Mückenvermehrung verhindern?
Die schönen Tage entspannt genießen!
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Oh nein! Der Sommer ist da – mit Flip-Flops, Sonnencreme und geselligen Aperitifs. Doch Überraschungsgäste verderben gern Abende auf der Terrasse, Picknicks im Grünen oder Angelausflüge. Denn Mücken sind zurück und freuen sich, das Blut der ganzen Familie zu saugen!
Wie schützt man sich vor diesen lästigen, hartnäckigen und hungrigen Plagegeistern? Wir erinnern Sie an einfache, wirksame Maßnahmen gegen ihre Vermehrung, die im Garten beginnt.
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Welche Mückenarten gibt es in Frankreich?
Um einen Feind bekämpfen zu können, muss man zunächst mehr über ihn wissen. Nur wenige wissen, dass Mücken zur Insektenfamilie der Culicidae gehören, die der Ordnung der Zweiflügler zugeordnet wird. Sie zeichnen sich durch lange, dünne Fühler, schuppenbesetzte Flügel und vor allem Weibchen mit langen, starren Stechrüsseln aus. Weltweit sind über 3.500 Mückenarten bekannt, doch glücklicherweise sticht nur ein weit kleinerer Teil den Menschen! In Frankreich und den Nachbarländern gibt es insbesondere:
- Die Aedes-Arten, zu denen die Aedes caspius oder Sumpfmücke und die Aedes albopictus oder Asiatische Tigermücke, gehören. Sie ist vor etwa 15 Jahren auf dem französischen Festland angekommen. Stiche der Tigermücke können Krankheiten wie Chikungunya, Denguefieber, das Zika-Virus oder Gelbfieber übertragen. Entomologen schätzen, dass sie bis 2030 im gesamten französischen Mutterland und in Europa verbreitet sein wird. Die große Besonderheit der Aedes-Arten ist, dass sie tagaktiv sind: Die Weibchen stechen tagsüber.
- Die Anopheles-Mücken, Überträger der Malaria. Sie sind weit verbreitet und kommen in Südfrankreich, auf Korsika, in der Camargue und im Rhône-Delta vor. Anopheles-Mücken vermehren sich in Reisfeldern und Sümpfen, in stehenden, sauberen Gewässern. Die weiblichen Anopheles sind nachts besonders aktiv, von der Abenddämmerung bis zum Morgengrauen.
- Die Culex-Mücken, die in Frankreich am häufigsten vorkommende Art. Man findet sie überall: in der Stadt und auf dem Land, in tropischen und gemäßigten Regionen. Sie bevorzugen besonders stehende, nährstoffreiche Gewässer, etwa Teiche, Baumstümpfe, Abläufe von Kläranlagen, Regenwassersammler, Becken und verschiedene Behälter sowie Schilfbestände. Culex-Mücken stechen meist nachts.

Sumpfmücke und Asiatische Tigermücke
Wie jeder weiß, stechen nur die weiblichen Mücken. Sie können bis zum Doppelten ihres Körpergewichts an Blut aufnehmen! Die Männchen sind dagegen harmlos. Nach der Paarung beginnt der Lebenszyklus mit der Eiablage. Anschließend benötigt das Weibchen eine Blutmahlzeit, deren Proteine für die Reifung seiner Eier gebraucht werden. Danach ist Wasser nötig, damit sie schlüpfen und Larven hervorbringen. Manche Mücken stechen bevorzugt Menschen, andere alle Säugetiere, die ihnen begegnen, während wieder andere Vögel stechen (sie werden als ornithophil bezeichnet).
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10 wirksame Pflanzen gegen MückenWas zieht Mücken an?
Mehrere Faktoren können Mücken anlocken:
- Licht: Nicht das Licht an sich lockt Mücken an, denn sie sind blind. Tatsächlich zieht sie die etwa von Glühbirnen erzeugte Wärme an. Tagsüber suchen Mücken Schatten, um sich vor der Sonnenwärme zu schützen.
- Gerüche: Weibliche Mücken auf der Suche nach Blut reagieren empfindlich auf Gerüche. Anhand von Atem und Schweiß spüren sie ihre Opfer auf. Anthropophile Arten, die Menschen stechen, reagieren besonders auf Milchsäure und Talg (Hautgeruch), Ammoniak (Schweiß- oder Atemgeruch), Urin, Alkohol- und Parfümdämpfe sowie auf den Geruch von Personen, die Bier oder Käse konsumiert haben.
- Vibrationen.
- Temperatur: Mücken reagieren empfindlich auf Wärme und werden stärker von Personen mit erhöhter Körpertemperatur angezogen. Die Thermorezeptoren weiblicher Mücken zeigen ihnen außerdem die kleinen Venen ihrer Opfer an.
- Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Schwangere und Menschen mit Blutgruppe 0 ebenfalls häufiger gestochen werden.
Mücken werden mit dem Sommer verbunden, da in dieser Zeit Gärten und Grünflächen bewässert werden. Dadurch entstehen unweigerlich warme, stehende Gewässer, die Mücken besonders anziehen. Sie sollten sich daher besonders vor dem Zusammenspiel von Wärme und Wasser (Regen oder Bewässerung) hüten: Ab 20 °C können sich die Eier über 12 bis 20 aufeinanderfolgende Tage hinweg entwickeln. Durch die globale Erwärmung sind die Bedingungen für ihre Entwicklung jedes Jahr früher erfüllt.
Mücken zu Hause: Vermehrung verhindern?
80 % der Mücken entwickeln sich in unseren Gärten. Einfache Vorsorgemaßnahmen können die Vermehrung aller Mückenarten eindämmen, auch der Tigermücke. Um die Mückendichte zu senken, hilft dauerhaft nur die Beseitigung der Brutstätten, denn Mücken können ein Gebiet bereits 10 Tage nach einer Mückenbekämpfung wieder besiedeln.
Der beste Schutz vor Mücken besteht darin, ab den ersten warmen Tagen alle Stellen und Gegenstände, in denen sich Wasser sammeln kann, zu leeren oder zu entfernen (Regen- oder Gießwasser), damit die Mücken in Ihrem Garten keine Eier ablegen und sich nicht vermehren können. Weibliche Mücken bevorzugen zum Eierlegen kleine Wassermengen: Schon die Menge eines Flaschendeckels kann genügen, und sie legen alle 15 Tage bis zu 200 Eier. Beginnen Sie daher bereits im April und mit den ersten Frühlingsregen mit der Suche nach stehendem Wasser!
- Leeren Sie zunächst alle künstlichen Gefäße und Behälter, in denen Wasser stehen kann: Vasen, Töpfe und Untersetzer, Kanister, Rinnen, Eimer, Gießkannen, aber auch im Garten liegengelassene Gegenstände wie Kinderspielzeug, Reifen, Bau- und Gartengeräte, Schubkarren usw.
→ Kleiner Tipp: Sie können Sand in die Untersetzer von Blumentöpfen geben: Die Pflanze erhält weiterhin Wasser, aber die Mücke kann dort keine Eier ablegen.
- Kontrollieren Sie Regentonnen: In mehr als 50 % der Fälle befinden sich die Brutstätten in einer Regentonne. Wenn Sie eine offene Zisterne haben, decken Sie sie mit einem sehr feinmaschigen Gitter (z. B. einem Vorratsgitter) ab.
→ Gut zu wissen: Auch in eine mit einem Deckel verschlossene Regentonne kann die Mücke durch das Fallrohr hinein- und wieder hinausgelangen. Spannen Sie einfach ein Moskitonetz oder Tuch zwischen Fallrohr und Wasseroberfläche. Kontrollieren und entfernen Sie jede Woche vorhandene Larven.
- Decken Sie Wasserbehälter ab (Zisternen, Teiche, ungenutzte Schwimmbecken …), etwa mit einem Vlies oder einem einfachen Tuch, damit die Mücken nicht hineingelangen können.
- Geben Sie Kupfer in Regentonnen und Wasserbehälter: Da Kupfer ein natürliches Biozid ist, legen Sie einige 1-, 2- oder 5-Cent-Münzen in Ihre Untersetzer. Für einen größeren Behälter genügen etwa zehn Münzen pro 100 l Wasser.
- Sorgen Sie für den Abfluss von Regenwasser: In Schächten und durch Laub oder andere Ablagerungen verstopften Dachrinnen kann Wasser stehen bleiben. Verschließen Sie Ihre Schächte wasserdicht.
- Wenn Sie eine automatische Bewässerung installiert haben, achten Sie darauf, dass sich keine regelmäßig wiederkehrenden kleinen Pfützen bilden – weder auf dem Rasen noch in den Beeten oder auf befestigten Flächen.
- Kontrollieren Sie den Bereich unter Terrassen auf Stelzlagern.
- Wechseln Sie regelmäßig das Wasser in den Tränken für Tiere (Hühner, Pferde, Hunde usw.) sowie in Vogeltränken, sofern Sie welche im Garten aufgestellt haben.
- Wenn Sie einen Zierteich haben, setzen Sie Uferpflanzen hinein, um ein kleines Ökosystem zu schaffen, das Libellen anlockt: Sie ernähren sich von Mückenlarven.
- Denken Sie auch an die Pflege von Gräbern auf Friedhöfen: Sie sind für die Vermehrung von Mücken besonders geeignete Orte.
- Entfernen Sie den Bewuchs an hohen Gräsern und Hecken und sammeln Sie herabgefallenes Obst auf.
- Entfernen Sie bei Spaziergängen in der Natur überall, wo es möglich ist, Abfälle (Reifen, Konservendosen, Plastiktüten usw.), in denen sich Wasser sammeln kann.
Drehen Sie von April bis November einmal pro Woche eine Runde durch Ihren Außenbereich, um alle kleinen Wasseransammlungen zu beseitigen und zu leeren. Fordern Sie auch Ihre Nachbarn dazu auf und geben Sie diese Information weiter!

Im Garten und rund ums Haus gibt es unzählige Stellen, an denen sich Mücken vermehren können
Da die örtlichen Behörden für Hygiene und Sauberkeit in ihrem Zuständigkeitsbereich verantwortlich sind, wenden Sie sich an Ihr Rathaus, um sich über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Mückenvermehrung, insbesondere der Tigermücke, zu informieren.
Mücken vertreiben: Abwehrpflanzen im Garten
Bei der Bepflanzung von Blumenkästen, Ampeln oder Beeten können Sie natürlich abschreckende Pflanzen zur Mückenabwehr integrieren:
- Lemongras (Ölgewinnung
- Zitronenstrauch
- Duftende Pelargonie (Pelargonium citriodorum)
- Melisse
- Basilikum
- Tomate: Pflanzen Sie einige Kirschtomaten im Topf oder Kübel auf Ihrer Terrasse. So verbinden Sie das Nützliche mit dem Angenehmen!
- Entdecken Sie auch eine Blumenmischung zur Mückenabwehr (Anis, Basilikum, Katzenminze …)
Befolgen Sie die Tipps in unserem Artikel: „10 wirksame Pflanzen gegen Mücken“.
Sehen Sie unser Video über 6 Pflanzen gegen Mücken:
Das Pflanzen abschreckender Gewächse ist nicht zu 100 % wirksam: Tragen Sie in stark betroffenen Regionen, besonders abends, weite Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Verzichten Sie auf chemische Produkte: Sie sind für Mücken ebenso gefährlich wie für Sie und andere Insekten, ohne sie vollständig zu beseitigen! Zudem haben sich einige Mückenarten an die zu ihrer Bekämpfung eingesetzten Insektizide angepasst.
Natürliche Insektenfresser fördern
Insektenjäger gehen zurück, Mücken nehmen zu. Fördern Sie Reptilien, Amphibien, Fledermäuse, Spinnen, Libellen und Stängelloses Leimkraut im Garten!
Biologische Mittel und Fallen nutzen
Biologische Larvizide mit Bacillus thuringiensis behandeln Wasserstellen gefahrlos. Eiablagefallen stoppen den Mückenzyklus.
Die vermeintlich guten Ideen
Mücken brüten nicht in Sträuchern: Schneiden hilft nicht. Sie vermehren sich in kleinsten Wassergefäßen. Bekämpfung wirkt kurz, ist bei Gefahr nötig.
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