Was auf einer Westterrasse pflanzen?

Was auf einer Westterrasse pflanzen?

Tipps für eine blühende, grüne Terrasse mit Nachmittagssonne

Inhaltsverzeichnis

Geändert der 28. September 2025  durch Gwenaëlle 7 min.

Westterrasse: Sonne, Wärme und Wind. Ideal für spätfrostempfindliche Pflanzen im Topf, darunter Sträucher, Stauden und Kletterpflanzen. Ideen für Halbschatten.

Schwierigkeit

Stauden

An diesem Weststandort können Sie auf vielseitige Pflanzen setzen, die mit Halbschatten und mehreren Sonnenstunden täglich zurechtkommen. Unter diesen gemischten Bedingungen halten die Blüten meist länger. Dazu gehören:

  • Der Aronstab

Aronstab ist als Staude für Pflanzgefäße besonders interessant, da er sich darin sehr wohlfühlt und bei einem Gefäß ohne Abzugsloch von einem stets frischen Substrat profitiert. Er verträgt sowohl Sonne als auch Schatten, ein Weststandort ist daher ideal, denn dort blüht er etwas länger als in voller Südlage. Aronstab auf der Terrasse sorgt mit seinem üppigen, großflächigen Laub sofort für eine exotische Note. Die strahlend weißen Blütenstände wirken erfrischend, während die markante Wuchsform dekorative Struktur verleiht. Wählen Sie eine großwüchsige Sorte wie Zantedeschia aethiopica ‘Himalaya’, die über 1 m hoch werden kann und mit weiß gesprenkelten Blättern sowie einer wiederholten Blüte von Mai bis September für eine schöne Wirkung auf der Terrasse sorgt. In kalten Regionen verschwindet das Laub im Winter und treibt im Frühjahr wieder aus. Diese Pflanze ist eher für milde Regionen geeignet.

Aronstab

Aronstab ‚Himalaya‘

  • Fingerhut Digiplexis

Für eine lange Blütezeit und eine zugleich dekorative und natürliche Wirkung setzen Sie auf Digiplexis. Diese Pflanzen könnten mit ihren langen Blütenstielen und einer Kreuzung mit dem Kanarischen Fingerhut mit Fingerhut verwechselt werden und werden ebenfalls fast 1 m hoch. Die röhrenförmigen Blüten sitzen dicht am Stängel und leuchten in Rosatönen bis Orangegelb. Sie sind ideal für eine schöne, leicht ländliche Stimmung auf der Terrasse und eine üppige Blütenfülle von Juni bis zum Frost. Pflanzen Sie sie in einen großen Kübel, in dem sie ihre großzügige Wirkung und ihre zugleich sanften und leuchtenden Farbtöne entfalten können. Digiplexis wächst schnell und verhält sich wie Fingerhut als zweijährige Pflanze.

Digiplexis ‚Illumination Raspberry‘ und Digiplexis ‚Illumination Flame‘

  • Die Mühlenbeckie

Diese Staude könnte fast für einen kleinen Strauch oder eine Kletterpflanze gehalten werden, denn Muehlenbeckia erobert Rankhilfen und kann 2 bis 3 m hoch werden (oder noch höher, wenn man sie gewähren lässt!). So lässt sich eine reizvolle Formschnittpflanze für die Terrasse gestalten. Diese Pflanze aus Neuseeland wirkt dank ihrer zahlreichen kleinen grünen Blätter und der feinen, kontrastreich verdrehten Zweige besonders leicht und elegant. Sie gedeiht an einem halbschattigen Standort, hätte aber ebenso bei den Pflanzen für volle Südlage oder den Norden stehen können, da sie sich an viele Bedingungen anpasst. Muehlenbeckia complexa ist halbimmergrün und behält in mildem Klima ihr Laub; die Pflanze ist bis -10 °C winterhart. Im Kübel wirkt sie durch ihre überhängende oder kletternde Wuchsform besonders elegant und strukturbildend. Sie können sie nach Ihren Wünschen schneiden und ebenso gut in einen großen Balkonkasten oder eine Ampel an der Wand neben der Terrasse pflanzen. Sie benötigt lediglich ein drainierendes Substrat und ist weder gegen Spritzwasser noch gegen Wind empfindlich. Weitere überzeugende Vorzüge: Sie wächst sehr schnell, ist mit ihrer zarten Sommerblüte bienenfreundlich und besonders trockenheitsverträglich!

Muehlenbeckia complexa (© Gwenaëlle David) und Muehlenbeckia axillaris

  • Weitere Pflanzen

Natürlich gibt es eine große Auswahl an Stauden, die sich im Kübel auf einer Westterrasse wohlfühlen: Wolfsmilch wie die wunderschöne ‚Fireglow‘ in warmen Farbtönen, Fingerkraut, Lilientrauben, die zwergige Argentinische Eisenkraut-Sorte ‚Lollipop‘, Taglilie, Storchschnabel, einige Farne und vieles mehr. Auch Zwiebelpflanzen wie Zierlauch, Montbretie, Canna oder Tulpe gedeihen im Kübel an einem Weststandort gut.

Sträucher

  • Choisya ternata

Die Orangenblume ist ideal für halbschattige Standorte und gedeiht sehr gut im Topf: Sie ist eine ausgezeichnete Pflanze mit rundlicher Wuchsform für eine nachmittags sonnige Terrasse, selbst bei intensiver Sonne (sie kommt auch mit etwas mehr Schatten oder Sonne zurecht, blüht an einem sonnigen Standort jedoch üppiger). Dieser immergrüne Strauch trägt seinen Namen zu Recht: Er verströmt den Duft von Orangenblüten, der manchen vielleicht zu intensiv ist, mir aber köstlich erscheint – mehrere Wochen im späten Frühjahr. Wenn Sie ihn nach der Blüte zurückschneiden, blüht er im September erneut, wenn auch weniger spektakulär. Mehrere Sorten eignen sich für die Kultur im Topf, insbesondere kompakte Formen (etwa 1,20 m bei Reife) mit ungewöhnlichem, feinem Laub wie ‘Aztec Pearl’ oder ‘White Dazzler’, ’Aztec Gold’ mit noch goldenerem Laub oder mit leicht rosafarbenen Blüten wie ‘Apple Blossom’.

Choisya ‚Apple Blossom‘ und Choisya ‚Aztec Gold‘

→ Lesen Sie unseren Ratgeber: Orangenblume im Topf kultivieren

  • Ceanothus pallidus ‚Marie Rose‘

Die Säckelblume wird häufig mit einer Pflanzung im Gartenboden verbunden, kann aber auch in einem großen Kübel auf der Terrasse wachsen. Ideal ist eine sommergrüne, frosthärtere Sorte mittlerer Größe, etwa die Säckelblume ‘Marie Rose’, die mit ihren luftigen, hellrosafarbenen Blütenständen in Thyrsen bezaubert. Im Topf wird sie etwa 1,30 m hoch und blüht rund zwei Monate lang, zwischen Juni und Juli. Wenn Sie ihren Umfang begrenzen möchten, lässt sie sich im zeitigen Frühjahr gut zurückschneiden. Diese Sorte ist im Kübel bis etwa -15 °C winterhart. Kombinieren Sie sie mit immergrünen Pflanzen wie Pittosporum, Buchsbaum oder Arbutus unedo ‚Compacta‘. Für eine blau blühende, immergrüne Variante eignet sich in milden Regionen die Säckelblume ‘Blue Diamond’, die bis -10 °C winterhart ist.

Ceanothus pallidus ‚Marie Rose‘ und Ceanothus thyrsiflorus repens

  • Deutzie

Auch die sommergrüne Deutzie wird meist mit dem Garten verbunden, da sie sich mit ihrem hohen Zierwert für Hecken und Beete eignet. Doch viele Arten und Sorten der Deutzien haben eine relativ kompakte Wuchsform und eignen sich hervorragend für eine westlich ausgerichtete Terrasse. Dort erhalten sie genügend Sonne für ihre zarte weiße oder rosafarbene Frühjahrsblüte. Die Hybrid-Deutzie ‘Raspberry Sundae’ ist von April bis Juni mit wunderschönen zweifarbigen weißen und rosafarbenen Blüten bedeckt und erreicht im großen Kübel 1 m in alle Richtungen. Deutzia gracilis blüht dagegen im Mai reinweiß. Deutzia x rosea ‘Carminea’ blüht üppig hellrosa und entwickelt im Herbst purpurfarbene Laubtöne.

Deutzia gracilis

  • Hydrangea macrophylla

Bauernhortensien mit großen Blättern und kugeligen Blütenständen eignen sich besonders für eine westliche Ausrichtung: Obwohl sie winterhart sind, fürchten sie Spätfröste und werden an diesem Standort geschützt. Viele bleiben klein und können im Topf eine Terrasse schmücken. Es gibt zahlreiche empfehlenswerte Sorten, besonders Hydrangea macrophylla ‘Miss Saori’ mit ihren wunderschönen, üppigen Blütenbällen in kräftigem Rosa und Weiß sowie Hydrangea macrophylla ‚Magical Jade‘ mit erstaunlichen zweifarbigen Blüten in Creme und Grün.

Hydrangeas macrophylla ‚Miss Saori‘ und ‚Magical Jade‘

  • Weitere Möglichkeiten

Die Liste ist lang, denn zahlreiche mittelgroße Sträucher gedeihen an einem westlichen Standort. Einige immergrüne Pflanzen sorgen auf der Terrasse stets für eine schöne Wirkung: Arbutus unedo ‚Compacta‘, Euonymus fortunei ‚Emerald Gaiety‘ mit schön weiß panaschiertem Laub, Escallonia, Steinrose, Pittosporum tobira ‚Nanum‘, Buchsbaum, Abelia grandiflora ‚Caramel Charm‘, ein großer Kübel mit Michelia ‚Fairy Lime‘ sowie die unverzichtbaren, wenn auch sommergrünen Lagerstroemien als kleine Stämmchen (‚Mardi Gras‘ oder ‚Berlingot Menthe‘).

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Kletterpflanzen

Eine Westterrasse ist ideal für Kletterpflanzen, die sich dort am Nachmittag entfalten, besonders für Geißblatt, das abends noch intensiver duftet. Dort erhalten auch Waldreben und mittelgroße Rosen genügend Wärme und Licht (den Pflanztopf der Waldreben schützt man am besten mit einem Gräserhorst).

Aus der Vielzahl an Sorten, die an der Terrassenwand oder einer Pergola emporranken können, bietet sich etwa Lonicera heckrottii ‚Gold Flame‘ an. Mit seinem köstlichen Duft und der prächtigen, leuchtend rosafarbenen und orangefarbenen Blüte verzaubert es Ihre Sommerabende. Es ist winterhart, in allen Regionen anpassungsfähig, wächst bis 3 m hoch und wird nur 1 m breit. Oder die Gold-Waldrebe ‘Grace’ mit ihrer bezaubernden creme-rosa Blüte, die im Spätsommer, im August und September, die Terrasse schmückt?

Lonicera heckrotii Gold Flame (© Cultivar 413)

→ Entdecken Sie unser Sortiment an Kletterpflanzen für Töpfe

Gräser

Auch hier ist die Auswahl groß: Die meisten Gräser vertragen zwar pralle Sonne, kommen aber auch mit Sonne nur am Nachmittag zurecht – wie das zauberhafte Stipa arundinacea, dessen rötliche Töne dadurch besonders schön zur Geltung kommen. Auch Carex comans ‘Bronze Form’ oder Carex testacea werden vom warmen Abendlicht veredelt.

Viele Gräser eignen sich für die Kultur im Topf oder Kübel und verdienen einen Platz auf einer nach Westen ausgerichteten Terrasse, wo sie für Modernität und Dynamik sorgen: Wählen Sie vor allem Federgras, Chinaschilf und Segge.

Carex testacea ‚Prairie Fire‘ und Carex Comans (© Forest and Kim Starr)

→ Entdecken Sie unser Sortiment an Gräsern für Töpfe

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