Sauerstoff, um sich zu entwickeln und zu vermehren.
Wir empfehlen, den Komposthaufen alle zwei bis vier Wochen zu wenden, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.
→ Lesen Sie für weitere Informationen unsere Artikel zu diesem Thema: „Wozu dient ein Kompostbelüfter?“

Mit einer Grabegabel den Kompost belüften.
Feuchtigkeit kontrollieren
Feuchtigkeit fördert Kompostzersetzung. Feucht, nicht nass halten: Zu viel Wasser bremst sie. Trockenen Kompost wässern, nassen mit Braunmaterial mischen.
Kompostbeschleuniger verwenden
Zwar ist dies nicht zwingend erforderlich, aber Sie können den Zersetzungsprozess beschleunigen, indem Sie Kompostbeschleuniger hinzufügen. Kompostbeschleuniger sind meist nährstoffreiche organische Materialien (insbesondere stickstoffhaltige), die den zersetzenden Mikroorganismen eine zusätzliche Energiequelle liefern. Gut verrotteter Mist oder Hornmehl können beispielsweise als natürliche Kompostbeschleuniger dienen.
Auch bei Ihnen zu Hause (oder besser gesagt in Ihrer Küche) finden sich weitere natürliche Kompostbeschleuniger: zerkleinerte Eierschalen, Kaffeesatz, Teeblätter sowie Obst- und Gemüsereste usw.
→ Weitere Informationen finden Sie in unseren Artikeln zu diesem Thema: „Natürliche Kompostbeschleuniger: Wann und wie anwenden?„

Schalen und Eierschalen beschleunigen die Zersetzung im Kompost
Bestimmte Inhaltsstoffe meiden
Für schnellen Kompost keine kranken Pflanzen, Muschelschalen, Tierstreu, Milchprodukte, Fleisch, Knochen oder Haustierkot verwenden: Pathogene und Krankheiten wie Mehltau können lange überleben.
→ Mehr dazu: „Kann man Katzen- und Haustierstreu kompostieren?“ und „Kompost: Was tun mit kranken Pflanzen?“
Idealen Standort wählen
Ein sonniger Platz fördert die Erwärmung und beschleunigt die Zersetzung. Zu viel Sonne trocknet den Kompost aus. Daher besser: Halbschatten, außer bei regelmäßigem Gießen.

Mehr dazu
Mit diesen Tipps verrottet Kompost schneller und liefert nährstoffreichen Dünger. Für Eilige: Heißkompostierung. Mehr dazu im Artikel „Heißkompostierung: einfach und schnell“.
- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare