Schneeball im Topf kultivieren
Für Terrasse, Balkon oder kleinen Garten
Inhaltsverzeichnis
Schneeball (Viburnum): winterharter Strauch mit weißen Blüten und dekorativen Früchten. Kompakte Arten eignen sich für Topf, Terrasse und Balkon. Tipps zur Pflege: pflanzen, schneiden und kultivieren.
Welche Sorte für den Topf wählen?
Für die Kultur im Topf empfehlen wir kompakte Schneeball-Sorten, die ausgewachsen höchstens 1,50 m hoch werden. Zwergsorten des Lorbeerschneeballs (Viburnum tinus) eignen sich besonders gut.
Lorbeerblättriger Schneeball Gwenllian - Viburnum tinus
- Höhe bei Reife 1,50 m
Immergrüner Kissen-Schneeball Angustifolium - Viburnum davidii
- Blütezeit Mai, Juni
- Höhe bei Reife 80 cm
Japanischer Schneeball Kilimanjaro Sunrise - Viburnum plicatum
- Blütezeit Juni, Juli
- Höhe bei Reife 1,60 m
Oster-Schneeball Conoy - Viburnum burkwoodii
- Blütezeit Mai, Juni
- Höhe bei Reife 1,50 m
Schneeball Eskimo - Viburnum utile
- Blütezeit Mai, Juni
- Höhe bei Reife 1 m
Schneeball Shiny Dancer - Viburnum
- Blütezeit Juni
- Höhe bei Reife 80 cm
Welcher Topf passt?
Wählen Sie einen großen, breiten Topf, der mindestens doppelt so groß wie der Wurzelballen ist. Ist der Topf zu klein, trocknet das Substrat schnell aus und der Strauch hat bald zu wenig Platz. Wählen Sie einen Topf mit mindestens 40–50 cm Breite und Tiefe – entscheidend sind jedoch Größe und Alter des Strauchs. Mit zunehmendem Wachstum müssen Sie ihn nach und nach in jeweils etwas größere Töpfe umtopfen. Beim Material können Sie zwischen Kunststoff und Terrakotta wählen: Kunststofftöpfe sind deutlich leichter und günstiger, während Terrakottatöpfe ästhetischer sind und eine bessere Belüftung der Wurzeln ermöglichen. Allerdings müssen sie häufiger gegossen werden. Wichtig sind Abzugslöcher im Topfboden, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann. Andernfalls können die Wurzeln faulen.

Nützlicher Schneeball ‚Kilimandjaro‘ (Foto: Denolf), Viburnum bodnantense ‚Dawn‘ (Foto: Friedrich Strauss – Biosphoto) und Viburnum burkwoodii ‚Ann Russell‘
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Welches Substrat wählen?
Schneebälle bevorzugen nährstoffreichen, lockeren, gut drainierten Boden. Pflanzen Sie sie in Blumenerde für Sträucher oder mischen Sie Gartenerde, reifen Kompost und groben Sand. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies im Topf ist ratsam.
Lesen Sie auch
Schneeball, Schneeball: 8 Ideen für gelungene KombinationenWann und wie pflanzen?
Sie können den Schneeball im Frühherbst oder im Frühjahr in einen Topf pflanzen. Wichtig ist, Frostperioden und große Hitze zu vermeiden.
- Feuchten Sie den Wurzelballen an, indem Sie ihn in eine mit Wasser gefüllte Schüssel stellen.
- Füllen Sie den Topfboden mit einer 5 cm dicken Schicht Blähton oder Kies, um den Wasserabzug zu fördern und Staunässe zu vermeiden.
- Füllen Sie den Topf anschließend zu etwa einem Drittel mit Substrat. Verwenden Sie beispielsweise eine Mischung aus Gartenerde, gut verrottetem Kompost und grobem Sand.
- Setzen Sie das Viburnum in die Mitte des Topfes. Achten Sie darauf, dass die Oberseite des Wurzelballens 2–3 cm unter dem oberen Topfrand liegt.
- Geben Sie rundherum Substrat dazu, bis der Topf gefüllt ist, und drücken Sie es leicht an.
- Gießen Sie reichlich.
- Sie können die Oberfläche mit einer Schicht organischem Mulch bedecken. So trocknet die Blumenerde nicht zu schnell aus.
Die meisten Schneeball-Arten bevorzugen Halbschatten, doch Viburnum tinus und Viburnum burkwoodii stehen lieber in der Sonne. Wir empfehlen einen windgeschützten Standort.

Schneeball im Topf pflegen?
Gießen und Düngen
Schneebälle mögen im Sommer ein frisches Substrat: Gießen Sie im Sommer regelmäßig, besonders bei Trockenheit und großer Hitze. Seien Sie aufmerksam, denn im Topf trocknet das Substrat deutlich schneller aus als im Freiland. Eine Schicht organischer Mulch auf der Oberfläche hält die Feuchtigkeit etwas länger. Wir empfehlen außerdem, im Frühjahr und Sommer etwas Dünger zu geben, um Wachstum und Blüte zu fördern.
Rückschnitt
Generell müssen Schneebälle nicht oder nur sehr wenig geschnitten werden. Sie können jedoch eingreifen, wenn Sie eine harmonische, ausgewogene Form wiederherstellen oder eine kompakte Wuchsform erhalten möchten. Immergrüne Arten wie der Lorbeerschneeball vertragen einen starken Rückschnitt. Andere Schneebälle sollten Sie nur leicht schneiden und dabei zuerst abgestorbene oder beschädigte Zweige entfernen. Der Rückschnitt erfolgt im Frühjahr nach der Blüte.
Krankheiten und Schädlinge
Schneebälle sind anfällig für Blattläuse, Thripse und den Schneeballblattkäfer (Pyrrhalta viburni), einen kleinen Käfer, der die Blätter anfrisst und sie wie Spitze aussehen lässt. Gelegentlich fressen auch Dickmaulrüssler die Blätter. Gegen Blattläuse und Thripse können Sie Schmierseife in Wasser verdünnen (15 bis 30 g Schmierseife auf 1 Liter Wasser) und auf das Laub sprühen. Gegen Schneeballblattkäfer und Dickmaulrüssler kontrollieren Sie den Strauch am besten regelmäßig und entfernen die Schädlinge von Hand. Schneebälle können außerdem von Hallimasch befallen werden, einer Pilzkrankheit.
Weitere Tipps finden Sie in unseren Ratgebern zu Blattläusen, Dickmaulrüsslern und Hallimasch.
Überwinterung
Schneebälle sind meist recht winterharte Sträucher. Die meisten Arten vertragen Temperaturen von etwa -15 bis -20 °C, manche Arten wie der Lorbeerschneeball sind jedoch frostempfindlicher und leiden, wenn die Temperaturen unter -10 °C sinken. Wenn Sie in einer kalten Region wohnen, holen Sie den Topf für den Winter am besten ins Haus, etwa in ein Kalthaus oder einen hellen, ungeheizten Raum.
Umtopfen
Sie können den Schneeball alle zwei Jahre umtopfen und dabei jeweils einen etwas größeren Topf wählen. So erneuern Sie das mit der Zeit nährstoffarme Substrat und geben der Pflanze mehr Platz für ihr Wachstum.
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