Phalaris kombinieren

Phalaris kombinieren

6 Ideen für gelungene Kombinationen

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 7. Januar 2026  durch Ingrid 6 min.

Phalaris: wüchsiges, winterhartes Ziergras mit panaschiertem Laub, schneller Bodendecker für Beet, Ufer und Topf. 6 Ideen zur Kombination.

Schwierigkeit

Am Teichufer

Phalaris ist eine bewährte Pflanze zur Befestigung von Ufern und Böschungen an Teichen. Das natürliche Gras passt perfekt ans Wasser und kann sogar leicht im Wasser stehen. Als Begleitpflanzen eignen sich andere Stauden für feuchte Böden mit natürlicher, leicht wilder Wuchsform. Dazu passt Mädesüß mit seiner schönen, fedrigen Blüte und einer ähnlichen Höhe wie Phalaris. Ebenfalls geeignet ist Blutweiderich mit langen, rosavioletten Blütenähren, die im Sommer erscheinen.

Weitere elegante Gräser sind etwa Acorus calamus ‚Variegatus‘ mit attraktivem, cremeweiß gestreiftem, leuchtend grünem Laub. Miscanthus sinensis ‚Purpurascens‘ bildet im Spätsommer silbrige, flauschige Blüten und färbt sein grünes Laub bei herbstlichen Temperaturen orange-rot.

Bei den Blütenstauden können Sie sich für eine Sumpf-Dotterblume ‘Polypetala’ mit goldgelber Frühlingsblüte entscheiden, für einen Spaltgriffel, eine Gelbe Sumpf-Schwertlilie oder einen Aronstab mit unverwechselbarer, kegelförmiger Blüte.

Phalaris am Ufer kombinieren

Gelbe Sumpf-Schwertlilie, Acorus calamus ‚Variegatus‘, Phalaris arundinacea, Sumpf-Dotterblume ‘Polypetala’ und Filipendula ulmaria

Unter Bäumen im Schatten

Leicht zu kultivieren, schätzt Glanzgras den Halbschatten unter Bäumen und fürchtet keine Wurzelkonkurrenz. Für mehr Helligkeit sorgt Phalaris arundinacea ‚Picta‘ mit grünen, cremeweiß berandeten Blättern. Dort bildet es einen hübschen, kräftigen und zuverlässigen Bodendecker. Kombinieren Sie es mit anderen Stauden, die ähnliche Bedingungen bevorzugen: einen halbschattigen Standort, Wurzelkonkurrenz durch die umliegenden Bäume und vermutlich im Sommer trockenen Boden.

Großblumiger Beinwell (Symphytum grandiforum) erfüllt all diese Kriterien und bildet einen Teppich aus weißen Blüten mit himmelblauen Spitzen. Auch Geranium macrorrhizum bildet dichte Polster mit immergrünem Laub und zarten Blüten. Ergänzen Sie einen Akanthus mollis mit großen, skulpturalen Blättern und spektakulären Blütenähren.

Setzen Sie einige Korsische Christrosen und Japan-Herbst-Anemonen dazwischen, um die Blütezeit zu verlängern. Auch eine Carex morrowii ‚Aureovariegata‘ lässt sich pflanzen. Ihr panaschiertes Laub erinnert in Miniatur an das des Glanzgrases.

Glanzgras im Schatten kombinieren

Acanthus mollis, Großblumiger Beinwell (Symphytum grandiforum), Storchschnabel macrorrhizum ‚Spessart‘, Phalaris arundinacea ‚Picta‘ und Korsische Christrose

Im naturnahen Garten

Mit ihrer natürlichen Gräser-Silhouette passen Phalaris in naturnahe Gärten. Leicht zu kultivieren, gedeihen sie in jedem Boden. Sie lassen sich mit üppigen Gräsern wie Federborstengras mit seinen flauschigen Blütenähren oder Chinaschilf mit seiner struppigen Wuchsform kombinieren.

Ergänzen Sie einige Stauden mit natürlicher Blüte, etwa Färberkamille, Garbe und Sonnenhut mit margeritenähnlicher Ausstrahlung. Ein Kleinköpfiger Knöterich sorgt mit farbigen Ähren für eine lange Blüte. Die luftigen Blüten einer Prachtkerze verleihen dem Beet Leichtigkeit. Auch Argentinisches Eisenkraut bezaubert mit lockeren, violetten Rispen. Wenn Sie Lavendelblau bevorzugen, überzeugt eine Blauraute mit schlanker Wuchsform. Pflanzen Sie im Hintergrund eines Beets Eupatorium maculatum ‘Atropurpureum’ mit großen, intensiv purpurroten Dolden. Mit einer Herbst-Aster und Japan-Herbst-Anemone verlängern Sie die Blüte bis zum Winterbeginn.

Phalaris-Kombination im naturnahen Garten

Blauraute und Färberkamille, Prachtkerze und Federborstengras, Phalaris, Eupatorium maculatum ‘Atropurpureum’ und Färberkamille

Im Topf auf der Terrasse

Mit seinen schilfähnlichen Blättern lässt sich Glanzgras problemlos im Topf oder Kübel auf der Terrasse kultivieren. Zudem lässt sich sein kräftiges Wachstum durch die ausläuferbildenden Rhizome im Topf begrenzen. Unter den Sorten sorgt Phalaris arundinacea ‚Picta‘ mit seinen breiten, weiß gestreiften grünen Blättern für Helligkeit auf der Terrasse.

In weiteren Töpfen können Sie exotisch wirkende Pflanzen dazustellen, etwa Keulenlilie oder Neuseelandflachs. Pennisetum setaceum ‚Rubrum‘ fällt durch seine warme Färbung auf, die von Purpurrot bis Schokoladenbraun reicht.

Wenn Sie die üppige Blüte einjähriger und zweijähriger Pflanzen schätzen, stellen Sie Töpfe oder Ampeln mit Petunien, Begonien oder Canna für exotische Blüten in die Nähe. Unter den Stauden begeistern die Blütenkugeln der Liebesblume und die exotische Ausstrahlung der Inkalilie. Für eine naturnahe Terrasse eignet sich Verbena bonariensis ‚Lollipop‘ mit ihrem natürlichen Wuchs.

Glanzgras kombinieren

Canna ‚Stuttgart‘, Inkalilie Duchesses ‚Elisabeth‘, Petunie Surfinia ‚Double Red‘, Keulenlilie australis ‚Southern Splendour‘, Phalaris arundinacea ‚Picta‘

In einem modernen Garten

In einem modernen Garten sorgen Reitgräser für Bewegung und betonen die klaren, strukturierten Linien der anderen Pflanzen, aus denen dieser Garten besteht, etwa der traditionellen Buchsbaum-Kugeln. Die Wurzeln des Reitgrases sollten jedoch mit einer Rhizomsperre oder in einem Topf begrenzt werden, damit es sich nicht leicht auf Kosten anderer Pflanzen ausbreitet.

Man kombiniert es mit anderen Gräsern, etwa mit Hakonechloa macra wegen seines üppigen, dichten und rundlichen Laubs. Auch ein Calamagrostis acutiflora ‚Karl Foerster‘ eignet sich mit seiner hohen, aufrechten Silhouette sehr gut. Ein Neuseelandflachs bringt mit seinen breiten, aufrechten Blättern Strenge ins Beet. Ist Ihr Boden sehr feucht, wählen Sie wegen seiner ungewöhnlichen Spiralhalme besser eine Flatter-Binse (Juncus effusus ‘Spiralis’).

Anschließend sorgt man mit den kugeligen Blüten der Schmucklilien, den Zwiebeln des Zierlauchs ‘Mount Everest’ oder einer Hydrangea arborescens ‘Annabelle’ für mehr Rundungen. Für Höhe sorgen schöne Steppenkerzen oder Silberkerzen mit ihren langen Blütenständen. Wenn Sie genügend Platz haben, erinnert ein Cornus controversa ‘Variegata’ an das panaschierte Laub des Phalaris arundinacea ‚Picta‘.

Kombination mit Reitgras

Phalaris arundinacea ‚Picta‘, Steppenkerze, Cornus controversa ‘Variegata’, Silberkerzen (Actaea simplex ‚Atropurpurea‘) und Schmucklilie

Im Gräserbeet

Mit ihren schilfähnlichen Silhouetten fügen sich Phalaris natürlich in ein Gräserbeet ein. Durch die Kombination mit unterschiedlichen Formen, Größen und Wuchsformen, etwa mit Stipa tenuifolia, entsteht ein abwechslungsreiches Bild. Dieses überzeugt mit einer leichten, an eine Handvoll zerzauster Borsten erinnernden Horstform. Für mehr Höhe und Volumen sorgt Stipa gigantea mit seinen feinen, luftigen Blütenständen, die im Frühsommer purpur-silbern und im Winter goldfarben erscheinen. Für einen originellen Akzent empfiehlt sich Miscanthus sinensis ‚Gold Bar‘ mit grünem, goldgelb gestreiftem Laub, das besonders in kleinen Gärten für Helligkeit sorgt. Muhlenbergia capillaris fällt im Beet durch sein immergrünes Laub und seine majestätische Blüte mit weißen bis zartrosa Ähren auf, die sich im Herbst lachsrosa färben.

Um diese Gräser hervorzuheben, setzt man langblühende Stauden dazwischen, etwa Persicaria amplexicaulis ‚var. pendula‘ mit himbeerroten Blütenähren oder Echinacea für eine lange, natürlich wirkende Sommerblüte. Wie wäre es außerdem mit einer prächtigen Perovskia atriplicifolia ‚Blue Spire‘ mit ihren leichten lavendelblauen Blüten? Für ein auch im Herbst blühendes Beet ergänzen Sie eine Fetthenne und eine Herbst-Aster.

Gräserkombination

Ein Gräsergarten mit Stipa, Blaurauten, Federborstengras, Sonnenhut und Fetthenne, Phalaris arundinacea sowie Buschiger Aster ‚Rosenwichtel‘

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