Quinoa im Garten anbauen
Quinoa im eigenen Garten anbauen und ernten!
Inhaltsverzeichnis
Zunächst eine wichtige Klarstellung: Quinoa (Chenopodium quinoa) ist kein Getreide, sondern ein Gemüse. Es gehört zur Familie der Amaranthaceae und zur Unterfamilie der Chenopodiaceae – wie Spinat, Rote Bete und Guter Heinrich. Quinoasamen sind dank ihres Nährstoffreichtums sehr beliebt: Sie sind reich an Eiweiß, Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralstoffen sowie glutenfrei. Der „Reis der Inka“ wird jedoch vor allem in Lateinamerika intensiv angebaut. Der Anbau in Ländern wie Peru und Bolivien bringt ökologische, soziale und wirtschaftliche Probleme mit sich. Deshalb empfiehlt es sich, Quinoa aus nachhaltigem Anbau und fairem Handel zu kaufen – oder ihn noch besser selbst im Gemüsebeet anzubauen!
Quinoa: Wissenswertes
Quinoa (Chenopodium quinoa) ist eine einjährige, essbare, krautige Dikotyledone, die in Lateinamerika seit Jahrtausenden kultiviert wird und vermutlich auch von dort stammt.
Er ist ein naher Verwandter des Weißen Gänsefußes (Chenopodium album), einer einjährigen Pflanze, die oft als Unkraut gilt, aber essbar ist, sowie des Guten Heinrichs (Chenopodium bonus-henricus), eines alten, in Vergessenheit geratenen Gemüses, das als Wilder Spinat gilt.
Doch zurück zum Quinoa. Er wird seit etwa 5.000 Jahren in den Anden, insbesondere in Peru und Bolivien, ursprünglich auf trockenen, alkalischen und salzhaltigen Böden angebaut. Quinoa wurde stark selektiert und gekreuzt. Dadurch entstand eine Vielzahl an Sorten, die den Anbau in unseren gemäßigten Regionen ermöglichen – sowohl am Meer als auch im Gebirge. Quinoa ist tatsächlich trockenheitsverträglich, benötigt zum Keimen und Fruchten jedoch eine gewisse Kühle. 
Quinoa kann eine Höhe von 1 bis 2 m erreichen. An der Spitze bildet er dichte Rispen mit Samen in verschiedenen Farben: Weiß, Beige, Gelb, Ocker, Rot, Schwarz …
Quinoasamen zeichnen sich durch zahlreiche wertvolle Nährstoffe aus: Sie enthalten viel Eiweiß, essenzielle Aminosäuren, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente (Eisen, Mangan, Kupfer, Kalium) und haben dabei denselben Kaloriengehalt wie Reis und Nudeln. Ein weiterer Vorteil ist ihr Fehlen von Gluten.
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Quinoa ist eine Pflanze des gemäßigten Klimas – weder zu warm noch zu kalt. Zu große Hitze über 35 °C kann die Blüte verhindern. Ein zu regnerischer und feuchter Spätsommer und Herbst kann die Ernte beeinträchtigen. Dagegen mag Quinoa ausreichend feuchte Frühlinge. Zum Keimen bevorzugt sie außerdem einen relativ kühlen Boden, der dennoch 15 °C erreichen muss.
Quinoa benötigt einen sehr sonnigen Standort sowie einen humusreichen, leichten, durchlässigen und eher lockeren Boden. Organische Dünger sind nicht zwingend nötig. Wenn Sie etwas Kompost einarbeiten, dann nur sehr sparsam.
Die Aussaat oder Pflanzung erfolgt je nach Region von März bis Mai. Zu Kulturbeginn ist Quinoa relativ widerstandsfähig und verträgt gelegentliche leichte Fröste. In Regionen, in denen Fröste im März häufig sind, kann die Aussaat unter Schutz erfolgen. In jedem Fall empfiehlt es sich, die Samen einige Tage im Kühlschrank zu lagern, um die Dormanz zu brechen.
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Quinoa pflanzen oder säen?
Quinoa lässt sich direkt aussäen oder als Jungpflanze im Anzuchttopf ins Freiland setzen.
Quinoa unter Schutz aussäen
- Säen Sie die Samen breitwürfig in Aussaatschalen oder Töpfe unter Schutz
- Bedecken Sie sie mit einer dünnen Schicht Blumenerde und gießen Sie
- Sobald die Keimlinge zwei echte Blätter haben, pikieren Sie sie in Töpfe, weiterhin unter Schutz
Etwa 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat, wenn die Jungpflanzen etwa zehn Zentimeter hoch sind und 4 bis 6 Blätter haben, können Sie sie nach Ende der Frostgefahr ins Freiland setzen.
Aussaat ins Freiland
Im Mai (jedoch keinesfalls später, damit der Quinoa vor den Spätsommerregen ausreifen kann) können Sie direkt ins Freiland säen:
- Ziehen Sie im Abstand von 50 cm Furchen
- Säen Sie alle 10 cm einen Samen oder 2 bis 3 Samen alle 20 bis 30 cm in kleine Gruppen
- Bedecken Sie sie mit einer dünnen Erdschicht
- Gießen Sie mit feinem Brausestrahl
- Vereinzeln Sie die Reihen alle 20 bis 20 cm oder lassen Sie bei der Gruppensaat die kräftigsten Jungpflanzen stehen. Die beim Vereinzeln entfernten Pflanzen können Sie wie Spinat gekocht verzehren.
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Die Pflege von Quinoa ist einfach:
- Bei Trockenheit nur bis zur Blüte und Samenbildung gießen, danach nicht mehr: Quinoa ist trockenheitsverträglich.
- Regelmäßig hacken und jäten. Boden mulchen, um Unkraut zu begrenzen.
- Jungpflanzen ab 20–30 cm stützen, damit sie nicht umfallen.
- Schnecken von jungen Trieben fernhalten.
Quinoa-Ernte
Die mit Samen gefüllten Rispen des Quinoas erreichen eine Länge von 30 bis 80 cm. Im Laufe ihrer Reifezeit wechseln sie ihre Farbe von Hellgrün zu ihrer endgültigen Farbe, meist Rot. Wenn die Rispen erntereif sind, lösen sich die Samen beim Reiben meist leicht. 
Zur Samenernte genügt Folgendes:
- Alle Stängel abschneiden und auf einer Plane ausbreiten
- Den Quinoa mit einem Stock oder Dreschflegel dreschen, um die Körner zu lösen
- Grobe Pflanzenreste von Hand entfernen
- Die Körner auffangen und durch ein Sieb geben, um kleine Pflanzenreste zu entfernen. Das Sieben bei Bedarf mehrmals wiederholen.
Bleiben winzige, etwa samengroße Pflanzenreste übrig, ist das nicht schlimm. Sie können bei der Vorbereitung entfernt werden. Lassen Sie die Quinoasamen dazu einige Stunden in einer Schüssel mit Wasser einweichen. Die verbliebenen Pflanzenreste steigen an die Oberfläche. Sie lassen sich dann einfach mit einem feinen Sieb entfernen. Durch das Einweichen wird außerdem Saponin entfernt, ein bitterer Stoff, der die Samen umhüllt (und Vögel übrigens davon abhält, sie zu fressen!).
Ist das Wetter am Ende des Sommers regnerisch, sollten Sie die Stängel vor der Reife der Samen abschneiden. Hängen Sie sie einfach kopfüber an einem trockenen, luftigen Ort auf, damit sie vollständig ausreifen.
Wenn Sie nur eine kleine Menge Quinoa angebaut haben, genügt es, die Rispen zwischen den Händen zu reiben, damit die Samen herausfallen.
Auch die Blätter sind essbar, allerdings nur vor der Blüte.
Wie zubereiten?
Nach dem Abspülen kochen Sie Quinoa-Samen 15 Minuten in Wasser. Rechnen Sie mit zwei bis drei Tassen Wasser auf eine Tasse Quinoa. Sie sind gar, sobald sich die membranartige Hülle löst und ein durchscheinendes Korn sichtbar wird. 
Anschließend können Sie Quinoa wie Reis zubereiten. Er schmeckt warm oder kalt in Salaten und Buddha-Bowls. Auch als Dessert lässt er sich wie Grieß zubereiten.
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