Schluss mit der Melissen-Invasion! Unsere Lösungen
Aromapflanze mit Zitronenlaub im Zaum halten
Inhaltsverzeichnis
Wer Melisse (Melissa officinalis) im Garten hat, weiß, wie nützlich sie als Abwehr-, Heil- und Duftpflanze ist. Zudem ist sie eine hübsche Staude mit frischgrünem Laub und angenehm frischem Zitronenduft. Die pflegeleichte Pflanze wächst überall: im Gemüsegarten, im Ziergarten, im Beet oder als Einfassung. Von Mai bis Oktober lassen sich ihre kleinen Blätter für Aufgüsse und Erfrischungsgetränke wie Melissensirup ernten oder zum Aromatisieren von Desserts, Marinaden und Essig verwenden. Sie können auch getrocknet und im Winter genutzt werden.
Melisse hat jedoch einen großen Nachteil: Sie breitet sich stark aus. Wenn Sie nicht aufpassen, erobert sie schnell jede Ecke des Gartens.
Entdecken Sie unsere einfachen, praktischen Lösungen, um den Ausbreitungsdrang der Zitronenmelisse zu begrenzen und ihre Vorteile zu genießen.
Weitere Informationen: Melisse: Aussaat, Pflanzung und Anbau
Melisse: Pflanze mit vielen Vorzügen
Es gibt viele Gründe, Melisse im Garten anzubauen! Die Zitronen-Melisse (Melissa officinalis) ist eine aromatische Staude mit zahlreichen Vorzügen. Seit der Antike wird sie zur Linderung von Verdauungsbeschwerden, zur Stimmungsaufhellung, gegen Stress und bei Einschlafproblemen genutzt. Im Mittelalter wurde sie deshalb berühmt und zur Grundlage von Likören sowie des berühmten Melissenwassers, das Richelieu häufig verwendete. Er behauptete sogar, es habe ihm das Leben gerettet! Eines Tages überzeugte ihn der ungewöhnliche Geruch seines Lieblingsgetränks davon, dass man ihn vergiften wollte. Und er hatte recht!
Heute werden die frischen oder getrockneten Blätter weiterhin als Tee oder zum Kochen verwendet.

Zitronen-Melisse wirkt heilend, aromatisch und abwehrend
Doch Melisse hat noch viele weitere Vorzüge. Dazu gehört zunächst ihre abschreckende Wirkung. Kleine Gartenschädlinge wie Blattläuse mögen sie ebenso wenig wie Mücken. Ich persönlich betrete weder den Garten noch die Terrasse, ohne mir vorher Arme und Beine mit den zitronig duftenden Blättern der Melisse einzureiben. Unschlagbar! Und deutlich wirksamer als die mehr oder weniger natürlichen Mittel aus dem Handel.
Im Gemüsegarten, Beet oder an einer Grenze kultiviert, bietet Melisse noch einen weiteren Vorteil: Als äußerst bienenfreundliche und nektarreiche Pflanze lockt sie ganze Schwärme bestäubender Insekten an, allen voran Bienen. Übrigens stammt der Name „Melisse“ vom griechischen „melissa“, was „Biene“ bedeutet. Damit ist alles gesagt!
Bei diesen Vorzügen möchte man auf eine Melissenpflanze im Garten kaum verzichten. Allerdings gibt es einen Haken: Sie breitet sich stark aus. Doch das ist kein unabwendbares Schicksal. Es gibt Lösungen.
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Melisse im Topf anbauenMelisse eindämmen: verschiedene Methoden
Um gegen die Ausbreitung vorzugehen, muss man zunächst verstehen, warum Melisse so invasiv ist. Und zwar gleich doppelt! Zum einen besteht ihr Wurzelsystem aus einem Netzwerk langer Rhizome, die sich sehr leicht und schnell im Boden verankern. Zum anderen folgen auf die Blüten winzige Achänen, die unzählige Samen verbreiten. Deshalb sät sich Melisse spontan im gesamten Gemüsegarten und anderswo aus.
Dennoch lässt sich der Ausbreitungsdrang unserer aromatischen Pflanze relativ leicht bremsen. Zumal es ganz einfache, kostengünstige und wenig aufwendige Lösungen gibt. Diese sollten Sie jedoch kombinieren, da Melisse außergewöhnlich wuchsfreudig ist. Ähnlich wie Minze.
Anbau im Topf
Der Anbau von Melisse im Topf ist sicherlich eine der wirksamsten Lösungen, um ihre Ausbreitung einzudämmen. Säen oder pflanzen Sie sie einfach in ein Substrat aus gleichen Teilen Universalerde, Gartenerde und Sand.
Wenn Sie Ihre Melisse natürlicher in Beete oder den Gemüsegarten integrieren möchten, müssen Sie den Topf lediglich eingraben. Achten Sie dabei darauf, ihn 5 cm aus der Erde herausragen zu lassen, damit sich die Rhizome nicht ungehindert ausbreiten. Denken Sie außerdem daran, sie regelmäßig umzutopfen, da die Rhizome durch die Abzugslöcher des Topfes wachsen können.
Diese Lösung verhindert die Ausbreitung über Rhizome, nicht jedoch die Selbstaussaat.
Blütentriebe entfernen
Um die Verbreitung der Melissensamen zu verhindern (die sich in einem Umkreis von mehreren Metern um die Mutterpflanze sehr leicht aussäen und keimen), müssen Sie die Bildung der Achänen verhindern. Dazu schneiden Sie zwischen Juni und August alle Blütentriebe ab. Mit einer guten Gartenschere sind Sie schnell fertig!
Ich schneide meine Melisse im Juni auf etwa 20 bis 30 cm über dem Boden zurück und verhindere so jeden Blühversuch. Dieser Rückschnitt beseitigt nicht nur die Selbstaussaat, sondern regt auch die Bildung junger Triebe an, die mehr ätherisches Öl enthalten.
Werfen Sie die Blätter nicht weg! Trocknen Sie sie und verwenden Sie sie im Winter für Aufgüsse oder in der Küche. Patricia erklärt Ihnen übrigens, wie Sie Melissenblätter trocknen.

Das Entfernen der Blütentriebe, die Teilung des Wurzelstocks oder der Anbau im Topf sind wirksame Maßnahmen gegen die Ausbreitung
Eine dicke Mulchschicht ausbringen
Eine dicke Mulchschicht aus Häckselholz, Falllaub oder Mulchmaterial wie Flachsschäben, Chinaschilf oder Hanf wirkt relativ gut gegen die Selbstaussaat. Außerdem hält sie Unkraut teilweise zurück und bewahrt ein Mindestmaß an Feuchtigkeit. Allerdings ist diese Lösung nicht zu 100 % sicher.
Unkraut von Hand jäten
Nun ist es passiert: Die Melisse hat sich ausgebreitet. Schon bald entdecken Sie junge Keimlinge, die an ihrem charakteristischen Geruch leicht zu erkennen sind. In diesem Stadium ist das manuelle Jäten die einzige wirksame Lösung, um all diese jungen Triebe zu entfernen. Jäten Sie sorgfältig und regelmäßig, denn jeden Tag werden neue Keimlinge erscheinen. Nach einem Monat haben Sie jedoch alle entfernt.
Den Wurzelstock teilen
Die Teilung des Melissen-Wurzelstocks ist die letzte Lösung, um übermäßige Wuchskraft zu verhindern. Stechen Sie die Melisse einfach mit einer Grabegabel rundherum aus und teilen Sie den rhizomatösen Wurzelstock in mehrere Stücke. Anschließend pflanzen Sie einfach eines der Stücke wieder ein, das schnell kräftig wachsen sollte.
Geben Sie die übrigen Rhizomstücke gerne an Freunde und Nachbarn weiter. Vergessen Sie aber nicht, sie vor Melisses Ausbreitungsdrang zu warnen …
Der Wurzelstock wird entweder im Frühjahr, etwa im März oder April, oder im Herbst, frühestens ab Oktober, geteilt.
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