Krankheiten und Parasiten der Roten Glanzmispel
Erkennen und natürlich behandeln
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Die Rote Glanzmispel ist ein beliebter Strauch mit schnellem Wachstum und immergrünem, farbwechselndem Laub. Sie eignet sich ideal für dichte, ganzjährig wirksame Sichtschutzhecken mit wenig Pflegeaufwand. Je nach Sorte kann sie auch im Hintergrund eines Beetes, als Solitär oder in einem Kübel gepflanzt werden. Im Frühjahr leuchten die jungen Triebe oft kräftig rot, wie bei der bekannten Sorte ‚Red Robin‘. Die Rote Glanzmispel bevorzugt einen frischen, tiefgründigen, sauren bis neutralen Boden, verträgt aber auch Trockenheit und leicht kalkhaltige Böden recht gut.
Obwohl sie robust und pflegeleicht ist, kann die Rote Glanzmispel gelegentlich von Krankheiten oder Schädlingen befallen werden. Um Schäden zu begrenzen und eine Ausbreitung im Garten zu verhindern, sollten Sie die ersten Symptome früh erkennen und wissen, wie Sie dagegen vorgehen. Entdecken Sie unsere Tipps!
→ Lesen Sie unser ausführliches Merkblatt zur Roten Glanzmispel: Pflanzen, Rückschnitt und Pflege
Mehltau
Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die durch einen mikroskopisch kleinen Pilz verursacht wird. Begünstigt wird er durch warmes, feuchtes Wetter und eine geringe Luftzirkulation.
Symptome: Auf Blättern, Trieben und manchmal Blütenknospen bildet sich ein weißer oder grauer Belag. Bei starkem Befall können sich junge Blätter, Triebe und Knospen verformen.
Vorbeugung: Enge, schlecht belüftete Standorte und Feuchtigkeit fördern Mehltau. Sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation um Ihre Rote Glanzmispel, indem Sie nicht zu dicht pflanzen und gelegentlich schneiden. Vermeiden Sie übermäßiges Gießen sowie stickstoffreiche Dünger. Sprühen Sie die Rote Glanzmispel mit einem Schachtelhalm-Auszug, der fungizid wirkt.
Behandlung: Entfernen Sie bei den ersten Symptomen die befallenen Pflanzenteile, um die Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen. Gegen Mehltau können Sie eine Natronlösung auf die betroffenen Pflanzenteile sprühen. Dank seines alkalischen pH-Werts hemmt Natron die Entwicklung der Pilze. Alternativ können Sie Milch im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und sprühen. Reicht dies nicht aus, verwenden Sie eine Lösung auf Basis von Schwefel (7,5 g Pulver in 1 Liter Wasser verdünnt), die auf die Blätter gesprüht wird.
Unser Ratgeber: „Mehltau: Vorbeugung und Behandlung“

Mehltau verursacht einen grauen Belag und kann junge Triebe verformen (Foto: Matt Borden)
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Die wichtigsten Pflanzenschädlinge und -krankheiten erkennenEntomosporiose
Die Entomosporiose ist eine Pilzkrankheit, verursacht durch den Pilz Entomosporium maculatum. Sie tritt besonders unter feuchten Bedingungen auf und kann der Roten Glanzmispel erheblich schaden. Sie befällt auch andere Sträucher aus der Familie der Rosengewächse, etwa Quitten, Zwergmispeln, Japanische Wollmispeln und Felsenbirnen.
Symptome: Die Entomosporiose zeigt sich durch runde Flecken mit einem Durchmesser von 1 bis 3 mm, die auf den Blättern der Roten Glanzmispel dunkelbraun bis rötlich erscheinen. Später bedecken sich diese Flecken mit einer charakteristischen kleinen braunen Kruste und sind manchmal von einem gelben Hof umgeben. Bei starkem Befall können sich die betroffenen Blätter gelb verfärben und abfallen.
Vorbeugung: Der für diese Krankheit verantwortliche Pilz entwickelt sich vor allem bei feuchtem Wetter im Frühjahr und Sommer, während Trockenheit seine Ausbreitung verlangsamt. Um einer Entomosporiose vorzubeugen, vermeiden Sie die Beregnung, da sie die Feuchtigkeit auf den Blättern begünstigt. Achten Sie auf ausreichende Abstände zwischen den Pflanzen, damit die Luft gut zirkulieren kann, und schneiden Sie sie gelegentlich zurück. Entfernen und vernichten Sie befallene sowie zu Boden gefallene Blätter, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Desinfizieren Sie Ihre Werkzeuge beim Rückschnitt mit 90-prozentigem Alkohol. Sie können außerdem einen kieselsäurereichen Ackerschachtelhalm-Auszug verwenden, der das Pflanzengewebe stärkt und die Pflanze weniger anfällig für Pilzinfektionen macht.
Behandlung: Zur Behandlung der Entomosporiose empfehlen wir, bei Auftreten der ersten Symptome Bordeauxbrühe in einer Dosierung von 20 g pro Liter Wasser anzuwenden. Wiederholen Sie die Behandlung einen Monat später.
Unser Ratgeber: „Entomosporiose: vorbeugen und bekämpfen“

Die Entomosporiose ist an roten oder braunen Flecken zu erkennen (linkes Foto: Vangelis7)
Feuerbrand
Feuerbrand wird durch das Bakterium Erwinia amylovora verursacht. Es handelt sich um eine schwere Krankheit, die bestimmte Sträucher aus der Familie der Rosengewächse befällt, darunter Zwergmispel, Feuerdorn, Eberesche, Vogelbeere und Weißdorn sowie Obstbäume wie Kultur-Apfel, Birnbaum und Quitte. Die Krankheit kann sich rasch ausbreiten und verschiedene Pflanzenarten im Garten befallen.
Symptome: Feuerbrand zeigt sich durch Welke und eine Braunfärbung der Blätter, Triebe und Blüten, die ein verbranntes Aussehen annehmen. An den befallenen Pflanzenteilen kann außerdem ein klebriger Ausfluss auftreten. Vom Feuerbrand befallene Pflanzen sind leider verloren. Sie können innerhalb weniger Monate absterben.
Vorbeugung: Die beste Möglichkeit, Feuerbrand vorzubeugen, ist die Desinfektion der Rückschnittwerkzeuge und das Vermeiden von übermäßiger Feuchtigkeit. Außerdem sollten Sie die Pflanzen regelmäßig auf Symptome kontrollieren und bei Verdacht auf eine Infektion schnell handeln.
Behandlung: Eine heilende Behandlung gibt es nicht. Ist Ihre Rote Glanzmispel von Feuerbrand befallen, müssen Sie sie so schnell wie möglich ausgraben und verbrennen, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Die Bekämpfung von Feuerbrand ist gesetzlich vorgeschrieben. Im Falle einer Ansteckung müssen Sie Ihre Gemeindeverwaltung oder den regionalen Pflanzenschutzdienst informieren.
Unser Ratgeber: „Feuerbrand erkennen, vorbeugen und bekämpfen“

Junge Triebe eines von Feuerbrand befallenen Kultur-Apfels
Lesen Sie auch
Photinia schneiden: Zeitpunkt und Methode?Blattläuse
Blattläuse sind kleine Insekten, die Blätter und junge Triebe anstechen, um Pflanzensaft zu saugen. Dadurch schwächen sie die Pflanzen. Sie können Krankheiten übertragen und Rußtau verursachen.
Symptome: Blattläuse sammeln sich meist an neuen Trieben und Blättern. Sie saugen Pflanzensaft, wodurch sich Blätter verformen können und das Wachstum der Pflanze verlangsamt wird. Sie scheiden Honigtau aus, auf dem sich Rußtau entwickeln kann. Diese Pilzkrankheit zeigt sich als schwarzer, rußähnlicher Belag auf dem Laub. Dadurch wird die Photosynthese eingeschränkt und die Pflanze geschwächt.
Vorbeugung: Fördern Sie natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer in Ihrem Garten. Vermeiden Sie übermäßige Stickstoffdüngung, da sie die Vermehrung von Blattläusen begünstigt.
Behandlung: Wir empfehlen Schwarze Seife: 15 bis 30 g in einem Liter Wasser verdünnen. Gut mischen und die Lösung bei den ersten Anzeichen auf das Laub sprühen. Reicht das nicht aus, verwenden Sie ein Insektizid auf Basis von Pflanzenpyrethrum.
Unser Ratgeber: „Blattläuse erkennen und bekämpfen“

Grüne Blattläuse
Dickmaulrüssler
Dickmaulrüssler sind 7–10 mm große, meist dunkel gefärbte Käfer und mit den Rüsselkäfern verwandt. Den Großteil ihres Lebens verbringen sie als Larven im Boden, wo sie Pflanzenwurzeln fressen. Anschließend verpuppen sie sich und werden zu Käfern, die Blätter anknabbern. Sie sind vor allem nachts aktiv. Sie befallen viele Sträucher wie Alpenrosen, Liguster, Schneeball oder Kirschlorbeer, aber auch Stauden wie Astilbe, Purpurglöckchen und Bergenie.
Symptome: Ein Befall zeigt sich durch angefressene Blätter, oft mit halbkreisförmigen oder unregelmäßigen Löchern am Rand. Auch junge Triebe können betroffen sein, wodurch sich das Wachstum der Pflanze verlangsamt. Larvenschäden sind schwerer zu erkennen, da sie weniger typisch sind. Die Wurzeln werden beschädigt und ausgehöhlt; die Pflanze stellt daraufhin ihr Wachstum ein und welkt allmählich.
Vorbeugung: Kontrollieren Sie vor dem Pflanzen sorgfältig die Wurzeln gekaufter Pflanzen. Verstecken sich Larven im Wurzelballen, können Sie sie so entfernen. Beschädigte Wurzeln können auf einen Dickmaulrüsslerbefall hinweisen. Schaffen Sie Unterschlüpfe für Igel, etwa durch einen Holz- oder Laubhaufen in einer Gartenecke: Igel fressen die Larven in der oberen Bodenschicht. Auch Rosmarin, Thymian und Knoblauch sollen Dickmaulrüssler abschrecken.
Behandlung: Am wirksamsten sind Nematoden: mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die die Larven im Boden parasitieren und abtöten. Entdecken Sie adulte Käfer auf dem Laub, sammeln Sie sie von Hand ab, um ihre Ausbreitung einzudämmen.
Unser Ratgeber: „Dickmaulrüssler bekämpfen“

Dickmaulrüsslerbefall zeigt sich durch am Blattrand angefressene Blätter
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