Magnolie: die passende Sorte für Ihren Garten

Magnolie: die passende Sorte für Ihren Garten

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Inhaltsverzeichnis

Geändert der 13. August 2025  durch Gwenaëlle 6 min.

Großblütige Magnolien: spektakuläre, pflegeleichte Blütenbäume. Arten und Hybriden von 3 bis über 10 m – Tipps für die beste Wahl.

Schwierigkeit

Je nach Laub: immergrün oder sommergrün

Es gibt zwei große Kategorien von Magnolien:

  • sommergrüne Magnolien aus Asien (China und Japan), die im Frühjahr blühen,
  • Magnolia grandiflora oder Tulpen-Magnolien, auch großblütige Magnolien genannt, die immergrün sind und aus dem Südosten der USA stammen. Sie blühen im Sommer.

Sommergrüne Magnolien zeichnen sich durch ihre Blüte am nackten Holz aus, wodurch ihre großen rosa, weißen oder seltener gelben Blüten besonders gut zur Geltung kommen. Die Blütezeit reicht von März bis Juni, manchmal sogar bis Juli. Wenn Sie Ihrem Garten eine prächtige, mehrere Wochen dauernde Frühjahrsblüte schenken möchten, ist eine Magnolia soulangeana oder stellata die perfekte Wahl. Diese Sträucher wirken als Solitär oder im Beet besonders schön. Einige sommergrüne Arten wie Magnolia tripetala beeindrucken jedoch mit üppigem Laub, das ihren größten Vorzug darstellt.

Die verschiedenen Sorten immergrüner Magnolien, der Magnolien grandiflora, verleihen dem Garten mit ihrem riesigen Laub einen ausgesprochen exotischen Charakter. Sie gehören zu den wenigen immergrünen Bäumen und sorgen dank ihrer glänzenden, dunkelgrünen Blätter das ganze Jahr über für eine besondere Gartengestaltung. Ihr langsames Wachstum in den ersten Jahren macht sie zu attraktiven Sträuchern. Sie eignen sich hervorragend als Solitär auf einer Rasenfläche, etwa Magnolia grandiflora Alta mit schmaler Wuchsform oder Magnolia grandiflora Galissonière.

Magnolie

Magnolia liliflora ‚Nigra‘ (sommergrünes Laub) und Magnolia grandiflora (immergrünes Laub)

Blütezeit: Frühling oder Sommer

Die beiden Hauptblütezeiten der Magnolien sind Frühling und Sommer, wobei es je nach Art einige Unterschiede gibt und im Herbst sogar eine schwache Nachblüte möglich ist.

Die Frühjahrsblüte erstreckt sich bei den frühesten Sorten von März bis Anfang Juli. Die ausgewählten Sträucher benötigen einen besonders geschützten Standort, damit die samtigen Blütenknospen bestmöglich vor Spätfrösten und den am Winterende noch auftretenden Winden geschützt sind.

Zu den Frühblühern ab März zählt Magnolia soulangeana ‘Heavy Scent’ mit rosafarbenen, tulpenförmigen Blüten. Sie blüht bereits nach drei Jahren. Magnolia loebneri ‘Merrill’ besitzt sehr zarte, rosafarbene, sternförmige Blüten. Die Magnolie ‚Fairy White‘ – Hybrid-Magnolie ist eine neue Züchtung und ein seltener Strauch mit weißer, zart duftender Frühjahrsblüte und immergrünem Laub.

Später blühende Magnolien vertragen kalte Klimate besser, etwa die Magnolia sieboldii, deren Blüten sich von Mai bis Juli öffnen. Die außergewöhnliche Magnolia brooklynensis ‚Eva Maria‘ blüht ebenfalls ab Mai an bereits belaubten Zweigen. Ihre schalenförmigen Blüten bieten ein faszinierendes Schauspiel, da sich ihre Farbe im Laufe der Blüte verändert.

Wenn Sie die meist sehr duftende Sommerblüte besonders reizvoll finden, sind immergrüne Magnolien wie Magnolia ‘Alta’ oder Magnolia delavayi mit großen, 10 bis 20 cm breiten, cremefarbenen Blüten und zitronigem Duft wunderschöne Begleiter im Garten.

→ Lesen Sie auch: 5 Magnolien mit Sommerblüte und 5 Magnolien mit Frühjahrsblüte

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Magnolia loebneri ‚Merrill‘, Magnolia sieboldii und Magnolia delavayii

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Je nach Größe: kleiner oder großer Garten

Magnolien werden oft sehr groß (manche erreichen eine Höhe von bis zu 15 m) und wachsen mit zunehmendem Alter zu Bäumen heran. Meist handelt es sich jedoch um Strauchformen, die wegen ihres langsamen Wachstums oft als Sträucher kultiviert werden. Ihre Maße liegen meist zwischen 2,50 und 5 m Höhe, daher eignen sie sich sehr gut für kleine und mittelgroße Gärten. Sie können sogar in Haus- oder Terrassennähe gepflanzt werden, da ihre oberflächennahen Wurzeln für Fundamente oder Leitungen unproblematisch sind.

Für kleine Gärten

Magnolia stellata mit ihren reizenden, meist weißen, sternförmigen Blüten bleibt kompakt und eignet sich gut für kleine Bereiche, die sie wirkungsvoll verschönert. Die Magnolia stellata ‘Gold Star’ mit hellgelben Blüten von April bis Mai eignet sich dank ihres geringen Wuchses (3 m in alle Richtungen) sehr gut für einen kleinen Garten. Auch die Magnolia ‚liliflora nigra’ mit ihren rosafarbenen, schalenförmigen Blüten ist sommergrün und bleibt mit 2 m Höhe und Breite kompakt – eine gute Wahl für kleine Bereiche. Selbst eine immergrüne Zwergmagnolie mit Sommerblüte wie die grandiflora ‘Little Gem’ kommt infrage. Ihre herrlichen, cremefarbenen, duftenden Blütenstände und ihre geringe Größe (2,50 m) machen sie ideal für begrenzte Flächen.

→ Lesen Sie auch: 7 Magnolien für kleine Gärten

Für große Gärten

Wenn Sie über viel Platz verfügen, wählen Sie ohne zu zögern eine Magnolia grandiflora. In ihrer natürlichen Heimat erreichen diese Magnolien problemlos 20 m Höhe, unter unseren klimatischen Bedingungen wachsen sie jedoch viele Jahre lang als Sträucher. Ihre Sommerblüte ist zwar unauffälliger als die sommergrüner Magnolien, doch die zahlreichen neuen Kultivare bieten beeindruckende Blätter. Diese Art ist wegen der exotischen Wirkung ihres großen Laubs besonders interessant.

Eine weitere mögliche Wahl ist die Magnolia obovata. Die 10 m hohe, sommergrüne Magnolie bezaubert mit sehr großen Blättern und cremefarbenen Blüten im späten Frühjahr.

Schließlich verleiht die Kobushi-Magnolie (Magnolia kobus) aus Japan mit ihren herrlichen weißen Blüten einer großen Rasenfläche eine besondere Eleganz. Allerdings sollte man wissen, dass dieser 10 m hohe Baum erst nach etwa zehn Jahren blüht.

→ Lesen Sie auch: 7 majestätische Magnolien für große Gärten.

Je nach Winterhärte

Aufgrund ihrer asiatischen und amerikanischen Herkunft sind Magnolien nicht sehr frostempfindlich. Sie vertragen Temperaturen bis -15 °C gut. Daher können Sie sie fast überall in Deutschland pflanzen, außer in höheren Lagen der Gebirge, wo es zu kalt ist.

Bei der Blüte sommergrüner Sorten zwischen März und April sind die zarten, flaumigen Blütenknospen jedoch frostgefährdet. Auch wenn der Baum starke Minusgrade verträgt, sollten Sie in kälteren Regionen spät blühende Sorten wählen, die ab Mai blühen, etwa Magnolia sieboldii mit ihren bezaubernden, rot gefüllten Glockenblüten oder eine Magnolia hypoleuca (obovata). Sie beeindruckt mit großen Blättern und wunderschönen weißen Blüten und ist bis -20 °C winterhart.

In jedem Fall sollten Sie Ihre Magnolie an einem windgeschützten Standort pflanzen.

Je nach Blütenform

Die Farben reichen vor allem von Weiß und Creme über Zartrosa bis Purpur und Gelb und sind sicher entscheidend für Ihre Wahl. Doch auch die große Formenvielfalt macht Magnolien so besonders: aufrecht stehende Solitärblüten in Schalen- oder Becherform, sternförmige, spitze oder runde Blüten sowie hängende Blüten – die Wirkung ist stets anders, aber immer äußerst anmutig.

Sie lieben große, fleischige, tulpenförmige Blüten? Magnolia soulangeana und Magnolia grandiflora mit ihren schönen Kelchblüten und zahlreichen Staubblättern sind wie für Sie gemacht. Bevorzugen Sie zarte, spitz zulaufende, sternförmige Blüten, passen lilienblütige Magnolien (liliiflora) sowie Magnolia stellata und Magnolia loebneri mit an den Spitzen leicht gekrümmten Blütenblättern – eigentlich Tepalen – bestens. Wenn Sie das Besondere reizt, bringt die Siebold-Magnolie (sieboldii) mit ihren hängenden Glockenblüten und dem köstlichen Zitronenduft eine frische, zweifarbige Note in den Garten: Ihr Zentrum ist karmesinrot.

Je nach Boden

Magnolien bevorzugen nährstoffreiche, frische bis feuchte und gut durchlässige Böden. Pflanzen Sie sie in neutrale bis saure Erde, da sie kalkhaltigen Boden nicht vertragen.

Einige Ausnahmen gibt es: Die majestätische Magnolia kobus (Kobushi-Magnolie) verträgt Kalk. Magnolia x loebneri ‚Leonard Messei‘ kommt auch mit leicht alkalischen Böden zurecht. Die etwas seltenere Magnolia denudata kann ebenfalls in leicht saurem Boden wachsen, sofern dieser frisch und humusreich bleibt.

Magnolia grandiflora verträgt kalkhaltige und – ungewöhnlich für Magnolien – auch etwas trockene Böden.

Die Wurzeln von Magnolien bleiben oberflächlich in der oberen Bodenschicht. Bei der Pflanzung ist daher Vorsicht geboten. Der ideale Pflanzzeitpunkt ist das Frühjahr.

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Kobushi-Magnolie und Immergrüne Magnolie kommen mit leicht kalkhaltigem Boden zurecht

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Magnolie: Die richtige Wahl treffen