Topfpflanzen gießen
Pflanzen in Gefäßen richtig gießen?
Inhaltsverzeichnis
Topfpflanzen brauchen mehr Wasser als Pflanzen im Boden. Alles zum richtigen Gießen: Substrat, Topf, Mulch und Tipps für weniger Aufwand.
Wasserbedarf der Pflanzen beachten
Es versteht sich von selbst, dass eine feuchtigkeitsliebende Pflanze wie ein großtopfiger Aronstab mit großer Blattfläche nicht genauso gegossen wird wie eine kleinblättrige Sukkulente, die in ihrer natürlichen Umgebung in einem Steingarten wächst, etwa eine Hauswurz. Ausgehend davon sollte man sich zunächst mit den Bedürfnissen jeder Pflanze befassen. Ob im Freiland oder im Topf: Je nach Art benötigen Pflanzen mehr oder weniger Wasser (manche fast gar keines). Dies ist beim Kauf meist auf dem Pflegeetikett durch Symbole mit Wassertropfen angegeben. Dasselbe gilt für Bücher und Zeitschriften sowie für Ihre bevorzugte Online-Pflanzenseite! Neben Standort und Bodenart ist das Gießen nämlich das dritte entscheidende Kriterium für die Entwicklung Ihrer Pflanzen.
Manche Sträucher wie Buchsbaum im Topf mögen keine flächige Bewässerung wie durch eine Tropfbewässerung. Prüfen Sie daher die Eigenschaften jeder Pflanze für diese spezielle Pflanzung genau.
Wenn Sie häufig abwesend sind oder das Gießen für Sie kein entspannender Tagesausklang ist, sollten Sie bei der Auswahl der Pflanzen für Ihre Pflanzgefäße besonders aufmerksam sein. Viele vertragen Trockenheit auch im Topf gut, etwa Tulbaghien, Argentinisches Eisenkraut, Fetthenne oder Schwingel.
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Eine feuchtigkeitsliebende Pflanze wie Schachtelhalm wird anders gegossen als eine Palme oder ein Sagopalmfarn im Topf und eine Alpenrose …
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Pflanzen in Töpfen: Anbau, Pflege und VersorgungPassendes Substrat wählen
Achten Sie besonders auf das Substrat, das die Pflanze versorgt. Das ist für das Gießen entscheidend, denn die Erde ernährt die Pflanze – im Topf ist ihr Volumen jedoch begrenzt! Verzichten Sie bei dieser Topfkultur auf minderwertige Blumenerde und wählen Sie Blumenerde für Kästen und Töpfe mit hoher Wasserspeicherkapazität. Das Substrat sollte sich nach dem Austrocknen auch wieder gut befeuchten lassen. Mischen Sie hochwertige Gartenerde mit Blumenerde. Bei Pflanzen für trockene Standorte lockern Sie die Mischung mit Sand oder feinem Kies auf, um die Drainage zu verbessern. So leiden diese Pflanzen, besonders im Winter, weniger unter Nässe.
Ein Teil des Substrats sollte jedes Jahr am Ende des Winters erneuert werden. Dazu tragen Sie die oberste Schicht ab und ersetzen etwa ein Viertel durch frisches Substrat. Bei älteren Pflanzen ist ein vollständiger Substratwechsel nötig, damit sie wieder vitaler werden.

Die Wahl des Substrats ist entscheidend
Die Bedeutung des Topfes
Ihre Töpfe oder Pflanzkübel beeinflussen das Gießen maßgeblich – je nach Größe, Material und je nachdem, ob sie ein Abzugsloch haben oder nicht.
- Die Größe: Je größer ein Topf ist, desto größer ist natürlich der Wasservorrat für die Pflanze, da die Erde weniger schnell austrocknet. Vor allem ist es wichtig, die Topfgröße an die Pflanze anzupassen. Viele Strauchsorten lassen sich beispielsweise im Topf kultivieren – wählen Sie kompakte Kultivare mit geringem Wuchs –, sofern Sie ihnen ausreichend Platz, insbesondere in der Tiefe, für die Wurzelentwicklung bieten.
- Das Material: Auch das Material spielt eine wichtige Rolle, da manche Materialien die Feuchtigkeit länger halten als andere. Terrakotta speichert aufgrund seiner Porosität nur wenig Wasser und eignet sich daher gut für Pflanzen trockener Standorte. Kunststoff, Stein oder Beton halten Wasser dagegen recht gut und verhindern eine zu starke Verdunstung – ideal für Pflanzen feuchter Standorte. Achten Sie auch auf dunkle Farben, die Wärme speichern …
- Das Abzugsloch: Ein Topf mit Loch wird meist empfohlen: Überschüssiges Gießwasser kann ablaufen. Steht der Topf auf einem Untersetzer, bleibt zudem etwas Feuchtigkeit erhalten, die später wieder aufgenommen wird. Bei sehr durstigen Pflanzen (sie haben oft große, glänzende Blätter: Aronstab, Farfugium …) und Wasserpflanzen ist dagegen ein Topf ohne Abzugsloch ideal, damit die Pflanze möglichst viel lebenswichtige Feuchtigkeit behält.
- Pflanzgefäße mit Wasserspeicher: Ein doppelter Boden schafft einen kleinen Wasservorrat für die Pflanze; eine Anzeige zeigt an, wenn der Behälter leer ist. Sie sind oft weniger dekorativ und werden meist im Innenbereich verwendet, eignen sich aber für alle, die das Gießen ihrer Pflanzen leicht vergessen … Vorausgesetzt, man denkt daran, Wasser nachzufüllen!

Material, Farbe und Größe eines Topfes beeinflussen, wie lange das Substrat feucht bleibt
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Garten gießen: So geht’s?Wann und wie richtig gießen?
Das Gießen und die richtige Bewässerung von Topfpflanzen ist nicht immer einfach. Unter diesen für Pflanzen schwierigeren Bedingungen neigt man oft dazu, zu viel zu gießen – oder vergisst es ganz … Auch wenn nicht alle Pflanzen dieselben Bedürfnisse haben, gibt es einige Grundregeln:
- Gießen Sie langsam und lassen Sie dem Substrat Zeit, das Wasser gut aufzunehmen. Gießen Sie beispielsweise nach dem Urlaub zu schnell auf ausgetrocknete Erde, läuft das Wasser rasch durch das Abzugsloch des Topfes ab. Das Ergebnis: Ihre Bewässerung ist wirkungslos, da ein Teil des Wassers verloren geht.
- Lassen Sie das Substrat zwischen zwei Wassergaben immer abtrocknen. Besser zweimal oder dreimal pro Woche reichlich gießen als täglich ein wenig.
- Um festzustellen, ob Ihre Pflanzen Wasser benötigen, stecken Sie den Finger ins Substrat: Ist es an der Oberfläche trocken, in 3 cm Tiefe aber noch feucht, ist die Pflanze noch versorgt. Ist das Substrat auch in der Tiefe trocken, muss gegossen werden.
- Bei Hitze oder anhaltender Trockenheit müssen Sie besonders aufmerksam sein, vor allem an einem vollsonnigen Standort: Topfpflanzen sind deutlich empfindlicher als ausgepflanzte Pflanzen. Manche benötigen tägliches Gießen, bei anderen sogar zweimal täglich. Beobachten Sie das Laub genau: Ist es welk, weich oder trocken? Dann ist es höchste Zeit zu gießen. Bei verholzenden Pflanzen oder Pflanzen mit festem Laub zeigt eine « Sondierung » der Erde in einigen Zentimetern Tiefe, ob eine Wassergabe nötig ist.
- Gewöhnen Sie sich wie im Garten daran, früh morgens oder abends zu gießen, um die Verdunstung möglichst gering zu halten.
- Vermeiden Sie es, das Laub zu gießen, da dies Krankheiten begünstigen kann. Richten Sie die Gießkanne so aus, dass nur die Erde bewässert wird: bei einem Strauch rund um den Hals, bei Stauden in der Mitte des Horstes.
- Von Frühjahr bis zum Ende des Sommers benötigen Topfpflanzen am meisten Wasser, um ihr Wachstum und ihre Blüte zu fördern. Stellen Sie im Winter das Gießen von Pflanzen ein, die auf Balkon oder Terrasse bleiben. Der saisonale Regen reicht ihnen aus. Bei Sukkulenten und Agaven ist vor allem zu viel Feuchtigkeit problematisch. Stellen Sie sie an einen vor Regen geschützten Standort und bringen Sie einige von ihnen in ein kaltes Gewächshaus oder einen frostfreien Raum.
- Das Gießwasser darf weder zu kalt … noch zu warm sein, sondern sollte Zimmertemperatur haben. Wenn möglich, ist Regenwasser immer besser.
- Schenken Sie Ihren vor Regen geschützten Balkonkästen besondere Aufmerksamkeit, da sie durch das Gebäude (zu) gut abgeschirmt sind: Diese geschützten Balkonkästen und Pflanzgefäße benötigen deutlich mehr Wasser als andere.
- Im kalten Gewächshaus benötigen einige empfindliche immergrüne Pflanzen im Winter gelegentliche, kontrollierte Wassergaben, höchstens alle zwei Wochen. Zitrusfrüchte benötigen meist ein leicht feuchtes Substrat; die Wassergaben sollten entsprechend verteilt werden.

Balkonkästen in voller Sonne benötigen besondere Aufmerksamkeit. Gießen Sie Pflanzen in großen Töpfen etwas seltener, warten Sie, bis das Substrat trocken ist, und gießen Sie idealerweise am späten Nachmittag
Längere Abwesenheit meistern
Verschiedene Methoden helfen, Abwesenheiten zu überbrücken, die für Topfpflanzen fatal sein könnten, wenn man nicht vorsorgt!
- Stellen Sie zunächst möglichst viele Töpfe und Pflanzgefäße in den Schatten.
- Tröpfchenbewässerung: Ein Tropfsystem auf Balkon oder Terrasse ist bei längerer Abwesenheit die effektivste Lösung. Die Tropfer in jedem Topf geben Wasser in der von Ihnen programmierten Häufigkeit und Menge ab. Dafür ist natürlich ein Wasserhahn erforderlich.
- Die umgedrehte Flasche: Diese alte, wenn auch wenig ästhetische Methode (aber das ist egal, wenn man nicht da ist …) eignet sich für eine kurze Abwesenheit, indem sie Wasser langsam in die Pflanzgefäße abgibt. Noch besser funktioniert es mit Tonkegeln als Aufsätzen, die das Wasser langsamer abgeben.
- Mini-Ollas: Wie ihre großen Schwestern im Garten oder Gemüsebeet geben die kleinen Terrakotta-Ollas Wasser durch Kapillarwirkung ab – ähnlich wie die oben erwähnte Wasserflasche.
- Eine Wasserschale unter dem Topf versorgt die Pflanze zusätzlich mit Wasser. Sie sollte nicht unterschätzt und mit mindestens einer weiteren Methode kombiniert werden. Für durstige Pflanzen im Topf ist sie unverzichtbar!
- Das „Tauchen“ des Topfes ist vor der Abreise sinnvoll und sorgt für eine gute Wasserversorgung der Pflanze, bevor Sie mehrere Tage verreisen.
- Ein Sichtschutz aus Schilfrohrmatten oder Holzplatten verringert die Sonneneinstrahlung und damit das Austrocknen während längerer Abwesenheit.
> Entdecken Sie auch unsere Tipps in unserem Blog: Topfpflanzen und Gießen: Große Hitze während Ihrer Abwesenheit bewältigen.

Verschiedene Methoden helfen, die Bewässerung während Ihrer Abwesenheit zu gewährleisten
Unverzichtbare Handgriffe
- Mulchen Sie Ihre Töpfe genauso wie Ihre Beete! Der oberirdische Schutz des Substrats durch organischen oder mineralischen Mulch ist ein wichtiger Schritt, um Ihre Pflanzen vor übermäßiger Verdunstung zu schützen. Mulch aus Schalen des Echten Buchweizens ist zum Beispiel dekorativ, begrenzt Wasserverluste und hält die Feuchtigkeit.
- Drainage aus Tonscherben, Blähton oder eine Kiesschicht: Diese Materialien sind für Ihre Topfpflanzen unverzichtbar, damit das Wasser zirkulieren kann und sich keine Staunässe an den Wurzeln bildet.
- Denken Sie daran: Für die große Mehrheit der Pflanzen ist etwas weniger Wasser immer besser als zu viel.

Drainage und Mulchen: 2 goldene Regeln für eine bessere Kontrolle der Wasserversorgung Ihrer Topfpflanzen
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Zum Gießen von Topfpflanzen gibt es viel zu sagen. In unserem Gartenratgeber: Balkon und Terrasse finden Sie zahlreiche Pflanzenporträts für eine erfolgreiche Topfkultur.
Auch unsere Pflanzenporträts „Pflanzen, kultivieren, pflegen“ behandeln stets die Kultur und Pflege im Topf!
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