Rostkrankheit
Erkennung, Behandlung und Vorbeugung
Inhaltsverzeichnis
Rost ist eine häufige Pilzkrankheit mit orangefarbenen Blattpusteln. Erfahren Sie, wie Sie ihn natürlich behandeln und seine Ausbreitung verhindern!
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Was ist Pflanzenrost?
Erkennung
Rost ist eine sogenannte Pilzkrankheit, die durch verschiedene Pilze verursacht wird. Tatsächlich gibt es zahlreiche Rostarten. Einige sind meist artspezifisch: Lauchrost (Puccinia porri, Puccinia allii), Rosenrost (Phragmidium tuberculatum), Kartoffelrost … Rosenrost befällt weder Ihre Minze noch Ihre Kartoffelpflanzen – und umgekehrt.
Symptome von Rost
Rost ist leicht zu erkennen. Typisch sind gelb-orange, rote oder braune Flecken auf der Blattoberseite. Auf der Unterseite zeigen sich orangefarbene, weißliche oder rostbraune Pusteln (daher der Name Rost). Je nach Pflanzenart können auch Stängel und Schoten betroffen sein. Die Symptome unterscheiden sich teils deutlich von einer Pflanze zur anderen. An Lauchblättern zeigen sie sich als offene Risse, an Johannisbeerzweigen als wolliger Belag. Diese hervorstehenden Pusteln werden bei der Reife staubig und platzen auf. Dabei setzen sie Sporen frei, die sich durch den Wind oder direkten Kontakt auf andere Pflanzen übertragen.

Rost auf einem Weizenblatt, auf der Blattunterseite einer Rose und auf den Blättern eines Birnbaums
Schäden
Bei starkem Befall vergilben, vertrocknen und nekrotisieren die betroffenen Blätter, bevor sie vorzeitig abfallen. Die Photosynthese wird beeinträchtigt. Mit der Zeit wird die Pflanze geschwächt, das Wachstum verlangsamt sich, die Blüte nimmt ab und auch die Fruchtbildung geht zurück. Bei Zierpflanzen ist das Problem vor allem ästhetischer Natur; nur selten stirbt die Pflanze ab. Auf Gemüse und Obst ist Rost problematischer, da er diese ungenießbar machen kann. Allgemein ist das Überleben der Pflanze nur selten bedroht.
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Schachtelhalmjauche herstellen?Welche Pflanzen sind besonders rostanfällig?
Rost kann zahlreiche Pflanzen im Ziergarten, Gemüsegarten oder Obstgarten befallen. Besonders anfällig sind vor allem:
- Blühpflanzen: Rosen, Stockrosen, Hyazinthen, Pelargonien, Chrysanthemen, Nelken, Chrysanthemen, Stiefmütterchen, Steinkraut, Löwenmäulchen
- Gemüse: Knoblauch, Lauch, Kartoffeln, Bohnen, Erbsen, Minze, Spargel, Schwarzwurzeln.
- Obstbäume: Pflaumenbäume, Birnbäume, Pfirsichbäume, Aprikosenbäume, Johannisbeersträucher.
- Bäume und Sträucher: Nadelgehölze, Wacholder, Birken, Beales Mahonien, Fuchsien.

Von Rost befallene Stockrose, Rose, Pflaumenbaum und Limette
Ursachen für Rostbefall
Rostpilze breiten sich im Frühjahr bei Wärme und Feuchte aus. Dichte Pflanzungen begünstigen Rost. Sporen überwintern in Pflanzenresten und werden im Frühjahr aktiv.
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Vorbeugende Maßnahmen
Das Auftreten von Rost in Ihrem Garten lässt sich mit diesen vorbeugenden Maßnahmen verhindern:
- Kontrollieren Sie Ihre Pflanzungen regelmäßig
- Halten Sie ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen, damit die Luft zirkulieren kann, und vermeiden Sie eine zu dichte Bepflanzung
- Gießen Sie möglichst morgens und vermeiden Sie, das Laub zu benetzen
- Entfernen Sie befallene Blätter bei den ersten Flecken, um die Ausbreitung einzudämmen
- Desinfizieren Sie Gartenscheren und Heckenscheren, damit die Krankheit nicht von einer Pflanze auf die andere übertragen wird
- Sammeln Sie regelmäßig abgefallene oder befallene Blätter auf und verbrennen Sie sie, um eine Überwinterung des Pilzes zu verhindern
- Bevorzugen Sie rostresistente oder wenig rostanfällige Sorten

Kontrollieren Sie Pflanzen und Gemüse regelmäßig, verwenden Sie eine desinfizierte Gartenschere und gießen Sie morgens, ohne das Laub zu benetzen
Natürliche Behandlungen
- Bei einem Rostbefall können Sie Spritzungen mit Schachtelhalmbrühe oder Brennnesseljauche durchführen. Diese Behandlungen können vorbeugend ebenfalls alle 15 Tage morgens angewendet werden.
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- Schwefelhaltige Fungizide neutralisieren Rost. Sie wirken fungizid und desinfizierend und können vorbeugend sowie bei bestehendem Befall eingesetzt werden. Sie sind im ökologischen Landbau zugelassen. Ihre Wirkung ist bei Temperaturen zwischen 18 und 25 °C am besten. Bei höheren Temperaturen können sie Verbrennungen am Laub verursachen. Wir empfehlen, Schwefel als Spritzpulver oder in Wasser aufzulösenden Schwefel für ein Sprühgerät zu verwenden.
- Auch kupferhaltige Mittel wie Bordeauxbrühe sind wirksam.
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