Zimmeraralie: Tipps zu Pflege und Anbau im Haus
Alle Tipps für erfolgreichen Anbau
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Fatsie (Zimmeraralie): robust, mit großen, glänzenden Blättern. Tipps für Sorten, Topf, Substrat, Gießen und Pflege im Haus – ganzjährig gesund.
Welche Fatsien für die Zimmerkultur?
Alle Fatsien eignen sich dank ihrer Toleranz gegenüber mäßigen Lichtverhältnissen für die Zimmerkultur. Mehrere Sorten mit unterschiedlichen Zierwerten stehen zur Auswahl.
- Zimmeraralie: die bekannteste und am häufigsten angebotene Art mit tiefgrünem, glänzendem, geschlitztem Laub.
- Zimmeraralie ‚Spider’s Web‚: Diese außergewöhnliche Sorte besticht durch ihr stark weiß gesprenkeltes, sehr helles Laub.
- Fatsia polycarpa ‚Green Fingers‘: Die Sorte mit schmalen, stärker geschlitzten Blättern wirkt modern und leicht.
- Zimmeraralie ‚Variegata‘: Eine preisgekrönte Sorte mit cremeweißer Panaschierung am Blattrand.

Im Uhrzeigersinn: Fatsia japonica, Kultivar ‚Spider’s Web‘, Fatsia polycarpa ‚Green Fingers‘, Fatsia japonica ‚Variegata‘
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Japanische Fatsie, Zimmeraralie: Pflanzen & PflegeWelche Topfart? Welche Größe?
Die Fatsie lässt sich sowohl im Freien als auch im Haus kultivieren. Sie wächst im Haus wegen des oft geringeren Lichts und des begrenzten Wurzelraums langsamer und mäßiger.
In unserem Shop werden Fatsien in mehreren Größen angeboten, vom Anzuchttopf mit 8/9 cm bis zum 4/5-Liter-Topf. Wählen Sie für das erste Pflanzgefäß einen Topf, der einige Zentimeter größer und tiefer als der Anzuchttopf ist. Für einen 9-cm-Anzuchttopf eignet sich beispielsweise ein Pflanztopf mit maximal 15 cm Durchmesser. Für die größten Anzuchttöpfe reicht ein Topf mit 25 bis 30 cm Durchmesser.
Anders als im Freien, wo ein großer Topf ein kräftiges Wachstum fördert, kann ein zu großer Topf im Haus das Wachstum bremsen oder das Risiko von Staunässe erhöhen, da das Wasser in einem großen Substratvolumen langsamer abläuft.
Wenn die Pflanze ihre ausgewachsene Größe erreicht hat, reicht ein Topf mit 40 bis 45 cm Durchmesser aus, damit sie standfest bleibt und eine ausgewogene Wuchsform behält. Umtopfen alle 2 bis 3 Jahre in einen etwas größeren Topf ist ideal. Überspringen Sie jedoch keine Topfgröße, damit die Pflanze nicht zu viel Energie in die Wurzelentwicklung statt in ihr Laub investiert.
Im Haus wird der Topf auch zum Dekorationselement. Wählen Sie Töpfe, die zu Ihrem Einrichtungsstil passen, und bedenken Sie, dass das Material die Feuchtigkeitsregulierung beeinflusst. Terrakottatöpfe lassen Gießwasser schneller verdunsten. Sie sind für feuchtere, wenig beheizte Räume oder bei großzügigem Gießen besonders geeignet.
Kunststofftöpfe sind am leichtesten und können sich für schwere, ausgewachsene Pflanzen eignen. Darin bleibt das Substrat länger feucht.
Wenn Sie einen Übertopf verwenden, achten Sie beim Gießen genau auf die Wassermenge und leeren Sie stehendes Wasser regelmäßig aus.
Achten Sie darauf, dass der Topf über Abzugslöcher verfügt, damit sich kein Wasser am Boden sammelt. Dies ist im Haus eine häufige Ursache für Wurzelfäule.
Welches Substrat?
Im Innenbereich muss das Substrat Feuchtigkeit speichern und zugleich gut drainieren, um Staunässe in Töpfen zu vermeiden.
Die Fatsie bevorzugt eine leichte, luftige und gut drainierende Mischung, damit ihre Wurzeln nicht ersticken oder faulen. Das Substrat sollte nährstoffreich, neutral bis sauer und während des Wachstums frisch sein, während es in der Dormanz trockener bleibt.
Mischen Sie hochwertige Blumenerde für Zimmerpflanzen mit guter Wasserspeicherung. Angaben dazu finden Sie auf der Rückseite des Sackes oder im Produktdatenblatt. Fügen Sie je nach Raumklima und Topfmaterial 10 bis 20 % Perlite hinzu. Gut verrotteter Kompost reichert die Mischung mit Nährstoffen an und lockert sie auf.
In trockenen Räumen und/oder einem Terrakottatopf können Sie zusätzlich 15 bis 20 % Sphagnum beimischen, damit die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt.
Geben Sie vor dem Einfüllen des Substrats eine Schicht Blähton oder Kies auf den Topfboden. Das ist im Innenbereich besonders wichtig, da die Luft dort oft weniger zirkuliert und der Boden langsamer trocknet.
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Fatsie oder Zimmeraralie vermehren?Wann und wie pflanzen?
Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen oder Umtopfen einer Fatsie im Haus ist das Frühjahr, wenn die Pflanze ihr aktives Wachstum wieder aufnimmt. Diese Zeit ist ideal, da das natürliche Licht zunimmt und die Entwicklung von Wurzeln und Laub anregt.
Im Haus können Sie die Fatsie jedoch fast das ganze Jahr über umtopfen. Vermeiden Sie dennoch den Winter, da sich die Pflanze dann schwerer erholt.
So gehen Sie vor:
- Geben Sie einige Zentimeter Blähton auf den Topfboden.
- Wenn Sie Sphagnum verwenden, weichen Sie es vor dem Untermischen 30 Minuten in Wasser ein und drücken Sie es anschließend aus.
- Füllen Sie den Topf zu einem Drittel bis zur Hälfte mit dem Substratgemisch.
- Setzen Sie die Pflanze ein.
- Füllen Sie das restliche Substrat ein und drücken Sie es nach und nach rund um die Pflanze an.
- Hören Sie 2 cm unter dem Topfrand auf.
- Gießen Sie beim ersten Mal reichlich über einem Waschbecken.
- Wiederholen Sie den Vorgang, um das Substrat gut zu durchfeuchten.
- Stellen Sie einen Untersetzer unter den Topf oder setzen Sie ihn in einen Übertopf. Wählen Sie anschließend einen Platz, an dem Ihre Pflanze gut zur Geltung kommt.

Wo Fatsie pflanzen?
Drinnen hell, ohne Sonne. Helles Nordfenster. Süd-/Südwestfenster abschirmen. Sommer raus: halbschattig, vor Kälte schützen.
Gießen und Düngen
Gießen
Die Fatsie bevorzugt ein leicht feuchtes Substrat, verträgt jedoch keine Staunässe, die schnell zu Wurzelfäule führen kann.
Gießen Sie, sobald die obersten 2 bis 3 Zentimeter des Substrats trocken sind. Das kann je nach Jahreszeit variieren: Im Sommer müssen Sie häufiger gießen, etwa einmal pro Woche oder bei großer Hitze auch öfter. Im Winter reicht in der Regel alle zwei Wochen eine Wassergabe, außer in sehr stark beheizten Innenräumen.
Gießen Sie reichlich, bis Wasser aus dem Abzugsloch läuft. Lassen Sie überschüssiges Wasser vollständig ablaufen, bevor Sie den Topf wieder in den Übertopf stellen.
Verwenden Sie möglichst zimmerwarmes, kalkarmes Wasser, etwa Regen- oder gefiltertes Wasser.
Luftfeuchtigkeit
In Innenräumen ist die Luft oft trockener, besonders im Winter bei eingeschalteter Heizung. Eine zu warme und trockene Umgebung kann der Fatsie schaden. Damit ihre Blätter nicht austrocknen, können Sie:
- Die Blätter ein- bis zweimal pro Woche leicht besprühen.
- Bei besonders trockener Raumluft einen Luftbefeuchter in der Nähe der Pflanze aufstellen.
Sie können die Fatsie auch in feuchteren Räumen des Hauses aufstellen, etwa in der Küche oder im Badezimmer.
Düngen
Für ein gesundes Wachstum benötigt die Fatsie während der aktiven Wachstumsphase von März bis September regelmäßig Nährstoffe.
Verwenden Sie einen Flüssigdünger für Grünpflanzen mit hohem Stickstoffgehalt, der die Entwicklung des Laubs fördert. Düngen Sie alle vier bis sechs Wochen mit der auf die Hälfte reduzierten empfohlenen Dosierung, um eine Überversorgung des Substrats mit Mineralsalzen zu vermeiden.
Stellen Sie das Düngen während der Ruhephase ein, da die Pflanze dann weniger Nährstoffe benötigt.
Zu viel Dünger kann eine Gelbfärbung der Blätter oder ein zu salzhaltiges Substrat verursachen. Bei Nährstoffmangel kann sich das Wachstum verlangsamen und das Laub blass werden. Passen Sie die Düngergaben an den sichtbaren Bedarf an.
Pflege
Die großen Blätter der Fatsie neigen besonders in Innenräumen dazu, Staub anzusammeln. Das kann ihre Fähigkeit zur Lichtaufnahme beeinträchtigen und ihr Aussehen verschlechtern. Wischen Sie die Blätter einmal im Monat mit einem weichen, feuchten Tuch ab, um sie vom Staub zu befreien. Auch das Abspülen unter einer lauwarmen Dusche ist wirksam. Achten Sie danach jedoch darauf, überschüssiges Wasser aus dem Topf ablaufen zu lassen.
Ein Rückschnitt ist bei einer Fatsie im Haus nur selten nötig. Er kann jedoch sinnvoll sein, um vergilbte oder beschädigte Blätter zu entfernen und das attraktive Aussehen der Pflanze zu erhalten. Zu lange oder unausgewogen wachsende Triebe können Sie ebenfalls entfernen, damit die Pflanze ihre harmonische Form behält. Schneiden Sie immer knapp über einem Knoten oder Blatt, damit die Pflanze schön neu austreibt.
Damit Ihre Fatsie über viele Jahre kräftig bleibt, erneuern Sie jedes Frühjahr einen Teil des Substrats und topfen Sie sie alle zwei bis drei Jahre um. Eine gut gepflegte Zimmerpflanze kann eine beeindruckende Größe erreichen und mit ihrem dichten Blattwerk eine üppige Atmosphäre schaffen.

Die prachtvollen großen Blätter der Fatsie sollten im Haus regelmäßig entstaubt werden
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