Krankheiten und Parasiten von Neuseelandflachs
Neuseeländischer Flachs: erkennen, vorbeugen, heilen
Inhaltsverzeichnis
Phormium oder Neuseelandflachs ist eine für ihr immergrünes, dekoratives und exotisch wirkendes, teils sehr farbenprächtiges Laub geschätzte Staude. Als Sonnen- und mildes Klimapflanze (Winterhärte -8 °C) eignet sie sich ideal für Küstengärten, kann in kälteren Regionen aber auch problemlos im Topf kultiviert werden.
Diese pflegeleichte Pflanze benötigt keine besondere Pflege. Sie ist recht robust und gehört nicht zu den besonders anfälligen Pflanzen für Parasiten und Krankheiten, kann aber dennoch einige Kulturprobleme bekommen. Sehen wir uns an, wie Sie Risiken vorbeugen und wirksame, natürliche Behandlungsmethoden auswählen, damit Ihre Phormien gesund bleiben.
Alles über die Kultur von Phormium erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber: Phormium, Neuseelandflachs: Pflanzung, Rückschnitt, Pflege.
Wollläuse
Beschreibung und Symptome
Schildläuse gehören zu den häufigsten Parasiten im Garten und im Haus. Es handelt sich um kleine stechend-saugende Insekten wie Blattläuse, die sich vom Pflanzensaft ernähren. Sie sind oval geformt, wirken watteartig oder wachsartig und sind mit weißen Fäden bedeckt.
Ihr Auftreten ist leicht zu erkennen: Die Pflanze ist mit einer weißen, watteartigen Masse bedeckt, vor allem an der Blattbasis. Der Wurzelstock ist an dieser Stelle recht dicht und bietet den Schildläusen eine geschützte Umgebung. Auch Ameisen können ein Warnzeichen sein: Wie bei Blattläusen züchten sie gern Wollläuse, um sich von deren Honigtau zu ernähren. Im Gegenzug schützen sie die Läuse vor möglichen Fressfeinden – ein perfektes Beispiel für Mutualismus.
Schildläuse schwächen die Pflanze: Sie bremsen ihr Wachstum und verfärben das schöne Zierlaub dieser Pflanzen. Vor allem produzieren sie Honigtau, der die Entwicklung von Krankheiten wie Rußtau begünstigen kann. Dabei handelt es sich um einen Pilz, der an seinem klebrigen schwarzen Belag erkennbar ist, der an Ruß erinnert. Diese Pilzkrankheit beeinträchtigt die Photosynthese der Pflanze und kann bis zum Absterben führen.
Junge Neuseelandflachs-Pflanzen sind besonders anfällig für Befall durch Wollläuse.
Vorbeugung
Zur Vorbeugung sollten Sie die Pflanzen zunächst regelmäßig kontrollieren. Je früher Schädlinge und Krankheiten erkannt werden, desto leichter lassen sie sich vor einer stärkeren Ausbreitung beseitigen.
Sorgen Sie außerdem für passende Kulturbedingungen für Ihren Neuseelandflachs, damit er von Natur aus widerstandsfähiger gegen Parasiten und Krankheiten ist. Zur Erinnerung: Diese Staude bevorzugt sonnige Standorte und leichte, unbedingt gut durchlässige Böden, um Staunässe zu vermeiden. Neuseelandflachs mag eher humusreiche Böden, doch Vorsicht vor zu viel Stickstoff. Er macht das Laub empfindlicher und für stechend-saugende Insekten attraktiver.
Schildläuse bevorzugen geschützte, eher warme und feuchte Umgebungen. Wenn Sie Ihren Neuseelandflachs im Topf, Gewächshaus oder Wintergarten kultivieren, lüften Sie regelmäßig und stellen Sie ihn bei schönem Wetter ins Freie.
Fördern Sie im Garten das natürliche Gleichgewicht und die Anwesenheit von Fressfeinden (Florfliegenlarven, Marienkäfer …). Verzichten Sie dafür auf chemische Mittel, pflanzen Sie bienenfreundliche Blumen, lassen Sie einige Brachlandbereiche stehen, stellen Sie Insektenhotels auf usw.
Natürliche Behandlung
Wird ein Befall durch Wollläuse früh erkannt, können Sie sie einfach mit einem Wasserstrahl entfernen. Sie können auch ein Stück Watte, Taschentuch oder Tuch mit Seifenwasser tränken und die Schädlinge von Hand entfernen. Spülen Sie anschließend das Laub ab.
Bei einem Befall durch Wollläuse können Sie ein selbst gemachtes natürliches Insektizid auf Basis von Schmierseife verwenden. Wählen Sie immer ein Produkt mit 100 % reiner Schmierseife.
- Verdünnen Sie einen Esslöffel Schmierseife in 1 l lauwarmem Wasser.
- Füllen Sie die Mischung in eine Sprühflasche.
- Sobald die Mischung Raumtemperatur erreicht hat, schütteln Sie sie und sprühen Sie die befallenen Stellen außerhalb der Sonne ein (morgens oder abends).
- Wiederholen Sie die Anwendung bei Bedarf nach etwa zehn Tagen.
Beachten Sie, dass dieses Insektizid trotz seiner natürlichen Herkunft die Biodiversität beeinträchtigen kann, da es nicht selektiv wirkt. Auch andere Insekten, darunter Nützlinge, können betroffen sein. Prüfen Sie daher vor der Behandlung, ob sie nicht anwesend sind.
Wie immer raten wir von der Verwendung chemischer Insektizide ab. Sie können Schädlinge widerstandsfähiger machen und zur Verschmutzung sowie zum Ungleichgewicht der Böden beitragen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel: „Schildläuse: Erkennung und Behandlung“.

Schildläuse bilden kleine weiße Ansammlungen.
Lesen Sie auch
Phormium im Topf kultivieren?Marssonina oder Sternrußtau
Beschreibung und Symptome
Marsonia, auch Sternrußtau genannt, ist eine durch einen Pilz verursachte Pilzkrankheit. Sie gehört zu den im Garten weit verbreiteten Krankheiten und tritt beispielsweise bei Rosen auf.
Sie ist leicht an den schwarzen oder dunkelbraunen, oft gelb umrandeten Flecken auf dem Laub zu erkennen. Die Krankheit lässt die Blätter zunächst gelb werden und anschließend absterben.
Vorbeugung
Wärme und Feuchtigkeit begünstigen die Entwicklung von Marsonia, die meist im Frühjahr oder Herbst auftritt.
Einige Maßnahmen helfen, ihre Ausbreitung einzudämmen.
- Sorgen Sie für gute Kulturbedingungen Ihrer Neuseelandflachse und achten Sie auf eine gute Bodenentwässerung. Halten Sie außerdem die Pflanzabstände ein, damit eine gute natürliche Belüftung gewährleistet ist. Pflanzen Sie einen Neuseelandflachs nicht an einen Standort, an dem bereits Marsonia aufgetreten ist.
- Vermeiden Sie es, das Laub reichlich zu bewässern, und gießen Sie stattdessen direkt am Fuß der Pflanze.
- Verwenden Sie bei einem nötigen Rückschnitt stets zuvor mit Alkohol desinfizierte Schneidwerkzeuge (Gartenschere, Schere), um das Risiko einer Krankheitsübertragung zu begrenzen.
Brennnesseljauche und Schachtelhalmbrühe werden von vielen Gärtnern ebenfalls verwendet, um die natürlichen Abwehrkräfte der Pflanzen zu stärken. Ihre Wirkung soll auch pilzhemmend sein, ist jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen. Sie werden verdünnt im Frühjahr auf das Laub gesprüht (vor Sonnenstrahlen geschützt) und regelmäßig erneut angewendet.
Hier finden Sie unsere Rezepte und ausführlichen Beiträge: Schachtelhalmjauche herstellen und Brennnesseljauche herstellen.
Natürliche Behandlung
Entfernen Sie befallene Pflanzenteile bereits bei den ersten Symptomen umgehend und bringen Sie sie zur Deponie (lassen Sie sie nicht liegen und geben Sie sie nicht auf den Kompost, um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden).
Die Bordeauxbrühe auf Kupferbasis gilt als wirksames pilzhemmendes Mittel. Obwohl das Produkt im ökologischen Landbau eingesetzt werden darf, ist es nicht unbedenklich. Bei zu häufiger und umfangreicher Anwendung kann es das Gleichgewicht des Bodens stören, da es alle Pilze und anderen Mikroorganismen unterschiedslos bekämpft.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Beiträgen: Bordeauxbrühe und andere Kupfermittel im Garten und Alles über Pilzkrankheiten.

Symptome von Marsonia, hier an einer Rose
Schnecken und Nacktschnecken
Beschreibung und Symptome
Schnecken und Nacktschnecken können sich im Frühjahr am jungen Laub gütlich tun. Meist lassen sie die Pflanze jedoch nicht absterben.
Vorbeugung
Gegen Schnecken gibt es fast so viele vorbeugende Maßnahmen wie Gärtner: Bierfallen, natürliche Barrieren aus Asche, Eierschalen oder Kieselgur, abschreckende Pflanzen, manuelles Absammeln bei Einbruch der Dunkelheit usw.
Natürliche Behandlung
Zur Bekämpfung von Schnecken und Nacktschnecken gibt es Ferramol-Produkte, die im ökologischen Landbau eingesetzt werden können. Die Pellets wirken appetithemmend und führen zum Tod der Schnecken.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel Schnecken: 7 wirksame und natürliche Bekämpfungsmethoden.

Schnecken und Nacktschnecken verursachen zwar Fraßschäden, sind aber meist harmlos.
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