Was unter Rosen pflanzen?
Rosen in Szene setzen: Tipps und Ideen
Inhaltsverzeichnis
Rosen blühen vom späten Frühjahr bis in den Sommer. Doch oft fehlen passende Begleiter zu ihren Füßen. So bleibt im Beet unschön nackte Erde oder Mulch sichtbar – besonders bei einmalblühenden Rosen. Der Charme bleibt dabei auf der Strecke.
Sie möchten den Fuß Ihrer Rosen verschönern, wissen aber nicht, welche Pflanzen passen? Je nach Rosentyp, Blütenfarbe und Gartenstil zeigen wir einfache Ideen für charmante, fantasievolle Kombinationen!

Eine Rabatte mit Buschrosen ohne Unterpflanzung … das geht schöner!
Warum Rosen unterpflanzen?
Vernachlässigen Sie den Fuß Ihrer Rosen nicht länger! Zwar entwickeln sie sich prächtig und sorgen mit ihren Knospen und Blüten für eine stattliche Erscheinung, doch eine Bepflanzung rund um die Rosen bietet mehrere Vorteile:
- Sie kaschiert ihre manchmal kahle Basis. Rosen sind in der blütenarmen Zeit oft wenig attraktiv: Ihr Laub oder ihre dornige Wuchsform wirkt kahl und wenig ansprechend. Kleine Sträucher oder Stauden können diese unvorteilhafte Silhouette geschickt verbergen;
- sie ermöglicht schöne Kombinationen aus Formen und Farben;
- sie überbrückt die Blühpause nicht remontierender Rosen (Rosen, die nur einmal blühen). Außerdem können ein oder zwei lang blühende Stauden die Blühlücke remontierender Rosen schließen, wenn diese nach dem Rückschnitt einige Wochen bis zur nächsten Blüte brauchen;
- Bodendecker am Fuß der Rosen helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und den Unkrautwuchs einzudämmen.
Bei Stammrosen können Sie auf diese Unterpflanzung jedoch verzichten. Sie kommen besser zur Geltung, wenn ihr Stamm frei von konkurrierenden Pflanzen bleibt. Außerdem werden sie häufig einzeln gepflanzt.

Stauden am Fuß von Rosen machen Beete üppiger, ermöglichen farbenfrohe Kombinationen und sorgen im Hochsommer für schützendes Laub.
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Abgesehen davon, dass man zu Hause einen Rosengarten anlegt und sich dabei ganz auf Rosen konzentriert, indem man sie in Gruppen pflanzt und meist nicht mit anderen Pflanzen kombiniert, verdienen die meisten Rosen in unseren Gärten daher eine schöne Begleitung!
Tatsächlich gibt es mehrere Möglichkeiten, je nach Rosentyp, Blütenfarbe und – besonders wichtig – Stil Ihres Gartens.
Die ausgewählten Pflanzen sollten bestimmte Kriterien erfüllen. Sie dürfen den Rosen nicht die Schau stehlen, sondern sollen sie hervorheben:
- Ihre Blüten oder ihr Laub sind leicht oder filigran, um die nötige Zartheit zu verleihen und den Charme der Rosen zu unterstreichen: Großblütiges Schleierkraut, Wiesenraute, Calamintha nepeta, Frauenmantel, Orientalischer Mohn, Bartfaden, Silbriger Beifuß, Amsonia hubrichtii und zahlreiche Feine Federborstengräser wie ‚Karley Rose‘ eignen sich dafür.
- Je nach Größe des Rosenstrauchs sind sie niedrig oder mittelhoch, um seinen Fuß zu begrünen, ohne zu hoch zu werden und dort in die Höhe zu ragen, wo die Blütenstände der Rosen beginnen: unverzichtbarer Storchschnabel, aber auch Salbei, Flammenblume, Orientalischer Mohn, Glockenblume, Nelkenwurz, Iris oder Lilientraube für niedrigere Rosen.
- Pastell- und sanfte Farbtöne begleiten Rosen in Rosatönen, Komplementärfarben wie Blau harmonieren gut mit gelben oder orangefarbenen Rosen, und weiße Rosen vertragen sich mit allen Farben – außer Weiß, es sei denn, es handelt sich natürlich um einen weißen Garten.

Zu den immer gelungenen und harmonischen Kombinationen am Fuß von Rosen gehören Katzenminze, Frauenmantel, Flammenblume und Storchschnabel
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Rosen unterpflanzen: einige Ideen
Die einfache Variante: eine zauberhafte Staude!
Eine üppige Einzelpflanze oder 2 bis 3 Pflanzen am Fuß Ihrer Rosen – und die Wirkung ist garantiert, schlicht und zauberhaft: Alchemilla mollis mit chartreusegrünen Blüten, langer Blütezeit und bemerkenswert anisduftenden Blättern, die in jedem Boden wächst, ist eine oft gewählte Staude. Ihr gelblicher Farbton passt zu allen Rosenfarben – eine wirkungsvolle und sehr romantische Gestaltung. Sie kaschiert die kahlen unteren Triebe alter Rosen, deren Holz wenig dekorativ ist, auf feine Art. Salbei ist wegen der langen Blütezeit und der blauen, mauvefarbenen oder violetten Blüten ebenfalls ein guter Begleiter, ebenso wie Schleierkraut, das wegen seiner Leichtigkeit und der weißen Blüte gewählt wird.

Frauenmantel am Fuß von Rosen (hier Strauchrose ‚Bonica‘): ein frischer Klassiker!
Gestaltung mit Blüten und Blättern
Auch am Fuß von Rosen lässt sich eine gelungene Mischung aus Blattschmuck und Blüten als Bodendecker schaffen, die zudem das Unkrautjäten zwischen den dornigen Rosen überflüssig macht: grauer Stachys byzantina, zahlreiche Storchschnäbel, Salvia nemorosa mit aufrechteren violetten Blütenständen für einen schönen Kontrast … Verwenden Sie nicht zu viele Stauden: Zwei oder drei in Pastelltönen oder kontrastierenden Farben wie im Beispiel unten reichen völlig aus, um Ihre zarten Rosen zu begleiten.

Ziest, Salbei und Storchschnabel gesellen sich natürlich zu einer schönen Rose (© Virginie Douce)
Rundum üppig
Am Fuß, aber auch zwischen den Rosen setzen Sie zugleich lockere, ländliche und romantische Stauden für einen sehr natürlichen Stil. Diese Gestaltung eignet sich für höhere Rosen, sogar für Kletterrosen. Die üppige Bepflanzung bildet einen Blütenkranz um die Rosen, mit unverzichtbarem Storchschnabel, Garbe in voller Sonne, Baldrian und vielleicht einer Stauden-Waldrebe, die am Fuß der Rosen entlangkriecht. Auch einige niedrige Sträucher sind interessant: Spiersträucher, Deutzia gracilis ‚Nikko‘ und andere.

Sehr schön umgebene Rosen! (© Virginie Douce)
Mit dekorativem Laub
Spielen Sie auch mit schönem Laub, um Kontraste zu schaffen: silbriges Laub wie oben erwähnt, aber auch purpurfarbenes, das zartrosa Rosen noch stärker hervorhebt: Persicaria ‚Red Dragon‘, Anthriscus sylvestris ‚Ravenswing‘ mit bezaubernden weißen Dolden, Sedum ‚José Aubergine‘ und sogar kleine Sträucher wie Cotinus coggygria ‚Lilla‘, dessen rosafarbene Blütenwolken Ihre Rosen veredeln.

Kombination dekorativer Blätter mit Rosen (© Virginie Douce)
Die klassische Gestaltung
Eine deutlich klassischere Möglichkeit ist, eine Rosengruppe mit Buchsbaum zu umgeben. Das wirkt in historischen oder Pfarrgärten charmant, ebenso in Gartenbereichen, in denen Sie Rosen bündeln. Buchs bildet eine sehr schöne Einfassung um die Rosen. Wie hier können Sie am Fuß zusätzlich einen Teppich aus Storchschnabel pflanzen, damit die Erde nicht offen liegt. Wenn Sie Angst haben, Buchs zu pflanzen, wählen Sie Zwerg-Pfaffenhütchen (Euonymus japonicus Microphyllus), Ilex crenata oder strauchförmiges Geißblatt (Lonicera nitida).

Buchseinfassungen wirken mit Rosen immer sehr schön
Gwenaëlles Tipp: nur Rosen nebeneinander zu kultivieren, ist aus gesundheitlicher Sicht nicht ideal: Sie ziehen häufiger Blattläuse oder Sternrußtau an, bei zu dichter Pflanzung auch Mehltau. Den Fuß der Rosen zu gestalten, ist ein ebenso ästhetisches wie wirksames Mittel gegen ihre kleine Schwachstelle!
Vergessen Sie auch die Frühlingszwiebeln nicht: Allium und Tulpen sind ebenfalls schöne Begleiter für Ihre Rosen, auch wenn sie nicht denselben Zweck erfüllen wie Stauden. Für romantische oder ländliche Pflanzbilder sind sie unverzichtbar!
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Bei krankheitsanfälligen Rosen sorgen Begleitpflanzen am Fuß für Nutzen und Schönheit: Aromatische Stauden wie Schnittlauch, Katzenminze, kriechender Rosmarin, Silbriger Beifuß und Salbei halten Schädlinge fern und wirken gegen Sternrußtau und Mehltau.

Nepeta racemosa, kriechender Rosmarin, Salvia nemorosa ‚Blue Marvel‘ und blühender Schnittlauch
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Viele Ideen bietet das 2016 bei Ulmer erschienene Buch „Des compagnes pour mes roses, Associations pour le jardin“, das Ingrid in unserem Blog vorstellt: Zu Füßen meiner Rosen.
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