Peperomie: Pflege im Jahresverlauf
Gießen, Licht und Pflege das ganze Jahr
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Peperomia mit über 1.000 tropischen Arten ist eine beliebte Zimmerpflanzengattung. Meist wächst sie kriechend oder hängend, alle Arten sind pflegeleicht. Für gesundes Wachstum und eine schöne Optik passen Sie die Pflege je nach Jahreszeit an. Umtopfen, Düngen, Rückschnitt und praktische Tipps: Hier finden Sie den Pflegekalender für diese attraktive Zimmerpflanze.

Peperomia scandens
Frühling: Neuaustrieb und aktives Wachstum der Peperomie
Der Frühling ist die ereignisreichste Zeit im Leben der Peperomie! Es ist eine Zeit des Neubeginns für sie und viele andere Pflanzen. Sie bildet neue Blätter und bereitet sich auf ein aktives Wachstum vor.
- Wieder regelmäßig gießen: Nach der trockeneren Winterzeit ist es an der Zeit, die Peperomie wieder regelmäßig, aber weiterhin mäßig zu gießen. Diese Pflanze kann Wasser in ihren dicken Blättern speichern. Achten Sie auf ein gut durchlässiges Substrat und lassen Sie es zwischen den Wassergaben trocknen (normalerweise einmal pro Woche). Verwenden Sie idealerweise Regenwasser, ansonsten Leitungswasser mit Raumtemperatur (das gilt zu jeder Jahreszeit).
Halten Sie die Luftfeuchtigkeit außerdem bis September leicht erhöht. Versuchen Sie, die Bedingungen ihrer natürlichen Umgebung nachzuahmen. Stellen Sie den Topf auf ein mit Blähtonkugeln und etwas Wasser gefülltes Gefäß, um der Pflanze ausreichend Feuchtigkeit zu bieten.

- Heller Standort: Im Frühling braucht Ihre Peperomie einen hellen Platz ohne direkte Sonne, die ihre Blätter verbrennen könnte.
- Umtopfen: Der April eignet sich besonders gut zum Umtopfen. Zu dieser Jahreszeit sollten Sie eine gut eingewachsene Peperomie umtopfen. Allerdings sollte dies nur selten geschehen (in der Regel reicht ein Umtopfen alle drei bis vier Jahre), da sie einen engen Wurzelraum bevorzugt. Wenn es nötig ist und die Pflanze Anzeichen von Schwäche zeigt, topfen Sie sie in eine leichte, gut durchlässige Blumenerde um.
Mehr dazu erfahren Sie in unserer Anleitung: Wie topft man eine Peperomie um?

Topfen Sie eine mehrjährige Peperomie im April um
- Düngen: Beginnen Sie erst ab Mai wieder mit dem Düngen. Verwenden Sie einen ausgewogenen Flüssigdünger, um das Blattwachstum zu fördern. Der Dünger wird immer auf feuchtes Substrat ausgebracht.
- Reinigen: Entfernen Sie mit einem weichen Tuch oder Wattepad vorsichtig den Staub, der sich im Winter auf den einzelnen Blättern angesammelt hat, um die Photosynthese zu fördern. Entfernen Sie regelmäßig vergilbte oder beschädigte Blätter, um Krankheiten vorzubeugen.

Entfernen Sie vorsichtig den Staub von den Blättern, damit die Photosynthese besser funktioniert
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Im Sommer bildet die Peperomie manchmal Blütenähren und benötigt regelmäßige Pflege, um gesund zu bleiben. An heißen Tagen sollte sie etwas gelüftet werden, indem die Luft um den Topf zirkulieren kann.
- Regelmäßig gießen: Halten Sie das Substrat leicht feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe, um Wurzelfäule vorzubeugen. Denken Sie stets daran, dass die feinen Wurzeln der Peperomie überschüssiges Wasser überhaupt nicht vertragen. Einmal pro Woche zu gießen, reicht normalerweise aus. Bei großer Hitze empfiehlt sich ein Tauchbad. Lassen Sie die Pflanze vollständig abtropfen und achten Sie darauf, dass kein Wasser im Untersetzer bleibt. Besprühen Sie die Pflanze dagegen niemals, da dies Pilzkrankheiten begünstigen kann. Im Sommer können Sie die Peperomie auch auf ein mit feuchten Blähtonkugeln gefülltes Tablett oder in einen entsprechenden Untersetzer stellen. Die Pflanze nimmt die nötige Feuchtigkeit durch Kapillarwirkung auf.

Gießen durch Kapillarwirkung, etwa im Tauchbad, ist im Sommer sinnvoll
- Ins Freie stellen und schattieren: Viele Zimmerpflanzen, darunter Orchideen und Dickblatt, fühlen sich im Sommer unter geeigneten Bedingungen im Freien wohl. In den heißesten Monaten können Sie die Peperomie nach draußen stellen, müssen sie jedoch stets vor direkter Sonne schützen, besonders während der heißesten Tageszeit. Für einen kurzen Aufenthalt im Freien ist meist ein schattiger Platz nötig. Achten Sie darauf, dass die Pflanze im Halbschatten steht, da ihre Blätter sonst schnell verbrennen. Gewöhnen Sie sie im Freien immer langsam vom Schatten an den Halbschatten.
→ Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag Zimmerpflanzen im Sommer ins Freie stellen: unsere Tipps. - Rückschnitt: Schneiden Sie zu Beginn des Sommers die Triebspitzen der überhängend wachsenden Arten wie Fleischige Peperomie, Peperomia scandens und Peperomia magnoliifolia leicht zurück oder kneifen Sie sie aus. Schneiden Sie direkt über einem Knoten (Ansatzstelle des Blattes). Dieser einfache Eingriff regt die Verzweigung an und sorgt für eine kompaktere Wuchsform. Wenn Sie dies zu Beginn des Sommers tun, können Sie das Schnittgut zur Stecklingsvermehrung nutzen!

- Weiter düngen: Düngen Sie bis September weiterhin einmal monatlich, um Wachstum und Blüte zu fördern.
- Auf Parasiten kontrollieren: Untersuchen Sie die Blätter regelmäßig auf Parasiten wie Schildläuse oder Rote Spinnen. Schildläuse und Blattläuse treten in den warmen Monaten meist häufiger auf, also im Frühling und Sommer. Diese Parasiten gedeihen unter den für diese Jahreszeiten typischen warmen und feuchten Bedingungen. In dieser Zeit wachsen die Pflanzen aktiv und bieten den Insekten reichlich Nahrung. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen daher regelmäßig und ergreifen Sie in diesen Jahreszeiten vorbeugende Maßnahmen, um einen Befall zu vermeiden.

Peperomie im Herbst: Ruhephase vorbereiten
Im Herbst: Peperomie ins Haus holen, Luftfeuchte sichern, Gießen reduzieren, Düngen einstellen und auf verlangsamtes Wachstum durch Dormanz achten.
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