7 schöne Silberkerzen-Sorten zum Entdecken
Eleganz im Schattengarten
Inhaltsverzeichnis
Cimicifuga (Actaea): winterharte Staude für Schatten mit silbrigen Blütenähren und elegantem Laub. Die schönsten Arten und Sorten im Überblick.
Cimicifuga racemosa
Actaea racemosa, auch Cimicifuga racemosa genannt, ist als Trauben-Silberkerze bekannt und stammt aus Nordamerika. Sie ist die häufigste Art in unseren Gärten. Sie gehört zu den trockenheitsverträglichsten Silberkerzen und zeichnet sich durch ihre große Höhe von bis zu 2 m in Blüte sowie ihr frischgrünes Laub aus. Ihre weißen Blütenähren erscheinen von Juli bis August.
Cimicifuga racemosa bildet dichtes, helles Laub, das an das einer Riesen-Astilbe erinnert. Im Spätsommer kommt sie mit ihren hohen, zarten, blassen Blütenständen, die an Silberkerzen erinnern, voll zur Geltung. Die robuste Staude bevorzugt lichte Unterwälder und wächst langsam zu buschigen Horsten mit mindestens 70 cm Durchmesser heran. Die großen, tief eingeschnittenen Blätter können bis zu 50 cm lang werden und verströmen beim Zerreiben einen auffälligen Duft.
Mit weniger Stängeln als andere Sorten zeigt die Trauben-Silberkerze im Juli spektakuläre, aufrechte oder gebogene weiße Blütenähren aus kleinen Blüten mit einem markanten, unverwechselbaren Duft. Auch wenn ihr Geruch nicht jeden begeistert, ist sie wegen ihres reichlichen Nektars bei Bestäubern sehr beliebt.
Am hinteren Beetbereich, in halbschattigen Lagen wie an Gehölzrändern oder in lichten Unterwäldern, bildet die Trauben-Silberkerze einen spektakulären dekorativen Hintergrund – besonders im Spätsommer, wenn andere Stauden zu verblühen beginnen. Ihr Laub harmoniert gut mit Astern in Rosa- und Blautönen.

Lesen Sie auch
Silberkerze: pflanzen, kultivieren und pflegenCimicifuga atropurpurea 'Brunette'
Die Silberkerze Cimicifuga atropurpurea oder Actaea simplex ‚Brunette‘ ist ein beliebter und bewährter Kultivar mit handförmigem, sehr dunkel purpur-braunem, fast schwarzem Laub, das sich zu 30 bis 75 cm breiten Blatthorsten entfaltet. Die Wildart stammt aus den gemäßigten Wäldern Asiens. Die sommergrüne Pflanze treibt im Frühjahr aus und zieht sich im Herbst ein.
Ihre sternförmigen, weißrosa Blüten stehen in 10 bis 20 cm langen, zylindrischen Ähren, die sich elegant bogig neigen. Die spät von August-September bis Oktober blühende Actaea ‚Brunette‘ besticht durch ihren betörenden Vanilleduft und lockt Schmetterlinge an. In voller Blüte erreicht sie eine Höhe von 1,20 m.
Die Pflanze eignet sich hervorragend für halbschattige Beete, Rabatten, das Unterholz oder als Solitär. Für ein harmonisches Gartenbild kombinieren Sie sie mit blauen Funkien, Astilben, rosa Sterndolden und Lerchensporn.
Sehen Sie sich auch die neueren Sorten ‚Carbonella‘ oder ‚Chocoholic‘ an: Sie wachsen noch kompakter und blühen üppiger.

Silberkerze 'James Compton'
Die Actaea simplex ‚James Compton‘ zeichnet sich durch ihre geringe Größe aus und eignet sich perfekt für kleine Gärten. Sie besitzt glänzendes, tief geschlitztes Laub, das violettpurpur bis fast schwarz gefärbt ist. Im Spätsommer oder Herbst bildet sie schlanke, flexible Ähren mit rosafarbenen Knospen, die sich zu intensiv duftenden, weiß-rosa Blüten öffnen. Diese bringen in einer Zeit, in der andere Blüten rar sind, Leichtigkeit und Höhe in den Garten. Der Sorte ‚Brunette‘ sehr ähnlich, bleibt sie jedoch kompakter und bietet noch stärker duftende Ähren.
‚James Compton‘ wächst aus einem knorrigen Rhizom langsam heran und bildet buschige Horste, die 90 cm hoch und 50 cm breit werden. Die großen, gezähnten Blätter treiben im Frühjahr grün aus und färben sich unter dem Einfluss der Sonne zunehmend violettpurpur. So entsteht der Eindruck fast schwarzen Laubs. Die endständigen, pinselartigen Blütenstände erscheinen gegen Ende der Saison und locken mit ihrem Nektar und Vanilleduft zahlreiche Schmetterlinge an.
Die Christophskraut-Sorte ‚James Compton‘ eignet sich ideal für halbschattige Standorte und bevorzugt wie alle Silberkerzen frische, tiefgründige Böden. Ihre dekorative Silhouette und die leuchtenden Blüten machen sie zu einer ausgezeichneten Wahl für schattige Beete. Das dunkle Laub harmoniert wunderbar mit den kräftigen Farben von Astern und winterharten Fuchsien.

Actaea pachypoda 'Misty Blue'
Actaea pachypoda ‚Misty Blue‘ ist eine besondere, wenig bekannte Sorte mit zahlreichen dekorativen Vorzügen. Die Art stammt aus dem Osten Nordamerikas. ‚Misty Blue‘ bildet zusammengesetzte Blätter, die in gezähnte ovale Fiederblättchen geteilt sind und im Frühjahr zunächst pudrig blau und wie bereift erscheinen, bevor sie sich blaugrün färben.
Ab Mai schmückt sie sich mit hübschen Büscheln kleiner sternförmiger weißer Blüten, auf die anschließend weiße Beeren an kräftigen roten Blütenstielchen folgen. Diese leuchtenden Früchte sind für den Menschen zwar giftig, bei Vögeln jedoch sehr beliebt und tragen zur Biodiversität schattiger Unterhölzer bei.
Auch wenn sie in frischen, durch den Humus abgefallener Blätter angereicherten Böden gedeiht, verträgt sie auch etwas trockene Böden. Christophskraut ‚Misty Blue‘ entwickelt sich langsam und bildet dichte Horste, die mit der Zeit besonders stattlich und langlebig werden.
Dieses Christophskraut harmoniert bestens mit Pflanzen wie Farn und Hakonechloa.

August-Silberkerze
Actaea dahurica, auch Cimicifuga dahurica genannt, ist eine seltene botanische Art mit majestätischer Wuchsform. Sie stammt aus den gemäßigten Regionen Asiens, darunter Korea, die Mongolei, Sibirien und Nordchina. Ihr üppiges Laub erinnert an das einer riesigen Astilbe: Die großen, dreieckigen Blätter sind in drei gezähnte Lappen geteilt. Das tiefgrüne, bisweilen purpurgrau nuancierte Laub bildet einen schönen Kontrast zu den hohen Ähren cremefarbener Blüten, die sich im Spätsommer öffnen. Die verzweigten, sehr bienenfreundlichen und nektarreichen Blütenstände erreichen eine Höhe von bis zu 2 Metern und bieten einen eindrucksvollen Anblick, auch wenn ihr Duft nicht jedermanns Geschmack trifft.
Actaea dahurica eignet sich ideal für halbschattige Standorte mit frischem, aber gut durchlässigem Boden. Sie ist unempfindlich gegenüber der Wurzelkonkurrenz umliegender Pflanzen und passt gut in den Hintergrund von Beeten, wo sie eine eindrucksvolle dekorative Kulisse für Stauden bildet, die früher in der Saison verblüht sind. Die Kombination mit Pflanzen mit dunklem Laub, etwa Nadelgehölzen, Stechpalmen oder Duftblüten, hebt den Glanz ihrer weißen Blüten hervor.
Für eine harmonische Gestaltung in strukturierteren Gärten oder auch im Topf auf der Terrasse lässt sich Actaea dahurica zudem mit halbschattigen Storchschnabel-Stauden kombinieren, etwa mit Geranium nodosum, G. cantabrigiense oder G. macrorrhizum.

Silberkerze japonica 'Cheju-Do'
Das Christophskraut oder Cimicifuga japonica ‚Cheju-Do‘ stammt von der südkoreanischen Insel Jeju. Die kompakte, blattfleckenresistente Staude begeistert mit ihrem Frühlingslaub aus jungen purpurfarbenen Trieben, die sich zu gelappten Blättern mit silbrigen Reflexen entwickeln. Im Spätsommer erscheinen lange, leicht duftende, cremeweiße Ähren.
‚Cheju-Do‘ bildet dichte Horste, die während der Blüte 80 cm hoch werden, mit 30 cm hohem Laub und einer Breite von mindestens 50 cm. Die grundständigen, lang gestielten und rundlichen Blätter sind in drei gezähnte Lappen geteilt. Sie sind glänzend hellgrün, leicht graugrün und zeigen zinnfarbene Reflexe, die im Saisonverlauf etwas matter werden. Im September und Oktober schmückt sich die Staude mit 12 bis 15 endständigen Blütenständen in sehr luftigen Ähren. Die rosafarbenen Knospen öffnen sich zu cremeweißen Blüten. Ihr Duft ist nicht jedermanns Sache, lockt jedoch bestäubende Insekten an.
Das Christophskraut ‚Cheju-Do‘ bevorzugt Halbschatten und nährstoffreiche, frische Böden, gedeiht aber auch an sehr feuchten Teichufern. Im Beet ergänzen seine dekorative Struktur und sein Laub perfekt das der Funkien und Purpurglöckchen, während seine leuchtenden Blüten gut mit Japan-Herbst-Anemonen harmonieren.

Silberkerze 'Queen of Sheba'
Actaea ‚Queen of Sheba‘, gezüchtet von Piet Oudolf, dem renommierten Landschaftsarchitekten für naturnahe Gärten, ist eine außergewöhnliche Hybridsorte, die Robustheit und Ästhetik vereint. Im Frühjahr entfaltet sie purpurfarbenes, tief eingeschnittenes Laub, das sich mit der Zeit kaki-grün verfärbt. Diese Pflanze zeichnet sich durch ihre äußerst späte Blüte aus: Lange Blütenähren an gebogenen Stängeln verströmen einen faszinierenden Duft. Sie ist hitzetoleranter als andere Silberkerzen-Sorten und gedeiht gut im Halbschatten sowie auf frischen Böden.
Als Kreuzung aus der asiatischen Actaea simplex und der amerikanischen Actaea racemosa zeigt ‚Queen of Sheba‘ eine buschige Wuchsform. Ihre 30 bis 60 cm langen Blätter sind zunächst purpurfarben und färben sich je nach Standort und Lichteinfall kaki-grün. Diese Staude kann während der Blüte bis zu 2 m hoch werden und eine Breite von über 1 m erreichen. Ihre Blütenstängel enden in weißen, rosig schimmernden Blütenständen, die bei Schmetterlingen sehr beliebt sind und manchmal erst im Oktober aufblühen. Nach der Blüte trägt die Pflanze braune Früchte an roten Stängeln, die bis zum Ende des Winters erhalten bleiben.
‚Queen of Sheba‘ lässt sich mit anderen großwüchsigen Stauden wie Astilboides tabularis, Persicaria amplexicaulis und Schaublatt kombinieren, um eine üppige und abwechslungsreiche Unterholzlandschaft zu schaffen.

- Abonnieren Sie
- Inhaltsverzeichnis
Dieses Formular ist durch reCAPTCHA geschützt – es gelten die Datenschutzbestimmungen und die Nutzungsbedingungen.
Kommentare