Topfpflanzen im Urlaub gießen?
Unsere besten Tipps und Techniken
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Topfpflanzen im Urlaub gießen: Einfache Tipps gegen Trockenheit. Mehr im Podcast: https://open.spotify.com/episode/7kBpeIUHNRwh9rM9hRMFcQ?si=IosKgLLtTwS0u1-KS1lFIA
Passende Pflanzen auswählen
Im Topf trocknet das Substrat schneller aus als im Freiland. Topfpflanzen brauchen regelmäßige Wassergaben, doch Häufigkeit und Menge hängen von Pflanzenart, Topfgröße und Wetterbedingungen ab. Deshalb ist es wichtig, ihren Wasserbedarf genau zu kennen. Einige durstige Pflanzen überstehen eine längere Abwesenheit nicht. Andere hingegen sind genügsam beim Wasser, widerstandsfähiger und kommen mit gelegentlichem Gießen aus. Erleichtern Sie sich daher das Leben und vermeiden Sie Pflanzen, die bei großer Hitze alle zwei Tage gegossen werden müssen! Zu den Pflanzen, mit denen Sie beruhigt und ohne schlechtes Gewissen verreisen können, gehören:
- Kakteen und Sukkulenten: Agaven, Feigenkakteen, Aloen, Mangaven, Hauswurz, Fetthenne, aber auch Dickblatt, Echeverie und Aeonium … Diese Pflanzen stammen aus Wüstenregionen und haben daher Mechanismen entwickelt, um Wasser in ihren Blättern und Stängeln zu speichern. Sie eignen sich besonders gut für die Topfkultur und kommen mit gelegentlichem Gießen aus: Im Winter werden sie meist höchstens einmal im Monat, im Sommer maximal einmal pro Woche gegossen.
- Kräuter: Einige, etwa Thymian, Rosmarin, die Italienische Strohblume, Echten Salbei und Bohnenkraut, sind besonders trockenheitsresistent und kommen mit gelegentlichem Gießen aus.
- Mediterrane Pflanzen: Lavendel, Katzenminze, Sonnenröschen …
- robuste Zimmerpflanzen: Bogenhanf, Euphorbia acruensis, Yucca elephantipes und beispielsweise Cycas revoluta brauchen wenig Wasser und werden erst gegossen, wenn das Substrat trocken ist. Lassen Sie die Erde zwischen zwei Wassergaben etwas antrocknen.

Manche Pflanzen kommen mit sehr wenig Wasser aus, zum Beispiel Hauswurz, Lavendel und Bogenhanf
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Trockenheitsverträgliche Pflanzen für den TopfBewässerungskegel und Mini-Ollas aufstellen
Bewässerungskegel und Ollas (auch Oyas genannt) sind clevere Lösungen, um Topfpflanzen während Ihres Urlaubs mit Wasser zu versorgen. Sie geben das Wasser langsam und kontinuierlich ab und verhindern so Trockenstress und Austrocknung. Verwenden Sie diese Systeme nicht für Pflanzen mit geringem Wasserbedarf, etwa Kakteen und Sukkulenten.
Bewässerungskegel
Bewässerungskegel ermöglichen eine optimale Wasserversorgung und verhindern sowohl Staunässe als auch Wassermangel. Sie eignen sich ideal für Pflanzen, die eine konstante, sanfte Bewässerung benötigen. Oft aus Keramik oder Kunststoff gefertigt, sind sie praktisch und kostengünstig. Wählen Sie je nach Topfgröße und Dauer Ihrer Abwesenheit Kegel mit passendem Fassungsvermögen. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich und können von Hand mit Wasser befüllt oder für eine längere Versorgung an eine Wasserflasche angeschlossen werden. Füllen Sie einfach den Kegel mit Wasser. Wenn Sie eine Flasche verwenden, befestigen Sie sie sicher am Kegel. Bei manchen Modellen können Sie zusätzlich Flüssigdünger einfüllen, um Ihre Pflanzen gleichzeitig zu versorgen. Stecken Sie den Kegel nahe den Wurzeln der Pflanze in den Boden. Das Wasser sickert langsam durch den Kegel und bewässert die Wurzeln regelmäßig.
Mini-Ollas
Mini-Ollas sind wie ihre großen Schwestern unglasierte Terrakottatöpfe, die eingegraben Wasser durch ihre Poren abgeben. Diese traditionelle Bewässerungsmethode wird seit Jahrhunderten genutzt und hält den Boden besonders gleichmäßig feucht. Die Olla-Methode spart deutlich Wasser und fördert eine tief reichende Bewässerung, die der Wurzelentwicklung zugutekommt. Sie eignet sich ideal für Pflanzen, die keine schwankende Bodenfeuchte vertragen. Wählen Sie die Olla passend zur Topfgröße und Pflanzenart. Ollas gibt es in verschiedenen Größen: Je größer ihr Fassungsvermögen, desto länger geben sie Wasser ab. Heben Sie im Substrat ein ausreichend großes Loch für die Olla aus. Lassen Sie den Hals leicht herausragen, damit sie leichter befüllt werden kann. Setzen Sie die Olla ein, füllen Sie das Loch mit Erde und drücken Sie diese leicht an. Befüllen Sie die Olla und achten Sie darauf, dass der Wasserstand hoch genug für eine kontinuierliche Abgabe ist.
→ Alles über diese Bewässerungsmethode erfahren Sie in unserem Ratgeber: Ollas oder Oyas: effiziente und sparsame Bewässerung
→ Entdecken Sie unsere Anleitung zum Bauen einer eigenen Olla

Verschiedene Lösungen speichern Wasser und geben es nach und nach an das Substrat ab
Tropfbewässerung selbst installieren
Tröpfchenbewässerung ist eine weitere Möglichkeit, Ihre Topfpflanzen während des Urlaubs mit Wasser zu versorgen. Sie ermöglicht eine regelmäßige und kontrollierte Bewässerung. Die Tropfer werden am Bewässerungsschlauch befestigt und geben das Wasser tröpfchenweise in die Blumenerde Ihrer Topfpflanzen ab. Sie können an einen Außenwasserhahn angeschlossen und so programmiert werden, dass sie sich in festgelegten Abständen einschalten. Besonders nützlich sind sie für Pflanzen, die regelmäßig und gezielt bewässert werden müssen, etwa tropische Pflanzen oder bestimmte Zimmerpflanzen. Es gibt verschiedene Arten von Tröpfchenbewässerungssystemen – von gebrauchsfertigen Sets bis hin zu modularen Systemen.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach mit einer Plastikflasche ein selbst gebautes Tröpfchenbewässerungssystem herstellen. Für die meisten Topfpflanzen eignen sich 1- bis 2-Liter-Flaschen. Für große Töpfe oder besonders wasserbedürftige Pflanzen verwenden Sie größere Flaschen oder erhöhen Sie die Anzahl der Löcher leicht. Reinigen Sie die Flaschen gründlich, um alle Rückstände der vorherigen Flüssigkeit zu entfernen. Bohren Sie einfach kleine Löcher in den Verschluss und stellen Sie die Flasche kopfüber in den Topf. In der Regel reichen zwei bis drei Löcher aus. Achten Sie darauf, dass sie klein genug sind, damit das Wasser langsam austritt. Wenn Sie Ihre Pflanzen während Ihrer Abwesenheit düngen möchten, können Sie dem Wasser auch Flüssigdünger hinzufügen.
→ Wie installieren Sie eine automatische Bewässerung auf Balkon oder Terrasse?

Sie können ganz einfach eine Wasserflasche verwenden und Löcher in den Verschluss bohren
Lesen Sie auch
Blumenkästen und Kübel: wenig gießen?Töpfe mit integriertem Wasserspeicher nutzen
Töpfe mit Wasserreservoir versorgen Pflanzen per Kapillarwirkung. Ideal bei Abwesenheit, aber nicht für Pflanzen, die keine dauerhafte Nässe vertragen.
Auf Bewässerungsgel setzen
Dieses Produkt besteht hauptsächlich aus superabsorbierenden Polymeren. Es speichert Wasser und gibt es nach und nach in den Boden ab. Das Bewässerungsgel oder der Wasserspeicher liegt meist als Granulat oder Kristalle vor. Werden diese mit Wasser vermischt, quellen die Polymere auf und bilden ein Gel, das große Mengen Wasser speichern kann. In der Regel genügt es, Granulat oder Kristalle mit Wasser zu vermischen und quellen zu lassen, bis ein Gel entsteht. Dieses Gel wird anschließend mit Erde vermischt oder direkt in den Topf gegeben. Dort gibt es das Wasser langsam und gleichmäßig nach Bedarf der Pflanze ab. Nach dem Einarbeiten des Gels gießen Sie Ihre Pflanzen reichlich, um die Wasserabgabe zu aktivieren. Je nach verwendeter Gelmenge und Wasserbedarf der Pflanzen kann es den Boden mehrere Wochen lang ausreichend feucht halten.
Um die Wirkung des Bewässerungsgels zu erhöhen, können Sie es mit einer Mulchschicht kombinieren, die die Verdunstung verringert, oder mit Töpfen mit integriertem Wasserspeicher. Stellen Sie Ihre Töpfe außerdem in Übergefäße oder Untersetzer. So wird überschüssiges Wasser aufgefangen, das das Gel anschließend wieder aufnehmen kann. Dadurch wird die Bewässerung noch effizienter.
→ Lesen Sie auch unseren Ratgeber und erfahren Sie alles über Wasserspeicher.
Untersetzer unter Töpfen
Ziel: Vor der Abreise einen guten Wasservorrat für Ihre durstigsten Pflanzen anlegen! Untersetzer fangen Wasser aus den Abzugslöchern auf und bremsen die Verdunstung. Das Wasser steigt durch Kapillarwirkung in den Topf und hält den Boden länger feucht. Wählen Sie passende Untersetzer. Sie müssen den Topfboden vollständig abdecken und tief genug sein, um ausreichend Wasser aufzunehmen. Stellen Sie die Untersetzer direkt unter die Töpfe. Achten Sie auf Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser in die Untersetzer ablaufen kann. Gießen Sie Ihre Pflanzen vor der Abreise reichlich. Füllen Sie auch die Untersetzer mit Wasser. So erhalten die Pflanzen einen zusätzlichen Wasservorrat. Lassen Sie jedoch Kakteen und Sukkulenten nicht im Wasser stehen!

Stellen Sie unbedingt Untersetzer unter Ihre Töpfe.
Mulchen: weniger gießen
Wie im Garten sollten Sie auch Ihre Töpfe mulchen! Eine Abdeckung des Substrats mit organischem oder mineralischem Mulch schützt vor direkter Sonneneinstrahlung und verringert die Wasserverdunstung. Mulchen hält den Boden länger feucht und reduziert so die erforderliche Häufigkeit des Gießens. Gießen Sie Ihre Pflanzen vor dem Ausbringen des Mulchs gründlich. Der Boden muss feucht sein, damit der Mulch seine Vorteile optimal entfalten kann. Verteilen Sie eine gleichmäßige Mulchschicht um die Pflanzenbasis. Passen Sie die Art des organischen oder mineralischen Mulchs an die jeweiligen Bedürfnisse an, um die Wasserspeicherung zu optimieren.

Mulchen verringert die Wasserverdunstung und hält das Substrat länger feucht.
Weitere Tipps für sorgenfreie Ferien
- Wenn Sie für ein Wochenende unterwegs sind, können Sie Bewässerungsdochte testen. Dabei handelt es sich um Kordeln oder saugfähige Stoffstreifen, die die Pflanze durch Kapillarwirkung bewässern. Stecken Sie ein Ende des Dochtes in den Wasserbehälter und das andere durch die Abzugslöcher in die Blumenerde des Topfes. Das Wasser wird langsam vom Substrat aufgenommen.
- Ein kurzes „Tauchen“ vor der Abreise kann hilfreich sein: Stellen Sie Ihre Töpfe 10–15 Minuten in ein flaches Wasserbad (in eine Wanne, Schüssel, Badewanne oder ein Spülbecken). Das Wasser dringt nach und nach durch die Abzugslöcher in die Blumenerde ein. Lassen Sie die Töpfe anschließend gut abtropfen.
- Wenn Sie einen vertrauenswürdigen Nachbarn oder Freund haben, bitten Sie ihn, während Ihrer Abwesenheit zum Gießen vorbeizukommen. Geben Sie klare Anweisungen zur benötigten Wassermenge und Gießhäufigkeit für jede Pflanzenart.
- Wenn Sie Ihre Topfpflanzen vorübergehend an einen schattigen Standort stellen, sinkt ihr Wasserbedarf. Vor der Sonne geschützt, trocknen die Pflanzen weniger schnell aus.
→ Lesen Sie auch unsere Tipps im Blog: Topfpflanzen und Gießen: Große Hitze während Ihrer Abwesenheit bewältigen.
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