Unbekannte Ahornarten
Auswahl ungewöhnlicher Acer für mittelgroße Gärten
Inhaltsverzeichnis
Unbekannte Ahorn-Arten begeistern mit besonderem Laub, prächtiger Herbstfärbung und kompakter Wuchsform. Für saure, schattige Standorte. Entdecken Sie unsere Ahorn-Auswahl!
Japanischer Ahorn 'Aconitfolium'
Auch Japanischer Ahorn genannt, ist dieser Ahorn voller Vorzüge: Seine sommergrünen Blätter sind erstaunlich fein ziseliert und bis zur Basis tief eingeschnitten. Sie erinnern tatsächlich an die typischen Einschnitte des Eisenhuts und haben recht schmale Lappen. Ihre Form ist bemerkenswert, doch auch ihre Größe beeindruckt: Die Blätter erreichen mindestens 10 cm Durchmesser, manchmal sogar 15 cm. Im Frühjahr leuchten sie zunächst gelbgrün, später hellgrün und ab Frühherbst schließlich prächtig rot: Acer ‚Aconitfolium‘ entflammt dann förmlich und wechselt von Orange- zu glühendem Rot … Dieser Ahorn gehört zu den schönsten, wenn sich sein Laub verfärbt!
Der Strauch erreicht bei voller Reife eine Höhe von 3 bis 4 m und wird etwa 3,50 m breit. Da sein Stamm kurz bleibt, entwickelt er mit den Jahren eine schöne, breit ausladende Wuchsform. Wegen seines langsamen Wachstums können Sie ihn mehrere Jahre im Topf auf einer schattigen Terrasse kultivieren.

Acer japonicum ‚Aconitfolium‘: Wuchsform und Laub im April (© Wikimedia Commons, Line 1) sowie Laub im Oktober (© Wikimedia Commons-James Steakley)
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Acer japonicum ‚Vitifolium‘ besticht ebenfalls durch sein großes, fein gegliedertes und sehr dekoratives Blattwerk (10 bis 15 cm groß und recht rund). Man kennt ihn auch unter dem Namen Rotnerviger Schlangenhautahorn. Seine tief eingeschnittenen, breiten Blätter erinnern etwas an Weinblätter, sind jedoch runder geformt und ähneln einem äußerst regelmäßigen Fächer. Im Herbst nimmt er herrliche Orangetöne an, zunächst am Rand, bevor sich die Farbe über das gesamte Blatt ausbreitet und anschließend in Rot übergeht. An einem westseitigen Standort werden diese Farben vom Abendlicht noch verstärkt. So bringt er wie eine Prachtglocke leuchtende Farbe in ein Beet mit saurer Erde. Dieser Ahorn verträgt Sonne und sogar Trockenheit. Ausgewachsen wird er 5 bis 7 m hoch.

Acer japonicum ‚Vitifolium‘ im Frühjahr (© Andrey Zharkikh), Blattwerk im November oben rechts (© Alvin Kho). Das Blatt im Sommer unten rechts.
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Acer shirasawanum ‘Aureum’
Sie suchen frisches, hellgrünes Laub? Acer shirasawanum ‚Aureum‘, ein Japanischer Ahorn, ist ideal! Im Frühjahr treibt er besonders frisch und leuchtend grün aus, bevor sich sein Laub im Sommer gelb und golden färbt – daher sein Beiname Goldahorn. Dieser noch seltene Ahorn schmückt den Garten mit Laub, das sich allmählich orange und rot färbt und ihn vor den ersten Frösten zum Leuchten bringt. Die Blätter sind schön groß und tief gelappt, mit 7 bis 11 gezähnten Lappen. Wie andere Japanische Ahorne bildet er im Frühjahr kleine purpurrote Blüten. Wie viele helllaubige Gehölze reagiert dieser Ahorn empfindlich auf zu viel Sonne. Wählen Sie daher einen geschützten Standort im Schatten oder Halbschatten, geschützt vor kalten, trockenen Winden. Dieser schöne Ahorn bleibt klein: Er wird höchstens 4 m hoch und etwa 3 m breit und entwickelt im Alter eine sehr dekorative Wuchsform.

Acer shirasawanum ‚Aureum‘: Wuchsform (© Wendy Cutler), Laub im Juni (© Megan Hansen) und unten Herbstlaub des Kultivars ‚Autumn Moon‘ (© Megan Hansen)
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Der Wein-Ahorn
Der etwas größere Acer circinatum oder Wein-Ahorn wird 5–6 m hoch, unter besten Bedingungen wie in seiner amerikanischen Heimat sogar 8 m. Der auch Rundblättriger Ahorn genannte Baum besticht durch seine sehr ausgebreitete, dekorative Wuchsform. Seine Blätter haben 7–9 Lappen und einen Durchmesser von 8–10 cm. Ab Spätsommer färben sie sich gelb, orange und rot, bevor sie im Herbst abfallen. Der langsam wachsende, bei uns noch wenig verbreitete Acer circinatum benötigt wie seine Verwandten einen frischen, humusreichen Boden. Halbschatten oder Schatten sind ideal. Er ähnelt einem Fächer-Ahorn, ist aber besonders hitzetolerant.

Acer circinatum: Wuchsform und Laub im Oktober (© Neil Bell), Frühlingslaub oben rechts und Frühherbstlaub unten rechts
Acer ginnala
Mit seiner ausgebreiteten Wuchsform und dem außergewöhnlichen, im Herbst scharlachrot gefärbten, handförmigen Laub zählt Acer ginnala zu den schönsten mittelgroßen Ahornbäumen. Dieser aus Japan und China stammende Ahorn, auch Feuer-Ahorn oder Acer tataricum genannt (die weiterhin verwendete Bezeichnung Acer ginnala ist eigentlich ein älterer Name), wächst bis 6 m hoch und etwa 3 m breit. Sein Laub ist dreilappig und fast herzförmig (sein volkstümlicher Name Feuer-Ahorn bezieht sich auf den Fluss Amur, der durch Sibirien und China fließt …). Seine jungen Zweige und Blattstiele sind rötlich und bilden einen schönen Kontrast zum zartgrünen Frühlingslaub. Im Herbst zeigt das Laub alle Farben: von Gelb und Orange bis zu leuchtendem Rot.
Acer ginnala wächst in gut durchlässigem, kalkfreiem Boden. Nach dem Anwachsen verträgt er Trockenheit, starke Fröste und auch Hitzeperioden. Ob als freiwachsende Hecke oder Solitär: Er ist überall im Garten wunderschön.
Die Sorte ‘Bailey Compact’ ermöglicht es, diese schöne Art auch in kleinen Gärten oder im Topf zu pflanzen, da sie nur 2,50 m hoch wird.

Acer ginnala oder Feuer-Ahorn (© FD Richards)
→ Olivier stellt Ihnen den Feuer-Ahorn in seinem Video ausführlicher vor!
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