Sommerhitze im Gewächshaus bändigen?
Pflanzen vor Hitze schützen: Tipps
Inhaltsverzeichnis
Gewächshaus: Wachstum verlängern, Pflanzen schützen. Mit dem Sommer steigt die Hitze: Wie regulieren Sie sie? Unsere Tipps für heiße Tage.
Ideale Temperatur im Gewächshaus?
Für die meisten Gewächshauspflanzen ideal: 20–25 °C am Tag, 15–18 °C nachts. Über 30 °C droht Hitzestress; Tropenpflanzen sind robuster, Salat weniger
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Gewächshaus: Methoden zur Hitzekontrolle
Belüftung
Die Belüftung ist eine der einfachsten und wirksamsten Maßnahmen, um die Temperatur im Gewächshaus zu senken. Dazu werden einfach Fenster und Türen geöffnet, damit die Luft zirkulieren kann. Idealerweise öffnen Sie mindestens zwei gegenüberliegende Öffnungen im Gewächshaus, um einen Luftzug zu erzeugen, auch „Kamineffekt“ genannt (warme Luft steigt auf, während kalte Luft näher am Boden bleibt). Öffnen Sie bei einem Folientunnel ohne Fenster die Enden und heben Sie die Folie stellenweise über dem Boden an.
Im Sommer und bei großer Hitze lassen Sie auch nachts alles offen, solange die Nachttemperaturen über 15 °C liegen. Diese Methode hilft außerdem, die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus zu regulieren und die Entwicklung von Pilzkrankheiten einzudämmen.
Tipp: Wenn Ihre Pflanzen unter Insekten und anderen Schädlingen leiden, denken Sie an Schutznetze oder Fliegengitter.

Beschattung
Die Beschattung ist eine weitere wirksame, einfache und oft kostengünstige Methode, um die Hitze zu kontrollieren.
Sie können einfach ein Schattiernetz verwenden, das außen auf dem Gewächshaus angebracht und mit Schnüren am Boden befestigt wird. Im Inneren aufgehängte Schattiernetze sind weniger wirksam gegen die Hitze. Im Handel sind sie mit verschiedenen Beschattungsgraden erhältlich, meist zwischen 30 % und 70 %. So können Sie die für Ihre Pflanzen passende Verringerung der Sonneneinstrahlung wählen. Bei Folientunneln können Sie auch eine Schilfrohrmatte ausrollen. Um zu sparen, können alte Bettlaken als improvisierter Sonnenschutz wiederverwendet werden.
Auch die Gewächshauswände können weiß gestrichen werden, um das Sonnenlicht zu reflektieren. Bei Glasgewächshäusern verwendet man hauptsächlich Branntkalk oder Schlämmkreide. Für Folientunnel oder Gewächshäuser aus Polycarbonat eignet sich spezielle Schattierfarbe. Sie ist meist weiß und kann am Ende des Sommers abgewaschen oder abgekratzt werden.
Natürlicher Schatten ist ebenfalls eine schöne Lösung! Schaffen Sie einen grünen Sichtschutz, indem Sie eine Hecke in der Nähe des Gewächshauses pflanzen (in 2 bis 3 m Abstand) oder einen sommergrünen Baum (je nach Sorte 3 bis 5 m Abstand), etwa eine Magnolie, einen Feigenbaum, einen Flieder oder eine Seidenakazie. Achten Sie jedoch darauf, dass der Schatten nicht zu dicht ist, damit ausreichend Licht für die Photosynthese bleibt.

Ein Gewächshaus mit Schilfrohrmatte und Sträuchern als Schattenspender
Bewässerung und Gießen
Die Befeuchtung der Luft kann ebenfalls dazu beitragen, die Temperatur im Gewächshaus zu senken. Dazu können Sie einfach die Wege im Gewächshaus bewässern. Das Wasser verdunstet, nimmt Wärme auf und kühlt dadurch die Luft. Diese Methode ist einfach und kostengünstig, kann die Luftfeuchtigkeit jedoch so stark erhöhen, dass bestimmte Pflanzenkrankheiten begünstigt werden. Behalten Sie daher die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus aufmerksam im Auge.
Manche Gärtner setzen bevorzugt einen Vernebler ein. Er versprüht einen feinen Wassernebel in der Luft, der rasch verdunstet, Wärme aufnimmt und die Luft kühlt. Vernebler können automatisch oder manuell betrieben werden und sind besonders in großen Gewächshäusern wirksam.
Hinweis: Denken Sie daran, dass die optimale Luftfeuchtigkeit für die meisten Pflanzen zwischen 50 und 70 % liegt. Zu viel Feuchtigkeit kann die Entwicklung von Pilzkrankheiten und Parasiten begünstigen. Achten Sie daher darauf, die Luftfeuchtigkeit regelmäßig zu kontrollieren und Ihre Befeuchtungsmaßnahmen entsprechend anzupassen. Falls Sie noch keines haben, installieren Sie am besten ein Hygrometer!

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Standort des Gewächshauses:
Der Standort für das Gewächshaus sollte unter Berücksichtigung mehrerer Faktoren gewählt werden. Zunächst sollte er den ganzen Tag über möglichst viel Sonne erhalten, vor allem im Winter. Wählen Sie daher einen Platz, der nicht von Gebäuden oder dicht stehenden Bäumen beschattet wird.
Im Sommer kann zu direkte Sonneneinstrahlung jedoch zu einer Überhitzung des Gewächshauses führen. Laubbäume in der Nähe können hilfreich sein, da sie im Sommer Schatten spenden und im Winter, wenn sie ihr Laub verlieren, die Sonne durchlassen. Bevorzugen Sie Bäume mit lichtem Schatten oder schneiden Sie sie so, dass Licht hindurchfällt, etwa die Gewöhnliche Robinie, Ahorn, die Birke oder auch die Seidenakazie und den Blauglockenbaum. Denken Sie außerdem daran, dass der Abstand zwischen diesen Bäumen und dem Gewächshaus groß genug sein muss, um übermäßige Beschattung sowie mögliche Schäden durch Wurzeln oder herabfallende Äste zu vermeiden.
Auch die Luftzirkulation muss berücksichtigt werden, um einen Hitzestau zu verhindern. Vermeiden Sie Muldenlagen, etwa zwischen zwei Mauern, oder windgeschützte Bereiche, in denen die Luft stagnieren kann.
Ausrichtung des Gewächshauses:
Die Ausrichtung des Gewächshauses ist ebenso wichtig. Richten Sie es in einer Nord-Süd-Achse aus, mit dem Eingang nach Norden. So nutzt das Gewächshaus die ersten Sonnenstrahlen am Morgen aus dem Osten und die letzten Lichtstrahlen am Abend aus dem Westen, besonders im Winter! Gleichzeitig wird die intensive Mittagssonne begrenzt, die im Sommer zusätzliche Wärme erzeugen kann.

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