Krankheiten und Parasiten des Kirschlorbeers
Schädlinge, Pilz- und Bakterienkrankheiten
Inhaltsverzeichnis
Der Prunus laurocerasus, auch Kirschlorbeer wird häufig als Hecke gepflanzt. Und das aus gutem Grund: Der winterharte Strauch wächst schnell und in praktisch jedem Boden, ist immergrün und verträgt Rückschnitte gut. Außerdem blüht er, sofern er nicht zu stark geschnitten wird. Der Strauch ist besonders widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Das bedeutet jedoch nicht, dass er niemals von einem kleinen Problem betroffen ist. Genau darum geht es in diesem Ratgeber: um Krankheiten und Schädlinge des Kirschlorbeers.
→ Achtung: Der Begriff „Lorbeer“ sorgt für Verwirrung! Kirschlorbeer, Oleander, Echter Lorbeer, Lorbeerschneeball … Einige sind essbar, andere giftig! Für mehr Klarheit lesen Sie: Lorbeer: ein Sammelbegriff, der für Verwirrung sorgt.

Der Kirschlorbeer ist insgesamt ein sehr robuster Strauch
Pilzkrankheiten
Schrotschusskrankheit
Die Schrotschusskrankheit wird durch mehrere Pilze verursacht: Coryneum beijerinckii, Stigmina carpophila, Eupropolella britannica, Cercospora circumscissa oder Microgloeum pruni. Diese Krankheit tritt im Frühjahr bei milder, feuchter Witterung auf. Sie zeigt sich durch kleine, kreisrunde schwarze Flecken, die Löcher in den Blättern verursachen, worauf diese vergilben und abfallen. Die Krankheit gefährdet die Pflanze nicht, verursacht jedoch besonders unschöne Schäden und breitet sich auf die gesamte Kirschlorbeerhecke aus.
Achtung: Es gibt noch eine andere Form der „Schrotschusskrankheit“, die durch einen Pilz verursacht wird (siehe Punkt 2).

Von Stigmina carpophila befallenes Blatt
Lochfraß-Mehltau
Der Lochfraß-Mehltau (verursacht durch Pilze der Gattung Podosphaera) tritt bei warmem Wetter im zeitigen Frühjahr oder Frühherbst auf. Dieser Mehltau bildet einen weißlichen Belag auf den Blättern, gefolgt von Verformungen und Löchern, worauf die Blätter abfallen.
Natron hat einen alkalischen pH-Wert und hemmt dadurch die Entwicklung der Pilze. Selbst in sehr geringer Dosierung wirkt es gegen alle Mehltauarten. Geben Sie in 5 Liter Wasser 5 Teelöffel Natron und 3 Esslöffel Schmierseife. Spritzen Sie bei den ersten Symptomen, vorzugsweise abends, einmal pro Woche.
→ Für eine wirksame und umweltfreundliche Mehltau-Bekämpfung lesen Sie Virginias Tipps in Mehltau oder Weißfleckenkrankheit: Behandlung und Vorbeugung.
Vermeiden Sie außerdem einartige Hecken: Bringen Sie Abwechslung in die Bepflanzung Ihrer Hecken!
Lesen Sie auch
Aukube oder Japanische Goldorange kombinierenBakterielle Krankheiten
Bakterieller Schrotschuss durch Pseudomonas syringae. Bei wechselhaftem Wetter entstehen glasige Flecken mit nekrotischem, bräunlichem Zentrum und heller Umrandung.
Vorbeugen: In Krankheitsphasen nicht schneiden!
Bei Bedarf sehr sparsam Kupfer anwenden, etwa Bordeauxbrühe. Kupfersulfat ist für Wasserorganismen und Menschen schädlich und reichert sich im Boden an.
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Parasiten & Schädlinge
Obwohl sie das Überleben von Kirschlorbeer kaum gefährden, können Blattlaus- und Schildlausbefall auftreten. Kein Grund zur Sorge!
Wenn Sie dennoch mehr über diese beiden Insektenarten erfahren möchten, lesen Sie:
→ Blattläuse: Bekämpfung, Behandlung und Vorbeugung
und
→ Schildläuse: Erkennung und Behandlung

Wollläuse
Probleme durch falsche Kulturbedingungen
Ungünstige Kulturbedingungen können auch die allgemeine Gesundheit Ihres Kirschlorbeers beeinträchtigen. Denken Sie daran, dass dieser Strauch in tiefgründigem, durchlässigem, sogar trockenem Boden wächst, der jedoch nicht zu kalkhaltig sein sollte. Am besten gedeiht er im Halbschatten. Kalk im Boden hellt das Laub auf und kann sogar eine Chlorose auslösen.
Beachten Sie außerdem, dass Spätfröste manchmal die jungen Triebe des Prunus laurocerasus schädigen, auch wenn neue Triebe diesen kleinen Makel schnell ausgleichen.
Hinweis: Prunus lusitanica oder Portugiesische Lorbeerkirsche ist etwas weniger winterhart als Prunus laurocerasus (Kirschlorbeer), aber unempfindlich gegenüber Kalk, Mehltau und Schrotschusskrankheit. Außerdem verträgt dieser Strauch Trockenheit gut und bevorzugt volle Sonne.

An einem geeigneten Standort und in passendem Boden bereitet der Kirschlorbeer keine Probleme – außer durch seinen Rückschnitt, wenn er in einer langen Reihe gepflanzt wird!
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