Potpourri selber machen?

Potpourri selber machen?

Potpourri einfach selbst machen: Duft und Deko fürs Zuhause

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 30. August 2026  durch Marion 4 min.

Trotz seines wenig ansprechenden Namens hat ein Potpourri viele Vorteile: Es beduftet Räume auf natürliche Weise und sorgt zugleich für eine dekorative Note.

Potpourris sind einfach und günstig selbst herzustellen. Es gibt zahlreiche Varianten, mit denen sich Düfte und Farben nach persönlichem Geschmack kombinieren lassen.

Hier finden Sie eine Übersicht zur Herstellung eines selbst gemachten Potpourris – von der Auswahl der Zutaten und den verschiedenen Trocknungsmethoden bis zum Anordnen und richtigen Aufbewahren.

Potpourris lassen sich ganz nach Wunsch gestalten (© mhagemann)

Schwierigkeit

Was gehört in ein Potpourri?

Potpourri ist eine Mischung aus getrockneten Pflanzenteilen, die nach Duft und/oder Aussehen ausgewählt werden.

Meist enthält es mehrere Bestandteile.

  • Blumen: Rosen (Knospen oder Blütenblätter), Jasmin, Flieder, Akazie, Roseneibisch, Storchschnabel, Iris, Maiglöckchen …
  • Früchte: Schalen von Zitrusfrüchten, Beeren, Apfelscheiben, Bananenscheiben …
  • Kräuter: Thymian, Rosmarin, Lavendel, Salbei, Melisse …
  • Gewürze: Zimtstange, Gewürznelke, Kardamom, Sternanis, Ingwer, Vanilleschote, Muskatnuss, Kaffeebohnen …
  • Blätter: Eukalyptus, Lorbeer, Tee, Efeu, Stechpalme …
  • Dekorationselemente: Rinde, Tannenzapfen, Zweige, Steinchen, Muscheln …
  • Ätherische Öle: Zitrusfrüchte, Lavendel, Zeder, Rose …

Ziel ist es, harmonische Düfte zu verbinden und zugleich ein dekoratives Ergebnis zu erzielen. Dazu können Sie Farben, Formen und Texturen variieren: Duftblumen verströmen beispielsweise ein natürliches Aroma, während nicht duftende Blumen für Farbakzente und exotische Noten sorgen.

Traditionelles Potpourri aus Rosen (© Andrew Gustar)

Pflanzen richtig zum Trocknen sammeln

Sammeln Sie die Pflanzen am besten morgens an einem trockenen, sonnigen Tag, damit sie gut trocknen können. Wählen Sie möglichst schöne, junge Blumen und Pflanzen.

Das nötige Zubehör zum Sammeln der Zutaten für ein Potpourri ist einfach:

  • ein Korb oder eine Kiste, ausgelegt mit einem Geschirrtuch oder Zeitungspapier, um die Pflanzenteile unbeschädigt flach abzulegen
  • eine Gartenschere oder Schere, zuvor gereinigt

Vor der Herstellung Ihres Potpourris können Sie sich für eine Blumensamenmischung zum Trocknen entscheiden, die sehr dekorativ ist. Mit dieser Mischung können Sie leicht selbst dekorative Blumen ziehen, die schnell trocknen und dabei Farbe und Form behalten: Lavendel, Silberblatt, Braut, Mohn oder Garten-Zinnie.

Zwei einfache Methoden, Potpourri zu trocknen

Trocknen an der Luft

Das natürliche Trocknen an der Luft ist eine einfache und kostengünstige Methode, die jedoch etwas Geduld erfordert.

  1. Schneiden Sie größere Stücke, etwa Früchte, in Scheiben oder kleine Stücke.
  2. Verteilen Sie die Zutaten auf einem Sieb, in einer Kiste oder auf einem Blech, das mit Küchenpapier oder einem Geschirrtuch ausgelegt ist. Achten Sie darauf, dass sich die Zutaten nicht überlappen, damit sie gut trocknen.
  3. Stellen Sie sie an einen trockenen, gut belüfteten und dunklen Ort, gut vor Sonne geschützt. Ist dies nicht möglich, decken Sie die Ernte mit einem dünnen Tuch, Vlies oder Musselin ab. So kann die Luft zirkulieren, während die Zutaten vor Licht geschützt sind.
  4. Wenden Sie die Zutaten täglich, damit sie gleichmäßig trocknen und nicht faulen.

Nach etwa 15 Tagen ist der Trocknungsvorgang abgeschlossen, sobald die Stücke spröde und brüchig werden.

Trocknen im Backofen

Das Trocknen im herkömmlichen Backofen ist eine schnelle Methode, die vor allem für größere und wasserreiche Stücke wie Früchte geeignet ist.

  1. Verteilen Sie die Stücke auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech und achten Sie auf genügend Abstand.
  2. Schieben Sie das Blech bei niedriger Temperatur in den Ofen (zwischen 80 und 100 °C).
  3. Lassen Sie die Ofentür zu Beginn einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  4. Wenden Sie die Stücke regelmäßig und achten Sie darauf, dass sie nicht schwarz werden.

Die Trocknungszeit hängt von der Dicke der gewählten Stücke ab und kann bis zum vollständigen Trocknen eine bis mehrere Stunden dauern.

Für diese Methode können Sie auch einen Dörrautomaten verwenden. Im Winter lassen sich die Zutaten zudem über einem Kaminfeuer oder auf einem Ofen trocknen.

Das Trocknen in der Mikrowelle ist zwar möglich, aber schwieriger: Die „Garzeit“ muss jeweils an die einzelnen Zutaten angepasst werden.

Potpourri zusammenstellen

Sobald die Bestandteile getrocknet sind, können Sie problemlos ätherische Öle hinzufügen, um die Düfte noch zu verstärken:

  • Geben Sie die geruchstragenden Bestandteile in ein Gefäß (Zitrusfrüchte-Scheiben, Rindenstücke und andere Dekoelemente);
  • fügen Sie einige Tropfen ätherisches Öl Ihrer Wahl hinzu;
  • mischen Sie alles und lassen Sie es einige Minuten ruhen;
  • geben Sie die übrigen getrockneten Pflanzen und Blumen dazu, um das Potpourri zu vervollständigen.

Sie können insbesondere für Weihnachtspotpourris weitere getrocknete Früchte, Schalen und Tannenzapfen hinzufügen

Sie können das Potpourri sofort verwenden oder es ein bis zwei Wochen in einem luftdicht verschlossenen Gefäß ziehen lassen. Schütteln Sie es dabei gelegentlich, damit sich die Düfte gut vermischen und gleichmäßig verteilen.

Für einen länger anhaltenden Duft geben Sie Iriswurzelpulver hinzu (im Internet oder in Kosmetikgeschäften erhältlich), das als Duftfixativ verwendet wird. Ein Esslöffel, den Sie über das Potpourri streuen, genügt.

Geben Sie das Potpourri schließlich in ein hübsches Gefäß: eine Schale, einen Teller, ein Glas oder eine transparente Glasdose, einen Tontopf, eine Vase usw. Potpourris lassen sich je nach verfügbaren Materialien ganz unterschiedlich gestalten.

Sie können auch kleine Duftbeutel herstellen, um Schränke und Ankleidezimmer zu beduften. Bestimmte Potpourri-Mischungen halten mit Melisse und Lavendel sogar Kleidermotten fern.

Potpourri aufbewahren

Zu Beginn verströmt ein Potpourri oft ganz natürlich einen angenehmen Duft. Die Zugabe ätherischen Öls ist daher optional, verleiht dem Potpourri nach einigen Wochen jedoch wieder neuen Duft. Besonders beliebt sind ätherisches Rosen-, Zitronen-, Orangen- oder Zimtöl.

Am besten stellen Sie das Potpourri möglichst staubgeschützt auf, damit es länger hält.

Zum Auffrischen geben Sie alle Bestandteile in ein Sieb und halten das Potpourri einige Sekunden über einen Topf mit kochendem Wasser. Durch den Wasserdampf werden die Bestandteile leicht rehydriert, der Staub löst sich und das Potpourri erhält seine Frische zurück.

Ein Potpourri hält in der Regel 2 bis 3 Monate. Das ist eine gute Gelegenheit, Duft und Dekoration jeder Jahreszeit anzupassen. Potpourris lassen sich je nach Ernte und verfügbaren Bestandteilen verändern: Blüten-Potpourris im Sommer, Weihnachts-Potpourris, würzig-holzige Herbst-Potpourris, Zitrusfrüchte-Potpourris, Rosen-Potpourris und vieles mehr.

Wechseln Sie Blüten und Farben, um Dekoration und Düfte zu verändern!

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Wie man ein Potpourri herstellt