Ochsenzunge im Topf kultivieren

Ochsenzunge im Topf kultivieren

Diese Staude mit leuchtend blauen Blüten gedeiht auch im Topf

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 15. Oktober 2025  durch Pascale 4 min.

Anchusa azurea, auch Italienische Ochsenzunge, blüht azurblau. Pflegeleicht, winterhart, genügsam: ideale Staude für Beet, Steingarten und Topf.

Schwierigkeit

Welcher Topf für Ochsenzunge?

Aufgrund ihres imposanten Wurzelsystems gedeiht die Anchusa azurea in tiefgründigem Boden. Wählen Sie daher einen Topf mit Abzugslöchern und mindestens 30 cm Tiefe – besser noch tiefer, wenn möglich. Terrakotta ist anderen Materialien vorzuziehen, da sie temperaturregulierend wirkt und von Natur aus porös ist. Denn die Ochsenzunge hat einen kleinen Nachteil: Bei zu nassem Substrat verschwindet sie im Winter. Ein Tontopf verringert dieses Risiko.

Für optimale Kulturbedingungen legen Sie eine ausreichend dicke Schicht Kies oder Blähton auf den Topfboden. Sie verbessert den Wasserabzug.

anchusa azurea

Welches Substrat für Ochsenzunge im Topf?

Italienische Ochsenzunge: anspruchslos, lockerer Boden. Im Topf je 1/3 Gartenerde, Blumenerde und Sand auf Blähton – drainierend gegen Wurzelfäule.

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Ochsenzunge im Topf pflanzen: wann und wie?

Ochsenzunge lässt sich schlecht verpflanzen. Besser säen: im Juni bei 20 °C oder ab Februar geschützt. Im Herbst pikieren und mulchen.

Welcher Standort für Ochsenzunge?

Ochsenzunge liebt Sonne und Trockenheit. Im Süden auf Balkon oder Terrasse Halbschatten. Topf an die Wand: meist kein Stab nötig.

Ochsenzunge im Topf pflegen?

Das Gießen

Auch wenn die Ochsenzunge vorübergehende Trockenheit verträgt, muss sie im Topf gegossen werden. Allerdings nie zu viel, da die Wurzeln schnell faulen. Lassen Sie die Oberfläche des Substrats zwischen zwei Wassergaben antrocknen. Lassen Sie niemals Wasser im Untersetzer stehen.

anchusa azurea

Die Anchusa hat behaartes Laub und verträgt dadurch Trockenheit relativ gut

Achten Sie außerdem darauf, die Ochsenzunge direkt am Fuß zu gießen, da sie bei warmem, feuchtem Wetter anfällig für Mehltau ist.

Düngen

Zu Beginn des Austriebs im Frühjahr kann gegebenenfalls organischer Dünger ausgebracht werden. Sie können Dünger für Blühpflanzen, Hornspäne oder Düngehumus verwenden.

Winterschutz durch Mulchen

Die Ochsenzunge ist recht winterhart, doch eine Mulchschicht im Winter schützt den Wurzelstock vor Feuchtigkeit. Im Frühjahr muss sie vollständig entfernt werden.

Verblühte Blüten entfernen

Wenn Sie keine Samen ernten möchten, schneiden Sie verblühte Stängel zurück, um im September neue Blütenstände zu fördern. Im Garten sät sich die Ochsenzunge recht leicht selbst aus, im Topf ist dies schwieriger.

Umtopfen

Da Anchusa dazu neigt, zu verkümmern und manchmal sogar plötzlich vollständig zu verschwinden, sollten Sie sie im Frühjahr alle zwei bis drei Jahre umtopfen. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Horste zu teilen und Wurzelstücke zu entnehmen, um eine verjüngte Pflanze heranzuziehen. Sie können auch einige Wurzelabschnitte als Stecklinge verwenden.

Welche Sorte wählen?

  • Anchusa azurea ‚Loddon Royalist‘ eignet sich besser für die Topfkultur, da sie kaum höher als 80 cm wird. Außerdem sind ihre Blütenähren ausreichend stabil und standfest, sodass sie nicht umknicken. Ein Stützstab ist daher nicht nötig.
anchusa azurea

Anchusa azurea ‚Loddon Royalist‘ wird 80 cm hoch

  • Anchusa azurea ‚Dropmore‘ hat Blüten in wunderschönem Enzianblau. Sie ist sehr einfach zu kultivieren, kann aber 1,50 m hoch werden. Sie muss gestützt werden, kann auf einem Balkon oder einer Terrasse jedoch besonders schön wirken.
anchusa azurea

Anchusa azurea ‚Dropmore‘ eignet sich wegen ihrer Höhe weniger für die Topfkultur

  • Anchusa azurea ‚Little John‘: eine Zwergsorte mit einer maximalen Höhe von 40 bis 50 cm

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