Rote oder purpurne Blumen kombinieren
Richtig im Garten kombinieren?
Inhaltsverzeichnis
Rote Blüten machen den Garten feurig und glühend! Im Sommer leuchten scharlachrote bis dramatisch purpurfarbene Pflanzen: Montbretien, Salbei, Canna, Indianernessel … Obwohl Rot fröhlich wirkt, ist es bei Kombinationen mit anderen Blüten heikel, da es alle Farbtöne dominiert. Zu viele rote Blüten können im Beet schnell die Oberhand gewinnen. Ohne Fingerspitzengefühl wirken Kombinationen mit roten Blüten unharmonisch, im schlimmsten Fall sogar grell.
Damit strahlende rote Blüten optimal zur Geltung kommen, geben wir Ihnen Tipps für ihre wirkungsvolle Kombination mit anderen Pflanzen.

Die berühmte „Red Border“, um 1910 im Garten von Hidcote in England angelegt, kombiniert rote Blüten mit grünem und purpurfarbenem Laub – eine gar nicht so einfache Zusammenstellung …
Rote Blumen im Garten
- Rote Blüten, etwa rote Rosen, stehen für Leidenschaft und Temperament. Sie bringen außerdem wie keine andere Farbe Überschwang zum Ausdruck. Im Farbkreis ist Rot die wärmste Farbe überhaupt.
- Rote Blüten gibt es in mehr oder weniger leuchtenden oder gedeckten Nuancen – von Rosarot über subtil orangefarbenes Zinnoberrot und Karmesinrot bis hin zu Purpur, wenn sie blau pigmentiert sind. Eine reiche Palette für vielfältige Kombinationen, doch nicht alle Rottöne harmonieren miteinander.
- Rot im Garten lässt niemanden gleichgültig, kann bei der Verwendung aber auch Angst machen: Die Farbe ist so kraftvoll und belebend, dass sie leider dazu neigt, andere Blüten in den Schatten zu stellen. Richtig dosiert, sind rote Blüten ideal, um mit wenig Farbe etwas Schwung in eher fade Beete zu bringen.
- Die Komplementärfarbe von Rot ist Grün: Rote Blüten harmonieren hervorragend mit üppigem, prächtigem Laub – ein Muss für exotische Gestaltungsideen – oder mit graugrünen Blättern.
- Rote Blüten brauchen, abgesehen von wenigen Ausnahmen, Licht und Sonne. Daher findet man sie in Schattengärten nur selten.

In kleinen Mengen fügen sich rote Blüten gut in ein Beet und in einen großen Garten ein. Hier beleben einige luftige Montbretien die Szenerie ganz ungezwungen.
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Weniger zahlreich als andere Farben, bleibt die Auswahl roter Blüten dank der Nuancen von Zinnoberrot über Granatrot bis Purpur dennoch vielfältig. Hier einige besonders typische rote Blüten:
- Stauden: die Tintenfisch-Aloe, Päonien, Indianernesseln, Orientalischer Mohn, zahlreiche Salbei und Nelke, Astilben, Sterndolde und Akelei, einige Mädchenauge und Kokardenblume, zahlreiche Wiesenknopf und Garbe, Gewöhnliche Stockrose, Taglilie, Storchschnabel, Russelia equisetiformis, einige Fackellilie sowie bei den Zwiebelpflanzen zahlreiche Tulpen, Tulpen, Dahlien, Gladiolen und Canna
- Sträucher: Rosen, zahlreiche Azaleen und Alpenrosen, Kamelien, Zierquitten, Loropetalum ‚Ever Red‘, Gewürzstrauch, Roseneibisch und Fuchsien
- Kletterpflanzen: Amerikanische Klettertrompete, einige Waldreben und Passionsblumen, einige Drillingsblumen
- Einjährige: der extravagante Fuchsschwanz, Schmuckkörbchen einschließlich Cosmos atrosanguineus ‚Chocolate‘, zahlreiche Begonien und Salbei, Garten-Zinnie, Löwenmäulchen und Pelargonien

Zu den leuchtendsten Pflanzenschönheiten zählen: Achillea millefolium ‚Red Velvet‘, Eucomis ‚Sparkling Burgundy‘, Crocosmia ‚Lucifer‘, Amerikanische Klettertrompete und Coreopsis ‚Mercury Rising‘
Rote Blüten mit anderen Farben kombinieren
Ton in Ton
Ein roter Garten oder ein Beet, das zu 100 % aus roten Blüten besteht, ist eine gewagte Entscheidung und nicht unbedingt für jeden geeignet. Dafür kann man sich in diesem Wirrwarr aus roten Blüten kaum irren. Nun ja … nicht ganz! Sie sollten dennoch vermeiden, warme Rottöne (mit gelben Pigmenten) zu dicht neben kühle, blaustichige Rottöne zu pflanzen … Am besten kombinieren Sie Rottöne derselben „Familie“ und setzen reichlich Laub ein, etwa leuchtendes Chartreuse- und Hellgrün, ergänzt durch einige purpurfarbene Blätter. So wirkt die Gestaltung nicht zu dunkel oder gar düster, wenn hauptsächlich „kühle“ Rottöne von Karmin und Magenta bis Bordeaux verwendet werden.

Die „Red Border“ in Hidcote: eine raffinierte Mischung aus roten Blüten und purpurfarbenem Laub (© David Catchpole)
In Harmonie mit Gelb und/oder Orange
Rote Blüten in scharlach- bis zinnoberroten Tönen harmonieren wunderbar mit gelben und orangefarbenen Blüten, da sie im Farbkreis nebeneinanderliegen. Die Kombination erzeugt eine sonnige, würzige Wirkung: Rote Blüten bringen gelbe und orangefarbene Blüten zur Geltung – und umgekehrt. Diese drei Farben im Garten zu verbinden, ist eine gute Idee, wenn ihm vielleicht Persönlichkeit fehlt. Achten Sie jedoch auf den Standort, denn dieses farbenfrohe Trio lässt anderen Blüten wenig Raum oder stellt sie völlig in den Schatten. Berücksichtigen Sie dies bei der Bepflanzung, indem Sie die Kombination für sich wirken lassen oder in diesem Beet für eine Überraschung sorgen.

Coreopsis tinctoria, Sonnenhut ‚Tomato Soup‘, Nelkenwurz ‚Totally Tangerine‘, roter Oleander, Dahlie, Taglilie fulva ‚Flore Pleno‘ und Echter Gewürzstrauch
Als Kontrast zu Grün
Mit ihrer Komplementärfarbe Grün sind rote Blüten immer in guter Gesellschaft! Der Kontrast ist stark, besonders wenn leuchtende und scharlachrote Blüten auf klares Grün treffen. Gedämpfte Rot- und Purpurtöne wirken dagegen magisch neben gelblichen Grüntönen. Diese dynamische Kombination gelingt immer und kann beispielsweise in einem Japanischen Garten durch einen roten Sessel oder eine kleine rote Bank betont werden.
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Dahlien in üppigem Grün (© Karen Roe)
Mit Purpur und Creme
Dies ist eine der ausdrucksstärksten und schönsten Kombinationen: granatrote Blüten, purpur- und grünfarbenes Laub, dazu ein Hauch cremefarbener oder sehr hellgelber Blüten. Der Cremeton mildert die Gesamtwirkung, die sonst traurig wirken könnte, und verhindert, dass das manchmal leuchtende Rot zu sehr die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Sterndolden, Hydrangea paniculata ‚Kuyshu‘, Carex siderosticha ‚Variegata‘, Akeleien und Cotinus coggygria
Mit Rosa oder Mauve
Das ist eine etwas gewagte Kombination, doch scharlach- oder korallenrote Blüten harmonieren tatsächlich überraschend gut mit mauvefarbenen Blüten – besonders wenn diese durch gelbe oder orangefarbene Nuancen und eine leuchtende Staubblattmitte ergänzt werden. So wetteifern in diesem Beispiel Japan-Herbst-Anemone und Montbretie im Spätsommer um die schönste Blüte.

Im Pastellbeet
Wenn Sie nur einige rote Blüten in ein Beet mit zarten Farbtönen setzen (Rosa und Violett, Weiß und Mauve …), lockern diese die Gesamtwirkung auf und verleihen ihr Wärme, anstatt anderen Pflanzen die Schau zu stehlen. Damit die Harmonie eines Pastellbeets erhalten bleibt, sollten rote Blüten punktuell und nicht in großer Menge eingesetzt werden: Sie dürfen hier und da aufleuchten, um Würze zu verleihen, ohne zu stören! Wählen Sie außerdem Pflanzen mit kleinen Blütenständen, etwa Wiesenknopf oder Knautie.
Mit Weiß
Weiß auf Rot, da bewegt sich nichts? In der Gartengestaltung ist dies jedenfalls eine ausgesprochen moderne und zugleich sehr klassische Kombination. Sie wirkt jedoch weniger selbstverständlich als Rosa und Weiß. Rote Blüten bringen neutrale Farbtöne sofort zum Leuchten. Testen Sie dieses Duo am besten auf kleiner Fläche, etwa auf einer Terrasse oder einem Balkon … es sei denn, Sie möchten es im japanischen oder zeitgenössischen Stil umsetzen (siehe weiter unten). Cremeweiße bis zart rosafarbene Blüten eignen sich besonders gut für diese Kombination; bei den roten Blüten sind eher rosafarbene Töne zu empfehlen.
Japanische Azalee, Schattenglöckchen ‚Forest Flame‘, Dornfarn, Schlangenbart, Nadelgehölze und Kalmia latifolia ‚Minuet‘
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Wie oben erwähnt, ist Grün der ideale Partner für Rot, da es dessen Komplementärfarbe ist. Grünes Laub passt daher perfekt zu roten Blüten. Verwenden Sie beide Farben jedoch nicht in voller Sättigung, sonst wirkt die Kombination zu grell. Bevorzugen Sie Graugrün, Olivgrün und Moosgrün oder creme- und purpurfarbene Panaschierungen sowie frische, gelbliche Grüntöne.
Rote Blüten werden auch oft mit purpur- bis fast schwarzlaubigen Pflanzen kombiniert: eine herrliche Verbindung, die das kräftige Rot erstaunlicherweise mildert – vorausgesetzt, das dunkle Laub bleibt in der Minderheit. Sonst wirkt die Gestaltung traurig und düster. Für einen helleren Gesamteindruck eignen sich hellrote, rosafarbene oder orange-rote Blüten, gern auch zweifarbige rote Blüten, ergänzt durch kontrastierendes grünes Laub.

Palma Christi, Montbretie ‚Carmine Brillant‘, Blasenspiere ‚Lady in Red‘, Segge flaca, Schmuck-Dahlie ‚Antibes‘, Afrikanisches Lampenputzergras ‚Rubrum‘ und Indianernessel
Rote Blumen passend zum Gartenstil kombinieren
Sie wünschen sich einen lebendigeren, farbenfroheren Garten? Integrieren Sie einige rote Blüten – Ihr Garten wird es Ihnen danken. Doch wie bereits erwähnt, ist beim Einsatz roter Blüten Vorsicht geboten: Sie lassen sich leichter in große Beete und weitläufige Bereiche integrieren und kommen vor allem in diesen Gartentypen zur Geltung:
Ein exotischer Garten
Die Verbindung von Rot, Rosa und Orange ist im Garten keineswegs geschmacklos, sondern entführt in eine fremde Welt und erinnert an die Tropen. Im exotischen Garten lohnt es sich, alle warmen Farbtöne zu mischen, um diese besonders üppige Atmosphäre zu schaffen. Neben möglichst ausgefallenen oder ungewöhnlichen Blüten wie Leucospermum und Protea entsteht sie auch durch Kontraste zwischen breitem, schmalem und linearem Laub, etwa bei Bananen und Cordylinen, sowie durch unterschiedliche Blattstrukturen wie bei Aloe und Grevillea … Integrieren Sie auch purpurfarbenes oder rot panaschiertes Laub von Phormium und Colocasia. Vergessen Sie einige sattgrüne Blätter nicht: Sie verhindern, dass die Beete zu dunkel wirken, und bringen die zinnoberroten Töne noch stärker zur Geltung.

Leucospermum ‚Vulcano‘, Aloe, Cordyline, Colocasia, Grevillea juniperina und Canna
Ein moderner Garten
In klar gestalteten, architektonischen Gärten mit strengen Linien, kühlen Materialien und anthrazitgrauen oder weißen Farben bringen rote Blüten Wärme und Energie und beleben den minimalistischen Stil. Verwenden Sie sie einfarbig oder mit zarten weißen Blüten wie Großblütigem Schleierkraut oder Prachtkerze, beziehungsweise mit strukturgebenden Pflanzen wie Aronstab. Einige dekorative oder aufrechte Blätter wahren die gewünschte Schlichtheit dieses Designer-Gartens. In modernen Gärten machen sich Melianthus major, üppige rote Lilien und purpurfarbene Schopflilien hervorragend – jedoch nur sparsam eingesetzt.

Setzen Sie auf ungewöhnliche Blütenstände und dekoratives Laub und beschränken Sie sich auf ein Duo aus Weiß und Rot – zwischen Üppigkeit und Schlichtheit. Hier genügen ein Polster aus Kapmargeriten, ein Melianthus major, einige orangerote Lilien und Schachtelhalme völlig.
Ein ländlicher Garten
Leichtigkeit ist das oberste Gebot, wenn rote Blüten in einen ländlichen Garten einziehen. Wählen Sie vorzugsweise purpurfarbene oder karmesinrote Töne, die hier natürlicher wirken, und kombinieren Sie sie mit blassem Rosa oder Lachsrosa. Holen Sie Pflanzen aus dem Cottage-Garten in den Garten, etwa Gewöhnliche Stockrosen, Salbei und Schmuckkörbchen. Einige weiße Akzente sind hier und da hilfreich, um die Pflanzungen aufzulockern. Wählen Sie Pflanzen mit lockerem Wuchs, kleinen oder zarten Blüten und gefiedertem oder linearem Laub, das sich im Wind bewegt, sowie einige Gräser, die das Ganze strukturieren.

Rosa Taglilie, Prunus ‚Pissardii‘, Wiesenknopf, purpurfarbene Stockrose, Lysimachia clethroides und Cosmos atrosanguineus ‚Chocamocha‘
Ein naturnaher Garten
Lassen Sie in diesem großen Garten Ihren Wünschen freien Lauf, in dem rote Blüten stets in kleinen Akzenten zur Geltung kommen und als Farbverstärker dienen. Dunkle, ins Purpur gehende Rottöne eignen sich für den naturnahen Garten oder die Naturwiese. Zinnoberrote Blüten fügen sich jedoch ebenfalls gut in eine Fülle gelber oder orangefarbener Blüten ein, solange sie locker verteilt sind und von weichem Laub und schönen Gräsern begleitet werden.
Zu den interessanten roten Blüten für diesen wilden Garten zählen mohnähnliche Klatsch-Mohn, Sonnenhut, karmesinrote Fetthennen, fröhliche Kokardenblumen, Sparaxis tricolor oder ‚Dunkelrot‘, Lichtnelken, Garbe, Knautie und Grindkraut sowie Wiesenknopf …

Ein buntes Durcheinander wild wirkender Blüten wie Argentinisches Eisenkraut, Sonnenhut und Ehrenpreis gesellt sich ungezwungen zu einigen kräftig roten Montbretien und Lilien.
Schließlich setzt auch der französische Barockgarten mit seinem ausgeprägten Klassizismus häufig auf üppige rote Blütenpflanzungen. In der breiten Öffentlichkeit ist dieser Gartentyp jedoch wenig verbreitet.
Rote Blumen nach Jahreszeit kombinieren
Im Frühling
Ab April sorgen bereits zahlreiche Zwiebelblumen mit roter Blüte für Farbe, darunter Tulpen, später Kronen-Anemonen (Anemone coronaria) und Ranunkeln, schokoladenbraune Töne bei manchen Tulpen und Storchschnäbeln wie dem prächtigen Geranium phaeum ‘Chocolat’ sowie das Laub der Loropetalum, von denen viele wie ‘Ever Red’ ihre reizvollen, fein ausgefransten roten Blüten zeigen.
In dieser Jahreszeit wirken einfache, zweifarbige Kombinationen besonders elegant, denn schon die frischen Farben beleben den Garten. Purpurfarbene Blüten werden durch zartes Gelb gegenseitig hervorgehoben. Dazu passen anis- oder chamäleonfarbene Blätter, etwa von Berberis. Noch fröhlicher wirken Kombinationen aus Rot und Orange, etwa Kronen-Anemonen oder Etagen-Primeln ‚Miller’s Crimson‘ mit Ranunkeln ‚Double Orange‘. Ab Mai können Sie auch Akeleien, Azaleen, die Akebia quinata und das samtige Rotbraun der Calycanthus einbeziehen, kurz darauf gefolgt von der ungewöhnlichen Blüte der Feijoa sellowiana.

Ein Beet ganz in Purpur und Gelb: Tulpen ‚Queen of Night‘, Tulpen ‚Charming Lady‘, Berberis ‚Admiration‘ cov, Fritillaria persica und Euphorbia characias
Im Sommer
Der Sommer ist reich an roten Blüten, und in dieser Jahreszeit kommen sie wohl am besten zur Geltung, ohne bei der üppigen Farbenpracht im Garten geschmacklos zu wirken. Die Palette reicht von Orangerot bis Granatrot und Rotbraun. Welche Pflanzen Sie wählen und zu einem feurigen Bild dieser vielseitigen Jahreszeit verbinden, hängt ganz von Ihrem Geschmack ab! Gedämpfte Rottöne wirken subtiler und harmonieren gut mit rosa oder mauvefarbenen Blüten.
Zu den bezauberndsten Blumen des Sommers gehören Dahlien wie ‚Arabian Night‘, rote Taglilien, Coreopsis, Penstemon, Montbretien und Cannas – und natürlich feurige Rosen wie ‚Falstaff‘.

Der Sommer ist die Jahreszeit für gewagtere Kombinationen: Hier schaffen orangerote Montbretien und purpurfarbene Dahlien unter dem sommerlichen Licht eine vibrierende Verbindung.
Im Herbst
Das herbstliche Farbenspiel verleiht roten Blüten zusätzlichen Glanz. Ihre Leuchtkraft wird durch orangefarbene Kombinationen oder Verbindungen mit Rosa, Purpur und Burgunderrot noch verstärkt – oder durch einen subtilen Kompromiss zwischen beidem! Das goldene Licht im Oktober und November mildert die Farben und ermöglicht Kombinationen, die keineswegs unharmonisch wirken.
Diese eleganten Kombinationen können auch einige weiße, hellblaue oder mauvefarbene Blüten vertragen und sorgen so für einen letzten, sanften Herbstauftritt – etwa mit Herbstzeitlosen, Kleinköpfigem Knöterich und Astern. Diese zarten Zusatzfarben beruhigen die Wirkung kräftiger Rottöne, wie sie etwa eine Fuchsia magellanica zeigt, und schaffen zugleich einen zauberhaften Übergang zum Winter. Die Möglichkeiten sind zahlreich: Einige Pflanzen blühen lange weiter, etwa Dahlien und Cannas. Dazu kommen pflaumen- und auberginefarbene Fetthennen, Camellia sasanqua, die jetzt erscheinen, Chrysanthemen sowie rote Beeren, etwa von Arum italicum oder Zieräpfeln, die den Garten intensiv färben. Auch wechselndes Laub trägt zur Gesamtwirkung bei: das rote Laub des Geflügelten Spindelstrauchs und der Hydrangea quercifolia, das der Fächer-Ahorne sowie gelbe und orange Töne von Fächerblattbäumen, Acer cappadocicum und Felsenbirnen. Dazu kommt das strohfarbene Laub vieler Gräser – ein faszinierendes Herbstschauspiel.

Herbstblühende Kamelie, Felsenbirne, Zierlicher Salbei, Hydrangea quercifolia, Verbena rigida, Dahlie Obama, Reitgras und Kleinköpfiger Knöterich, Cyclamen coum
Im Winter
Wie orangefarbene Blüten, die im Winter seltener sind, zeigen sich auch rote Blüten in dieser Jahreszeit nur selten – doch einige prachtvolle Exemplare trotzen der Kälte: bei Camellia japonica, einigen Zaubernuss-Sorten, bestimmten winterblühenden Waldreben mit wachsartigen Blüten und interessanten purpurroten Christrosen. Auch rote Winterbeeren sorgen für Farbe, selbst wenn sie dezent bleiben, etwa die von Stechpalmen, Rebhuhnbeeren und Zwergmispeln.
Sie lassen sich leicht mit orangefarbenen oder purpurroten Zweigen von Hartriegeln wie Cornus alba ‘Sibirica’, der Rinde einer Yoshino-Kirsche sowie immergrünen Sträuchern mit weißen Blüten kombinieren, etwa Englischer Heide oder Sarcococca, ergänzt durch einige bläuliche Nadelgehölze. Im Winter empfiehlt es sich, einige leuchtendere Akzente wie zarte Gelbtöne einzufügen, etwa bei Edgeworthia oder Stachyurus praecox. Auch dezente Rosatöne wirken besonders schön zu verblassten oder purpurroten Farben.

Hartriegel und Teppich aus Winterheide, Camellia japonica ‚Lipstick‘, purpurrote Christrosen, Hamamelis x intermedia ‚Diane‘ und Edgeworthia chrysantha
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