Silberkerze im Topf pflanzen
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Cimicifuga (Silberkerze) im Topf: So gedeiht die elegante Staude mit weißen Blüten auch auf Terrasse oder Balkon – Tipps zu Standort und Pflege.
Welche Silberkerzen-Sorten wählen?
Für die Topfkultur wählen Sie kompakte, weniger stark wachsende Cimicifuga-Sorten, die sich ideal für kleine Gefäße eignen, weniger Pflege benötigen und länger gedeihen. Sorten der Art Cimicifuga japonica bleiben kleiner.
Denken Sie zum Beispiel an folgende Sorten:
- Cimicifuga ‚Black Negligee‘
- Cimicifuga ‚Chocoholic‘ mit sehr dunklem Laub
- Cimicifuga ‚Carbonella‘ mit besonders reicher Blüte
- Cimicifuga ‚Cheju-Do‘ mit grünem, silbrig schimmerndem Laub
- Cimicifuga ‚James Compton‘ mit intensivem Duft
- Cimicifuga ‚Misty Blue‘ mit bläulichem Laub und Trauben weißer Beeren
- Cimicifuga japonica, die von Natur aus kompakte Wildart
- Actaea rubra, mit leuchtend roten Beeren
Actaea wachsen höher als breit. Sorten mit typischer Wuchsform, die 1,50 bis 1,80 m hoch werden, benötigen einen tiefgründigen Boden. In einem Topf können sie sich nicht richtig entwickeln.

So sehen Cimicifuga mit ihrer Wuchsform aus
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Silberkerze: pflanzen, kultivieren und pflegenWelche Topfart? Welche Größe?
Cimicifuga im Topf: Wählen Sie anfangs einen Topf mit Loch und 30 cm Tiefe. Später sind 50 cm Tiefe und Breite ideal; Kunststoff hält das Substrat feucht.
Welches Substrat?
Die Silberkerze bevorzugt einen nährstoffreichen, humusreichen, eher neutralen Boden, auch wenn er schwer und lehmig ist. Unabhängig von diesen Eigenschaften muss das Substrat frisch bleiben, was im Topf nicht ganz einfach ist.
Das Substrat sollte daher sehr feuchtigkeitsbindend und nährstoffreich sein – beides hängt zusammen. Blumenerde ist meist leicht sauer oder tendiert zur Neutralität.
Auf unserer Website finden Sie in der Beschreibung der Blumenerde den Abschnitt „Technische Eigenschaften“. Dort ist das Wasserspeichervermögen in ml pro Liter oder als Prozentsatz angegeben. Wählen Sie möglichst den höchsten Wert, über 70 %. Suchen Sie in den Kategorien für Topferde, Mehrzweckerde oder professionelle Blumenerde.
Sie können auch einen Zusatz wie einen Wasserspeicher beimischen. Eine Zugabe von gut verrottetem Kompost im Umfang von 20 bis 30 % des Blumenerdevolumens ist ebenfalls empfehlenswert.
Drainierende Materialien müssen Sie nicht hinzufügen: Beim Kultivieren einer Silberkerze im Topf ist die Wasserspeicherung besonders wichtig.
Wenn Sie lehmige Gartenerde zur Verfügung haben, können Sie Blumenerde und Gartenerde zu gleichen Teilen mischen. Im Sommer lässt sie sich jedoch schwerer feucht halten, da lehmige Böden im Sommer austrocknen.
Legen Sie eine Drainageschicht auf den Topfboden, etwa aus Blähton, Tonscherben, Kies oder Lava. So stehen die Wurzeln nach dem Gießen nicht im Wasser.
Verwenden Sie außerdem organischen Mulch, damit das Substrat möglichst lange feucht bleibt. Dieser Schritt ist ebenso wichtig wie die Wahl einer gut wasserspeichernden Blumenerde. Bringen Sie oben im Topf eine 3 bis 5 cm dicke Mulchschicht auf.
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Pflanzen Sie die Silberkerze am besten im Frühjahr zwischen März und April, damit sie sich vor der wärmeren und trockeneren Sommerzeit etwas eingewöhnen kann.
Auch eine Pflanzung im Herbst, im Oktober oder November, ist möglich. Meiden Sie Frost- und Hitzeperioden.
Gehen Sie so vor:
- Geben Sie eine mehrere Zentimeter hohe Drainageschicht auf den Topfboden, etwa aus Blähton, Kies oder Tonscherben.
- Weichen Sie den Wurzelballen der Silberkerze etwa 30 Minuten lang ein.
- Füllen Sie den Topf etwa zu einem Drittel mit Substrat.
- Setzen Sie die Silberkerze ein.
- Füllen Sie mit Blumenerde auf und drücken Sie sie leicht und gleichmäßig an.
- Füllen Sie bis einige Zentimeter unter den Topfrand auf und drücken Sie die Erde nochmals an.
- Gießen Sie reichlich.
- Wenn das Wasser versickert ist, füllen Sie bei Bedarf etwas Substrat nach, falls Hohlräume entstanden sind.
- Gießen Sie nach einigen Minuten ein zweites Mal.
- Bringen Sie eine mehrere Zentimeter dicke Schicht organischen Mulch aus.
Wohin mit der Silberkerze?
Die Silberkerze ist eine Schatten- oder Halbschattenpflanze. Bekommt sie im Frühjahr und Sommer zu viele Sonnenstunden oder zwischen 12 und 16 Uhr zu viel Sonne, verbrennen ihre Blätter an den Rändern schnell.
Wenn Sie einen nach Norden, Osten oder Westen ausgerichteten Balkon oder eine Terrasse haben, ist sie bei einem windgeschützten Standort ideal für Sie. Die Silberkerze ist eine hohe, zierliche Pflanze, deren Blütenstiele windempfindlich sind. Zudem trocknet der Wind Substrat und Pflanze aus.

Silberkerzen wachsen im Halbschatten. Einige Sorten haben eine herrlich duftende Blüte
Pflege
Die Pflege der Silberkerze im Topf ist einfach.
Schneiden Sie während der Blüte verblühte Blüten ab, damit sich neue Blüten bilden. Am Ende der Blüte lassen Sie die letzten Blüten und das Laub eintrocknen.
Schneiden Sie im Frühjahr die trockene Staude vollständig zurück, bevor sie wieder austreibt.
Bei der Blüte können Sie die hohen Blütenstiele bei Bedarf stützen.
Silberkerzen sind sehr wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge.
Nach einigen Jahren, etwa 5 Jahre nach der Pflanzung, können Sie die Staude teilen, um sie zu verjüngen und eine zweite Pflanze zu erhalten. Teilen Sie sie im Frühjahr oder Herbst mit dem Spaten und wählen Sie dabei möglichst ein Rhizomende. Bis zur ersten üppigen Blüte vergehen etwa 3 Jahre.
Da die Silberkerze winterhart ist, benötigt sie im Winter keinen besonderen Schutz, außer in Regionen mit sehr strengen Wintern. Eine leichte Mulchschicht am Fuß schützt die Wurzeln vor Frost, besonders wenn der Topf extremen Temperaturen ausgesetzt ist.
Gießen
Wie bereits erwähnt, ist die Silberkerze eine Pflanze für frischen bis feuchten, schweren Boden. Das bedeutet, dass sie problemlos dauerhaft in feuchter Erde ohne ausreichende Drainage stehen kann. Trockenheit im Boden ist der Silberkerze ein großer Feind, unter dem sie recht schnell leidet.
Wenn Sie sie in ein Substrat gepflanzt haben, das möglichst viel Feuchtigkeit speichert, und die Oberfläche der Blumenerde mit einer dicken Mulchschicht bedeckt haben, schaffen Sie beste Voraussetzungen für wirksames Gießen.
Lassen Sie das Substrat nicht austrocknen. Kurzzeitig verträgt die Silberkerze dies, grundsätzlich sollten Sie das Substrat jedoch frisch bis feucht halten. Es darf weder ständig ausgelaugt noch dauerhaft nass sein. Das bedeutet: Wenn Sie das Substrat berühren, bleibt es leicht an den Fingern haften, weil es „frisch“ ist, also noch etwas Feuchtigkeit enthält. Zwischen zwei Wassergaben können die oberen Zentimeter des Substrats antrocknen, aber nicht mehr und nicht jedes Mal.
Im Frühjahr und Sommer trocknet das Substrat jedoch schneller aus. Passen Sie die Wassergaben daher im Jahresverlauf an und reduzieren Sie sie im Herbst deutlich, sobald das sommergrüne Laub verschwunden ist. Während des Wachstums und der Blüte erhöhen Sie die Wassergaben, bei Hitze noch stärker.
Steht Ihre Silberkerze im Schatten, bleibt das Substrat länger feucht, als wenn sie täglich einige Stunden Sonne erhält.
Düngen
Die Düngung verbessert bei der Silberkerze ebenfalls die Feuchtigkeitsspeicherung. Ideal ist gut verrotteter Kompost, sofern verfügbar, den Sie zweimal jährlich im Frühjahr und Spätsommer oberflächlich ausbringen.
Alternativ eignet sich ein organischer Dünger wie Wurmkompost, ein- bis zweimal jährlich nach den Anwendungshinweisen des Herstellers.
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