Lärmschutzhecke pflanzen
Für maximalen Sichtschutz
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Lärm im Garten nervt? Tipps gegen Straßenlärm und eine Hecke als Schallschutz schaffen wieder Ruhe.
Lärm: eine problematische Belastung
Lärm kann in Ihrem Garten und im Haus zu einer erheblichen Belastung werden – etwa durch Straßenverkehr, Bauarbeiten in der Nähe, laute Haustiere des Nachbarn oder Haushaltsgeräte. Neben der Belästigung kann eine langfristige Belastung durch starken Lärm gesundheitliche Probleme wie Stress, Schlafstörungen und Hörverlust verursachen.
Um den Lärm in Ihrem Garten zu reduzieren, können Sie natürliche Lärmschutzmaßnahmen wie Hecken, begrünte Wände und Bäume einsetzen. Diese Pflanzungen können Lärm absorbieren und abschirmen und zugleich die Optik Ihres Außenbereichs verbessern. Auch Springbrunnen und Wasserwände können Lärm durch beruhigende Geräusche überdecken.
Außerdem ist es sinnvoll, die Lärmquelle zu ermitteln und zu prüfen, ob Sie direkt etwas dagegen unternehmen können. Kommt der Lärm beispielsweise vom Nachbarn, kann ein freundliches Gespräch der erste Schritt zur Lösung sein.

Das Gespräch mit den Nachbarn zu suchen, ist der erste Schritt, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden
Was sagt das Gesetz?
In Frankreich: Die französischen Lärmschutzvorschriften sind im Gesetzbuch für das öffentliche Gesundheitswesen, im Umweltgesetzbuch und im Strafgesetzbuch festgelegt. Lärmbelästigungen können als Ruhestörung am Tag oder in der Nacht gelten, wobei Letztere als schwerwiegender eingestuft wird. Artikel R1334-31 des Gesetzbuchs für das öffentliche Gesundheitswesen bestimmt: „Kein besonderer Lärm darf durch seine Dauer, Wiederholung oder Intensität die Ruhe der Nachbarschaft oder die Gesundheit von Menschen an einem öffentlichen oder privaten Ort beeinträchtigen, unabhängig davon, ob eine Person ihn selbst verursacht oder dafür verantwortlich ist.“
In Belgien: Die Lärmschutzvorschriften unterscheiden sich je nach Region (Flandern, Wallonie, Brüssel) und können auch von Gemeinde zu Gemeinde variieren. Lärmbelästigungen werden in der Regel durch allgemeine Polizeiverordnungen der Gemeindebehörden geregelt. Diese können verschiedene Lärmquellen betreffen, darunter Fahrzeuge, Maschinen und Musik.
Für Nachbarschaftslärm gibt es keinen festen Dezibelgrenzwert. Entscheidend ist vielmehr, wie häufig, intensiv oder lange der Lärm auftritt, um festzustellen, ob er eine Belästigung darstellt. Zur Orientierung: Für Lärm am Arbeitsplatz schreiben die Gesetze beider Länder vor, dass die Lärmbelastung über einen Zeitraum von acht Stunden durchschnittlich 85 Dezibel nicht überschreiten darf.
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Mit diesen Strategien schaffen Sie einen ruhigeren Außenbereich:
- Hecken und Bäume pflanzen: Pflanzen absorbieren Schall. Bäume, Sträucher und Hecken wirken als natürliche Barrieren und dämpfen Verkehrslärm oder Geräusche von Nachbarn.
- Eine Lärmschutzwand aufstellen: Bei starkem Lärm können Sie eine Lärmschutzwand aus Holz, Stein oder anderen Materialien errichten. Beachten Sie die örtlichen Vorschriften zu Höhe und Position von Einfriedungen.
- Weißes Rauschen erzeugen: Wasserfontänen, Windspiele und im Wind raschelnde Pflanzen schaffen ein beruhigendes Hintergrundgeräusch, das störende Geräusche überdeckt.
- Die Gartengestaltung strategisch planen: Terrassen und Sitzplätze lassen sich abseits der Lärmquellen anlegen. Pergolen und Pavillons können zusätzlich helfen, den Schall abzuhalten.
- Schallabsorbierende Gartenmöbel wählen: Weiche Materialien absorbieren Schall besser als harte Oberflächen. Gepolsterte Gartenmöbel können daher den Lärm mindern.
- Einen Terrassengarten anlegen: Liegt Ihr Garten an einem Hang, kann eine terrassierte Gestaltung den Schall zerstreuen, bevor er Ihr Haus erreicht.
→ Mehr dazu: Jeder Garten ist einzigartig. Was in einem Garten funktioniert, muss in einem anderen nicht ebenso wirksam sein. Ein Landschaftsarchitekt oder Akustik-Experte kann Sie individuell zur Lärmminderung in Ihrem Garten beraten.

Eine Hecke ist für die Begrünung und Lärmminderung besonders wichtig. Achten Sie auch auf die Lage der Ruhebereiche, ergänzen Sie Geräuschquellen wie einen Springbrunnen und wählen Sie passende Gartenmöbel.
Welche Pflanzen für diesen Heckentyp?
Das Anlegen einer Lärmschutzhecke kann helfen, die Lärmbelastung in Ihrem Garten deutlich zu verringern. Für eine optimale Wirkung empfiehlt es sich, Pflanzen mit dichtem, immergrünem Laub zu wählen, die das ganze Jahr über Schall absorbieren. Hier einige Pflanzen, die häufig für Lärmschutzhecken verwendet werden:
- Lebensbaum (Thuja spp.): Diese schnell wachsenden Nadelgehölze haben ein dichtes Laub, das Schall wirksam absorbieren kann. Der Lebensbaum ‚Smaragd‘ ist besonders beliebt für Hecken.
- Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus): Der Kirschlorbeer ist ein schnell wachsender Strauch mit großen, glänzenden Blättern, die Schall wirksam abschirmen.
- Europäische Eibe (Taxus baccata): Die Eibe ist ein langsam wachsendes Nadelgehölz, das häufig für formale Hecken verwendet wird. Ihr dichtes Laub schirmt Schall hervorragend ab.
- Gewöhnliche Stechpalme (Ilex aquifolium): Die Stechpalme ist ein immergrüner Baum mit dicken, gezähnten Blättern, die zur Schallabsorption beitragen.
- Gewöhnliche Hainbuche (Carpinus betulus): Das Laub der Hainbuche ist marzeszent. Das bedeutet, dass die abgestorbenen Blätter bis zum Frühjahr am Baum bleiben. Dadurch eignet sie sich gut als Lärmschutzhecke.
- Leyland-Zypresse (Cupressocyparis leylandii): Dieses Nadelgehölz wächst sehr schnell, kann eine große Höhe erreichen und bietet einen guten Lärmschutz.
- Bambus (Phyllostachys, Fargesia usw.): Bambus eignet sich hervorragend zur Lärmreduzierung, da er schnell wächst und große Höhen erreichen kann. Einige Bambusarten können sich jedoch stark ausbreiten. Daher sollten Sie besser nicht ausläuferbildende Sorten wie Fargesia wählen.
Jede Pflanze hat eigene Ansprüche an Boden, Licht und Wasser. Daher ist es wichtig, Pflanzen zu wählen, die zu Ihrem Standort passen. Für eine maximale Wirkung muss die Hecke außerdem ausreichend hoch und dicht sein, in der Regel mindestens 2 Meter hoch und 1 Meter breit.

Lebensbaum, Hainbuche und Kirschlorbeer
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5 gute Gründe für einen HandrasenmäherLärmschutzhecke pflanzen: Wie und wo?
Das Pflanzen einer Lärmschutzhecke erfordert etwas Planung und Vorbereitung. Diese Schritte helfen Ihnen beim Einstieg:
- Standort der Hecke bestimmen: Die Hecke sollte natürlich zwischen der Lärmquelle, zum Beispiel einer Straße, und dem zu schützenden Bereich stehen. Pflanzen Sie sie möglichst nah an der Lärmquelle, da sie den Lärm dort wirksamer reduziert als in der Nähe des zu schützenden Bereichs.
- Geeignete Pflanzen wählen: Entscheiden Sie sich für Pflanzen mit dichtem, immergrünem Laub, damit der Lärmschutz ganzjährig besteht. Achten Sie außerdem darauf, Pflanzen zu wählen, die an das Klima und den Bodentyp Ihres Gartens angepasst sind.
- Boden vorbereiten: Entfernen Sie vor dem Pflanzen das Unkraut und lockern Sie den Boden mit dem Spaten. Kompost oder andere Bodenverbesserer können die Bodenfruchtbarkeit steigern.
- Hecke pflanzen: Heben Sie Pflanzlöcher aus, die doppelt so breit und etwas tiefer als die Wurzeln der Pflanzen sind. Setzen Sie jede Pflanze in ihr Loch und achten Sie darauf, dass der Wurzelansatz auf Höhe der Bodenoberfläche liegt. Füllen Sie die Löcher mit dem Aushub, drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie reichlich.
- Pflanzabstand: Der Abstand hängt von der gewählten Sorte ab. Einige Sträucher, etwa Kirschlorbeer, können mit einem Abstand von etwa 80 cm gepflanzt werden, während Koniferen wie Thuja 60 cm Abstand benötigen können.
- Pflege: Gießen Sie die Hecke im ersten Jahr nach der Pflanzung regelmäßig. Schneiden Sie sie einmal jährlich, damit sie dicht und kompakt bleibt und den Lärm wirksamer abschirmt.
- Höhe und Breite: Eine Hecke muss ausreichend hoch und breit sein, um wirksam zu sein. Eine 2 m hohe Hecke kann Verkehrslärm mindern. Bei stärkerem Lärm ist möglicherweise eine höhere Hecke erforderlich. Eine Breite von mindestens 1 m wird in der Regel empfohlen.
Bedenken Sie, dass Sie Geduld brauchen. Es dauert einige Zeit, bis Ihre Hecke wächst und eine Größe erreicht, in der sie den Lärm wirksam abschirmt. In der Zwischenzeit können Sie weitere Lösungen zur Lärmminderung erwägen, etwa eine Lärmschutzwand oder weißes Rauschen durch einen Springbrunnen oder Teich.
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