Sogenannte oder echte Moorbeeterde: Unterschiede?
Substrat wählen: Tipps
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Moorbeeterde für säureliebende Pflanzen: „Moorbeeterde“ oder echte Moorbeeterde? Unterschiede sowie Vor- und Nachteile im Überblick!
Was ist sogenannte Heideerde?
Zusammensetzung
Sogenannte Moorbeeterde ist ein Substrat, das die natürliche Moorbeeterde nachahmen soll und sich damit dem natürlichen Lebensraum säureliebender Pflanzen annähert. Sie imitiert deren Eigenschaften, insbesondere den sauren pH-Wert, hat jedoch ein besseres Wasserhaltevermögen (vor allem durch den Zusatz von Torf) und enthält teilweise Dünger. Die Zusammensetzung variiert je nach Hersteller, umfasst aber meist Sand, Weißtorf, Schwarztorf, zerkleinerte Kiefernrinde und Kompost, gelegentlich auch Kokosnussfasern und Dünger. Diese Erde ist nicht speziell an Heidepflanzen gebunden.
Vorteile
Sogenannte Moorbeeterde ist günstiger und leichter erhältlich als natürliche Moorbeeterde. Sie speichert Feuchtigkeit besser: Das Substrat trocknet weniger schnell aus, wodurch sich der Bewässerungsaufwand verringert. Dank des Zusatzes von Dünger und Kompost ist sie nährstoffreicher als natürliche Moorbeeterde. Für Pflanzungen im Topf kann sie gegebenenfalls unverdünnt verwendet werden.
Nachteile
Diese Erde kann für manche Pflanzen zu sauer sein. Außerdem lässt sich ein torfhaltiges Substrat nach dem Austrocknen nur schwer wieder befeuchten. Auch die Nutzung von Torf ist ökologisch problematisch, da Torfmoore eine wichtige ökologische Rolle spielen und Torf keine erneuerbare Ressource ist.
Verwendung
Wie natürliche Moorbeeterde sollte sie möglichst nicht unverdünnt verwendet werden (außer gegebenenfalls für Pflanzungen im Topf), sondern zur Hälfte mit Gartenerde gemischt werden.

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Zusammensetzung
Echte Moorbeeterde kommt in der Natur, im Unterholz, unverändert vor, auf sandigen Böden, auf denen Englische Heide und Ginster wachsen. Sie entsteht durch die Zersetzung von Englischer Heide. Man findet sie in Wäldern, in denen Englische Heide von Natur aus wächst, insbesondere in der Sologne. Sie ist selten und daher teuer. Sie ist leicht, drainierend und reich an Rohhumus, aber sehr nährstoffarm. Ihr besonders saurer pH-Wert liegt zwischen 4 und 5. Sie speichert nur sehr wenig Feuchtigkeit. Echte Moorbeeterde darf wegen ihrer Säure niemals pur verwendet werden, sondern höchstens zu 20 bis 30 %.
Vorteile
Diese Erde ist sehr drainierend, wodurch die Wurzeln gut mit Sauerstoff versorgt werden, und sie erwärmt sich schneller. Sie ist sehr sauer und daher besonders für Moorbeetpflanzen geeignet. Vor allem ermöglicht sie, den Boden anzusäuern.
Nachteile
Echte Moorbeeterde ist oft teurer und möglicherweise schwerer zu finden. Obwohl sie reich an Humus ist, enthält sie nur sehr wenige Nährstoffe. Die vorhandenen Nährstoffe, insbesondere Stickstoff und Phosphor, können von Pflanzen nur schlecht aufgenommen werden, was zu Mangelerscheinungen führen kann. Echte Moorbeeterde ist außerdem sehr drainierend und speichert daher nur schlecht Wasser. Sie kann auch Schadstoffe oder Schwermetalle wie Aluminiumionen enthalten. Da sie durch das oberflächliche Abtragen von Böden gewonnen wird, hat ihre Gewinnung erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt.
Verwendung
Da echte Moorbeeterde stark sauer ist, darf sie niemals pur verwendet werden. Für die Pflanzung Ihrer säureliebenden Pflanzen empfehlen wir eine Mischung aus gleichen Teilen Moorbeeterde, grobem Sand, Lauberde und Gartenerde.

Heide in der Sologne (Foto: Pierre J)
Welche Unterschiede gibt es zwischen diesen beiden Erden?
- Zusammensetzung:
- Sogenannte Moorbeeterde: je nach Hersteller unterschiedlich, meist jedoch aus Sand, Torf, Pinienrinde, Kompost und Pflanzenfasern
- Echte Moorbeeterde: in der Natur gewonnene Erde aus der Zersetzung von Heidekraut. Sie ist immer rein und wird vor dem Verkauf nicht mit anderen Bestandteilen vermischt.
- Vorteile:
- Sogenannte Moorbeeterde: günstiger, bessere Wasserspeicherung und meist reicher an Mineralstoffen (Dünger, Kompost …)
- Echte Moorbeeterde: gut drainierend, sehr sauer
- Nachteile:
- Sogenannte Moorbeeterde: enthält meist Torf, dessen Abbau erhebliche Umweltfolgen hat.
- Echte Moorbeeterde: teurer, sehr drainierend und trocknet im Sommer daher schnell aus. Sie ist nährstoffarm, was zu Mangelerscheinungen führen kann. Sie ist sehr sauer und muss unbedingt mit anderer Erde gemischt werden. Da sie in der Natur gewonnen wird, hat auch ihre Gewinnung erhebliche Umweltfolgen.
- Verwendung:
- Sogenannte Moorbeeterde: zu 50 % mit Gartenerde mischen.
- Echte Moorbeeterde: zu 20 bis 30 % mit Gartenerde mischen.

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